Beteiligungscontrolling - Steckbrief

Hallo Zusammen,

folgende Frage:
Ein Unternehmen X hat verschiedene Töchter.
Um einen Überblick zu erlangen bzw. immer auf dem Laufenden zu sein möchte die Geschäftsleitung von X einen Steckbrief zu jeder Tochter haben mit den wichtigsten und aussagekräftigsten Daten.

Wie müsste so ein Steckbrief aussehen, was müsste enthalten sein, was dürfte auf gar keinen Fall fehlen?

Gibts es hierzu in der Literatur eventuell schon irgendwelche Entwürfe?
Gruß,
Horde

Was meinst Du?

Wie müsste so ein Steckbrief aussehen, was müsste enthalten sein, was dürfte auf gar keinen Fall fehlen?

Meinst Du jetzt ein Produkt/Leistungs-Portfolio oder eine Scorecard?
http://de.wikipedia.org/wiki/Portfolio
http://de.wikipedia.org/wiki/Balanced_Scorecard

Oder gar Reports?
http://de.wikipedia.org/wiki/Reporting

Gibts es hierzu in der Literatur eventuell schon irgendwelche Entwürfe?

Jede Menge. Man müßte nur genauer wissen, in welcher Richtung Du Infos suchst! Alle obigen Techniken sind eigentlich in größeren Konzernen etabliert, nur halt zu unterschiedlichen Zwecken.

Gruss,
Michael

Hi Mike-River,

was ich suche ist im Prinzip tatsächlich eine Art Steckbrief - sprich die wichtigsten Facts des Unternehmens auf 2-3 DinA4 Seiten.

Hier sollten dann die wichtigsten und aussagefähigsten Daten der Tochter enthalten sein…

LG;
horde

Was ist denn wichtig?

was ich suche ist im Prinzip tatsächlich eine Art Steckbrief - sprich die wichtigsten Facts des Unternehmens auf 2-3 DinA4 Seiten.

Da bleibt schon wieder meine Frage: was ist denn wichtig und in welchem Zusammenhang? One man’s trash is another’s treasure!

„Wichtig“ ist ein subjektiver da rollenbezogener Begriff, und es gibt spezielle Kurse (z.B. MBA) die einer Person vermitteln, was für sie wichtig ist oder zu sein hat.

Hier sollten dann die wichtigsten und aussagefähigsten Daten der Tochter enthalten sein…

Daten ohne Kontext sagen gar nichts aus, und wenn man den Kontext mit rein schreibt dann wird’s mehr als 2-3 Seiten!

Kennst Du den Begriff „Data Warehouse“?
Warum würden Unternehmen Zigmillionen im Jahr für sowas ausgeben, wenn man alles Wichtige auf 2-3 Seiten A4 unterbringen kann?

Wer ein komplettes Tochterunternehmen nur anhand von 2-3 Seiten komplett ohne Kontext bewerten will, hat man im Management eigentlich nichts verloren!

Gruß,
Michael

Hallo,

folgende Frage:
Ein Unternehmen X hat verschiedene Töchter.
Um einen Überblick zu erlangen bzw. immer auf dem Laufenden zu
sein möchte die Geschäftsleitung von X einen Steckbrief zu
jeder Tochter haben mit den wichtigsten und aussagekräftigsten
Daten.

Um lediglich von einem „Steckbrief“ sprechen zu können, ist die Sache mit den Beteiligungen dann vielleicht doch „ein bisschen zu ernst“. Das Beteiligungscontrolling ist gerade für jene Unternehmen, die mehrere Beteiligungen unterhalten, von großer Wichtigkeit. Schließlich ist es immer etwas „ungünstig“, wenn man eine Beteiligung in ihrem Wert berichtigen, sprich abschreiben muss. Da wäre doch ein vorheriger Ausstieg durch Veräußerung sinnvoller gewesen.

Wie müsste so ein Steckbrief aussehen, was müsste enthalten
sein, was dürfte auf gar keinen Fall fehlen?

Diese Frage wird sich hier weder im Allgemeinen noch im Besonderen befriedigend und schon gar nicht erschöpfend beantworten lassen. Vor allem fehlt es an zusätzlichen und wichtigen Informationen.

