Hallo,
ich möchte gerne einen Teil meines Vermögens irgendwo besser anlegen als auf Tagesgeld / Festgeldkonten. Ich habe im diesem Bereich zwar sicherlich alles optimal ausgereizt mit 2,75% fürs Tagesgeld und 3,0% fürs Monatsgeld, möchte aber gerne mit mehr Rendite Anlegen.
Ich habe aber weder die ausreichende Ahnung (nur geringe Kentnisse im Börsenhandel vorhanden) noch die Zeit dies alleine zu bewerkstelligen. Was wäre für mich in diesem Fall die richtige Anlaufstelle, erstmal unabhängig von Laufzeiten der Anlagen usw.; ein unabhängiger BaFin-zugelassener Vermögensverwalter? Oder was würde hier Sinn machen? Ich habe natürlich kein Problem für die Verwaltung zu bezahlen.
Zertifikate
Wer solche Zinssätze „aushandelt“ hat nach meinen Erfahrungen sehr wohl
ein Problem damit 1% p.a. an Vermögensmanagementhonorar zu bezahlen.
Aber nun zur eigentlichen Frage:
Beschäftige dich doch mal mit dem Thema Zertifikate.
zB. http://www.zertifikatejournal.de
Ich will zugeben, dass es mittlerweile extrem komplizierte Zertifikatekonstruktionen
gibt. Allerdings sind Discount- und Bonuszertifikate relativ einfach zu verstehen
und je nach Chance-Risiko-Profil des Anlegers ist dort momentan „risikolos“ eine
4 vor dem Komma möglich.
Thilo
Hallo,
stimmt schon, Zertifikate könnten eine der vielen Möglichkeiten darstellen.
Das Wörtchen „risikolos“ treibt mich dazu, hier zu schreiben.
Musst nur einmal aufs falsche Pferdchen setzen, und mit deiner Erwartung daneben liegen, schon ist aus den sicheren 4% Zinsen was ganz unsicheres geworden.
Ok, sollte zumindest nicht immer vorkommen, aber von Sicherheit ist man schon ziemlich weit entfernt.
Wenn man nach dieser Strategie jahrzehntelang arbeitet, und es passiert mal was, (11.9.2001, Irgendjemand marschiert wieder in ein „böses“ Land, usw.) dann ist aus den ganzen Jahren Erfolg plötlich eine große Niete, die eben mehr als nur den Zinssatz kostet.
und je nach Chance-Risiko-Profil des Anlegers ist dort
momentan „risikolos“ eine
4 vor dem Komma möglich.
Thilo
Ich habe die Vokabel „risikolos“ nicht ohne Grund in Anführungszeichen gesetzt, da keine Vermögensanlage ohne Risiko ist. Hinzu kommt, wie wird Risiko überhaupt definiert.
Wenn allerdings die 4 vor dem Komma immer noch möglich ist, wenn Blue Chips mehr als 50% an Wert verlieren, dann komme ich nicht umhin das Wort risikolos (etwas provokativ) zu nutzen.
Das Thema Diversifikation steht natürlich vor allem! Aber ich bleibe dabei, wenn man 4 oder 5 verschiedene Underlyings wählt kann nicht so viel passieren.
Ansonsten würden wir uns über das Pferd vor der Apotheke reden.
http://www.zertifikateweb.de/disco/index.php?HOLD=&L…
Thilo
Wer solche Zinssätze „aushandelt“ hat nach meinen Erfahrungen
sehr wohl
ein Problem damit 1% p.a. an Vermögensmanagementhonorar zu
bezahlen.
Das ist nichts ausgehandeltes, das sind ganz normale Tagesgeld / Festgeldkonten bei deutschen Banken, eben mit 0% Risiko da im Einlagensicherungsfond.
Bei einer Anlage durch einen Vermögensverwalter gehe ich von einem höheren Zinsatz aus als auf Tagesgeldkonten und daher sind 1% p.a. als Managementgebühr dann kein Problem.
