Betriebsübernahme

Hallo.
Mein Freund hat die Möglichkeit den Maler - Betrieb in dem er jetzt arbeitet zu übernehmen. Ich wollte mal fragen, ob jemand vielleicht ne Ahnung hat was so eine Übernahme kostet? Und mit welchen weiteren kosten man rechnen muss? Mitarbeiter muss er nicht übernehmen, da der andere Geselle in rente geht und sonst keiner mehr da ist. Ist ein kleiner Betrieb. Den Betrieb würde in 3 Jahren 100jähriges Jubiläum feiern. Die Betriebsübernahme entsteht durch einen Todesfall. Das er den Meister machen muss ist klar.

Wäre uber antworten Dankbar.

Hallo Daniela,

also es gibt eigentlich keine festen Zahlen für die Kaufpreise von Unternehmen. Es sind diverse Faktoren zu berücksichtigen aus denen dann häufig ein Wert abgeleitet wird. Wie hoch waren die letzten Jahresumsätze / Jahresgewinne, wie war die Tendenz, wie groß ist der aktive Kundenstamm, welchen Ruf hat der Name des Unternehmens, wie ist die Konkurrenzsituation, gibt es Maschinen, Anlagen, Fahrzeuge (deren Wert lässt sich ermitteln)usw.

Ich habe Bekannte die haben ihren kleinen Dienstleistungsbetrieb für 3 Jahresumsätze verkauft - aber wie gesagt alles sehr individuell und von dem konkreten Fall abhängig.

Vieleicht hilft Dir das ein wenig.

Gruß
Frank

also es gibt eigentlich keine festen Zahlen für die Kaufpreise
von Unternehmen. Es sind diverse Faktoren zu berücksichtigen
aus denen dann häufig ein Wert abgeleitet wird. Wie hoch waren
die letzten Jahresumsätze / Jahresgewinne, wie war die
Tendenz, wie groß ist der aktive Kundenstamm, welchen Ruf hat
der Name des Unternehmens, wie ist die Konkurrenzsituation,
gibt es Maschinen, Anlagen, Fahrzeuge (deren Wert lässt sich
ermitteln)usw.

Nun ja, also ich denke man muss hier in diesem Fall nicht die großen Kenntnisse des Investmentbanking oder der Unternehmensberatung herauskramen, wenngleich Frank natürlich nichts Falsches geschrieben hat. Interessant wäre aber vielleicht noch die Rechtsform des Unternehmens gewesen.

In dem hier vorliegenden Fall denke ich aber, ist der schon erwähnte Kundenstamm der größte „Werttreiber“ in dem kleinen Unternehmen. Ich weis aber auch nicht, ob es noch andere, materielle Güter gibt (Gebäude, Firmenwagen, etc.)
Dennoch ist der Kundenstamm erfahrungsgemäß in kleineren Handwerksbetrieben der größte „Werttreiber“.

Der Preis ist letztlich -gerade in diesem Fall- reine Verhandlungssache. Einem Bekannten ist mal Ähnliches mit einem Unternehmen für Sanitär- und Heizungsbau passiert. Allerdings hat er das Unternehmen zwar übernommen, jedoch ist der Vorbesitzer bzw. sind die Angehörigen ebenfalls noch im Unternehmen geblieben (mit einer kleineren Beteiligung) und wurden auch an späteren Gewinnen beteiligt. Somit war dann auch der Kaufpreis nicht sooo hoch, da die Altgesellschafter immer noch mitverdient haben. Nach ein paar Jahren sind diese dann vollständig aus dem Unternehmen ausgeschieden.

Aber noch ein Tipp: Bei so einer Unternehmensübernahme spielen auch immer steuerliche Aspekte eine Rolle, wodurch eine Hinzuziehung eines Steuerberaters sicher angebracht ist. In aller Regel hat der auch mit Unternehmenskäufen zutun und kennt sich dort aus.