Bestattungen

ist würde materiell?
hallo.

was hat das denn mit würde zu tun, ob’s jetzt ein eichensarg ist oder einer aus pappe?
„hach, die haben sich aber einen teueren sarg geleistet! huuuh! wie würdevoll!“

zeugt das sargmaterial von würde oder das verhalten der angehörigen, die zeremonie an sich?

wenn mich meine nachfahren ehrlich respektvoll, mit wehmut und schönen erinnerungen bestatten können, dann können sie mich von mir aus auch nackt verbuddeln.
allemal besser als scheinheiligkeit gepaart mit eichenholz.

worin ich dir allerdings zustimme: man sollte mit einem leichnam nicht umgehen wie mit einem stinkenden müllbeutel.

gruß

michael

3 „Gefällt mir“

Hallo Geris,

Warum ist es so schwer zu
akzeptieren, dass Leben endlich ist?

Wenn mensch nur mit der eigenen Erinnerung plaudern möchte,
brauchte es nicht den Aufwand um die Toten, Platzverschwendung
und so.

Nö stimmt so nicht, der Friedhof lässt sich auch wunderbar nutzen um mit dem Sauteuren Grabstein der Vorfahren anzugeben - bzw. wichtig zu erscheinen.

Wieso muss es unbedingt
etwas danach geben?

MUSS es doch nicht. Gibt es eben. Und davor auch. Weißt du
nicht mehr?

Ja sicher, die Elemente aus dennen ich bestehe und die Energie wird weiter bestehen. Ein Stück von mir war früher mal eine Banane im Süden oder der ein Baum, Katze, was weiss ich. Später werden die wieder was anderes sein. Ich bin ja kein Statisches Ding sondern alles fliesst und ist in Bewegung, der Jan in 10 Jahren ist ein anderer als der Heute. Ob mich dann nun die Würmer verspeisst haben oder nicht. Ich bin einfach nur Teil eines ewigen Kreislaufes, einzig das Individuum Jan ist dann weg. Es geht nichts verloren, ausser meinen Gedanken.

Gruss Jan - „Gibt es ein Leben vor dem Tod?“

Klar, hier im w.w.w.

Versteht Gott eigentlich Ironie? Nicht das ich da auch noch auf die Nase fliege, wenn ich am Tor einen blöden Spruch loslasse :wink:

Gruss Jan

Hallo Jan,

Ja sicher, die Elemente aus dennen ich bestehe und die Energie
wird weiter bestehen. Ein Stück von mir war früher mal eine
Banane im Süden oder der ein Baum, Katze, was weiss ich.
Später werden die wieder was anderes sein. Ich bin ja kein
Statisches Ding sondern alles fliesst und ist in Bewegung, der
Jan in 10 Jahren ist ein anderer als der Heute. Ob mich dann
nun die Würmer verspeisst haben oder nicht. Ich bin einfach
nur Teil eines ewigen Kreislaufes, einzig das Individuum Jan
ist dann weg.

Jepp, ich bin begeistert! Du hast es! Darf ich das zitieren? - es ist wirklich gut.

Es geht nichts verloren, ausser meinen Gedanken.

Neinnein, sei ganz sicher, alles ist im Buch des Lebens notiert, dh in der großen Videothek.

Gruss Jan - „Gibt es ein Leben vor dem Tod?“

Klar, hier im w.w.w.

Versteht Gott eigentlich Ironie?

Muß ich doch - wo würde ich bei dem allen hier sonst landen?

Nicht, dass ich da auch noch
auf die Nase fliege, wenn ich am Tor einen blöden Spruch
loslasse :wink:

Ich freue auf dich und auf deine Sprüche!
(Bring ein paar gute Witze mit! Am liebsten habe ich solche mit Hölle und Teufel)
Gruß, *g*, G.

Hallo Jan,

dafür ein Sternchen:smile:!

Der Umgang mit den Toten sagt eigentlich alles über eine Gesellschaft und ihre Kultur - und ihre Wertschätzung gegenüber dem Leben - aus. Deshalb wundert es mich auch nicht, dass in unserer Gesellschaft anonyme Grabstätten und Sarddiscounter auf dem Vormarsch sind. Bestattung als Entsorgung von teurem, nicht wertschöpfendem, anonymen Müll. Schrecklich.

Friedhöfe sind für mich Orte der Ruhe, der Nähe zur Natur (es gibt gerade in Berlin wirklich grüne Oasen) und Orte der Erinnerungen - und zwar gar nichtmal meine Erinnerungen. Ich schaue mir gerne Gräber an, sehe, wo nur noch welkes Gras schmückt, andere, liebevoll gepflegt und mit Erinnerungsstücken belegt, neben dem Grabstein Spielzeug und Puppen auf Kindergräbern z. Bsp. , frische Blumen, Grabsprüche, eine Weinfalsche, Steine, Briefchen, oder ein 0815 Grabstein oder Findling? Viele Gräber sind so indiviuell wie die Menschen, an die man sich hier erinnert. Ich finde das wunderbar.

beste Grüße,

barbara

1 „Gefällt mir“

Hallo Barbara,

Viele Gräber sind so indiviuell
wie die Menschen, an die man sich hier erinnert.

Aber nein, die Graeber sind so individuell, wie
die Menschen, die sie pflegen (oder eben nicht).

Werte schoepfen moechte ich lieber mit meinem
Leben, als dadurch dass meine Hinterbliebenen sich
mehr oder weniger gern um einen pietaetvollen Schreber-
garten kuemmern.

Gruesse
Elke