Beste datengröße beim kopieren von cd´s

hallo,

ich wollte meine cd sammlung verewigen, da sie ja nicht ein leben lang abspielbar
sind. welche dateigröße sollte ich nehmen, damit die musik nachher die beste ton-
qualität hat. oder reicht es etwa die cd in den brenner und dann los??

Chris

Als Minimum würde ich MP3s bei 320 kbps (konstante Bitrate/CBR) nehmen. Damit hört man eigentlich schon keinen Unterschied mehr.
Soll es wirklich unverfälscht sein, dann muss FLAC her, da sind die Dateien dann aber deutlich größer.

Hallo Chris!

Wohin möchtest Du die CD-Sammlung denn verewigen? Auf Festplatte? Das kann schnell ein böses Ende nehmen!

Grundsätzlich sind Original-CDs, pfleglicher Umgang vorausgesetzt, die beste Archiviermöglichkeit. Es gibt vereinzelt Ausreisser aus Produktionsfehlern (Laserdisc-Sammler können ein Lied davon singen), wo Oxydation in den CD-Schichten die Pits unlesbar machen. Und ja, CDs halten nicht mit garantierter Sicherheit über 50 Jahre. Aber Festplattenarchivierung ist für sich auch ein höchst komplexes Thema und mit regelmäßigen Prüfintervallen und Umkopierungen verbunden…wenn es wirklich zur lebenslangen Sicherung dienen soll.

Und ansonsten hat noch kein Medium wirklich den Test der Zeit bestanden, ausser die Schallplatte - bei der man eben gewisse Wiedergabeartefakte in kauf nehmen muss…aber Schallplatten werden uns noch lange überleben. Genau wie Schwarzweiss-Filmmaterial.

Alles andere, also CD-Rohlinge, DVD-Rohlinge, Bluray-Rohlinge…das ist alles nicht erwiesen, wie lange die halten. Ich habe gebrannte CDs aus den 90ern, die noch laufen. Dagegen einige Markenrohlinge von 2005, die oberflächlich unbeschadet, aber nicht mehr lesbar sind. Magnetband (zB DAT) ist zu mechanisch und an im Grunde unpopuläre Laufwerke gebunden. Als relativ Archivstabil gilt die PROFESSIONAL DISC von Sony (für Videodateien, kann aber auch für normale Daten genutzt werden), ist aber auch wieder an ein Speziallaufwerk gebunden. Zu Mega-Haltbaren Rohlingen (hab den Namen vergessen…irgendwas von Millenium oder so) gibt es auch kaum Erfahrungswerte. Aber ich schätze auch da, dass die Original-CD der bessere Lagerungsdatenträger ist.

Zur Kopierung bei Archivierung gilt generell: Immer im bestmöglichen Format! Und dazu zählt nicht MP3. FLAC war als Tipp in sofern okay, da es verlustfrei ist. Das Problem ist hier nur, dass sich bei Fehlern das Gesamtsignal nicht mehr so adäquat rekonstruieren bzw. überbrücken lässt, wie bei unkomprimierten WAVE (.wav), SDII, AIFF oder ähnlichen PCM-Dateiformaten.

Grundsätzlich sind Original-CDs, pfleglicher Umgang
vorausgesetzt, die beste Archiviermöglichkeit.

Das ist aber eine merkwürdige Sichtweise, weil das Aufheben der Original-CDs sicherlich nicht nachhaltig ist. Und im Gegensatz zu klassischen Analogmedien wie Vinylplatten oder Büchern kommt das Lebensende plötzlich, schlecht prognostizierbar und gerne total.

Kommt halt darauf an, was man so an Anforderungen hat: Welcher Zeitraum muss erreicht werden, welche Risiken sollen betrachtet weden und wie hoch darf das Restrisiko eines Verlust sein? Nur wenn diese Faktoren bekannt sind, kann man sinnvolle technische Empfehlungen geben.

Bei der Sicherung von verlustfreien Digitalkopien hat man den Vorteil, dass es sich um einen Standardprozess handelt. Denn wo man in der Digitalwelt ist, ist es völlig unerheblich, ob dahinter Textdateien, Urlaubfotos, Videos, Datenbanken oder Geschäftsunterlagen stehen. Und damit sind Sicherheiten erreichbar, die deutlich besser als Original-CDs sind.
Vorteil ist auch, dass man einen klaren Preis ausrechnen kann und man weiß, dass die Preise in den letzten vierzig Jahren kontinuierlich und deutlich gesunken sind. Man partizipiert an allen technischen Neuerungen auf dem Gebiet der Speicherung und Übertragung.

