Hallo Erfahrene Leser/innen,
ich weiß nicht mehr weiter, vllt. kennt sich ja einer von euch da aus.
Ich habe etwas Geld gespart und der Festgeldvertrag mit 5% läuft bald aus. Die Eigentumswohnung meiner Mutter ist etwa 100000Euro wert und davon hat die Bank etwa 10000 Euro Grundbucheintragung. Nun stellt sich die Frage, ob ich nicht mein Erspartes statt der Bank in die Immobilie auf Dauer (also evtl. ohne Tilgung) mit Grundbucheintrag anlege und dafür 5% Zinsen kriege.
Das Komplizierte ist, dass mir ja im Gegensatz zu der Bank theoretisch sowieso die Hälfte später zusteht und die andere Hälfte meinem Bruder. Zahle ich jetzt 10000Euro ein, habe ich da nicht die Hälfte meines späteren Erbes quasi gekauft? also erbe sowohl ich als auch mein Bruder nur noch 45000, 5000 weniger. Denk ich so kompliziert oder ist es das in der Tat? Die Bank hat das Problem nicht, weil sie nicht die Erben sind. Und als Anlage wäre es eigentl. aktuell das Beste. Zinsmäßig und Sicherheitsmäßig, in die später eigene Immobilie weiter einzukaufen. Nur wie mach ich das richtig? Der Bruder will zudem ja auch nicht weniger erben. Kann denn hier wirkl. nur die Bank beteiligt sein???
Abgeltungssteuer müsste ich dann ja weiterhin zahlen.
Warum ist so etwas einfaches so kompliziert?!
Hoffe sehr hier hilfreichen und erfahrenen Rat zu erhalten.
Danke im Voraus und mit freundlichen Grüßen
Hallo,
Nun stellt sich die Frage, ob ich nicht
mein Erspartes statt der Bank in die Immobilie auf Dauer (also
evtl. ohne Tilgung) mit Grundbucheintrag anlege und dafür 5%
Zinsen kriege.
Wieso 5% wenn Du was im Grundbuch stehen hast ???
Das Komplizierte ist, dass mir ja im Gegensatz zu der Bank
theoretisch sowieso die Hälfte später zusteht und die andere
Hälfte meinem Bruder. Zahle ich jetzt 10000Euro ein, habe ich
da nicht die Hälfte meines späteren Erbes quasi gekauft?
Die 10.000,- sind evtl. noch eine Verbindlichkeit aus einer früheren Finanzierung.
Vielleicht ist die Finanzierung auch schon abgeschlossen, und die eingetragene Grundschuld nicht gelöscht ?
Macht nicht jedes Institut automatisch. Ist auch für Dich mit Kosten verbunden.
Im Grundbuch sind evtl. 2 Zinssätze genannt.
Einmal irgendwas zwischen 8 und 20%, je nachdem wie alt der Eintrag ist, und eine einmalige Nebenleistung (meist zwischen 5 und 10%)
Die sind aber für die Bank eingetragen, davon siehst Dui 0,00% !
Diese Sätze greifen im Falle dass das Darlehen nicht mehr bedient werden kann und die Bank keine Zahlungen mehr erhält und evtl. in die Zwangsvollstreckung gehen muss.
Damit werden die Kosten rechtlich abgesichert (vereinfacht gesagt).
Also ich würd ich mal zum Steuerberater gehen und eine Beratung in Anspruch nehmen. Gibt ja unzählige Möglichkeiten… Vielleicht kannst Du ja sogar Steuern dabei sparen.
Dann wür ich mal bei der Bank nachfragen für die die Grundschuld eingetragen ist. Die können Dir sagen ob die daraus noch Ansprüche geltend machen könnten (Darlehen noch offen)
Wer ist denn eigentlich Eigentümer ?
Du, Ihr als Brüder, Deine Mutter ???
VG
Dominik
Hallo, danke für deine Antwort. Die Bank ist tatsächlich mit 10000 dabei und kassiert 4,65% Zinsen. Nun dachte meine Mutter, da mein Festgeld in kürze abläuft, bevor ich bei einer holländischen Bank wechsele oder in eine riskante und kostspielige Fremdimmobilie investiere, dass ich die Schuld statt der Bank übernehme. Die Frage, die mir sich zusätzlich stellt, ist, ob mein Geld bei solch einem Einsatz auch sicher ist, wenn die große Inflation kommen sollte. Dann steigt der Wert des Hauses und die Bankzinsen, aber mein Geld in dem Haus bleibt gleich und wird von der Inflation indirekt aufgefressen, wenn der Hauswert steigt. Da ich dann weiterhin nur 5% Zinsen bekäme. Ich weiß nicht mehr weiter?!
Hoffe auf hilfreichen Rat
Danke und mit freundlichen Gruß
PS: Die Immobilie gehört meiner Mutter, aber wir Brüder werden es später evtl. erben.
Hi nochmal,
Die Bank ist tatsächlich mit
10000 dabei und kassiert 4,65% Zinsen.
Das versteh ich nicht. Wieso soll die Bank Zinsen bekommen? Auf welcher Grundlage ???