Um aber dennoch zumindest Ansatzpunkte zu liefern, sofern man auf diese Frage mit Ansatzpunkten antworten kann, hier eine kurze Zusammenfassung von losen Gedanken:

Eine Beteiligung besteht immer an einem Unternehmen. Es ist daher anzuraten, eine Unternehmensanalyse vorzunehmen. Hierzu gibt es zahlreiche Ansätze.
Über die Unternehmensanalyse und die daraus resultierenden Ergebnisse können sodann, unter Berücksichtigung der Beteiligungsqoute und der damit verbundenen Einflussnahmemöglichkeit auf das Geschehen in der Beteiligung, Rückschlüsse auf die Werthaltigkeit und „Sinnhaftigkeit“ der Beteiligung gezogen werden. Als Nebeneffekt erhält man einen Überblick über die einzelnen Beteiligungen. Durch laufende Aktuallisierung des Zahlenmaterials gilt dies dann auch für die Zukunft. Dabei können Vergleiche über die Zeit durch feste bzw. gleichbleibende „Analysegerüste“ erreicht werden.

Hier nun einige Auszüge (!) über relevante Informationen. Sie sollen mehr als Anregung verstanden werden.

Was sollte man nun über das Unternehmen/die Beteiligung wissen ?

  1. Leistungswirtschaftliche Informationen

a) Wo liegt der Unternehmensschwerpunkt ? (Welche Produkte werden hergestellt ?)
b) In welchem Marktumfeld bewegt es sich ? (Welche Wettbewerber hat es ?)
c) Die verteilen sich die Marktanteile ?
d) Wo liegen die Vor- und Nachteile ggü. den Wettbewerbern ?
e) Welche Aktivitäten gibt es im Bereich Forschung- und Entwicklung ?
f) Wie ist die Aussattung mit Know-how ?
g) Wie sind die Zukunftsaussichten der Produkte/Märkte zu beurteilen ?
h) Anzahl der Mitarbeiter

  1. Finanzwirtwirtschaftliche Informationen

a) Wie stellt sich die Ertragslage des Unternehmens da ? (Was wird verdient ? (Jahresergebnisse))
b) Wie ist es um die Liquidität bestellt ? (Cash-Flow-Rechnungen)
c) In welchem Umfang ist das Unternehmen verschuldet ?
d) Woher kommen die „Gewinne/Verluste“ ? (GuV-Analyse)
e) In welchem Umfang ist das Unternehmen mit Vermögen ausgestattet ? f) Welche finanziellen den Unternehmensfortbestand evtl. gefährdenden Risiken gibt es (etwa größere kurzfristige Verbindlichkeiten)
g) Ergebnisse bzw. Erkenntnisse eines evtl. vorhandenen Risikomanagements
h) Wachstumsprognosen im Zahlenwerk

Wo erhält man diese Informationen ?

Je nach Grad der Beteiligung hat man über Plätze in den Kontrollgremien die Möglichkeit, an Informationen aus „erster Hand“ zu gelangen. Mit zunehmender Unternehmensgröße sind dann der Jahresabschluss und Lagebericht des Unternehmens an dem Beteiligung besteht, als Informationsquellen relevant. In elektronischer Form sind diese und andere Datenquellen oftmals schon im Internet verfügbar.

WICHTIG:

Beteiligungen sind, je nach der Höhe der Beteiligung, im Jahresabschluss zu erfassen bzw. zu konsolidieren. Dadurch werden die leistungs- und finanzwirtschaftlichen Verpflechtungen zwischer der Beteiligung und des Unternehmens, welches die Beteiligung unterhält, neutralisiert. Hierdurch erhällt bereits Informationenman v.a. finanzwirtschaftlicher Natur.
Die Beteiligungshöhe ist von besonderer Bedeutung. Hierzu wurde jedoch nichts erwähnt. Es könnte aber noch weiter ausgeführt werden. Im Falle einer ganz geringen Beteiligung, etwa in Form von langfristig gehaltenen Aktien zur Wertaufbewahrung, würde sich der Prozess des „Beteiligungscontrollings“ lediglich auf eine „simple“ Aktienanalyse beschränken. Gleichwohl kann man auch für solche Fälle alle wesentlichen Informationen der „Beteiligung“ zusammentragen.