Ciao, Allesquatsch

Hallo,

ich wollte meine cd sammlung verewigen, da sie ja nicht ein
leben lang abspielbar sind.
welche dateigröße sollte ich nehmen, damit die musik
nachher die beste tonqualität hat.

Die erste Frage ist ja nicht, welche Dateigröße , sondern welches Datenformat.

Ein echtes Backup würde ja 1:1 Kopien verlangen.

Ich persönlich habe kein Problem damit, die originäre CD
http://de.wikipedia.org/wiki/Audio-CD
auf MP3 zu ändern. Die Qualitätsunterschiede kann ich nicht hören.
http://de.wikipedia.org/wiki/MP3

Dazu wurde ja schon geschrieben, dass man für gute Qualität eine hohe Bitrate wählen sollte. Also 320 KBit oder wenigstens ca. 256Kbit sind angemessen.
Für das tägliche Geduddel von Popmusik über billige Kopfhörer reichen auch noch etwas niedrigere Bitraten, was den Vorteil hat, das mehr in kleine billige MP3-Player rein passt.
Das Problem wird aber mit steigenden Speichergrößen immer geringer.

Zum Konvertieren kannst du z:B. auf EAC zurück greifen.
FAQ:106
Ein Vorteil ist, dass man auch gleich mit den MP3-Tags aus Internet-Datenbanken zusätzliche Informationen mit dem Stück speichern kann.

Um die Daten dann auch tatsächlich sicher zu haben, muß man sich natürlich auch um eine zuverlässige Backup-Strategie seiner Festplatte kümmern.
FAQ:3487

Gruß Uwi

Hallo,

Wohin möchtest Du die CD-Sammlung denn verewigen? Auf
Festplatte? Das kann schnell ein böses Ende nehmen!

Das Sichern von alten Daten auf aktuelle Medien ist ja kein einmaliger Vorgang,
der dann für alle Ewigkeit Datensicherheit verspricht.

Grundsätzlich sind Original-CDs, pfleglicher Umgang
vorausgesetzt, die beste Archiviermöglichkeit.

Unsinn! Alle digitalen Medien altern unter normalen Umweltbedingungen.
Je nach Qualität ist früher oder später mit Verlust zu rechnen.
Deshalb ist eine vernünftige Backupstrategie natürlich zu empfehlen.
FAQ:3487

in den CD-Schichten die Pits unlesbar machen. Und ja, CDs
halten nicht mit garantierter Sicherheit über 50 Jahre.

Und auch nach 10…20 Jahren kann es zu Ausfällen kommen.
Bei Brand, Diebstahl, mechanischen Beschädigungen im Betrieb oder versehentliche Zerstörung durch Bruch kann man sich nicht wirklich absichern, außer eben durch eine gute Backup-Strategie. Genau das ist ja der gewaltige Vorteil aller digitalen Medien.

Festplattenarchivierung ist für sich auch ein höchst komplexes
Thema und mit regelmäßigen Prüfintervallen und Umkopierungen verbunden.

Natürlich, wobei ordentlich gelagerte Festplatten derzeit rel. sicher und komfortabel zu zu nutzen sind und ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis haben.

Und ansonsten hat noch kein Medium wirklich den Test der Zeit
bestanden, ausser die Schallplatte - bei der man eben gewisse
Wiedergabeartefakte in kauf nehmen muss…aber Schallplatten
werden uns noch lange überleben. Genau wie Schwarzweiss-Filmmaterial.

Bei sehr definierten Lagerbedingungen, am besten mit Inertgas, mag das stimmen.
Nur hat man diese Bedingungen zu Hause kaum und benutzen kann man dann die Datenträger auch nicht.

Zur Kopierung bei Archivierung gilt generell: Immer im
bestmöglichen Format! Und dazu zählt nicht MP3.

Das ist eine Art von Esoterik! Beim Schwarzweiß-Filmmat. ignorierst du die Alterung einfach (oder gehört das zur Nostalgie?), aber bei der CD sind nicht wahrnehmbare Änderungen doch relevant?

MP3 ist derzeit das beste Format zur Nutzung und auch Sicherung, weil es sehr verbreitet ist und sicher noch über Jahrzehnte mit gängigen Playern abspielbar.
Dass es Verlustbehaftet ist, spielt IMHO keine Rolle, wenn man es nicht wahr nimmt
und somit beim persönlichen Gebrauch kein Problem damit hat.