Die Frage, die mir sich zusätzlich
stellt, ist, ob mein Geld bei solch einem Einsatz auch sicher
ist, wenn die große Inflation kommen sollte.
Dann steigt der Wert der Immobilie.
Außerdem ist so was ja sehr langfrisitig gedacht, und da kannst Du die evtl. Inflation aussitzen.
Da ich dann weiterhin
nur 5% Zinsen bekäme.
Klammer Dich nicht so an die 5 %…
Die bekommst Du heute eh nicht mehr ohne Risiko.
Klär das mal mit der Bank, ich hab da eigentlich was anderes rausgelesen.
Und dann am besten Rat beim Steuerberater einholen.
Wenn Du die Möglichkeit hast dadurch evtl. Steuern zu sparen, dann sind das bestimmt mehr als 5 % auf 10.000,- Euro im Jahr, was ja gerade mal 200,- Euro sind !!!
Hallo und vielen Dank für deine Aufmerksamkeit.
Hi nochmal,
Die Bank ist tatsächlich mit
10000 dabei und kassiert 4,65% Zinsen.Das versteh ich nicht. Wieso soll die Bank Zinsen bekommen?
Auf welcher Grundlage ???
Weil die Bank einen Kredit dafür gab und sich ins Grundbuch eintragen ließ - mit Tilgung.
Die Frage, die mir sich zusätzlich
stellt, ist, ob mein Geld bei solch einem Einsatz auch sicher
ist, wenn die große Inflation kommen sollte.Dann steigt der Wert der Immobilie.
Außerdem ist so was ja sehr langfrisitig gedacht, und da
kannst Du die evtl. Inflation aussitzen.Da ich dann weiterhin
nur 5% Zinsen bekäme.
Ja, das ist eben die Hauptfrage. Die Immobilie steigt im Wert und mein Geld verliert an Wert. Denn als direkte Geldanlage mit dauerhaft festem Zins habe ich bei einer starken Inflation keine Möglichkeit, die steigenden Zinsen als Ausgleich für den Wertverlust zu nutzen. Würde ich 10% der Immobilie besitzen hätte ich was von der Wertsteigerung, nicht aber, wenn im Grundbuch steht, dass ich mit 10000 dabei bin - fällt der Wert der Immobilie dagegen, habe ich eine höhere Beteiligung. Oder denke ich da einfach falsch?!
Wenn ich eine Immobilie kaufe oder nur einen festen Betrag fest leihe ist meiner Meinung nach nicht dasselbe. Ich hab da leider keine Erfahrung.
Klammer Dich nicht so an die 5 %…
Die bekommst Du heute eh nicht mehr ohne Risiko.Klär das mal mit der Bank, ich hab da eigentlich was anderes
rausgelesen.
Und dann am besten Rat beim Steuerberater einholen.
Wenn Du die Möglichkeit hast dadurch evtl. Steuern zu sparen,
dann sind das bestimmt mehr als 5 % auf 10.000,- Euro im Jahr,
was ja gerade mal 200,- Euro sind !!!
Steuern sparen kann ich meines Wissens doch nur wenn ich die Zinsen zahlen müsste. Aber hier bin ich der Empfänger. Und die Abgeltungssteuer gilt auch für Kapitalertrag aus Immobilien.
Danke für deine Antwort
MfG
Hi,
also nix für ungut, aber ich glaub Du denkst falsch.
Les mal das
Deine Mutter aht wohl irgendwann aml einen Kredit aufgenommen.
Entweder iom Rahmen einer Kapitalbeschaffung oder eines Immboliliendarlehns.
Kapitalbeschaffung: Man beantragt einen Kredit bei der Bank und „hinterlegt“ als Sicherheit eine Grundschuld auf der, i.d.R. lastenfreien, Immobilie. Dieses Geld kann zweckfremd verwendet werden, das bedeutet Du könntest Dir davon z.B. ein Auto kaufen.
Immobiliendarlehen: Z.B. für Fassadenarbeiten, Wärmedämmung, renovierung Bad etc… Also grundsätzlich zweckgebunden.
In beiden Fällen sichert sich die Bank ab.
Sie trägt die Höhe der Grundschuld ein.
In Deinem Fall ja jetzt z.B. 10.000,-.
Diese wird an einer bestimmten „Rangstelle“ eingetragen.
Je weiter vorne um so besser.
Diese Grundschuld bedeutet, sehr vereinfacht, dass wenn Du die Raten für den Bankkredit über 10.000,- nicht mehr leisten könntest, die Bank die Möglichkeit hätte das Haus zu verkaufen und durch die eingetragene Grundschuld einen Anspruch auf 10.000 den Sie vom Erlös einbehält.
Die Zinsen fallen nicht jährlich an wie Guthabenszinsen.
Der Zins deckt im Falle einer Verwertung die KOsten der Bank.
Das ist nicht zu vergleichen mit Guthabenszinsen.
Und wenn in der Inflation der Wert des Geldes fällt, dann nutzen Dir auch 20% Zinsen nix.
0 
Denn 20% von 0 bleiben nun mal 0 
Glaube wir kommen der Sache langsam näher.
VG