Hallo,
Hallo!
Ich habe mal 1988 (!) einen Vertrag abgeschlossen, eine Ausbildung zu einem Heilberuf per Fernstudium zu machen.
Nachdem ich mich angemeldet hatte, bekam ich in meinem zeitgleich eröffneten Gewerbe soviel zu tun, dass ich keine Zeit mehr hatte, das Studium überhaupt anzufangen. Ich rief dort an, erklärte die Sachlage und schickte alles postwendend zurück, in der Annahme, damit ist die Sache erledigt.
Ich erhielt weiterhin regelmäßig den Rundbrief, auch auf mehrfachen Hinweis, dass ich nicht mehr dabei bin, erhielt ich weder antwort noch Einstellung der Rundbriefe.
Alle Anschreiben, Telefonate liefen auf ein „ok“ hinaus, aber ich erhielt nie ein offizielles Schreiben, dass alles erledigt sei. Alle meine Schreiben waren (natürlich*grummel*) ohne Einschreiben, ohne Nachweismöglichkeit.
Ergo wurde ich dort Karteileiche, vergaß die Sache und bekam eines schönen Tages Jahre später böse Post (natürlich 2 Tage vor Ablauf der Verjährungsfrist).
Lange Rede kurzer Sinn, ich saß es aus und was ist das Ende vom Lied? Heute bezahle ich einem Inkassounternehmen 3.500,00€ für ursprüngliche 4.000,00DM!
Mein Fazit ist: Auf keinen Fall aussitzen, das wird extrem teuer! Lieber einmal zum Anwalt gehen, sich beraten lassen und 100€ für einen passenden Brief bezahlen. Ist billiger und schont die Nerven!!!
Ausserdem gibt (gab) es eine Gesetzeslücke, auf die viele unseriöse Unternehmen aufgesprungen sind. Wenn du ein Werbeschreiben erhälst, in welchem angekündigt wird, dass du in (sagen wir mal) 2 Wochen nach Erhalt dieses Schreibens ein Abo für eine Zeitung zugestellt bekommst, es sei denn, du antwortest und lehnst die Zustellung ausdrücklich ab, bist du einen rechtswirksamen Vertrag eingegangen und vertragsgebunden. Aus diesem Vertrag kommst du nur mit einer ordentlichen Kündigung wieder raus, da es sich um eine stillschweigende Zustimmung der Vertragsklauseln handelt.
Ich weiß, dass es diese Fälle gegeben hat, ob das inzwischen geändert wurde, weiß ich nicht. Aber vielleicht bist du auch einer solchen Sache aufgesessen. Jedenfalls würde ich es auf keinen Fall aussitzen, denn die CR ist eine der härtesten Inkassounternehmen, die ich kennengelernt habe ( sagt auch meine Anwältin, die die 3.500 € für mich durchgekämpft hat), und die interessiert es null, ob du im Recht bist oder warst, oder ob eine betrügerische Geschichte dahinter steht.
ich habe mal folgende theoretische Frage:
Angenommen jemand bekommt am 1.7.05 ein Schreiben eines
Inkassounternehmens, dass einen Betrag um 20€ fordert + ca. 10
Mahngebühren und ca 50 € Inkassogebühren.
Diese Person soll einen Artikel (geliefert am 1.9.04) nicht
bezahlt haben und nicht auf eine Mahnung reagiert haben. Jetzt
nehmen wir mal an, dass dieser jemand selbigen Artikel (in
Briefform) unverzüglich zurückgesendet hat (natürlich nicht
per Nachname) und auch schon früher (z.B. am 1.1.04 und noch
früher) Artikel des selben Versandhauses bekommen und umgehend
wieder zurückgesendet hat.
Dieser jemand hat allerdings nie etwas bei diesem Versandshaus
bestellt (oder kann sich zumindest dessen nicht entsinnen).
Weiter nehmen wir an, die erste Lieferung kam mit einem
Begleitschreiben, welches ihn zu einer Mitgliedschaft in einem
„Club“ begrüsst hat, bei der er sich bereit erklärt haben
soll, regelmässig etwas zu kaufen. Natürlich hat Jemand
daraufhin (ohne sich bewusst zu sein, jemals etwas bestellt zu
haben) entsprechend des Begleitschreibens gleich wieder
gekündigt (allerdings auch schriftlich ohne Einschreiben), um
allen weiteren Ärger mit dem Unternehmen zu vermeiden. (Als
die folgenden Lieferungen kamen hat er sie aus dem selben
Grund gleich zurückgeschickt.)
Wie sollte sich der ‚Kunde‘ in diesem Falle verhalten?
- Nicht reagieren?
- Warten auf das Schreiben vom Staatsanwalt?
- Oder etwa zahlen?
- oder ???
Schlauerweise hat der fiktive Kunde nun erstmal das
Inkassounternehmen gebeten ihm eine Kopie des Kaufvertrags
o.ä. zukommen zu lassen. Aber muss das Inkassounternehmen
dieser Bitte nachkommen?
Ich hoffe ihr könnt dazu etwa sagen.
Danke
Dirk
p.s. falls im Internet Beschreibungen von ähnlichen Fällen in
Zusammenhang mit der Firma
„ITH International Trading House“ mit Sitz in Norwegen
oder anderen Firmen gefunden werden sollten, möchte ich darauf
hinweisen, dass dies nicht beabsichtigt war. 