Betriebssystem und Taktfrequenz

Hallo,

ich habe in meinem Notebook einen Athlon 64 mit 2 GHz Taktfrequenz. Aus mir unbekannten Gründen, wird die Taktung - auch im Netzbetrieb! - auf 800 MHz vom OS gedrosselt (egal welches OS). Ich arbeite standardmäßig mit W2K (SP3). Für WinXP, das bei mir nur nebenbei installiert ist, gibt es ein nettes Tool namens speedswitch, mit ich die " max. performance" des Prozessors einstellen kann, danach läuft er also mit 2Ghz. Wenn ich XP dann runter fahre und das System mit W2K neustarte, habe ich auch unter W2K die „max. performance“. Starte ich hingegen unmittelbar (ohne Umweg über WinXP) mein W2K bekomme ich immer nur 800 MHz.

Gibt es auch für W2K so ein nettes Tool oder eine andere Einstellung, um auch dort standardmäßig mit der max. performance arbeiten zu können? Der dauernde Umweg über WinXP wird mir langsam lästig.

Gruß,
Raúl

Hallo Raul,

ich habe in meinem Notebook einen Athlon 64 mit 2 GHz
Taktfrequenz. Aus mir unbekannten Gründen, wird die Taktung -
auch im Netzbetrieb! - auf 800 MHz vom OS gedrosselt (egal
welches OS). Ich arbeite standardmäßig mit W2K (SP3). Für

Vielleicht ganz einfach, weil das Notebook bzw. das Betriebssystem und die von Dir gestarteten Programme gar nicht volle 2 GHz benoetigen und das Bios dann ganz einfach die CPU drosselt. Das ist auch bei Netzbetrieb sinnvoll, denn warum sollte man mehr Ressourcen zur Verfügung stellen, als angefordert wird? Schliesslich wirkt es sich ja auf die elektrische Leistungsaufnahme aus, also Akkuladung oder eben bei Netzbetrieb mindestens auf Deine Stromkosten, elektr. verbratene Leistung bzw. hoehere Taktung erhoeht die Temperatur der CPU, eine stärkere Lüftung wird erforderlich, die mit Sicherheit hörbarer und damit störender wird. Warum sollte sich ein Anwender unnützen Lüfterkrach antun?

Was passiert denn, wenn Du unter W2K zunaechst nur 800 MHz siehst, dann aber ein mächtiges Grafikprogramm startest mit möglichst platzfressenden Bildern, eine CD/DVD kopierst und ein abgefahrenes 3d-Spiel spielen willst? Versuche es einmal so oder so aehnlich, dann sollte auch unter W2K das Notebook den CPU-Takt erhoehen, versuche es auch unter WinXP.

WinXP, das bei mir nur nebenbei installiert ist, gibt es ein
nettes Tool namens speedswitch, mit ich die " max.
performance" des Prozessors einstellen kann, danach läuft er
also mit 2Ghz. Wenn ich XP dann runter fahre und das System
mit W2K neustarte, habe ich auch unter W2K die „max.
performance“. Starte ich hingegen unmittelbar (ohne Umweg über
WinXP) mein W2K bekomme ich immer nur 800 MHz.

Gilt das auch fuer die Option, dass Du WinXp ganz runter faehrst und anschliessen vollkommen neu W2K startest oder nur, wenn Du unter WinXP nur einen Neustart durchfuehrst, aber W2K booten laesst?

Gibt es auch für W2K so ein nettes Tool oder eine andere
Einstellung, um auch dort standardmäßig mit der max.
performance arbeiten zu können? Der dauernde Umweg über WinXP
wird mir langsam lästig.

Warum? Merkst Du denn Einschränkungen? Für was benutzt Du Dein Notebook? Wenn es nur Office, Musik und Netzwerk ist, einige Spielereien, dann sollten auch 800 MHz mehr als genug sein.

Auch mein Notebook laeuft auch unter Netzbetrieb fast ausschliesslich unter Linux 2.6.x KDE 3.3 und allerhand Office sowie unter WinXP nur mit 600 MHz, statt mit 1.5 GHz Centrino Dothan.

viele gruesse, peter

Hallo Raúl,

Lego hat schon fast alles beschrieben.

Probleme, bzw. Performance-Verluste hast du erst wenn deine Systemauslastung auf 100% springt und dabei die CPU nicht in den nächsten Gang schaltet. :wink:

Wenn du keine 100% Auslastung hast, bedeutet der höhere CPU-Takt nur, dass alles wärmer wird und die CPU „schneller“ auf deinen Tastendruck warten kann …

MfG Peter(TOO)
P.S. Dass der Leerlaufprozess scheinbar die ganze Prozessorleistung „verbrät“ ist normal, deshalb hat er auch diesen Namen.

