Angenommen Herr Schlüter, relativ mittellos und somit angreifbar, aber immer seine Rechnungen oder Forderungen zahlend ohne Schulden zu verursachen, wohnhaft in Niedersachsen, erhält Post von einer Anwaltskanzlei (W., K., P. aus Düsseldorf) die durch ein unter gleicher Adresse sitzendes Inkassobüro (Srus) beauftragt wurden Zahlungsaufforderungen gegen ihn einzustellen.
Herr Schlüter hört und liest zum ersten mal in dem Anwaltsschreiben von den Forderungen gegen ihn, dass er normal per Post erhalten und nur mit ausgedruckter Unterschrift versehen erhalten hat.
Hätte Herr Schlüter nicht von seiner Bank oder dem Inkassobüro vorher hören müssen?
Der Grundbetrag beläuft sich auf ca. 13 EUR plus kosten von ca. 60 EUR. Ebenso kann angenommen werden, dass in dem Schreiben mit einem gesetzlichen Mahnverfahren und weiteren Kosten gedroht wird, sollte der angeforderte Betrag nicht binnen 8 Tagen an die LBank in Hessen-Thüringen gezahlt werden.
Angenommen der in dem Schreiben genannte Schuldner, ein Räwä Markt bei dem EC Zahlungen über easi cash abgewicklet werden, weiß nichts von den Forderungen gegenüber Herrn S.
Ebenso angenommen, dass dies über easi cash läuft, diese die Forderungen an ein Inkasso Unternehmen abgetreten haben.
Müsste easi cash über den Fall Bescheid wissen, auch wenn sie den Fall an S Inkasso abgetreten haben?
Die Bank von Herrn S. weiß ebenso nichts von den angemahnten Forderungen oder Rücklastschriften.
Bei einem Anruf bei den Anwälten landet er in einer Telefonhotline mit einer patzigen Angestellten, die zum Datenabgleich weitere Infos von Herrn S. einfordert aber nach einem Streitgespräch verspricht Vollmachten und Belege der Rücklastschrift mit Unterschrift zu schicken.
- Wie sollte Herr S vorgehen um ggf. bei tatsächlich vorliegenden Forderungen nicht weitere Mahnkosten zu riskieren?
- Sollte sich die Forderungen gegen Herrn S als Betrugsversuch heruasstellen, wie sollte Herr S. reagieren, woher hat die Anwaltskanzlei die Daten von Herrn S. und muss er weitere Anforderungen derart befürchten?
Läge in solch einem Fall ein Betrugsversuch vor?
Herr Schlüterhier verhalten?