Persönliche Daten müssen ja schließlich nicht auf Krampf dazu herhalten, zukünftige Genrationen zu beglücken. Dazu gibt es andere Institutionen.
Für einzelne audiophile Menschen und spezielle Anwendungen mag es nicht ganz reichen, aber für die Masse schon.
Gruß Uwi

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Ja klar…das kam irgendwie falsch rüber, bzw. habe ich so nicht gemeint.

Ich finde nur, wer seine Original-CD-Sammlung mal eben auf eine Festplatte packt und dann meint, für alle Zeiten gewappnet zu sein, liegt falsch. Eher ginge diese Festplatte über die Wupper, als dass sich die CD auflöst. So war es gemeint. Ich wollte für die Problematik etwas sensibilisieren, dass es nicht mit der einmaligen Kopie getan ist.

Den Rest habe ich, denke ich, nachvollziehbar erklärt. Ich persönlich sehe WAV oder AIFF, bzw. Losslessformate nicht als gewaltige Datenmengen an…dazu werkel ich schon lange genug mit Audio rum, habe meine (unkomprimierte) Tonaufnahmen-Bibliothek von knapp 1 TB auch mehrfach gesichert…Musik nicht mitgezählt. Ob nun MP3 oder nicht, und ob man da Unterschiede hört, dazu möchte ich jetzt hier kein Fass aufmachen. Nur soviel, dass es durchaus bereits Unterschiede in der Codierqualität zwischen verschiedenen Programmen gibt. Und warum wandeln, wenn man eine 1:1-Kopie ziehen kann? Vielleicht möchte man die Musik nachher wieder als AudioCD brennen, womit es wieder zurückcodiert werden muss. WAV, bzw. PCM wird auch noch in den nächsten Jahrzehnten als Standard erhalten bleiben. Ganz sicher!

Klar kann das irgendwann neurotisch werden, aber solange es geht, soll man auf dem bestmöglichen Format bleiben, denn JEDE Wandlung bringt Verluste (ausser umwrappen)…und sogar das Ausleselaufwerk macht einen Unterschied (bei Beschädigungen am Datenträger) und ob das Ausleseprogramm ggf. Fehler erkennt und mehrere Leseversuche angeht…usw, usf. Muss man selber wissen, ob man darauf wert legt. Auch bei der Formatwahl.

Und zur Anmerkung bei Film: Filmmaterial ist wenigstens gegenüber zB Magnetband-Video oder gegenüber archivierten Filmdaten so robust, dass Filmstudios lieber Farbseparationskopien (also jedes Filmbild wird in den drei Grundfarben hintereinander auf SW-Film ausbelichtet) von wichtigen Filmen anfertigen, als sich nur auf digitale Lagerungslösungen zu verlassen. Farbfilme sind deutlich instabiler. Aber generell gilt, dass noch selbst bei Farbverschiebungen ein adäquates Bild reproduziert (bzw. restauriert) werden kann, selbst Schrammen können weitestgehend mit Wetgate fast unsichtbar gemacht werden. Und auch bei total verranzten Filmstreifen sieht man trotzdem noch ein Bild. Digital ist da nicht so robust, wenn die Daten nicht redundant vorliegen.

Die alte Kamelle: Auf Opas ungedämmten Dachboden eine verstaubte Kiste. Innen Videokassetten und 8mm-Filme (Normal8, nicht Super8!). Auf einer VHS-Kassette steht „Wetten dass…? Dezember 1985“ und auf einem 8mm-Vorspannband steht „Meran 1956“. Eines von beiden wird ziemlich sicher noch laufen und auch noch ganz passabel aussehen…vielleicht etwas rotstichig, aber bei dem anderen wäre ich mir gar nicht so sicher.

ICH VERSTEHE NICHT . . .
ich verstehe nicht
welcher komprimierungswahn in diesem forum um sich greift wenn es zumindest keinen offensichtlichen grund für datenreduktion gibt - platzmangel könnte hier ein grund sein, ich habe aber davon noch kein wort gehört.

hallo

ich wollte meine cd sammlung verewigen, da sie ja nicht ein
leben lang abspielbar

das geht!
definiere doch nochmal ob es dir um einzelne lieder geht (die du dann evtl zukünftig auch anders abspielen willst als bisher) oder ob es dir um die reproduzierbarkeit eines gesamten albums geht das du dann auch IMMER wieder als eine CD gebrannt haben willst.
wenn du auch weiterhin an CD denkst dann ist der vorschlag die daten erst in mp3 zu kopieren völliger blödsinn, denn du müsstest danach sowieso wieder unkomprimierte dateien für das brennen einer neuen CD machen!

welche dateigröße sollte ich nehmen, damit die musik
nachher die beste ton-
qualität
hat.

