Beton oder Beton mit Steinen?

Hallo Wissende,

wie issen das, zwei Leute machen je ein Loch, sagen wir mal 60 cm tief und 30cm im Durchmesser, in eine Rasenfläche um da ein senkrechtes Rohr einzubetonieren.

Der Eine stellt das Rohr rein und verfüllt das Loch mit Beton.

Der Andere machts ähnlich, aber kippt immer nur eine Lage Beton rein, dann wirft er Steine ringsrum rein, dann wieder eine Lage Beton usw.

Umfallen werden beide Rohre nicht. Aber nehmen wir mal an, daß Loch ist nur 10 cm tief, welches Rohr kann man durch Gewalt eher „Umbiegen“? Das mit reinem Beton oder das mit Steinen durchsetzte?

Lieb wäre mir ein Faktor. Beides ist 100% gleich oder die eine Variante ist 60-80% weniger belastbar o.ä.

Danke ^ Gruß
Reinhard

Hallo!

Der Andere machts ähnlich, aber kippt immer nur eine Lage
Beton rein, dann wirft er Steine ringsrum rein, dann wieder
eine Lage Beton usw.

Und jedes mal härtet der Beton zwischendurch aus? Wenn die Steine recht klein sind, würde der Zement des Betons durchlaufen und der Zuschlag, also die „Steinchen“ des Beton auf den Steinen liegen blieben. Also „schöne“ Entmischung und Nester würden wohl entstehen, also Lufteinschlüsse. Etwas seltsames Szenario.

Umfallen werden beide Rohre nicht. Aber nehmen wir mal an, daß
Loch ist nur 10 cm tief,

Bei 10 cm kann man ja kaum von Steinen reden, zumindest nicht in mehreren Lagen.

welches Rohr kann man durch Gewalt
eher „Umbiegen“? Das mit reinem Beton oder das mit Steinen
durchsetzte?

Umbiegen würde es ja oberhalb des Fundaments. Im Fundament täte sich ja nur etwas, wenn da Lufteinschlüsse oder lose Steine wären.

Lieb wäre mir ein Faktor.

Schwierig.
Jan

Hallo Jan,

vor zig Jahren habe ich das mal so mit Steinen gemacht.
Ich hab da für paar Rohre mehrere Löcher gebuddelt. Die waren eher 40cm breit und 80 cm tief :smile:
Aber ohne Spezialwerkzeug kriegt man wohl kein 10 cm Durchmesser Loch hin. Irgendwie muß man ja buddeln.

Dann aus dem Baumarkt Säcke mit Beton geholt, den angemischt und reingefüllt. Zu meinem Schrecken (naja, das erstemal daß ich betonierte) hatte das Zeugs ja kaum Volumen. Da hätte ich ja noch 50 oder 100 Säcke gebraucht.

Da kam ich auf die Idee mit den Steinen. Und ich hab das dann so gemacht, Beton rein, dann Steine rein usw.

Jetzt wollte ich einfach mal so aus Neugier fragen was denn besser halten würde, nur Beton reinkippen oder durchmischt.

Übrigens, beim Reinwerfen der Steine konnte ich nicht sehen, daß diese „absinken“. Den Beton hatte ich nicht sehr flüssig angemischt.

Aushärten lassen hab ich da nix. Ich hatte zur Verfügung so eine schwarze „Bütt“, k.A. mehr wie groß, da habe ich das Zeugs mit der Bohrmaschine angemischt, reingekippt samt Steinen, dann die nächste Mischung.

Natürlich hatte ich keinen Vibrator oder wie man das nennt um den Beton zu verdichten.

Gruß
Reinhard

Hallo Reinhard,

wenn ich mich recht entsinne ist die Festigkeit von fertigem Beton von vielen Faktoren abhängig. Sofrern die eingelegten Steine die selbe Festigkeit wie der umngebende Beton haben und mit diesem Kraftschlüssig verbunden sind, sollte das keine Unterschied machen.

