Hallo Michael!
Die Überschrift hab ich geändert, weil ich keine Spur von Betrug erkenne.
Der Käufer war auch in Zugzwang, weil er unbedingt ein Auto :brauchte.
Der Fall kann sich nicht in Deutschland abgespielt haben. Muß in einem fernen Land gewesen sein, wo es nur einen Autohändler gibt, der seine Monopolstellung gnadenlos ausnutzt. Hierzulande gibt es Gebrauchtautos an jedem Ort von Händlern, die jedem Käufer eigentlich die Füße küssen müßten, weil das Geschäft schwierig, der Absatz schleppend geworden ist. Eines der zahllosen Gebrauchtautos zu kaufen, dauert wenig länger, als TÜV oder Dekra für einen Gebrauchtwagencheck benötigen. Kurz: Zugzwang in der Weise, daß jemand eine Notlage ausnutzen kann, lag nicht vor.
Das Auto wurde für 7700,-- gekauft. Bei der Durchsicht der
apiere, :wurde ein Versicherungsvertrag gefunden in dem als :Neupreis 8000,-- ausgewiesen wurde.
Was kann der Käufer tun?
Der Käufer kann den Fall unter Erfahrung buchen.
Ich denke für ein 6 Jahre altes Auto nur 300,-- Euro
Nachlass zu geben, ist mehr als unverschämt.
Beispiel (gar nicht so sehr weit weg von mancherorts üblichen Gepflogenheiten): Ein Händler verlangt Eintritt für seine Verkaufsräume. Drinnen Musik, Schnittchen und Getränke. Der billigste Gebrauchtwagen (genau das gleiche Modell, das du für 7.700 € gekauft hast) kostet 77.000 €. Der Kaufvertrag wird mit Füller unterschrieben, statt mit einem prolligen Kuli und die junge Frau, die den Schlüssel überreicht, ist ausgesprochen attraktiv. Außerdem ist der nächste Eintritt beim nächsten Kauf frei. Kann man von Betrug reden, ist überhaupt irgendwas angreifbar? Solange niemand mit Gewalt zur Unterschrift gezwungen wird, ist alles in bester Ordnung.
Dem Verkäufer sollte man schon auf die Finger klopfen…
Auf keinen Fall!
zumal er die Zwangslage scheinbar (nicht nachweisbar) ausgenutzt hat.
Wer von jetzt auf gleich ein Fahrzeug braucht, nimmt ein Taxi oder einen Mietwagen. Wer ein Auto kaufen will, muß sich die Zeit dafür nehmen, hat aber einen Käufermarkt mit praktisch beliebig großer Auswahl. Eine Zwangslage, die es zwingend machte, unbedingt jetzt und alternativlos nur von diesem Händler ein Auto zu kaufen, gab es nicht.
Gruß
Wolfgang