Betondicke zu dünn...Pfusch am Bau

Hallo Klaus,
na ja, wenn der erste Megafrust verraucht ist, arbeite ich sowieso pragmatisch an den Lösungen.
Mich enttäuscht es allerdings maßlos, dass so ein Pfusch durch eine normale deutsche Handwerkerfirma möglich ist.
Es geht ja nicht um Kleinigkeiten…Fehler kann jeder mal machen, sondern um grundlegende Dinge, die jeder normal ausgebildete handwerker wissen muss.
Ich habe heute mein Einschreiben an die Firma geschickt, das mit der Beschreibung der Baumängel, Statiker war gestern auf dem Bau und übersendet mir nächtse Woche die Mängeliste (eine seiner Aussagen:„So etwas habe ich ja noch nie gesehen“…bezogen auf einen Pfusch bei der Erstellung des Dachstuhls)

Ich bin mal gespannt, wie die Firma sich rausredet…

Das ist ja leider genauso gelaufen, wie ich angedeutet habe. Tut mir leid für dich…einige Firmen haben weder Anstand noch Moral.
Ich arbeite dran, dass es bei mir mit der Haftung der Firma anders läuft…

Soll ich mal Vermuten?..mache ich einfach…
Die haben nie im Leben ein bautagebuch geführt…das bin ich mir sehr sicher…
Und wenn du es ihnen vorwirfst, dann haben sie vorher noch nie etwas davon gehört…

Wir können es abkürzen…
Die sind entweder über den Dingen stehend (nach dem Motto: das machen wir immer so) oder schlicht und einfach dumm.
Ich würde nur ansatzweise böse Gedanken wie: Beton sparen, Arbeit sparen usw. annehmen…
Der Bauleiter/Maurermeister hat übrigens mit seinem Kollegen die Decke geschüttet…und es wurde 1cbm Fertigbeton nachbestellt, da er sich wohl verrechnet hat. Ich war da vor Ort, hatte sowas ja noch nie gesehen und habe sogar Aufnahmen gemacht…

*lach*
Maurer scheuen den Heldentod nicht…die gehen auch auf Decken ohne Eisen…nur nicht drunter…

aber ernsthaft:

Ich werde erstmal sehen bzw lesen, was die Pfuschfirma plant, um die Mängel abzustellen.
Es gibt sicherlich Möglichkeiten, Raumhöhe ist kein Prob, zusätzliche Stützwände unten wären ungünstig, aber machbar.

Aufschütten einer 2ten dünnen Decke ist wohl wegen dem nicht vorhandenen Verbund schlecht…aber es soll so eine Betonart mit Kunstoffzusatz geben…ich werde mich da mal erkundigen…

Zum Glück bin ich kein Miesepeter und denke, dass Probs zum lösen da sind und nicht zum lamentieren…ist halt nur unnötiger Geld- und Zeitaufwand, der durch andere verschuldet wurde…

Das ist ja leider genauso gelaufen, wie ich angedeutet habe.
Tut mir leid für dich…einige Firmen haben weder Anstand noch
Moral.

Nach über 10 Jahren sieht man das deutlich lockerer, irgendwie hat
man es hinbekommen und nun ist es so perfekt wie es nur sein kann.

Ich arbeite dran, dass es bei mir mit der Haftung der Firma
anders läuft…

Viel Glück.

Übrigens ich lasse meinen Bauträger alle 2 Jahre seine eidestattliche
Erklärung wiederholen damit er weiß ich bin noch da und nun habe ich
alle Zeit der Welt.

Gruß
Stefan

Hallo,
Sorry, was Du da machst, kann man blödsinniger nicht mehr anfangen. Du hast keinerlei Ahnung vom Bauen, aber anstatt Dir einen Experten zu holen, erteilst Du Aufträge an Firmen, über die Du genau gar nichts weißt. Hast Du zu viel Geld? Das konnte doch nur schiefgehen.

Und Du lernst auch nicht dazu. Statt nun endlich einen Experten einzuschalten, fragst Du lieber in einem Forum nach, bei dem Du auch nicht weißt, wer da antwortet. Findest Du nicht, dass es langsam Zeit wäre, Dein Vorgehen zu überdenken? Willst Du dem schlechten Geld das gute hinterher werfen?
Gruß
loderunner (kopfschüttelnd)

Hallo,

Bauleiter ist der Maurermeister der ausführenden Firma.

das nennt man im allgemeinen: den Bock zum Gärtner machen.
Gruß
loderunner

Eine Architektin hat die Pläne gezeichnet, danach habe ich
eine Statik von einem BauIng anfertigen lassen. Bauleiter ist
der Maurermeister der ausführenden Firma.

Hallo,
das ist schlecht, dann hattest Du niemanden, der fachkundig die Ausführung überwachte.

Der Bauleiter der ausführenden Fa. hat sich selbst kontrolliert und wohl die Decke selbst „abgenommen“.

Ob das nach der VOB zulässig ist, weiss ich leider nicht.
Ich weiss auch nicht, ob die VOB Vertragsbestandteil ist.

Gruß:
Manni

Hallo Klaus,

ich schrieb diese meine Anmerkung zum BAUTAGEBUCH.
Nicht aber zur Ausführung oder ggf. zur Planung!

Das habe ich auch so verstanden.

Die Frage ist aber:
WIESO soll bei einer solchen Pfuscherei ausgerechnet das BAUTAGEBUCH ordnungsgemäss geführt worden sein ?