Ansonsten wird der fertige Klotz immer an seiner schwächsten Settel brechen, sofern die Last „in dieser Richtung“ angreift. Sind die eingelegten Steine schwäscher stellen sie wahrscheinlich eine Schwachstelle dar. Sonst ist es der Beton.

Eine Frage habe ich aber noch. Du hattest unten geschrieben, dass dein Beton so dünn war. Beton ist ein Gemisch aus Kies und Zement. Zunächst auch Wasser, damit der Zement hart wird. Sah dein Beton auch so aus? Hört sich so an, also ob du nur Zement angerührt hättest. Das wird nie richtig hart! Übrigens auch nich ein Schüppe Zement auf einen LKW Kies… Die exakte Misching macht’s!

biba

Dirk.Pegasus

Hallo Dirk,

ich habs geahnt, die Nachfrage kommt :smile:
Grad auf dem gebiet wo ich nix weiß :frowning:

Beton, Zement, für mich gleich (Schüttel bitte nicht den Kopf, ist so, ich habe halt sehr seltenst damit zu tun gehabt), waren halt Säcke aus dem Baumarkt.
Und da stehe ich immer staunend davor was es da alles so gibt.

Vielleicht erklärt dir das einiges…

Wieso wird Zement, den ich wohl benutzt habe nie hart?

Gruß
Reinhard

Hallo Reinhard,

man muß ja nicht alles wissen… Sonst gäbe es auch kein WeWeWa.

Wenn ich mich recht entsinne ist der Zement quasi der Kleber zwischen den einzelnen Körnern des Kieses. Daher muss der Kies auch alle Körnungen von sehr fein bis zu den Steinchen haben. Die idee ist, das zwischen den Körnern möglichst wenig kleber ist.

Ähnlich wie bei anderen Klebern: Viel hilft selten viel. UNd der Kleber ist trotzdem oft die Schwachstelle.

biba

Dirk.Pegasus

P.S.: Wenn auf dem Sack Beton steht sollte der auch drin sein. Also ein Gemisch aus Kies und Zement. Wasser dran, trocknen, hartwerden lassen. Sonst steht Zement drauf: graues recht feines Pulver.

Hallo Reinhard!

wie issen das, zwei Leute machen je ein Loch, sagen wir mal 60
cm tief und 30cm im Durchmesser, in eine Rasenfläche um da ein
senkrechtes Rohr einzubetonieren.

Der Eine stellt das Rohr rein und verfüllt das Loch mit Beton.

Der Andere machts ähnlich, aber kippt immer nur eine Lage
Beton rein, dann wirft er Steine ringsrum rein, dann wieder
eine Lage Beton usw.

Das war früher so üblich, un den knappen und teueren Zement zu sparen.
Das ist aber kein Problem, wenn man die Steine vorher gewaschen hat, und die vollständig mit Beton umschlossen sind.
Das ergibt die selbe Stabilität, als wenn man nur Beton einfüllt.

Umfallen werden beide Rohre nicht. Aber nehmen wir mal an, daß
Loch ist nur 10 cm tief, welches Rohr kann man durch Gewalt
eher „Umbiegen“? Das mit reinem Beton oder das mit Steinen
durchsetzte?

Lieb wäre mir ein Faktor. Beides ist 100% gleich oder die eine
Variante ist 60-80% weniger belastbar o.ä.

Das ist Unsinn,
das wird sich in beiden Fällen gleich verhalten. Also nur Beton, oder Beton mit Steinen „verdünnt“. Ist letztendlich gleich, weil da das Erdreich nachgibt.

Mein Vater jat in seiner Jugendzeit etliche Zaunsäulen mit der Beton + Steinmethode gesetzt, die ich zwecks Durchrostung der Eisensäulen erneuern musste.
Also die Säulen zu entfernen war kein Spass, ich hab die dann mit dem Bagger rausgezogen,
und den „Steinbeton“ abgeschlagen, um das ganze entsorgen zu können. Das war trotz der Steine ordentlich fest.

