Ich bin Beamtin im öffentlichen Dienst. Seit Oktober letzten Jahres leide ich an Panikstörungen und einer starken Depression. Ich war ein halbes Jahr krankgeschrieben und auf dringendes Anraten meiner Therapeutin und des Amtsarztes reduzierte ich meine Arbeitszeit auf 6 Stunden, was meiner Chefin von Beginn an ein Dorn im Auge war, da auch meine Kollegin nur 6 Stunden arbeitet.
Leider haben die Depressionen auch nach der Wiedereingliederung und der Reduzierung auf 6 Stunden nicht nachgelassen. Sie sind stärker geworden, was mich die letzten 2 Wochen wieder ausser Gefecht setzte.
Heute nun teilte mir meine Chefin mit, dass sie es sich nicht leisten kann, eine 6 Stunden Kraft bei sich im Bereich zu haben, die auch noch ab und an krankheitsbedingt ausfällt. Sie baebsichtigt daher, mich gegen eine 8 Stunden Kraft aus einem anderen Ressort zu tauschen. Ich solle dann in dieses Resort wechseln. Ich muss vielleicht noch erwähnen, dass ich mich genau aus diesem Resort versetzen lassen habe, weil ich dort krank geworden bin.
Als zweite Variante schlug sie vor, mich für eine gewisse Zeit beurlauben zu lassen.
Es gäbe hierfür ja noch 64 % der Bezüge.
Ich würde meinem Dienstherren momentan ja eh nicht nützen aufgrund meiner Erkrankung.
Nun meine Frage: Wie soll ich mich verhalten?
Gibt es eine Beurlaubung bei Krankheit eines Beamten überhaupt? Oder ist das nur ein weiterer Trick um mich eventuell los zu werden?
Vielen Dank
Hallo,
da kann ich Ihnen leider nicht weiter helfen.
Sorry.
Hallo, ich würde mich als erstes an den Personalrat wenden! Außerdem müssen Sie sich unbedingt rechtlich beraten lassen. Entweder über die Gewerkschaft, das ist ver.di oder eine Mitgliedsgewerkschaft, z.B. die GEW für Lehrpersonal. Oder über eine Kanzlei für Arbeitsrecht (für Arbeitnehmer!), beim Erstgespräch nach den Kosten fragen, die halten sich aber in Grenzen und sind gut investiert. Ich kenne mich im Beamtenrecht leider nicht aus, daher kann ich keinen Rat bezüglich Versetzung und Urlaub geben. ich weiß aber aus der Praxis, dass der Arbeitgeber bei andauernder Krankheit verschiedene Möglichkeiten hat. Problematisch, wenn Sie wieder in die Abteilung versetzt werden sollen, in der Sie krank geworden sind. Vielleicht überprüfen Sie auch, ob es sich um Mobbing handeln könnte, es gibt hervorragende Mobbing-Beratungsstellen. Im Internet z.B.: http://www.mobbing-web.de/ Lassen Sie sich nicht „abservieren“, suchen Sie sich auf alle Fälle juristischen Beistand. Alles Gute, mit freundlichen Grüßen, Gabriele
Hallo,ich würde mich sofort mit dem Betriebsrat in Verbindung setzen,evtl.auch mit der Gewerkschaft,um Rechtsberatung einzuholen.
Viele Grüße