AUF KEINEN FALL MP3.
mp3 ist NICHT die „beste tonqualität“.
es geht nicht darum was manche hören, oder meinen zu hören - wobei ich mich frage mit welchem equipment das behauptet wird - in meinem auto höre ich auch nichts, das ist doch klar; auch ein 10euro ohrstöpsel verdient meines erachtens nicht das vertrauen für eine solche behauptung.

ABER DARUM GEHT ES AUCH NICHT!!!

es geht darum dass die beste (ton)-qualität IMMER die ist, die KEINE (!!!) veränderung des originals vornimmt!
und das ist bei einer originalen cd nunmal NICHT mp3.
(merke: es würde auch nichts bringen eine bestehende mp3 in etwas unkomprimiertes zu wandeln, die mp3 wird dadurch NICHT BESSER!)
zukunftssicherheit heisst nämlich AUCH dass es vielleicht in 10 jahren ein viel besseres format als mp3 gibt! dand ist das unkomprimierte file aber schon weg . . .

oder reicht es etwa die cd in den brenner und
dann los??

ich denke eher nicht, denn wie schon erwähnt: eine cd gibt in der regel nun mal „plötzlich“ den geist auf.
wann also kopierst du die kopierte cd das nächste mal ? in 10/30/50 jahren ?
du wirst viele „umsonst“ kopieren und einige zu spät.

ich halte die festplatte für die beste methode, vor allem da das duplizieren von festplatten (2 von unterschiedlichen herstellern werden gern empfohlen) zum einfachsten gehören.

ob du jetzt die einzelnen lieder kopierst oder von der ganzen cd ein image machst, hat jeweils einige vor wie nachteile, also:
vielleicht entscheidest du erst was dir wirklich wichtig ist (lieder oder album).

zur groben rechnung bei speicherung der gesamten CD ohne neukomprimierung:
eine gesamte cd hat etwa 700mb maximal.
das sind 0,7 gigabyte.
bei einer 1 terabyte festplatte ergibt das (1000giga geteilt durch 0,7giga) 1428 CD’s.

von wie vielen cd’s reden wir ???
hast du wirklich datenreduktion nötig ??

grüße

Ganz meine Meinung. Die „beste Dateigröße“ ist und bleibt eine 1:1 Kopie. Und da ist eine Festplatte ungleich sicherer und langlebiger als jede gebrannte Version. Daten auf CD- oder DVD-Rohlinge zu brennen ist die beste Möglichkeit zur Datenlöschung.

Vom Platzbedarf brauchen wir seit ein paar Jahren wohl nicht mehr zu reden, Festplatten werden kontinuierlich größer und günstiger. Trotzdem darf man Backups nicht außer Acht lassen. Deshalb würde ich die Daten sicherheitshalber noch ein zweites Mal auf eine weitere Festplatte kopieren. Diese sollte am besten auch noch aus einer anderen Herstellungsserie stammen. So hat man mit halbwegs vertretbarem Aufwand eine recht sichere Datensammlung erzeugt (gilt nicht nur für CDs).

‚Perfekte‘ Sicherheit für wenige Cents

Klar kann das irgendwann neurotisch werden, aber solange es
geht, soll man auf dem bestmöglichen Format bleiben, denn JEDE
Wandlung bringt Verluste

Hier liegt meines Erachtens das Missverständnis. Nur die Komprimierung und analoge Aufzeichnungen sind mit Verlust verbunden. Verlustfreie Formate sind deshalb austauschbar, unterscheiden sich im wesentlichen durch die direkte Verwendbarkeit und Möglichkeiten, Zusatz- und Verwaltungsinformationen zu integrieren. Aus dem Archiv lassen sich absolut gleichwertige Audio-CDs brennen.

Wenn man sich in der Digitalwelt befindet, ist alles Routine: Je nach der Wertigkeit der Aufzeichnungen sind mehrfache Kopien in Form gespiegelter Platten, externer Verwahrung oder Cloud-Speicherung angesagt.

Und deshalb sollten Original-CDs baldmöglichst und verlustfrei digital gesichert werden, weil sie keine Langfristigkeit bieten und ohne Kopie nicht gegen Diebstahl, Brand, Alterung geschützt sind.
Das Ganze kostet dabei wesentlich weniger als CD-Regale, für große Archive nur Cent-Beträge je Audio-CD an Invest.

Ciao, Allesquatsch