Masse statt Klasse oder Klasse und Masse?
Hallo,
was ist eine Elite- bzw. Massenuni? Ich denke alles hat seinen Vorteil, man muss ihn nur nutzen. Eine „kleine“ Uni ist vielleicht nett und hübsch am Anfang, aber wenn jeder Prof. den schlechtesten Studenten vom Seminar kennt… kein guter Ausgangspunkt fürs weitere. Bei einer großen Uni ist es schwer sich zu profilieren, aber muss man das?
Es ist also primär eine Frage, was will man? Gut wäre es, wenn man schon einige Ideen hat. Will man Groß- oder Kleinstadt? Kennt man schon ein Lieblingsfach (soll es unbedingt Sozialrecht werden?) oder ist man Indifferent? Möchte man ggf. an einem Austausch oder Summerschool im Ausland teilnehmen? Besteht nach dem 1. Examen vielleicht das Interesse auf Promotion?
Etc. pp.
Nur ein Klassiker der Vorurteile (der hier im Thread schon kam), möchte ich ausräumen:
Großstadtuni bedeutet nicht zwingend anonyme Massenuniversität!
Bspw. die ehrwürdige Humboldt-Uni in Berlin (hier studiere ich). Offiziell sind es wohl an die 300 Studenten in jedem Semester, also tümmeln sich wohl offiziell in meiner Fakultät wohl ca. 2.000 Studenten. Ich hab sie nie auf einem Haufen gesehen! In der Unibib (unsere ist recht klein) sind max. 300 + 100 Referendare und Doktoranden, in den Vorlesungen sitzen wenn überhaupt um die 80-150 Studenten und die Seminare sind nicht überfüllt, manch Professor hat es eher schwer sein Mauerblümchenfach „an den Studenten zu bringen“.
Also nicht von Vorurteilen schrecken lassen. Ich würde bei völliger Indifferenz bezüglich der Fächer nach der Stadt der Wahl gehen und zuerst die Website studieren und ggf. den Campus mal direkt besuchen (sofern noch Zeit ist). Bsp. für Berlin/Brandenburg hatte ich Potsdam, Frankfurt(Oder), Berlin HU und Berlin FU. Potsdam gut bürgerlich, beschaulich, Frankfurt(O.) war mir zu provinziell und Berlin hatte ich also die Wahl zwischen FU und HU. HU ist im Zentrum, schlechtere Ausstattung als FU, besserer Ruf (sagt man), aber dafür das die FU eine gute Bibliothek hat, liegt sie auch am Ar*** von Berlin.
Last but not least sollten auch die Kosten bedacht werden. Es gibt Bundesländer in denen Studiengebühren bald anstehen / bereits Realität sind und auch die Lebenshaltungskosten sollten bedacht werden. In Ost-Berlin gibs für 500,- im Monat ein gutes Leben, in München wohl nur die Brücke
Also auch mal die WG-Preise sondieren.
Na, viel Erfolg,
der showbee