Beurteilung fongebundener LV

Hallo,

ich habe in 03/2003 eine fondgebundene LV abgeschlossen zur Altersversorge (damals war ich ungefähr 30 Jahre). Beitrag war 300€ mit jährlicher Dynamik von 5% (gewollt, nicht aufgeschwatzt). Aktuell bin ich bei 402€ Monatsbeitrag.

Zusammengenommen habe ich bislang ca. 27.700€ eingezahlt. Der aktuelle Rückkaufswert beträgt 17.300€. Nach fast 7 Jahren also rein rechnerisch ein Minus von ca. 10.000€ bzw. ca. 37%.

Das ganze beginnt, mir zu missfallen. Ist klar, dass bei LVs die ersten Jahre die schwersten sind, weil ein Großteil des Beitrags in Provision, Verwaltung, etc. geht und nur wenig angespart wird. Hinzu kommt Wirtschaftskrise (fondgebundene LV). Alles ok, kein Grund zur Panik.

Allerdings frage ich mich langsam, wie *wahrscheinlich* es ist, dass das ganze nochmal ins Plus kommt. Dank Tabellenkalkulation kann man ja schnell verschiedene Szenarien durchspielen, und mit optimistischen Annahmen (Wertentwicklung etc.) scheint es noch nicht ganz hoffnungslos zu sein, am Ende (2027) positiv rauszukommen. Von DEZ auf JAN habe ich 400€ eingezahlt, der RÜ-Wert ist um 600€ gestiegen. Gutes Geschäft, aber leider nur in diesem einem Monat.

Meine Frage nun: Läßt der aktuelle Stand nach knapp 7 Jahren eine Prognose zu? Mir fehlen leider weitere ‚Parameter‘ die ich irgendwie in die BEtrachtung einbeziehen könnte. Aktuell weiß ich ja nicht einmal, welcher Anteil meines Monatsbeitrags tatsächlich angelegt wird.

Sind minus 37% nach 7 Jahren noch im „grünen“ Bereich bei einer gebunden LV?

Oder sollte ich das Ganze kurz und schmerzlos beitragsfrei stellen (nein, Kündigung ist nicht anvisiert)? Wg. anvisiertem Immo-Kauf käme mit das Geld ganz gelegen… vielleicht ist das die bessere Investition… (?)

Danke für jedwede Meinung!!!

Gruß,
Martin

Hallo,

eine fondsgebundene Lebensvers. muss überhaupt nicht ins Plus kommen!
Es wäre im übrigen fast ein kleines Wunder, wenn eine fondsgebundene LV/RV eine konventionelle LV/RV schlägt - schon wegen den Doppelkosten!

Gruß cooler

Hallo,

rechnen Sie einfach mal aus wie hoch das Plus sein muß, um wieder die Nulllinie zu erreichen. Eigentlich kann sich jeder die gestellte Frage dann selbst beantworten.

Aber: Sie sind nicht der einzige,der sichd as endlich mal genauer anschaut. Zigtausende werden sich über ihre „Rendite“ wundern - früher oder später. Sorry, aber von dem Ding das Sie haben, sehe ich jedoche Woche paar Stück. Manch`einer guckt nach Jahren zum ersten mal rein und bekommt glasige Augen, wenn ich den Leuten vorrechne wie diese ihr sauer verdientes Geld vernichtet haben.

Ratschläge sind schwer zu geben, vielleicht entwickelt sich Ihre Fondspolice ja doch noch zum Megarennerrenditebringer.

Gruß, Detlev

300€ mit jährlicher Dynamik von 5% (gewollt, nicht
aufgeschwatzt). Aktuell bin ich bei 402€ Monatsbeitrag.

Zusammengenommen habe ich bislang ca. 27.700€ eingezahlt. Der
aktuelle Rückkaufswert beträgt 17.300€. Nach fast 7 Jahren
also rein rechnerisch ein Minus von ca. 10.000€ bzw. ca. 37%.

Das ganze beginnt, mir zu missfallen. Ist klar, dass bei LVs
die ersten Jahre die schwersten sind, weil ein Großteil des
Beitrags in Provision, Verwaltung, etc. geht und nur wenig
angespart wird. Hinzu kommt Wirtschaftskrise (fondgebundene
LV). Alles ok, kein Grund zur Panik.

Allerdings frage ich mich langsam, wie *wahrscheinlich* es
ist, dass das ganze nochmal ins Plus kommt. Dank
Tabellenkalkulation kann man ja schnell verschiedene Szenarien
durchspielen, und mit optimistischen Annahmen (Wertentwicklung
etc.) scheint es noch nicht ganz hoffnungslos zu sein, am Ende
(2027) positiv rauszukommen. Von DEZ auf JAN habe ich 400€
eingezahlt, der RÜ-Wert ist um 600€ gestiegen. Gutes Geschäft,
aber leider nur in diesem einem Monat.

