Hallo,
also Respektvoll wäre, wenn du deine total unangebrachten
Kommentare seingelassen hättest und einfach gesagt hättest,
dass meine Beschreibung nicht ausführlich genug war.
Aber naja, Respekt hat man, oder nicht…
Da habe ich mich angepasst - sorry, aber „bitte mehr Infos“ steht in fast jedem 3. Posting - ich bin es leid. Die rein freundliche Methode fruchtet nicht - offensichtlich.
Das sind dann auch meistens die Leute, die sich dann weder für Infos bedanken noch ein generelles Feedback geben - kannst du ja mal gerne prüfen.
Also es geht wie gesagt um den Einkauf in einer IT-Abteilung
eines Unternehmes mit ca 1000 Mitarbeiter. Das ganze soll am
Ende real umgestzt werden. Zur Zeit macht jeder Mitarbeiter,
wenn er was bestellt, das so, wie er meint. Das soll nun
geändert werden und es sollen feste Regeln aufgestellt werden.
Ok - aber die Infos, um die ich gebeten habe, hast du immer noch nicht alle geliefert. Ich rate mal, dass es hier nur um die praktische Anwendung geht, also nicht Uni bzw. Theorie ist eher egal (soviel zu „unangebracht“)
Jetzt zum Thema:
Es ist löblich, dass ein genereller Ansatz gewählt werden soll. Besser wäre, man würde einen Bestellprozess haben, der für alle Bereiche gilt - zumindest für den Teil, der allgemein ist.
Ob ich nun einen Server bestelle oder eine Fräse, ist in einigen Teilen egal (Finanzbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung, Bezahlung usw.).
Auch die Bestellform (Kauf,Miete, Leasing) muss ja jemand entscheiden.
Es geht auch um rechtliche Fragen bzgl. der Verträge. Standardisierungsbemühungen sind da nicht dumm.
Ich bin zwar kein Freund von dem Budgetdenken, aber völlige Freeform finde ich ebenfalls keine gute Idee - hier muss das Management ran und definieren, wie es sich das vorstellt.
Prozessdesign ist nicht so ganz trivial. Da würde ich mir genug Zeit lassen. Ein tolles Buch dazu kenne ich da eher nicht.
Ich würde aber hier definitiv NICHT mit einem Prozess-Tool anfangen.
Weiterhin sollte über das Management der Veränderungsprozesse (Organizational Change Management) nachgedacht werden - schließlich sollen die Mitarbeiter ihr Verhalten ändern.
„Kotter - Leading Change“ ist hier ein Standardwerk.
Bei IT würde ich mir über folgende Punkte besonders Gedanken machen:
- IT-Strategie kann nie schaden
- Wer darf was (Rollendefinitionen)
- die Anforderungen, was gekauft werden soll (komplett - gilt für alle Bereiche)
- wie passt das alles in die IT-Landschaft (billig ist nicht immer günstig - „modern“ kein Business Case)?
- Was für externe Dienstleistungen benötige ich dazu?
- Wie soll die Annahme der Hardware aussehen (Abstimmung zwischen Technical Inventory Management und Anlagenbuchhaltung)? Das macht nämlich sonst beim Ausbuchen/bei der Kostenrechnung u.U. viel Stress.
Standards sind hier ITIL (gibt jetzt eine Version 3).
In der ISO 20000 sollte auch noch einiges stehen.
(Bin bei beiden allerdings nicht der Fachmann)
Neu erschienen CMMI for Acquisition, Version 1.2 - kann man so runterladen.
http://www.sei.cmu.edu/cmmi/models/index.html
Die sind alle nicht trivial, geben vielleicht aber eine erste Idee.
Wenn du mich fragst, was hier das wichtigste ist - Organizational Change Management.
Grüße
Michael