Hallo Rolf,
wann buchst du fuer welche Zeit?
U.U. musst du naemlich ganz einfach das nehmen,
in welchem noch Platz ist.
Ansonsten: warum sich auf eines festlegen?
Man faehrt eh’ rum, warum nicht von einem Ort
zum anderen fahren, statt einen grossen Kreis?
Zwei Tage in einem Camp - und fruehzeitig, am
besten schon vorher am Morgen, an dem man nicht
weiterreist, eine „walking safari“ mit einem
Ranger buchen.
Zu den Camps:
Berg-en-Dal ist mein persoenlicher Favourit.
Es ist das Neuste der Camps, ganz im Sueden.
Allerdings ist das Camp vom Charakter her ganz anders
als die anderen,
es gibt nicht die typischen Rondavels, sondern relativ
komfortable Steinhaeuser, innerhalb des Camps ist viel
schoener bepflanzt, aber eben nicht unbedingt so, wie sich
Haenschen Meier „Afrika“ vorstellt. Auch
ist die Fauna und Flora dort ganz anders als im Rest
vom Park und wenn man nur drei Tage hat, sollte man vielleicht
nur einen oder zwei Tage dort verbringen. Die Gegend ist
huegeliger, der Busch hoeher (was im Sommer die Sicht
etwas behindert). Mehr als anderswo hat man
dort Chancen Breitmaulrhinos (weisse Nashoerner zu sehen,
auch Kudus und Nyalas (eine etwas kleinere Antilopenart,
den Kudus aehnlich), ebenso Bueffel (die waren irgendwie
hier immer naeher an der Strasse als anderswo).
Es gibt sehr viele Giraffen und ich habe
dort auch schon Loewen und (zwei) Leoparden gesehen.
Olifants und Sabie sind durch ihre Lage einfach schoen.
Pretoriuskop ist alt (wird aber erneuert, ich weiss nicht
wie weit das fortgeschritten ist), man kriegt fast immer
noch Platz. Ist aber das einzige Camp, das ich kenne, in dem
innendrin Impalas frei herumlaufen. Die Umgebung zeichnet sich
durch Flussufer und hohe Baeume aus - die Marabus
(auch bei Skukuza) sind bei Sonnenuntergang sehr eindrucksvoll.
Skukuza ist mir persoenlich zu gross und zu umschlagplatzmaessig,
aber die Aussichtsterrasse am Fluss ist phantastisch. Es hatte
auch immer das beste Restaurant - allerdings ist der Restaurant-
betrieb im Kruger (wo hast du nur die ü-Tuepfelchen her?) inzwischen
vereinheitlicht worden. Hier gibt es auch ein Museum, den
groessten Andenkenladen und besten Supermarkt (sollten die
Besucher Selbstverpfleger sein: Fleisch und Obst/Gemuese, wenn’s
geht, von draussen mitbringen, besonders das Fleisch).
Ich mag auch Satara. Dort kann man mit relativ wenig Glueck
Loewen und Elefanten sehen, die Umgebung ist ‚afrikamaessiger‘
(eher Steppe), das Camp relativ langweilig. Von dort kann man
in einer Tagestour sehr nah an die Grenze von Mozambique kommen,
auch wieder ganz andere Vegetation. Waehrend ich weiter im
Sueden eher einzelne Elefanten gesehen habe, sind mir die
grossen Elefantenherden (Kuehe und Jungtiere) in der Naehe
begegnet (es IST ein Erlebnis, wenn 80 Elefanten auf einen
zukommen und der Mann den Rueckwaertsgang nicht findet!).
Loewen habe ich dort auch gesehen, wie ueblich faul in die
Sonne geknallt.
Orpen Camp ist zu nah am Eingang. Letaba hab ich vergessen.
In die Camps weiter im Norden bin ich noch nie reingekommen.
Hilft dir das weiter?
Gruesse
Elke