Meine Frage nun: Läßt der aktuelle Stand nach knapp 7 Jahren
eine Prognose zu? Mir fehlen leider weitere ‚Parameter‘ die
ich irgendwie in die BEtrachtung einbeziehen könnte. Aktuell
weiß ich ja nicht einmal, welcher Anteil meines Monatsbeitrags
tatsächlich angelegt wird.

Sind minus 37% nach 7 Jahren noch im „grünen“ Bereich bei
einer gebunden LV?

Oder sollte ich das Ganze kurz und schmerzlos beitragsfrei
stellen (nein, Kündigung ist nicht anvisiert)? Wg. anvisiertem
Immo-Kauf käme mit das Geld ganz gelegen… vielleicht ist das
die bessere Investition… (?)

Danke für jedwede Meinung!!!

Gruß,
Martin

…wie schrieb einst Guenther (oder so ähnlich). Man(n) kann sich auch jeden Monat in den Garten stellen und das Geld anzünden - spendet wenigstens noch etwas Licht und ein klein wenig wohlige Wärme an die man sich erfreuen kann.

Gruß, Detlev

Hi,

ich würde sie weiterlaufen lassen, wenn`s betraglich paßt. Auf jeden Fall würde ich mir die Fonds anschauen, in die investiert wird. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, (kostenfrei) in besser laufende Fonds zu investieren ? Eine Garantie für die Zukunft ist das natürlich nicht.

Beim Thema Immobilienkauf kann man eine solche Police sicher gut nutzen (Zusatzbesicherung / LV-Hypothek …).

VG akrz

Hallo liebe bisherige Antwortende

leider bringen mir Ihre bisherigen Antworten rein gar nichts. Allgemeine Weisheiten zu LVs oder ironisch gemeinte Ratschläge (Geldverbrennen) sind leider weder sachdienlich, noch fachlich interessant noch bezeugen sie eine gewisse Erfahrung oder Sachverstand.

Mir war an *konkreten* Meinungen zu einem *konkreten* Fall gelegen.

Daher meine Bitte für mögliche noch folgende Antwortende: Bitte sparen Sie unser aller Zeit und posten hier keine aussagearmen Beiträge, die weder mich noch andere Leser weiterbringen.

Viele Grüße,
Martin

Hallo,

Meine Frage nun: Läßt der aktuelle Stand nach knapp 7 Jahren
eine Prognose zu?

ich gehe mal davon aus, dass der Sparanteil in einen oder mehrere Aktienfonds fließt? Dann gibt es sicher jede Art von Prognose, aber alle sind gleich wertlos.
Du hast damals die Entscheidung getroffen, in Aktien (?) zu investieren und für eine höhere Renditechance höhere Schwankungen in Kauf zu nehmen. Jetzt hast Du genau diese Situation. Also bitte nicht panisch werden.

Tatsache ist folgendes:
Als Du die Versicherung abgeschlossen hast, war die Börse im Keller und es wäre gut gewesen, Aktien zu kaufen. Leider gehen bei einer Versicherung aber ca. die ersten 24 - 30 Monatsbeiträge für Kosten und Provisionen drauf. Das waren genau die zwei Jahre, in welchen die Aktien stark gestiegen sind. Davon hast Du deswegen leider nicht profitiert.
Dann hast Du 2006 u. 2007 relativ teuer eingekauft und bist mit dem bis dahin angesparten Kapital in den Crash 2008 reingekommen.
Auf Deutsch: Viel ungünstiger hätte man die FLV nicht abschließen können. Aber das konnte damals natürlich niemand wissen.
Immerhin kaufst Du jetzt schon eine ganze Weile ganz günstig nach.

Ein weiterer Punkt ist die Frage, in welchen Markt Du investierst?
Hättest Du damals Schwellenländer und Osteuropa gewählt, wärst Du jetzt wahrscheinlich schön im Plus.
Das ist natürlich im Nachhinein sehr schlau… .

Also was tun?

  1. Prüfen, ob Du die interessantesten Wachstumsmärkte im Portfolio hast. Dass sind die Regionen, in welchen das größte Wachstum ist. Also die sog. BRIC-Staaten, Osteuropa und Asien. Außerdem ist das Thema Rohstoffe sicher wichtig.
    Natürlich nicht alles auf eine Karte setzen, aber 30 bis 50% Schwellenländer und 10-20% Rohstoffe könntens aus meiner Sicht schon sein.
    Beim schon angesparten eher etwas weniger, beim Sparplan eher etwas mehr.