FAZIT:

Es gibt keine festen Schemata. Interessierende Informationen gibt es immer, ja jeder „Steckbrief-Leser“ andere Informationen für wichtiger oder unwichtiger erachtet. Mit grundlegenden leistungs- und finanzwirtschaftlichen Daten macht man aber nie etwas falsch. Daher gehören auch Informationen über die anderen Beteiligten und deren Bedeutung für das Unternehmen, sowie über die Unternehmensleitung dazu.
Erfahrungsgemäß sind Informationen über Beteiligungen innerhalb des Beteiligungscontrollings sehr umfangreich und keinesfalls als „Steckbrief“ „verfasst“. Ich würde da eher von Beteilungs büchern sprechen.

Gibts es hierzu in der Literatur eventuell schon irgendwelche
Entwürfe?

Ja, ganze Bibliotheken. Allerdings muss man hier, wie ich finde, sehr aufpassen. Sehr viele Quellen rutschen sehr schnell in den Bereich „strategisches Controlling“ ab und kommen gleich mit Porter und Konsorten und propagieren das „Handwerkzeug“ der strategischen Unternehmensberater. Portfolioanalyse, Vierfelder-Matrix und was es da noch alles gibt. Als ein Bestandteil der leistungs- und finanzwirtschaftlichen Analyse sicher nicht verkehrt. Jedoch sollte es sich nicht nur darauf beschränken.

Recht praxisorientiert sind bzw. ist der folgende Titel:

http://www2.nwb.de/portal/exec/main/MainApp.aspx?suc…

Darüber hinaus können sich ebenfalls Quellen zur Unternehmens- bzw. Bilanzanalyse sowie zum großen Themenbereich der „Due Diligence“ anbieten.

Zur DD etwa

http://www.amazon.de/Due-Diligence-Unternehmensakqui…

VG
Sebastian

Hi,

manchmal habe ich das Gefühl, die experten haben auch ihre operative Erfahrung aus den Lehrbüchern.

Natürlich kann man einen Steckbrief für die GF erstellen. Je nach Größe des Unternehmens haben die GF andere Dinge zu tun als sich um die Beteiligungen zu kümmern und wollen nur ab und an einen Vitalitätsbeweis haben.

CEO Präsentationen müssen auch von Deiner Großmutter verstanden werden. Also sollten Dir reichen:

  • Company summary
  • Company strategic focus
  • Organisation
  • Revenues development (+andere wesentliche Finanzkennzahlen)
  • Organic growth
  • External growth
  • Profitability
  • R&D
  • Cash flow
  • Debt
  • Employment
  • Share price performance
  • Segment information
  • Divisional overview
  • Main Joint Ventures & Partnerships

Die Zusammenstellung eines solchen Infopapiers ist natürlich in höchstem Maße subjektiv. Aber der Inhalt wird sich über die Zeit konkretisieren bis zum nächsten GF Wechsel. der will dann nämlich ganz andere Infos sehen.

Hope this helps.

Gruß
C.

Hallo,

CEO Präsentationen müssen auch von Deiner Großmutter
verstanden werden. Also sollten Dir reichen:

Ich persönlich finde ja, das hier die Ironie noch besser hervortreten sollte. Andernfalls könnte manch einer tatsächlich glauben, dass „normale“ Großmütter ein Interesse daran haben könnten geschweige denn die Fähigkeit besitzen zu verstehen, worum es überhaupt geht.

  • Company summary
  • Company strategic focus
  • Organisation
  • Revenues development (+andere wesentliche Finanzkennzahlen)

Warum ist der Hinweis in der Klammer denn auf einmal auf Deutsch ? Also beim Lesen irritiert und stört dieses „Fitzelchen“ Deutsch dann aber doch schon irgendwie - finde ich jedenfalls :frowning:

  • Organic growth
  • External growth
  • Profitability
  • R&D
  • Cash flow
  • Debt
  • Employment
  • Share price performance

Kurze Zwischenfrage: Was machen wir hier bei einer Beteiligung an einer GmbH oder Personengesellschaft ? Vor dem Hintergrund der recht allgemein gehaltenen „Frage des Fragenden“ erscheint mir dies doch etwas „problematisch“.

