Hallo Denis,
Hallo Zusammen,
ich habe ein Angebot für die fondsorientierte Betriebsrente
mit Garantiefond von ASPECTA Leben (VL MAXX.invest) erhalten.
Nun bin ich mir nicht sicher, ob das Angebot sich lohnt. Ich
frage mich, ob solche Versicherungen lohnenswert sind oder es
andere gute Alternativen gibt?
Die Beantwortung dieser Frage ist in etwa so umfangreich wie die Diskussion, welches Glaubensbekenntnis das richtige ist. Und leider aufgrund der wenigen bekannten Daten (Familienstand, persönliche Verhältnisse, Alter, Versorgungsziele, etc.) auch genauso wenig defintiv zu beantworten.
Somit kann man an dieser Stelle nur sagen:
JA, häufig lohnt sich eine Betriebliche Altersvorsorge
und
JA, es gibt selbstverständlich Alternativen (was in Anbetracht von einigen Hundert unterschiedlicher Tarife auch nicht allzu sehr verwundert).
Durch diese Versicherung
bekommt man vom Arbeitgeber die VWL
nur der Klarheit halber: Ob man/frau VWL bekommt, hängt in erster Linie nicht von der Einrichtung einer BAV ab, sondern ist tarif- oder einzelvertraglich geregelt.
und dazu werden die
Beiträge vom Brutto abgerechnet, sodass sich der Nettobetrag
nicht so gravierend ändert.
Ich wollte auch wissen, welche Kosten entstehen durch die
Abschließung solcher Verträge. Abschlußgebühr oder noch andere
Kosten?
Falls hiermit gesonderte Kosten, die man noch mal quasi „extra“ bezahlen muss (wie z.B. der Ausgabeaufschlag bei Fonds), gemeint sind: nein, diese entstehen nicht.
Aber selbstverständlich sind in den Beiträgen zur BAV neben dem Anlage-und ggf. Risikoanteil auch Kosten enthalten (für Provisionen, Verwaltung, etc.). Diese werden entweder auf den Beginn der Laufzeit des Vertrages konzentriert (sog. „gezillmerte“ Tarife) oder verteilen sich über einen längeren Zeitraum (analog zu oben: „ungezillmerte“ Tarife).
Dann ist mir auch nicht so klar, was mit der
Höchststand-Garantie gemeint ist?
Bei einem Produkt wie dem hier genannten erfolgt die Anlage der Beiträge in Investmentfonds. Diese können natürlich je nach Struktur (Renten-, Misch-, Aktienfonds, etc.) auch in ihrer Wertentwicklung schwanken. Eine Höchststandsgarantie verhindert, dass der Wert eines Fondsanteils wieder unter einen einmal erreichten Stand fällt.
Bsp.: der Fondsanteil liegt beim Kauf am 01.10. bei 100,- €. Am 01.11. ist er auf 105,- € geklettert. Obwohl er am 01.12. wieder auf 102,- € gefallen ist, erhält der Kunde die Garantie, im Falle des Ablaufs mind. die 105,- € zu erhalten.
Hinweis: Meines Wissens (Achtung: subjektiver Kenntnisstand) bietet der genannte Tarif aber keine Höchststands-, sondern eine Beitragserhaltungsgarantie. Dies ist etwas Anderes. Hier werden mir - wie der Name schon sagt - „lediglich“ die Auszahlung meiner Beiträge zum Ablauf garantiert.
Zu allerletzt: Worauf muss
ich bei Abschluß solcher Verträge achten?
Womit wir wieder bei der o.g. Endlosdiskussion wären. Wozu soll man hier aus der Entfernung, ohne Detailkenntnisse der individuellen Umstände raten? Höchstens: einen kompententen, vertrauenswürdigen Fachmann suchen, der Fragen objektiv beantwortet (ohne durch die rosarote Verkaufsbrille zu schauen). Und DANN eine Entscheidung treffen.
Jede Antwort ist willkommen!!!
Vielen Dank und viele Grüße,
Denis
Viele Grüße
Frank Hackenbruch