  2. Derzeit sind wir in einer Rezessionsphase (oder kurz nach deren Ende?). Das bedeutet, dass während der Laufzeit Deiner Versicherung sehr wahrscheinlich auch wieder eine Wachstumsphase kommt. Früher oder später. Das bedeutet dann steigende Aktienkurse, solange die Hoffnung auf steigende Unternehmensgewinne besteht.
    Da heiß es Obacht geben! Wenn in den Zeitungen darüber berichtet wird, dass der Schwung aus dem Aufschwung raus ist und die Gewinne der Unternehmen schwächer oder gar nicht steigen, dann nicht gierig werden und alle Aktien raushauen (Gewinne sichern). Auch wenn die Kurse an den Bösren noch steigen, den optimalen Zeitpunkt erwischt man nie!
    Den Monatsbeitrag ca. fünf Jahre vor Ablauf sowieso entweder einstellen und auf Tagesgeld o.ä. umleiten oder in einen Geldmarktfonds laufen lassen.

Sind minus 37% nach 7 Jahren noch im „grünen“ Bereich bei
einer gebunden LV?

Das ist für einen Sparplan zu einfach gerechnet. Aber egal. Um nach – 37% wieder auf Null zu kommen, brauchst Du +58%. Unmöglich? Dann schau Dir mal den Dax von März 09 bis heute an. Wenn er noch mal die gleiche Rendite macht, ist er erst ungefähr auf dem Niveau von 2000. Seit es Aktien gibt, haben sie ihre alten Höchststände immer wieder irgendwann deutlich übertroffen. Wenn Wasser ab morgen nicht bergauf fließt… .
Die Chancen auf eine brauchbare Rendite sind also durchaus vorhanden. Du musst nur, wie oben beschrieben, die Risiken begrenzen.

Oder sollte ich das Ganze kurz und schmerzlos beitragsfrei
stellen (nein, Kündigung ist nicht anvisiert)? Wg. anvisiertem
Immo-Kauf käme mit das Geld ganz gelegen… vielleicht ist das
die bessere Investition… (?)

Besser oder schlechter? Das kannst Du nur aus Deiner persönlichen Sicht entscheiden.
Nur eine Frage:
Wenn du gerade 37% im Plus wärst, würdest Du diese Frage dann auch stellen?
Eigentlich wäre sie dann intelligenter, denn nach 37% Plus ist die Gefahr, dass es bald wieder mächtig nach unten geht, deutlich höher als nach 37% Minus. Oder?

Gruß vom Money-Schorsch

Hallo cooler,

Es wäre im übrigen fast ein kleines Wunder, wenn eine
fondsgebundene LV/RV eine konventionelle LV/RV schlägt - schon
wegen den Doppelkosten!

…Wunder, gibt es immer wieder … (Die Melodie kennst Du sicher :wink:)

Mal im Ernst:
Auch wenn man kein Börsenfreund ist, gelten doch die einfachen Regeln der Mathematik.

Nehmen wir mal an, eine klassische KLV rentiert mit 4% (ist nicht zu pessimistisch, oder?)

Im Vergleich dazu hat jemand eine FLV mit 100% Aktienfonds. Dann liegt er in einem schlechten Aktienjahr bspw. bei -50%. Also 54% schlechter als die KLV. Was würde es da noch ausmachen, wenn er die Kosten des Fonds von rund 2% nicht gehabt hätte und nur bei -48% wäre?
Ist das noch von Bedeutung?

Andersrum:
Wenn der Aktienfonds in einem guten Jahr +50% macht (also 46% mehr als die KLV), dann stellt sich die Frage schonmal gar nicht, weil er mit einer KLV niemals so eine Performance erzielen würde. Aber selbst wenn: Wer sich darüber aufregt, dass er vielleicht sogar hätte 52% machen können, sollte mal den Therapeuten wechseln…

Ich verstehe jeden, der wegen des höheren Risikos keine fondsgebundenen Versicherungsprodukte mag. Aber das Kostenargument scheint mir hier völlig belanglos.

Gruß vom Money-Schorsch

Hallo Money-Schorsch,

danke für Deine Ausführungen, die ein paar interessante Überlegungen für mich waren.

Ich habe weiter unten noch ein paar Details ergänzt. Letztlich bleiben für mich eigentlich nur 3 Alternativen übrig:

  1. Fortführen wie gehabt und hoffen, dass sich das Blatt wendet
  2. Fortführen, aber Dynamik (+5% p.a.) abwählen.
  3. Beitragsfrei stellen und das Geld anderweiting investieren.

Bei Variante 2. müsste ich ab sofort ein jährliches Wachstum von ca. 6% unterstellen, um in ca. 4 Jahren im Plus zu sein. Grob gerechnet. Zu optimistisch? Wer weiß das schon… :wink:

Nun ja, möglicherweise lasse ich das erst nochmal die nächsten 6 Monate laufen, und schaue mal, wie die ENtwicklung ist.