  • Segment information
  • Divisional overview

Vor dem Hintergrund, dass Beteiligungsverhältnisse auch schon auf „ganz niedrigen“ Unternehmensebenen denkbar sind und eben nicht nur bei Bayer, BASF usw. vorkommen, erscheint mir auch dieser Punkt bei einer recht offen gehaltenen Frage als weniger realistisch.
Zum Vergleich: Eine Person aus einem Großunternehmen, welche mit dieser Aufgabe beauftragt worden wäre, würde wohl kaum hier nachfragen. Oder wie siehst Du das ?

  • Main Joint Ventures & Partnerships

Die Zusammenstellung eines solchen Infopapiers ist natürlich
in höchstem Maße subjektiv. Aber der Inhalt wird sich über die
Zeit konkretisieren bis zum nächsten GF Wechsel. der will dann
nämlich ganz andere Infos sehen.

Achso, hier kommt es ja noch :smile: Aber Du hast natürlich recht. Es ist alles sehr subjektiv und klar, jeder GF befindet andere Informationen als relevant.

Hope this helps.

Ich weiss nicht so recht. Alles sicherlich richtig, nur eben doch sehr „speziell“. Sowohl die rein angelsächsiche Bezeichnung als auch die Tatsache, dass viele „Nennungen“ auf mittelgroße und v.a. große Unternehmen fokussiert sind, lassen jedoch darauf schließen, dass Deine praktischen Erfahrungen v.a. bei solchen Unternehmen liegen.
Mein Eindruck ist jedoch, dass hier ganz grundlegend danach gefragt wurde, worum es überhaupt geht.
Im Übrigen weiss ich auch nicht, ob der Fragesteller alle „Übersetzungen“ parat hat und demnach an jeder Stelle den Nutzen aus dem Beitrag ziehen kann, dem Du ihm zugedacht hast.

VG
Sebastian

Hey TraderS,
also ersteinmal muss ich sagen, ich las den Artikel von Christoph mit viel Interesse und dachte mir - klingt alles sehr gut! (Tut es ja auch und ich fands schonmal sehr hilfreich!)
Aber dann hab ich deine Ausführungen gelesen und muss sagen - Hut ab!- alles richtig gesehen!
Ich mach mich jetzt mal dran die englichen Begriffe zu übersetzen und zu schauen was ich damit anfangen kann :smile:
LG,
horde

Hi Sebastian,

man kann es aber auch todtheoretisieren, oder? :wink:

Für denjenigen für den nicht ersichtlich ist, dass es sich bei der Aufzählung um eine von Mio. Möglichkeiten des Aufbaus eines Datenblattes handelt, war mein Posting auch nicht gedacht.
Und ganz unter uns Pastorentöchtern; wenn Dich ein deutscher Einschub in einer englischen Aufzählung schon verwirrt, bleib lieber bei der Theorie. :wink:) Ich meine das zwar durchaus spaßig, aber nicht ohne einen ernsten Kern.

Ach ja, meine Bemerkung mit der Großmutter war komplett anders gemeint. Der durchschnittliche CEO kann mit vor Details triefenden Präsentationen nichts anfangen. Für ihn müssen Zusammenhänge so dargestellt werden, dass sie auch aussenstehende ohne intime Vorkenntnisse verstehen können (vereinfacht gesprochen).

Gruß
C.

Hey Christoph,

danke Dir für Deine Hilfe!
Mit deiner Bemerkung zu CEO hast du sicher nicht unrecht.
Was mir ebenso wichtig war - eine praxisnahe Vorgehensweise… :smile:

wer hierzu noch Ergänzungen hat- sind gern genommen!!!
LG,
horde

Hallo Christoph,

man kann es aber auch todtheoretisieren, oder? :wink:

Ja, mit Sicherheit. Gleichwohl frage ich mich dann schon, was z.B. an meinem Beitrag „besonders theoretisch“ war. Die Theorie hat wie ich finde zumindest immer den Vorteil, dass man recht schnell darauf gestossen wird, dass es für die Praxis nicht so ganz ausreicht. Daher wird man aufgefordert zu (über)denken. Ganz davon ab, das wir in unseren Beiträgen, die „key facts“ betreffend, eine Schnittmenge hatten.