Übrigens behaupte ich,
dass man solche Rohre oder Säulen auch mit verdichtbarem Schotter-Splitt-Gemisch fast genauso fest bekommt, wie mit Beton,
wenn man das vorher etwas anfeuchtet, und laagenweise ordentlich feststampft.

Grüße, Steffen!

Hi,

Das ist aber kein Problem, wenn man die Steine vorher
gewaschen hat, und die vollständig mit Beton umschlossen sind.
Das ergibt die selbe Stabilität, als wenn man nur Beton
einfüllt.

das ist ganz einfach falsch. Der Beton (vorausgesetzt, er ist richtig gemischt) enthält schon Gesteinskörnung und das im richtigen Verhältnis, um eine optimale Belastbarkeit zu erreichen. Wenn du noch mehr Steine dazu kippst, um ihn zu strecken, führt das zwangsläufig zu einer Verschlechterung der Qualität.

und den „Steinbeton“ abgeschlagen, um das ganze entsorgen zu
können. Das war trotz der Steine ordentlich fest.

Klar ist das Zeug steinhart. Wenn du mit einer Hacke drangehst, wirst du zwischen einem C12/15 und einem C45/55 wahrscheinlich keinen großen Unterschied fühlen, er ist aber da.

Bei einem im Garten einbetonierten Rohr wird das alles sowieso nicht ins Gewicht fallen, weil höchstwahrscheinlich auch schlechter Beton nicht das schwächste Element an der Konstruktion sein wird, aber das gilt nicht für andere Anwendungen. Schon bei einem simplen Haus wirken Kräfte, die einfach nicht zu vergleichen sind mit denen, die ein Gartenzaunfundament aushalten muss.

lg
ventrue

Hi!

das ist ganz einfach falsch. Der Beton (vorausgesetzt, er ist
richtig gemischt) enthält schon Gesteinskörnung und das im
richtigen Verhältnis, um eine optimale Belastbarkeit zu
erreichen. Wenn du noch mehr Steine dazu kippst, um ihn zu
strecken, führt das zwangsläufig zu einer Verschlechterung der
Qualität.

Ähm, es geht hier ja wohl um Pflastersteine oder so.
Die werden dann sozusagen „einbetoniert“.
Ich sehe da keien Grund, der die Druckfestigkeit des Beton’s verringert.

Klar ist das Zeug steinhart. Wenn du mit einer Hacke
drangehst, wirst du zwischen einem C12/15 und einem C45/55
wahrscheinlich keinen großen Unterschied fühlen, er ist aber
da.

Das kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen.
Ich habe schon etliche Betonsachen abgerissen,
manches konnte ich mit einem grossen Hammer einfach zerklopfen, andere Sachen waren da schon wesentlich schwieriger zu zerstören.
Bei uns im Haus hab ich mal den Fussboden im Flur rausgepickert,
mit einem gemieteten Abbruchhammer,
da hab ich 8 Stunden gekämpft,
danach musste der Elektriker ran, weil in den Verteilerdosen die ganzen Schrauben locker waren…

Bei einem im Garten einbetonierten Rohr wird das alles sowieso
nicht ins Gewicht fallen, weil höchstwahrscheinlich auch
schlechter Beton nicht das schwächste Element an der
Konstruktion sein wird, aber das gilt nicht für andere
Anwendungen. Schon bei einem simplen Haus wirken Kräfte, die
einfach nicht zu vergleichen sind mit denen, die ein
Gartenzaunfundament aushalten muss.

Ja, da sind wir uns ja mal einig.
Ich hab in der letzten Zeit die Säulen für den Zaun garnicht mehr einbetoniert,
sondern einfach mit so einem verdichtbaren Splitt-Sand-Gemisch festgestampft.
Das reicht.

Grüße, Steffen!