Hallo,
ich habe hier einen fiktiven Fall und würde aus reinem Interesse gerne wissen, wie hier die Rechtslage sein könnte.
Ein angeblich privater Verkäufer bietet ein Auto mit 70.000km an. Der Interessent sieht sich das Fahrzeug an und möchte es gerne kaufen. Der Verkäufer versichert -und das auch schriftlich, dass das Fahrzeug lediglich 70.000km drauf hat.
Der Käufer findet durch Zufall ca. 2 Monate später ein Serviceheft unter der Rückbank wo drin steht „Letzter Service bei 187.000“ km.
Der Verkäufer hat zudem seine Papiere gefälscht und hat seine Frau als Verkäuferin angeben. Es war ein ausländischer Name auf dem Pass, der Käufer hat das nicht bemerkt.
Welche Option hat der Käufer nun und sollte welche auch wahrnehmen? Gleich zur Polizei und Anzeige oder erst noch einmal mit dem Verkäufer Kontakt aufnehmen, welcher mittlerweile z.T. in Frankreich lebt.
Gruß
Welche Option hat der Käufer nun und sollte welche auch wahrnehmen?
Das hängt davon ab, was der Käufer erreichen will. Will er eine Straftat ahnden lassen, will er einen zivilrechtlichen Ausgleich oder beides ?
Hallo Nordlicht,
der Käufer möchte am liebsten das Auto zurückgeben und sein Geld bekommen. Der Käufer ist aber ein wirklich sehr sehr armer Student der gerade mal 50,- im Monat über hat. Was könnte eine solche Person tun, in diesem fiktiven Fall ?
LG
Huhu!
der Käufer möchte am liebsten das Auto zurückgeben und sein
Geld bekommen. Der Käufer ist aber ein wirklich sehr sehr
armer Student der gerade mal 50,- im Monat über hat. Was
könnte eine solche Person tun, in diesem fiktiven Fall ?
Zehn von den 50 Euro abknapsen und zum nächsten Anwalt tragen. Der macht dann alles Weitere.
Was heißt eigentlich „lebt z. T. in Frankreich“? Organhandel?
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Hi,
damit der Käufer nicht noch einmal beim Autokauf so auf die Nase fällt, sollte er mindestens folgendes beachten:
- Nicht nur KM-Stand auf dem Tacho anschauen, sondern auch mal in das Serviceheft und in die evtl. beiliegenden Service-Rechnungen.
- Auch wenn Teile wie z. B. der Schaltknauf oder die Pedale bei angeblich niedriger Laufleistung extrem abgenutzt sind, könnte das ein Hinweis auf einen falschen KM-Stand sein.
- Falls keine Möglichkeit zum Kopieren besteht, sollte man sich doch den Namen des Verkäufers aus dem Pass plus Passnummer und den ausstellenden Staat irgendwo vermerken.
Und zu guter letzt kann ich nur raten, bei vor KfZ-Kauf einen Gebrauchtwagencheck durchführen zu lassen. Kostet zwar ein wenig Geld, aber ist doch besser, als wenn man reinfällt.
Gruss,
Julia