Hallo Peter,

erstmal vielen Dank für die ausführliche Antwort.

hoehere Taktung erhoeht die
Temperatur der CPU, eine stärkere Lüftung wird erforderlich,
die mit Sicherheit hörbarer und damit störender wird.

Ich habe ein Notebook von HP, das als Desktopersatz ausgelegt ist. Die Lüftungsgeräusche sind selbst, wenn die Lüftung mal anspringt, harmlos. Man kann das Teil auch nachts laufen lassen und dabei problemlos durchschlafen.

Was passiert denn, wenn Du unter W2K zunaechst nur 800 MHz
siehst, dann aber ein mächtiges Grafikprogramm startest mit
möglichst platzfressenden Bildern, eine CD/DVD kopierst und
ein abgefahrenes 3d-Spiel spielen willst? Versuche es einmal
so oder so aehnlich, dann sollte auch unter W2K das Notebook
den CPU-Takt erhoehen

Es passiert gar nichts. Ich lasse mir von CrystalCPUID die „Prozessorgeschwindigkeit“ anzeigen und wenn ich irgendwas Speicher fressendes aufrufe/ausführe schaltet die CPU nicht hoch, sie bleibt bei max. 800 MHz

versuche es auch unter WinXP.

WinXP läuft bei mir dermaßen langsam (liegt als drittes OS auf meinem System am äußersten Rand der Festplatte), daß Geschwindigkeitstest insoweit leider nicht ausführbar sind.

Gilt das auch fuer die Option, dass Du WinXp ganz runter
faehrst und anschliessen vollkommen neu W2K startest

Ja, wenn ich XP ganz runterfahre und W2K anschließend ganz neu starte, bekomme ich dort auch nur max. 800 MHz.

Warum? Merkst Du denn Einschränkungen?

Leider, deshalb nervt es ja allmählich. Auch im Office-Bereich sind Unterschiede spürbar, bei Video- und Musikbearbeitung sowieso.

Wenn es nur Office, Musik und Netzwerk ist, einige
Spielereien, dann sollten auch 800 MHz mehr als genug sein.

Da bin ich nicht ganz Deiner Meinung. Ich habe umfangreiche Excel-Tabellen (ca. 8 MB) mit großen Makros. Mit 2 GHz sind die nach zwei sec. fertig, bei nur 800 MHz brauchen die Makros 8-10 sec. Wenn man zügig arbeiten will, ist das ausgesprochen lästig (von dem deutlich längeren Flimmern am Bildschirm mal ganz abgesehen).

Auch mein Notebook laeuft auch unter Netzbetrieb fast
ausschliesslich unter Linux 2.6.x KDE 3.3 und allerhand Office
sowie unter WinXP nur mit 600 MHz, statt mit 1.5 GHz Centrino
Dothan.

Was ja auch Sinn macht, weil Centrinos reine Notebook-CPUs sind und bei voller Leistung reichlich heiß werden und ordentlich Krach machen.
Dafür, daß mein Athlon eigentlich eine Desktop-CPU ist, ist der im NB verdammt leise und nicht so der Stromfresser wie man eigentlich meinen sollte. Halt sehr gut verbaut.

Danke nochmal und schönen Gruß,
Raúl

Hallo Peter (TOO),

Probleme, bzw. Performance-Verluste hast du erst wenn deine
Systemauslastung auf 100% springt und dabei die CPU nicht in
den nächsten Gang schaltet. :wink:

Jau, und genau das passiert bei mir ja gerade. Auch bei hohen Systemauslastungen schaltet die CPU keinen Gang hoch, die Taktung bleibt bei max. 800 MHz.

Wenn du keine 100% Auslastung hast, bedeutet der höhere
CPU-Takt nur, dass alles wärmer wird und die CPU „schneller“
auf deinen Tastendruck warten kann

Habe ich bislang keinen entscheidenden Nachteil durch.

Danke und schönen Gruß,
Raúl

Hallo Raúl,

Probleme, bzw. Performance-Verluste hast du erst wenn deine
Systemauslastung auf 100% springt und dabei die CPU nicht in
den nächsten Gang schaltet. :wink:

Jau, und genau das passiert bei mir ja gerade. Auch bei hohen
Systemauslastungen schaltet die CPU keinen Gang hoch, die
Taktung bleibt bei max. 800 MHz.

Hast du dir schon einmal überlegt wie alt Win 2000 ist und seit wann es deinen Centrino gibt ??
Hast du schon einmal beim Hersteller des Computers nachgesehen ob der einen Treiber hat, welche diese neuere CPU auch versteht, bzw. mit den neuen Features etwas anfangen kann ??

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter (TOO),

Hast du dir schon einmal überlegt wie alt Win 2000 ist und
seit wann es deinen Centrino gibt ??

