Beste Gericht > Nudel-Edition?

Jede Person, jeder Mensch hat ein absolutes Lieblingsessen.

Ein Lieblingsessen, was man vielleicht auch gefühlt „tonnenweise“ konsumieren bzw. essen könnte.

Welches Essen oder besser gesagt welches Nudelgericht könntet Ihr immer essen - gefühlt auch kiloweise, einfach weil es eine 10/10 ist?

Ich fang an …

Nudeln mit Pesto

Das beste Pesto

Hab mir erst vorletzte Woche 3-4 Stück mitgenommen.

So oft esse ich aber nicht Pesto, da wirklich gutes Pesto tatsächlich nicht so günstig ist und schnell mal 3,50 € für ein knapp 200-g-Glas kostet.
Meist nehme ich aber Pesto das Olivenöl statt Sonnenblumenöl enthält, da meines Wissens nach Sonnenblumenöl qualitativ schlechter und ungesünder sein soll als Olivenöl.

Aber mit Vollkornnudeln ist es eines der besten Nudelgerichte, dazu noch etwas Parmesan.

Das zweitbeste Nudelgericht wäre Bolognese, was sich tatsächlich mit dem ersten Platz teilt, wären Nudeln mit Bolognese.

Einfach eine frische Bolognese mit frischem Rinderhack, Tomaten, Gewürzen und einem Schuss Knoblauchpulver oder wahlweise frischem Knoblauch.

Dazu geriebenen Käse …

Das drittbeste wäre

Lasagne.

Eines, was ich im Vergleich zu den beiden anderen am seltensten esse und das ich das letzte Mal wahrscheinlich vor 7-8 Monaten aß, liegt wahrscheinlich daran, dass Bolognese und Pesto zu 80-90 % eine Beilage sein werden, wenn ich Nudeln mache.

Aber wie sieht es beu Euch aus?

Lasagne, eindeutig. Könnte ich 24/7 essen.

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Nein, ich könnte kein Gericht immer und immer wieder essen. Abwechslung muss sein.

Pesto mache ich immer selbst, gern jetzt im Frühjahr Giersch-Pesto, da hat auch der Garten selbst was davon :wink:

Ansonsten Nudeln mit Tomatensoße, von meinem Mann gekocht oder Lasagne mit größerem Gemüseanteil und Creme fraiche oben drauf…

Beatrix

Servus Daniel, ja, ich esse auch gerne Nudeln mit Pesto wenn’s schnell gehen soll. Aber am liebsten hausgemachte Pasta in meinem Lieblingslokal.

Pesto mach ich aber gerne selbst in größeren Mengen und ab ins schraubglas.

Da ich weiß was Pesto ist hätte ich jetzt kein Bild einer bestimmten Marke gebraucht. (??)

Lg

also mit Pferd war mal was, aber Katze ist mir neu :wink:

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Hallo,

in Sachen Pasta gibt es für mich als absoluten Favoriten “Spaghetti Carbonara”. Aber ohne Sahne und mit hochwertigen Zutaten. Das muss zB als Speck nicht unbedingt Pancetto, sondern kann auch eine gute “Schmalseite” aus dem Schwarzwald sein. Aber bitte nicht diese fertig gewürfelten Geschmacksruinen aus den Kühlregalen der Supermärkte mit Nullaroma und gummiartiger Konsistenz nach dem Anbraten.

Und natürlich gehört dazu dann ein Pecorino romano am Stück und dann frisch gerieben. Parmiggiano hat in der Carbonara nichts zu suchen

Ich finde, dass die Geschichte der Spaghetti alla Carbonara in jedes Marketinghandbuch gehört.

Der Umstand, dass es die Italiener geschafft haben, aus einer gerade mal etwas über 80 Jahre alten „Fusion“ aus Frühstück aus amerikanischen Soldatenrationen mit Resten aus der Speisekammer ein Nationalgericht zu machen, das sogar einen eigenen Eintrag in der Datenbank der Akademie für italienische Küche bekommen hat und bei dem schon die Diskussion über die Frage, ob man statt Guancale vielleicht doch noch Pancetta nehmen darf, Familien entzweien kann, ist höchst bemerkenswert.

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Waren nicht alle Natonalgerichte mal Hausmannskost?

Weiß ich nicht, aber Spaghetti alla Carbonara war halt nie Hausmannskost.

Nun ja,

das Ausgangsgericht war wohl schon US-amerikanische “Hausmannskost”. Italiener haben es halt verfeinert durch qualitätvolle Zutaten und dann in ihre Küche übernommen - ein uralter Vorgang in der kulinarischen Historie. Und aus einer Kombination von einfachen, traditionellen Zutaten und relativ einfacher Zubereitung entstand dann halt ein nachhaltiger Erfolg.

