Das unbestechliche Gehirn
Hallo,
gibt es einen Trick das Gehirn/ den Verstand dazu zu bringen,
bestimmten Informationen mehr Prioritäten einzuräumen?
Ich meine damit, jeder Mensch ist einer Menge Einflüsse
ausgesetzt, auch letztendlich unwichtige Einflüsse/ Eindrücke
beanspruchen einen Teil der Gehirn-/ Gedankenleistung zu der
das Gehirn (in einer bestimmten Zeitspanne) überhaupt fähig
ist.
Beispiel:
Ich lese in der Zeitung von einem Ereignis, das mich zwar
berührt, dessen verstandesmässige Speicherung mir aber keinen
dauerhaften Gewinn bringt.
Ich nehme für mich wichtige Informationen auf, kann sie aber
nicht mehr in meinem Gehirn speichern, weil meine Speicher
schon von unwichtigen Informationen ausgelastet sind.
Kann man das Gehirn mittels irgendwelcher Tricks dazu bringen,
bestimmte Informationen für wichtiger als andere zu erachten?
Hallo,
ich bin zwar kein „Fachmann“, aber meine subjektive Meinung dazu rührt aus meiner eigenen Erfahrung mit meinem eigenen Gehirn: es filtert sehr wohl unbestechlich (auch unbestechlich von meinen bewussten Wünschen!) Dinge heraus oder eben nicht, die es selbst für absolut wichtig hält.
Den Wichtigkeitsfaktor erhalten dann auch Dinge, die ich zwar von meinem Bewusstsein als unwichtig oder weniger wichtig erachte, die aber mein Unterbewusstsein für sehr wichtig erachtet aufgrund von vielleicht Erlebtem, aus der Summe von Ereignissen, vielleicht auch Gefühlen usw.
Kann ich nur schwer in Worte fassen, aber ich glaube, dass das Gehirn insofern sehr unbestechlich ist. Vermeintlich unwichtige Dinge, denen man die Priorität hinsichtlich des „Speicherns“ absprechen will, beschäftigen offenbar das Gehirn, das Unterbewusstsein doch sehr. Das Bewusstsein kann es vielleicht nur sehr gekonnt verdrängen.
Ein Beispiel: ich habe jahrelang ein Trauma verdrängt. Die Gefühle dazu, die Ängste usw. bahnen sich aber vehement den Weg ins Bewusstsein. Das kann so krass ablaufen, dass vermeintlich „wichtige“ Alltagsdinge (lernen, Beruf, Studium, essen, trinken, Buch lesen, Konzentration usw.) den Bach runtergehen, eben z.B. die Konzentration nachlässt, wichtige Dinge nicht mehr behalten werden usw.
Daraus habe ich für mich abgeleitet, dass mein Gehirn „selbst entscheidet“, was wichtig ist, für mich wichtig ist - auch und gerade weil meine diversen Abwehr- und Verdrängungsmechanismen ganz gut funktionier(t)en.
Bin gespannt, wie es die „Fachleute“ sehen.
mipiace