Und ganz unter uns Pastorentöchtern; wenn Dich ein deutscher
Einschub in einer englischen Aufzählung schon verwirrt, bleib
lieber bei der Theorie. :wink:) Ich meine das zwar durchaus
spaßig, aber nicht ohne einen ernsten Kern.

Nein, mir kam nur das mittlerweile stark verbreitete „Denglisch“ in den Sinn. Gerade im Corporate Finance- und Beratungsbereich hat sich diese absolute Unsitte sehr stark verfestigt. Leider bemerken die Beraterinnen und Berater nur sehr selten, dass den Zuhörern dieser Art von Präsentation, insbesondere dann, wenn es sich um kleinere Mandanten handelt, hierfür das Verständnis fehlt.
Manche haben schon reagiert. So verlangt seit 3 Jahren eine interne Anweisung der Dt. Bank im Investmentbanking, dass im CF-Bereich bei der Beratung von mittelständischen Unternehmen entweder nur Englisch oder nur in Deutsch vorgetragen wird. Der „Head of Investmentbanking“ wird sich dabei schon etwas gedacht haben.

Ach ja, meine Bemerkung mit der Großmutter war komplett anders
gemeint. Der durchschnittliche CEO kann mit vor Details
triefenden Präsentationen nichts anfangen. Für ihn müssen
Zusammenhänge so dargestellt werden, dass sie auch
aussenstehende ohne intime Vorkenntnisse verstehen können
(vereinfacht gesprochen).

Ja, ja, diese Vereinfachungen. Das wollte man den Damen und Herren im obersten Kontrollgremium der Sachsen LB wohl auch herstellen und hat in den vorgelegten Abschlussberichten immer Ampeln an den Rand gesetzt. War alles okay, leuchtete sie grün und wurde es brenzlig, (risikoreichere Geschäftsfelder bzw. -entwicklungen) eben rot.
Und in Sachsen lässt sich wohl gut „fahren“. Irgendwie hatte der Abschlussbericht eine grüne Welle oder es ging immer noch so gerade bei gelb drüber.
Tja, dumm war nur, dass am Ende der Strasse dann doch eine dicke Mauer stand und eine Umleitung wurde im Bericht nicht erwähnt. Unsere Denglisch-Freunde würden wohl spätestens hier ein „Shit happens“ aus der Vokabelschatzkiste kramen.

Aber mal im Ernst: Von einem GF bzw. einem Leitungsgremium kann sicher keinesfalls erwartet werden, über alle Abläufe und Details informiert zu sein. Natürlich stimmte ich hier zu.

Gleichwohl muss man jedoch auch sehen, dass ein GF, ein CEO/CFO oder eine vergleichbare Person(enegruppe) auch mit einem „Mehr an Informationen“ umgehen können muss. Sicherlich werden auch Dir schon sehr gut gemachte Jahresberichte oder sogar auch gut gemachte Pitchbooks begegnet sein.
Übrigens: Hier stehen Theorie und Praxis auf einer Linie. Ein Mehr an Informationen hat noch nie geschadet. Einzig und allein die Darstellung ist entscheidend.

Gerade bei kleineren Unternehmensverbindungen ist die genaue Kenntnis entscheidend. Schließlich bestehen hier mitunter enge Verpflechtungen und ein „Aus“ des Unternehmens an dem man beteiligt ist, könnte fatale Folgen haben. Ich stimme aber auch zu, dass sich ein Jürgen Hambrecht wohl kaum für seine kleineren Beteiligungen interessieren wird. Dennoch wird es auch dafür ein Beteiligungscontrolling geben.

Im Handelsrecht bezüglich des Jahresabschlusses heisst es ja so schön, dass es einem sachkundigen Dritten bzw. Außenstehenden möglich sein muss, sich in angemessener Zeit ein umfassendes Bild über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu machen. Ich denke, dass man auch für Zwecke der Information über Beteiligungen „im eigenen Haus“ auf eine ausreichende „Sachkunde“ bestehen (können) sollte.

VG
Sebastian