By the way,

da Italien “Pasta” nicht exklusiv hat, sollte hier auch nicht der Hinweis auf mein zweitliebstes Nudelgericht fehlen:

(Alb-) Linsen mit Spätzle, Saitenwurst und gerauchtem Bauch - nur echt mit einer zarten Essignote.

&tschüß

Wolfgang

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Ich war schon ein paarmal in den USA und habe da durchaus einige Mahlzeiten zu mir genommen, aber ein Gericht, das aus Eipulver und Speck bestand, ist mir tatsächlich nicht untergekommen. Vielleicht ist das aber auch eine lokale Spezialität einer Gegend, in der ich noch nicht war. Die Einschätzung, dass es sich bei Pasta und Käse und „qualitätvolle“ Zutaten handelt, würde ich so ohne weiteres auch nicht teilen wollen.

Der Punkt, auf den ich hinauswollte, ist aber der, dass es den Italienern gelungen ist, eine sehr neue „Kreation“ als Nationalgericht zu etablieren und dass es tatsächlich Menschen gibt, die der Ansicht sind, dass dieses Gericht nur auf eine Art und Weise zubereitet werden kann und jede Abweichung von der „eigentlichen“ Rezeptur, mehr oder weniger Blasphemie ist. Besonders lustig ist der Umstand, dass sich da besonders auf eine der Zutaten kapriziert wird, die von den Amerikanern beigesteuert wurde (nämlich den Speck). Guanciale, der es heute ja unbedingt sein muss, kam nämlich erst im Zuge der „Evolution“ des Gerichtes ins Spiel.

Ich gönne den Italienern durchaus die Urheberschaft für Pizza, Pasta, Amarone della Valpolicella und vieles andere, das sie erfunden haben oder nur erfolgreich als ihre Erfindung verkaufen konnten und nun als nationale Errungenschaft und Teil des kulturellen Erbes gilt, aber bei Spaghetti alla Carbonara geht mir das tatsächlich ein bisschen zu weit. Eine Einschätzung, die man natürlich nicht teilen muss.

Wir haben hier übrigens ein italienisches Restaurant, das nicht nur einer Italienerin gehört, sondern in dem auch italienische Köche kochen (ja, so etwas gibt es tatsächlich noch) und dort ist die Standardcarbaonara die mit Sahne und Speck. Die Begründung dafür lautete, dass die Leute das hier so erwarten und man eine „echte“ Carbonare schon extra als solche bestellen muss.

Gruß
C.

Wir waren letztens in einem italienischen Restaurant, wo auf meine Bestellung einer “Carbonara” hin extra betont wurde, dass es sich hier um die traditionelle Zubereitung mit Ei handele und ob ich das wirklich so wolle :smiling_face_with_sunglasses: . Ich glaube, die Interpretation mit Sahne und Schinken/Speck ist eine deutsche, oder?

Jein. Die Carbonara durchlief auch in Italien eine Sahne-Phase (so in den 60ern und 70ern), was die Sache mit dem angeblichen Nationalgericht und den Aufschrei, wenn ein Italiener Carbonara mit Sahne vorgesetzt bekommt, noch ein bisschen alberner macht.

Der Schinken ist allerdings eine Erfindung der Deutschen und Franzosen, weil Guanciale da schlichtweg nicht oder kaum zu bekommen war. Warum man nicht darauf kam, normalen Speck mit ein paar Kräutern zu vermischen, ist mir allerdings unklar. Das wäre zumindest näher am Original als ausgerechnet Schinken.

Hallo,

in diesem Punkt

kann ich Dir nicht folgen. Denn auch bei “einfachen” Lebensmittel kann es große Qualitäts- und Geschmacksunterschiede geben - je nach verwendeten Grundzutaten und Herstellungsmethode.

&tschüß

Wolfgang

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Same

Ich thue noch immer einen Schuß Senf dazu, zum abrunden. Den muß ich einfach immer dazugeben

Z.T. Linsen mit Spätzle. Achja, irgendwer hier mochte keine Spätzle.

Ich weiß ja jetzt nicht so genau ob man Wasserspatzen als (deutsche) Pesto bezeichnen kann, aber da geht für mich persönlich nix drüber. Egal mit was daran. Und nein, ein Lieblingsgericht hat eben nicht jeder. Zumindest ich nicht. Es kommt ganz auf die persönliche Verfassung des Tages an.

Gruß

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Ehrlich gesagt, bin ich nicht so der Nudelfan. Ich ziehe Kartoffelgerichte in fast jeder Form vor.

Aber Spaghetti mit Tomaten-Fisch-Sosse oder Meeresfrüchten,
dann noch bisschen Käse drüber, das finde ich schon sehr lecker🙂