Ich kann nicht glauben, dass . . .
. . . das
Also bleibe ich dabei, dass selbst wenn der Mann sich der
Mutter gegenüber wie ein riesengroßes A**** benimmt, er ein
für das gemeinsame Kind guter Vater sein kann.
ernst gemeint ist, bzw. mit einigem Abstand und Überlegung geschrieben wurde.
Nun ist gerade verweigerter Kindesunterhalt ein brisantes Thema, das gut geeignet ist Emotionen zu wecken, gar hochkochen zu lassen. Wenn sich Antwortende dessen nicht bewusst sind und gerade deshalb ein wenig Zeit verstreichen lassen, ehe sie auf ein posting das sie geärgert/aufgebracht hat, antworten kann es eben zu derartigen Äußerungen kommen.
Hallo Simone,
ich denke, du könntest dir selbst kaum glauben, wenn du dir nochmal in Ruhe überlegtest, was du da geschrieben hast. Ein Mann, der die Mutter des gemeinsamen Kindes, vor Augen und Ohren des Kindes niedermacht, in einer Weise mit ihr umgeht, dass sie sich nicht in angemessener Weise gegen Beschimpfungen und Verunglimpfungen verwahren kann, kann diesem Kind ein guter Vater sein? Glaubst du das wirklich? Und es geht ja sogar noch weiter, er behandelt die Mutter ja nicht nur in Anwesenheit des Kindes herabsetzend und schlecht, er sagt dem Kind ja sogar direkt, dass die Mutter ******* ist. Hältst du Derartiges wirklich für richtig, für eine Verhaltensweise, die ein Mann, der ein guter Vater sein möchte, an den Tag legen kann?
In einem anderen Beitrag hat Simsy etwas geschrieben, das ich richtig fand, an das bisher auch noch keiner der hier Antwortenden gedacht hat:
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Ich glaube zwar gerne, dass er - ebenso wie du - dies völlig übersieht und der Meinung ist, ausschließlich die Mutter zu ärgern. Aber das ist der springende Punkt: Das Kind ist ihm nicht wichtig genug, um seinetwegen auf eine Gelegenheit zu verzichten, die Mutter zu ärgern.
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Und er ärgert die Mutter damit ja nicht nur, er bringt sie in finanzielle Bedrängnis, so dass sie das Leben mit dem Kind in stark eingeschränkter Form führen muss. Dem Kind alle möglichen Kleinigkeiten, die für andere Kinder selbstverständlich sind, abschlagen muss. Sind das die Handlungsweisen eines guten Vaters?
Weiterhin macht er sie zur Bettlerin um Unterstützung an alle möglichen staatlichen Stellen, damit sie etwas erhält, das ihr gesetzmäßig zusteht. Immer wieder betteln zu müssen kann einem den Glauben an die eigene Kompetenz rauben. Das Wissen, dass die Bitte um Hilfe keine Schande ist, dass die Unterstützung, die man einfordert von „Vater Staat“ eingerichtet wurde, weil es notwendig wurde, nützt bei diesem Prozeß wenig bis nichts. All das kann nicht ohne Auswirkung auf die Mutter bleiben, wie sehr sie sich dagegen auch wehren mag. Aber der Mensch, der dies ausgelöst hat, kann durchaus ein guter Vater sein?
Ich finde den Gedanken von Simsy so gut, dass ich nochmal darauf eingehen möchte. Wäre ihm wirklich am Wohl des Kindes gelegen, verzichtete er auf diese Gelegenheit die Mutter zu „ärgern“, weil die Verweigerung der Zahlung ja nicht nur die Mutter trifft. Immerhin handelt es sich um Geld, das die Mutter für das Kind ausgeben würde.
Bei der Frage „Verweigerter Unterhalt -------> kein Umgangsrecht“ taucht recht schnell der Vorwurf auf, die Mutter „benütze das Kind als Waffe“, setze es in erpresserischer Weise ein. Dass der Vater es in Kauf nimmt sein Kind in finanzieller Enge, oder gar Bedrängnis, leben zu lassen, um Ärger, Wut, weiß der Bäcker was, auszuleben, habe ich in diesen Diskussionen noch nicht gehört.
Herzlich
Renate