Betriebliche Altersvorsorge

Hallo,
kürzlich war ein Herr von dem großen Versicherer bei uns im Betrieb, der mit A anfängt und mit Z aufhört.
Er „informierte“ über die betriebliche Altersvorsorge, hier die A…z-Pensionskasse.
Rechenbeispiel: Monatlicher Gesamtbeitrag 50 €. Zeitraum: 31 Jahre (bis zum 65. Lebensjahr). Im Erlebensfall dann lebenslange Garantierente von 101,74 € (Garantiekapital 24.308 €). Die Mondzahlen mit Überschußbeteiligung lasse ich jetzt mal weg.
Das mit dem Beitrag ist ja wohl irgendwie steuerfrei, dafür zahle ich (wenn ich mit meiner Gesamtrente über den Freibetrag komme) hintenraus dann Steuern.
Mich interessiert: „Loht“ sich das? Wie errechne ich den effektiven „Rendite-Zinssatz“ (kriege das mit dem Zinseszins nicht hin). Durch die Umwandlung eines Teils des Bruttogehalts zahle ich ja dann auch weniger in die gesetzliche RV, oder? Gibt es - wenn man schon sowas macht - bessere Anbieter? Oder sollte man die private Altervorsorge ganz anders angehen?
Danke schonmal,
Puck.

Hi

Hallo,
kürzlich war ein Herr von dem großen Versicherer bei uns im
Betrieb, der mit A anfängt und mit Z aufhört.

Ein Herrr der also außschließlich seine Produkte vertreibt und desshalb alles andere Schlechtreden kann, dass er nicht selbst im Program hat :wink:

Das mit dem Beitrag ist ja wohl irgendwie steuerfrei, dafür
zahle ich (wenn ich mit meiner Gesamtrente über den Freibetrag
komme) hintenraus dann Steuern.

und bis 2009 sozialabgabenfrei

Mich interessiert: „Loht“ sich das?

Durch die Umwandlung eines Teils des Bruttogehalts
zahle ich ja dann auch weniger in die gesetzliche RV, oder?

Es lohnt sich da du die Sozialabgaben weniger zahlst, deswegen ist deine Sparleistung höher als deine Nettoeinbuße

Gibt es - wenn man schon sowas macht - bessere Anbieter?

Es gibt bessere Anbieter und bessere Alternativen!! Problem bei der BAV ist, dass es sehr unflexibel ist und für deinen AG Haftungsrisiken hat.
Die Alternative heißt Zeitwertkonto. Vorteil für dich ist, dass du jederzeit selbst den Beitrag bestimmen kannst und jederzeit an dein Geld kommst. Du kannst deinen Vorruhestand, Vaterschaftsurlaub, Familienkrisenarbeitspausen, Ausbildung/Fortbildung … finanzieren. Außerdem bleibt ein Zeitwertkonto Steuer- und Sozialabgabenfrei.

Oder
sollte man die private Altervorsorge ganz anders angehen?

Die Entgeldumwandlung ist nur ein Teilasspekt der gesammten priv. AV. Das Konzept muß deinen Zielen und Wünschen entsprechen. Deshalb ist es wichtig, dass du einen Beratenden hast, der mehr als nur seine Gesellschaft und deren Produkte anbieten kann. Außerdem solltest du die Angebote vergleichen.

Danke schonmal,
Puck.

MfG

Michael S

Hallo,

Hallo zurück

kürzlich war ein Herr von dem großen Versicherer bei uns im
Betrieb, der mit A anfängt und mit Z aufhört.
Er „informierte“ über die betriebliche Altersvorsorge, hier
die A…z-Pensionskasse.
Rechenbeispiel: Monatlicher Gesamtbeitrag 50 €. Zeitraum: 31
Jahre (bis zum 65. Lebensjahr). Im Erlebensfall dann
lebenslange Garantierente von 101,74 € (Garantiekapital 24.308
€). Die Mondzahlen mit Überschußbeteiligung lasse ich jetzt
mal weg.
Das mit dem Beitrag ist ja wohl irgendwie steuerfrei, dafür
zahle ich (wenn ich mit meiner Gesamtrente über den Freibetrag
komme) hintenraus dann Steuern.
Mich interessiert: „Loht“ sich das? Wie errechne ich den
effektiven „Rendite-Zinssatz“ (kriege das mit dem Zinseszins
nicht hin).

Fraglich ist, was man unter effektivem Rendite-Zinssatz versteht - den des A…z-Produktes ansich, oder den persönlichen. Letzterer ist der interessante und dieser lässt sich leider nur unter Annahmen schätzen. Der Grenzsteuersatz während der Einzahlungsphase ("was spare ich an Steuern durch die Beiträge?), die Behandlung der Beiträge mit Sozialabgaben („bin ich unter der Beitragsbemessungsgrenze und spare auch Sozialabgaben?“ „gilt dies auch nach 2008?“) und das gleiche unter anderm Vorzeichen während der Leistungsphase sind u.A. zu betrachten.

Durch die Umwandlung eines Teils des Bruttogehalts
zahle ich ja dann auch weniger in die gesetzliche RV, oder?

Wenn man nicht sowieso über der Beitragsbemessungsgrenze (auch nach Umwandlung) verdient ist das zur Zeit so.

Gibt es - wenn man schon sowas macht - bessere Anbieter?

Nun, es gibt selbstverständlich andere Anbieter. Ob diese besser sind hängt davon ab, was man unter besser versteht: Laut Tarif höher Leistungen? Höhere Ablaufleistungen in Vergangenheit oder als Prognose? Solidere Unternehmenskennzahlen?..
„Problem“ ist, das der Arbeitgeber sich den Anbieter aussuchen kann und man ihn auch bei Gehaltsumwandlung nicht „zwingen“ kann, einen anderen Anbieter zu wählen…

Oder
sollte man die private Altervorsorge ganz anders angehen?

Das kommt auf die persönliche Situation an. Betriebliche Altersversorgung kann steuerlich durchaus interessant ein, Gruppentarife sind privat vielleicht so auch nicht zu bekommen, auf der anderen Seite muss man oft mit Anbieter- und Durchführungswegewahl seines Arbeitgeber leben, hat eingeschränktere Möglichkeiten, sein eingezahltes Geld zu vererben (man ist überhaupt unflexibler), hat unter Umständen auf Leistungen später Krankenversicherungsbeiträge zu zahlen (unabhängig davon, ob man solche in der Einzahlungsphase überhaupt gespart hat - das verringert unter Umständen erheblich die Rendite) usw.
Als Arbeitslosengeld-II-Empfänger hat man eine gute Sicherheit, dass seine Altersversorgung erhalten bleibt - allerdings kommt man auch selbst vorher nicht an das Geld ran.
Man könnte das noch weiter spinnen…

Wichtig ist aber unabhängig von Rendite-, Steuer-, Anbieter- oder Durchführungswegbetrachtungen, überhaupt etwas fürs Alter zu tun. Vielen fällt es sicher leichter damit zu leben, etwas weniger Nettogehalt zu haben, als vom erhaltenen Nettogehalt stets etwas fürs Alter wegzulegen.

Danke schonmal,
Puck.

Gerne doch,
Thomas