Ist wie gesagt kein Centrino sondern ein Athlon 64 Prozessor. Er funktioniert ja auch mit max. performance (sowohl mit dem alten W2K als auch mit XP) aber halt erst, wenn er unter WinXP mit dem Tool speedswitch auf die max. performance hochgetaktet (NICHT übertaktet!) wurde.

Hast du schon einmal beim Hersteller des Computers nachgesehen
ob der einen Treiber hat, welche diese neuere CPU auch
versteht, bzw. mit den neuen Features etwas anfangen kann ??

Das habe ich jetzt nicht verstanden. Der Prozessor ist standardmäßig in dem Notebook verbaut, wozu sollte ich mir da einen Treiber von dem Hersteller (HP) zusätzlich besorgen?

Gruß,
Raúl

Hallo Raúl,

Ist wie gesagt kein Centrino sondern ein Athlon 64 Prozessor.
Er funktioniert ja auch mit max. performance (sowohl mit dem
alten W2K als auch mit XP) aber halt erst, wenn er unter WinXP
mit dem Tool speedswitch auf die max. performance hochgetaktet
(NICHT übertaktet!) wurde.

Hast du schon einmal beim Hersteller des Computers nachgesehen
ob der einen Treiber hat, welche diese neuere CPU auch
versteht, bzw. mit den neuen Features etwas anfangen kann ??

Das habe ich jetzt nicht verstanden. Der Prozessor ist
standardmäßig in dem Notebook verbaut, wozu sollte ich mir da
einen Treiber von dem Hersteller (HP) zusätzlich besorgen?

WIndows 2000 ist über 5 Jahre alt, dein Athlon 64 existiert seit etwa einem halben Jahr.
Was denkst woher die Entwickler von Win 2000 gewusst haben sollen, wie bei einem Athlon 64 der Takt umgeschaltet wird ???
Dämmert dir da langsam etwas ???

Damit Win 2000 etwas von den Erweiteungen des Athlon 64 versteht, müsste da ein Update her …

MfG Peter(TOO)

Moin,

WIndows 2000 ist über 5 Jahre alt, dein Athlon 64
existiert seit etwa einem halben Jahr.
Was denkst woher die Entwickler von Win 2000 gewusst haben
sollen, wie bei einem Athlon 64 der Takt umgeschaltet wird
???

Vielleicht weil es dabei Standards gibt, die sich nicht verändert haben? Übrigens XP ist gerademal ein Jahr jünger als mein W2K.

Damit Win 2000 etwas von den Erweiteungen des Athlon 64
versteht, müsste da ein Update her …

Etwa 90% der neuen PC’s sind mit Prozessoren versehen, die (weit) jünger sind als das OS. Müssen sich nun 90% der Käufer erst einmal Updates ihres OS besorgen, um ihre CPU ausreizen zu können?

Raúl

Hallo Raúl,

WIndows 2000 ist über 5 Jahre alt, dein Athlon 64
existiert seit etwa einem halben Jahr.
Was denkst woher die Entwickler von Win 2000 gewusst haben
sollen, wie bei einem Athlon 64 der Takt umgeschaltet wird
???

Vielleicht weil es dabei Standards gibt, die sich nicht
verändert haben?

Tja, abwärtskompatibel. MS-DOS läuft noch immer auf einem aktuellen PC allerdings mit angezogener Handbremse, MD-DOS läuft dann ganz normal im 8-Bit-Modus. Aber versuche einmal Win 2k auf einem 80286er zu starten.

Übrigens XP ist gerademal ein Jahr jünger als

mein W2K.

Es geht ja nicht darum wann du es gekauft hast sondern wann es entwickelt wurde.

Damit Win 2000 etwas von den Erweiteungen des Athlon 64
versteht, müsste da ein Update her …

Etwa 90% der neuen PC’s sind mit Prozessoren versehen, die
(weit) jünger sind als das OS. Müssen sich nun 90% der Käufer
erst einmal Updates ihres OS besorgen, um ihre CPU ausreizen
zu können?

JA, Auch Win XP benutzt keinen einzigen der 64-Bit-Befehle deines AMD-64 !!! Erst wenn du XP-64, welches extra für 64-Bit CPUs angepasst wurde, installierst muss dein AMD-64 richtig arbeiten. Aber XP-64 ist gerade erst dieser Tage rausgekommen, oder sollte es rauskommen ??

Zudem solltest du schon alleine wegen der ganzen Bug und Löcher in Win die Updates installieren.

Wir haben auf 80286, 80386, 80486 und den ersten Pentium DOS laufen gehabt, weil es von MS nich gab was für diese Prozessoren wirklich gemacht wurde. Erst Win95 und etwas länger Win NT, ünterstützte das Flat-Memory-Model, welches mit dem 80386 hardware-mässig eingeführt wurde. Als Win95 eingeführt wurde, war die erste Pentium-Generation gerade aktuell !!

MfG Peter(TOO)