Hallo Carlos,
Von diesem Mann wird erzählt, dass er als Säugling eben zuviel
Alkohol zu Beruhigung bekam.
Ich wäre mir also bezüglich deiner obigen Aussage nicht
absolut sicher.
Dass es hier ein Zuviel gibt, und dass man das Zuviel im Zweifelsfall lieber zu tief als zu hoch ansetzt, ist völlig klar.
Meine zugegebenermaßen plakative Aussage zielt darauf ab, dass der denkbare physische Schaden bei der ursprünglich zur Debatte stehenden Anwendung im Vergleich zu demjenigen, der etwa durch unreflektierte und beliebige „religiöse Unterweisung“ an der jungen Person angerichtet wird, selbst wenn sie perfekt „gesund“ ernährt, gekleidet etc. und artgerecht gehalten wird, vernachlässigbar ist. Die von Sue zitierte „anständige Watschen“ steht für etwas sehr ähnliches: Physische Schäden - etwa an Gehörgängen - sind dabei extrem selten und setzen schon unübliche Prügelorgien voraus. Die Regel sind schwer beschädigte Personen als Folge willkürlicher und ungerechter körperlicher Züchtigung.
Darum geht es mir bei meinem Einwurf: Wenn im Umgang mit einem kleinen Kind im Zusammenhang Seele und Person alles so prima eingerichtet ist, dass die angesprochenen Tropfen Wein ein im Vergleich ernst zu nehmendes Problem aufwerfen, darf dieses Kind, meine ich, glücklich gepriesen werden.
Schöne Grüße
MM
Hallo Eli,
Alle männliche Juden bekamen früher und auch heute noch immer
sehr viele bei ihrer Beschneidung diese Form der Betäubung und
ich kann nicht erkennen, dass Juden nun kleiner oder dümmer
sind.
Die ursprügliche Behauptung von Martin lautete:
Der Schnulli in Gestalt eines zusammengebundenen Bausches aus ausrangierten Windeln, in Calvados (NW-Frankreich) oder Most (Süddeutschland) usw. getunkt, als übliches nächtliches Beruhigungsmittel für Säuglinge, ist erst paar Generationen her. Groß geworden ohne bedeutende Hirnschäden sind sie alle.
Siehst du den kleinen Unterschied zwischen einer einmaligen und einer ständigen Anwendung?
Gruß
Carlos
Moin Elke,
Persoenlich nehme ich an, dass da ein Glaube herrscht, dass
Babies nicht so viel fuehlen (!) wie Erwachsene. Da noch
niemand das Gegenteil berichten konnte…
Bei solchen unbegründeten Spekulationen stehen mir die Haare zu Berge. Aber leider gibt es auch in D noch rückständige Ärzte, die meinen mit dem Holzhammer gegen Säuglinge vorgehen zu können.
Wenn man dann im Kontrast dazu einmal fortschrittliche Arztpraxen erlebt hat, wo z.B. vor Injektionen, Blutabnahme etc. eine die Haut betäubende Salbe aufgetragen wird, dann erkennt man leicht, wie unnötig diese Kinderquälerei ist.
Falls also mal wieder jemand vor hat, an deinen Söhnen rumzuschnippeln oder zu stechen, frag doch mal nach solch einer Salbe. Zur Not kann man sie vermutlich auch selbst besorgen, ich denke, die Kosten dafür fallen kaum ins Gewicht.
Gruß
Marion
off-topic: Kinder und Schmerzempfinden
Hallo,
Persoenlich nehme ich an, dass da ein Glaube herrscht, dass
Babies nicht so viel fuehlen (!) wie Erwachsene. Da noch
niemand das Gegenteil berichten konnte…
ich kann… Die Behauptung das Babys und Kleinkinder weniger schmerz empfinden ist uralt und leider komplett falsch. Der Irrtum beruht auf Beobachtungen, nachdem kleine Kinder sich weniger über Schmerzen beschweren. Dabei ist der einzige unterschied, dass kleine Kinder eher zu apatischen Verhalten bei Schmerzen tendieren.
Selbst ältere Kinder können Schmerzen oftmals nicht so gut ausdrücken (und auch im Krankenhaus gilt oftmals: wer am lautesten Schreit krieg am meisten). Deshalb gibt es inzwischen für Kinder diese Smiley-Tabellen, mit denen die Schmerzmittel-Dossierung besser festgelegt werden kann.
Babys scheinen sogar noch schmerzempfindlicher zu sein, als Erwachsene, da gewisse körpereigene Schmerzdämpfer noch nicht entwickelt sind.
viele Grüße,
Hannes
3 „Gefällt mir“