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,
die Antwort ist die, dass ich -trotz aller bekannter Unbillen der Bauleitungen und Ausführungen- immer noch im Kern an jene Bauleiter glaube, welche ihre schwierige Aufgabe ernst nehmen.
Ob das allerdings auch auf die hier beschriebene Baustelle bei den aufgeführten Mängeln zutrifft - ich denke, hier wirst allerdings eher Du mit Deiner Ansicht Recht haben …
-.-.-.-.-
Mfg Klaus

Hallo Frank!

Der Pfusch am Bau wurde durch eine fehlende Bauaufsicht geradezu provoziert. Wenn die Ausführenden sich selbst kontrollieren, kann man es auch lassen. Eine Bauaufsicht, die den Namen verdient, hält übrigens nicht nur den Zollstock an die fertige Decke. Bevor alles mit Beton zugedeckt wird, muss sich der Aufsichtführende die Bewehrung ansehen und freigeben. Je nach Konstruktionsweise des Hauses sieht er sich an, ob die Deckenkonstruktion thermisch von der Außenhülle getrennt wurde und achtet darauf, dass während der Ausführung (also während des Schüttens) an der thermischen Entkopplung nichts kaputt gemacht wird. Vom angelieferten Beton sollte eine Probe genommen und als Würfel ausgehärtet werden.

Viel Pfusch am Bau wird durch nachfolgende Arbeitsschritte verdeckt. Die Möglichkeiten, so gut wie irreparablen Pfusch zu bauen, beginnen schon, bevor die Kellersohle geschüttet wird mit der Untersuchung des Baugrunds auf Tragfähigkeit und der Feststellung des Grundwasserspiegels. Wenn man das alles der bauausführenden Firma überlässt (oder einfach bleiben lässt), handelt man sich mit hoher Wahrscheinlichkeit Pfusch ein, der in hohen Kosten und nervenaufreibenden Auseinandersetzungen endet. Deshalb führt kein Weg an laufender Kontrolle während der Bauausführung vorbei. Der/die Aufsichtführende muss vom Bauausführenden unabhängig und natürlich sachkundig sein.

Der Architekt oder Bauing. achtet darauf, dass bestimmte Bauschritte erst nach seiner Freigabe des vorherigen Schritts durchgeführt werden. Dabei kann es während mancher Bauphasen passieren, dass der Aufsichtführende dauernd anwesend sein muss. Auf keinen Fall reicht es, den Rohbau nach Fertigstellung zu begutachten.

Es ist offensichtlich landläufig usus, den bauaufsichtführenden Ing. zu sparen. Seine Rechnung für ein komplettes EFH-Vorhaben wird immerhin im 5stelligen Bereich liegen. Aber jeder Fehler z. B. an mangelhafter Abdichtung der Kellersohle, an mangelhaft ausgeführter (und hinterher mit Beton verdeckter) thermischer Isolierung oder unsachgemäß ausgeführten Armierungen wird weit teurer.

Ob sich der Fehler der zu dünnen Geschossdecke nachträglich heilen lässt, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Wenn solch haarsträubender Fehler auftaucht, würde ich auch damit rechnen, dass die Armierung in falscher Höhe (oder gar nicht oder zu schwach) eingebaut wurde. Wenn dem ausführenden Unternehmen kein wirklich überzeugender Nachweis gelingt, dass die Armierung korrekt ausgeführt wurde, die verwendete Betonqualität stimmt und nachträgliches Verstärken zu sauberem Kraftschluss mit der zu dünnen Decke führt, kann die Lösung nur Abriss heißen.

Deine Bedenken, dass die Baufirma in die Insolvenz geht oder die Sache in die Länge zieht, sind möglicherweise berechtigt. Der Schaden wird aber nur noch größer, wenn man mit einem gravierenden Mangel an derart entscheidender Stelle einfach weiterbaut. Das geht gar nicht. Im übrigen muss sich der Bauherr eine Mitschuld an der Situation anrechnen lassen. Eine Bauausführung ohne laufende Kontrolle ist ein - wenn auch verbreitetes - Unding!

Gruß
Wolfgang

Hallo Klaus,

die Antwort ist die, dass ich -trotz aller bekannter Unbillen
der Bauleitungen und Ausführungen- immer noch im Kern an jene
Bauleiter glaube, welche ihre schwierige Aufgabe ernst nehmen.

Es ist nicht meine Meinung, dass ein Bautagebuch sinnlos ist, bzw. dass es keine Bauleiter gibt, welche ihren Job ernst nehmen und ihr Bautagebuch genau führen.

Ob das allerdings auch auf die hier beschriebene Baustelle bei
den aufgeführten Mängeln zutrifft - ich denke, hier wirst
allerdings eher Du mit Deiner Ansicht Recht haben …

Ich bezog meine Aussage auch nur auf diesen Fall!

MfG Peter(TOO)

Bautagebuch
Hallo Peter

WIESO soll bei einer solchen Pfuscherei ausgerechnet das
BAUTAGEBUCH ordnungsgemäss geführt worden sein ?

*smile*
weil es regelmässig vom Bauherrn abgezeichnet wird???

Gruß
Ulli

Also wenn du dir durch MyHammer den Garten machen lässt oder vielleicht ein Dübelloch verschlossen haben willst. Ok, deine Sache.

Aber ein 100K-Projekt, ohne Garantie und nix? Solche dummen Hausbauer findet man selten.