Aber nun zur eigentlichen Frage:
Beschäftige dich doch mal mit dem Thema Zertifikate.
zB. http://www.zertifikatejournal.de
Ich will zugeben, dass es mittlerweile extrem komplizierte
Zertifikatekonstruktionen
gibt. Allerdings sind Discount- und Bonuszertifikate relativ
einfach zu verstehen
und je nach Chance-Risiko-Profil des Anlegers ist dort
momentan „risikolos“ eine
4 vor dem Komma möglich.
Thilo
Werde ich mir mal anschauen, vielen Dank. Nur bin ich wirklich bereit mehr zu riskieren und 4,x% wären jetzt auch nicht so wirklich mein Ziel. Ich will dies aber eben professional von einem der etwas davon versteht handhaben lassen. Ist ein Vermögensverwalter hier der richtige Ansprechpartner oder gibt es noch andere Branchen die soetwas offerieren?
Danke.
Kannst du mal aus deinr Liste ein Beispiel nehmen und die Szenearein erklären?
Wenn ich z.B. 50% Cap - Restlaufzeit 12 Monate nehme, erscheint da auch diem Commerzbank mit um die 19% - wo ist da der Haken?
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Wenn ich z.B. 50% Cap - Restlaufzeit 12 Monate nehme,
erscheint da auch diem Commerzbank mit um die 19% - wo ist da
der Haken?
Ich habe soeben versucht die Parameter nach Deinen Angaben zu verändern. Auf Dein Ergebnis (Commerzbank) komme ich nicht.
Aber davon mal abgesehen: Bei 50% Discount sind momentan 19% p.a. unrealistisch. Auch ein Datenbankfehler ist nie auszuschliessen.
Ein Beispiel:
WKN 820175 - Dt. Telekom - Lfzt. 30.12.2010
Kurs Telekom-Aktie 15,46 Euro
Kurs Telekom Disc.Zert. 7,62 Euro
Discount = 7,62 : 15,46 = ca. 50%
max. Rendite = 10,-- (Cap) : 7,62 Euro = 31,2% oder ca. 4,6% p.a.
Solange die T-Aktie bei Fälligkeit über 10 Euro notiert erziele ich den maximal möglichen Ertrag.
Notiert die T-Aktie bei Fälligkeit unter 10 aber über 7,62 Euro mache ich einen positiven Ertrag aber nicht den maximal möglichen.
Notiert die Aktie bei Fälligkeit unter 7,62 mache ich einen Verlust.
Der Verlust wäre allerdings immer geringer als beim Direktinvestment in die Aktie.
Thilo
http://www.zertifikateweb.de/disco/index.php?HOLD=&L…
wen ich 50% und 12 Monate eingebe, kommt da
Commerzbank AG
Cap 7,50
19,90% Rendite
Laufzeit 08.04.2005
Wenn ich z.B. 50% Cap - Restlaufzeit 12 Monate nehme,
erscheint da auch diem Commerzbank mit um die 19% - wo ist da
der Haken?
Ich habe soeben versucht die Parameter nach Deinen Angaben zu
verändern. Auf Dein Ergebnis (Commerzbank) komme ich nicht.
Aber davon mal abgesehen: Bei 50% Discount sind momentan 19%
p.a. unrealistisch. Auch ein Datenbankfehler ist nie
auszuschliessen.
Ein Beispiel:
WKN 820175 - Dt. Telekom - Lfzt. 30.12.2010
Kurs Telekom-Aktie 15,46 Euro
Kurs Telekom Disc.Zert. 7,62 Euro
Discount = 7,62 : 15,46 = ca. 50%
max. Rendite = 10,-- (Cap) : 7,62 Euro = 31,2% oder ca. 4,6%
p.a.
Solange die T-Aktie bei Fälligkeit über 10 Euro notiert
erziele ich den maximal möglichen Ertrag.
Notiert die T-Aktie bei Fälligkeit unter 10 aber über 7,62
Euro mache ich einen positiven Ertrag aber nicht den maximal
möglichen.
Notiert die Aktie bei Fälligkeit unter 7,62 mache ich einen
Verlust.
Der Verlust wäre allerdings immer geringer als beim
Direktinvestment in die Aktie.
Thilo
Aber spielt der Kurs des Zertifikates nicht auch noch eine Rolle?
