Betrug?

Halli hallo!

Mal angenommen, eine Frau XY (ca. 55 J.) ist Mieterin einer Wohnung.
XY ist arbeitsunfähig und bezieht Frührente; da XY aber nie wirklich gearbeitet hat und die Rente eher gering ausfällt, werden die Mietkosten vom Sozialamt (?) übernommen.

Frau XY hält sich aber seit etlichen Jahren ausschließlich im Haushalt ihrer Mutter auf, kommt nur sehr selten (5x im Jahr?) in ihre eigene Wohnung (zum Putzen).
Warum XY ihre eigene Wohnung überhaupt noch hat, ist unbekannt.

Frau XY hat zwar keinen direkten finanziellen Vorteil, da die Miete vom Amt direkt an den Vermieter gezahlt wird, aber nun meine Frage:

Es wurde ja in den letzten Jahren eine hohe Mietsumme quasi unnötig gezahlt, da XY die Wohnung ja eigentlich nicht braucht.
Ist das so noch rechtens? Oder Erschleichung von Leistungen? Oder nur moralisch verwerflich?

Wäre das überhaupt für irgendjemand von Interesse? Sozialamt? Vermieter?..

Gruß Dani

PS.: Es geht mir nicht darum, jemanden anschei… zu wollen, rein nur um eine objektive Beurteilung der Situation von sachlichem Interesse!

Hi,
natürlich ist das Betrug, denn warum sollte das Sozialamt Unterkunftskosten für eine nicht bewohnte Wohnung übernehmen? Außerdem stünde der Person dann nur der Regelsatz für Haushaltsangehörige zu, nicht aber der für einen Haushaltsvorstand.

Falls die Mutter auch noch in einer anderen Stadt wohnt, käme noch hinzu, dass die Kommune, in der die leerstehende Wohnung ist, gar nicht zahlen müsste, weil sie örtlich nicht zuständig ist.

Gruß
Nelly

Hallo!

natürlich ist das Betrug, denn warum sollte das Sozialamt
Unterkunftskosten für eine nicht bewohnte Wohnung übernehmen?

Juristische Argumentation sieht aber schon ein wenig anders aus…

… auf den ersten Blick ist hier eine Bereicherungsabsicht nicht zu erkennen, denn der Vermieter kann mit der Wohnung nichts anderes anfangen und erhält somit sein Geld zu Recht.

Und niemandem, auch keinem ALG-II-Empfänger, darf vorgeschrieben werden, wie lange er sich in seiner Wohnung aufzuhalten hat.

Es drängt sich aber der Verdacht auf, dass hier eine real existierende Bedarfsgemeinschaft verschleiert werden soll. Wenn die Person bei ihrer Mutter ein eingerichtetes Zimmer hat, sich die Post dorthin schicken lässt und ähnliche Indizien vorliegen, dann könnte der Tatbestand des Betruges erfüllt sein, allerdings richtet sich der Vorsatz dann nicht auf die Miete, sondern auf den Regelsatz, den man höchstwahrscheinlich nicht in voller Höhe bekäme, gäbe man die realen Lebensverhältnisse an.

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Huhu!

Wäre das überhaupt für irgendjemand von Interesse?
Vermieter?..

Eine Wohnung, für die jeden Monat pünktlich Miete bezahlt wird, in der niemand wohnt, aber trotzdem regelmäßig nach dem Rechten sieht - gibt es einen schöneren Traum für Vermieter?

Hallo!

Eine Wohnung, für die jeden Monat pünktlich Miete bezahlt
wird, in der niemand wohnt, aber trotzdem regelmäßig nach dem
Rechten sieht - gibt es einen schöneren Traum für Vermieter?

Einerseits schon, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Wohnung im Winter geheizt wird, und das ist glaub ich nicht so gut… und ich kann mir vorstellen dass sich bei geschätzten 5 Putzdurchgängen im Jahr auch so manche Tierchen wohl fühlen könnten?!

Gruß Dani

Hallo!

Es drängt sich aber der Verdacht auf, dass hier eine real
existierende Bedarfsgemeinschaft verschleiert werden soll.

Der Verdacht hat sich mir auch schon aufgedrängt…

sich die Post dorthin schicken lässt

Die Post kommt ziemlich sicher bei der eigenen Wohnung an, aber ob das was zu sagen hat weiß ich nicht!

Gruß Dani