Betreuungsrecht

hallo,

folgender Fall sein angenommen:

Ehepaar, geschieden, hat eine erwachsene Tochter aus der damaligen gemeinsamen Ehe; alle 3 regional verstreut lebend und kein Kontakt untereinander. Der Mann (Tochters Vater) wird sterbenskrank, lebt zwischenzeitlich im Pflegeheim und bekommt (irgendwann zwischzeitlich) einen Betreuer. Dann erfährt diese leibliche Tochter von Vaters Krankheitszustand und dem Einsatz eines Betreuers.
FRAGEN:
Die Tocher möchte den sterbenden Vater nicht auf irgendeinem Friedhof beerdigt wissen, sondern auf Vaters Wohnortfriedhof; hat sie überhaupt ein Recht der Mitsprache ? Und bei wem würde sie zweckmäßigerweise ihr Begehren kundtun ?
Darüber hinaus bricht es der Tochter (mittlerweile) das Herz, den kranken + sterbenden Vater in „Betreuer“-Händen zu sehen; wie hätte sie eine Möglichkeit, als Verwandte 1. Grades an die Stelle der bisherigen (gerichtlichen) Betreuung zu kommen ?

Besten Dank + weihnachtliche Grüße
jwd

Hallo,

Die Betreuung endet mit dem Tode, und dann kann die Verwandtschaft alles regeln, da hat kein Betreuer etwas zu sagen.

Natürlich können Sie versuchen, beim Amtsgericht einen Betreuerwechsel zu erreichen. Aber wie wollen Sie den begründen ? „Ich denke,…“ „Ich meine, es ist das Beste…“ und ähnliche Scheinargumente zählen nicht. Sie habe sich bisher wenig um den Betreuten kümmern können bzw. gekümmert. Und nur, weil da plötzlich ein Betreuer ist, und diese Tatsache Sie ärgert, soll alles anders sprich besser werden ? DAS müssen Sie mal dem Gericht vortragen, die lachen sich schlapp.

Also, das wird schwer. Ich weiss, dass meine Worte nicht sehr nett sind. Aber es nützt Ihnen gar nichts, wenn ich hier irgendwelchen Schmus schreibe, sie glauben das, und nachher klappt doch nichts.

Sie müssen einfach dem Gericht glaubhaft machen, dass, wie und in welcher Form Sie sich zukünftig regelmäßig (!) um den Betreuten/Vater kümmern wollen, dass er es auch will (ganz wichtig) und ein Betreuerwechsel somit im wohlverstandenen Interesse des Betreuten ist.

Gruss und frohe Weihnachten,

Andreas

Dank´ Dir !

Grüße
jwd

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