Wenn ich jetzt mit einem Cap von 50% kaufe, muss ich für meine Risikobewertung doch den von mir gezahlten Kaufpreis und den Rückzahlungswert berücksichtigen, oder?
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hier stösst die Datenbank an ihre Grenze
die 19% werden gerechnet auf den aktuellen Geldkurs (7,40 Euro.
Der Briefkurs (das der Kurs der beim kauf gezahlt werden muss) liegt aber bei 7,50 Euro - also 0 Ertrag.
Aber das Zertifikat läuft ja eh nur noch 1 Monat.
Also dieses Papier vergessen.
Thilo
das ist richtig.
Aber wenn die Aktie von heute betrachtet 10% verliert, dann verliere ich auch 10% wenn ich die Aktie gekauft habe.
Das Zertifikat kostet aber gerade mal die Hälfte. Und wenn es bei dem 10-prozentigen Verlust bleibt, wird immer noch der Höchstbetrag gezahlt - also maximale Rendite.
Thilo
hallo lorenz,
wenn du einen wirklichen profi haben willst, solltest du ab 5 millionen € anlegen.
die top-vermögensverwalter finden sich in diesem segment und kosten auch eine kleine summe.
wenn du dir die mühe machst, das zj zu lesen (kostet nichts, kommt fast jede woche per mail), hast du in einem halben jahr soviel wissen, dein geld selbst zu verwalten.
ich mache das auch so.
ist dir dein geld so unwichtig, daß du es aus der hand an andere personen geben willst?
beschäftigst du einen sternekoch um dein essen zu kochen?
einen berufskraftfahrer, um dich fahren zu lassen?
nur allerbeste, professionelle handwerker, um deine wohnung zu malern?
meine rendite mit aktien/zertifikaten 2004 lag bei etwas über 10%.
das reicht mir, viele profis lagen darunter.
strubbel
€:open_mouth:)
Nochmal zum Grundätzlichen:
wenn ich das Zertifikat bei Emmison kaufe, dann entspricht der Bonus dem möglichen Ertrag.
Wenn die zugrundliegende Aktie nicht unter den Cap fällt, ist renditemäßig alles ok.
Wenn ich das Zertifikat jetzt während der Laufzeit kaufe, ist der Anschaffungspreis ja nicht mehr gleich dem Emmissionspreis. Entweder höher oder niedriger- also verändert sich auch die tatsächliche Rendite. Worauf ist den in dieser Phase dann zu achten?
Wenn nun der Stichtag erreicht ist, was passiert dann? Cap nicht unterschritten, was bekomme ich dann konkret? Auch die Aktie? Bonus wird dann auch ausgezahlt oder wie?
Ich habe ein Zertifikat auf Comdirekt
Kauf 5,87
Kurs 5,63 zur Zeit.
Worauf muss ich jetzt achten?
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Erklärung Discountzertifikat
Mit einem Discount-Zertifikat reduzieren Anleger gegenüber einem Direktinvestment ihren Einstiegspreis in den gewählten Basiswert. Der Emittent gewährt ihnen eine Art Rabatt, den Discount. Dadurch sinkt auch das Verlustrisiko. Denn dank des verbilligten Einstiegs bleibt ein Kursrückgang des Basiswerts in Höhe des Discounts ohne negative Folgen. Zur Fälligkeit des Zertifikats erhalten Anleger dann den Gegenwert des Basiswerts (oder den Basiswert direkt) zurück, allerdings mit einer wichtigen Einschränkung: Als Gegenleistung für die grössere Sicherheit verzichten Anleger auf Kursgewinne beim Basiswert, die über ein bestimmtes Mass hinausgehen. Diese Obergrenze wird Cap genannt. Sie gibt an, wie viel Geld der Anleger im günstigsten Fall am Ende der Laufzeit seines Discount-Zertifikates erstattet bekommt.
Je nach Wahl des Caps kann ein Anleger an steigenden, gleichbleibenden oder sogar fallenden Kursen bei einem geringeren Risiko begrenzt positiv partizipieren.
oder hier:
http://www.zertifikatejournal.de/content/knowledge/z…
Thilo