Gruß,
Martin

Hallo,

Meine Frage nun: Läßt der aktuelle Stand nach knapp 7 Jahren
eine Prognose zu?

ich gehe mal davon aus, dass der Sparanteil in einen oder
mehrere Aktienfonds fließt? Dann gibt es sicher jede Art von
Prognose, aber alle sind gleich wertlos.
Du hast damals die Entscheidung getroffen, in Aktien (?) zu
investieren und für eine höhere Renditechance höhere
Schwankungen in Kauf zu nehmen. Jetzt hast Du genau diese
Situation. Also bitte nicht panisch werden.

Geld landet in einem gemanagden Dachfond. Die LV Gesellschaft hat vor kurzem die Fonds gewechselt (Warum auch immer) und nun (seit 3 Monaten) ist es der DJE Global Allocation Plus. Recht neuer Fond, aber scheinbar nicht ganz schlecht. (DE000A0Q4G54)

Tatsache ist folgendes:
Als Du die Versicherung abgeschlossen hast, war die Börse im
Keller und es wäre gut gewesen, Aktien zu kaufen. Leider gehen
bei einer Versicherung aber ca. die ersten 24 - 30
Monatsbeiträge für Kosten und Provisionen drauf. Das waren
genau die zwei Jahre, in welchen die Aktien stark gestiegen
sind. Davon hast Du deswegen leider nicht profitiert.
Dann hast Du 2006 u. 2007 relativ teuer eingekauft und bist
mit dem bis dahin angesparten Kapital in den Crash 2008
reingekommen.
Auf Deutsch: Viel ungünstiger hätte man die FLV nicht
abschließen können. Aber das konnte damals natürlich niemand
wissen.
Immerhin kaufst Du jetzt schon eine ganze Weile ganz günstig
nach.

Ein weiterer Punkt ist die Frage, in welchen Markt Du
investierst?
Hättest Du damals Schwellenländer und Osteuropa gewählt, wärst
Du jetzt wahrscheinlich schön im Plus.
Das ist natürlich im Nachhinein sehr schlau… .

Na ja, das ist bei diesem Fond nicht ganz einfach zu beurteilen…

Also was tun?

  1. Prüfen, ob Du die interessantesten Wachstumsmärkte im
    Portfolio hast. Dass sind die Regionen, in welchen das größte
    Wachstum ist. Also die sog. BRIC-Staaten, Osteuropa und Asien.
    Außerdem ist das Thema Rohstoffe sicher wichtig.
    Natürlich nicht alles auf eine Karte setzen, aber 30 bis 50%
    Schwellenländer und 10-20% Rohstoffe könntens aus meiner Sicht
    schon sein.
    Beim schon angesparten eher etwas weniger, beim Sparplan eher
    etwas mehr.

Ich habe nicht sonderlich viele Umschichtungsmöglichkeiten. Die LV bietet nur 3 Varianten, entsprechend 3 Fonds. Ich habe im MOment „Dynamik“, und da steckt eben der o.g. Fond dahinter.

  1. Derzeit sind wir in einer Rezessionsphase (oder kurz nach
    deren Ende?). Das bedeutet, dass während der Laufzeit Deiner
    Versicherung sehr wahrscheinlich auch wieder eine
    Wachstumsphase kommt. Früher oder später. Das bedeutet dann
    steigende Aktienkurse, solange die Hoffnung auf steigende
    Unternehmensgewinne besteht.
    Da heiß es Obacht geben! Wenn in den Zeitungen darüber
    berichtet wird, dass der Schwung aus dem Aufschwung raus ist
    und die Gewinne der Unternehmen schwächer oder gar nicht
    steigen, dann nicht gierig werden und alle Aktien raushauen
    (Gewinne sichern). Auch wenn die Kurse an den Bösren noch
    steigen, den optimalen Zeitpunkt erwischt man nie!
    Den Monatsbeitrag ca. fünf Jahre vor Ablauf sowieso entweder
    einstellen und auf Tagesgeld o.ä. umleiten oder in einen
    Geldmarktfonds laufen lassen.

Sind minus 37% nach 7 Jahren noch im „grünen“ Bereich bei
einer gebunden LV?

Das ist für einen Sparplan zu einfach gerechnet. Aber egal. Um
nach – 37% wieder auf Null zu kommen, brauchst Du +58%.
Unmöglich? Dann schau Dir mal den Dax von März 09 bis heute
an. Wenn er noch mal die gleiche Rendite macht, ist er erst
ungefähr auf dem Niveau von 2000. Seit es Aktien gibt, haben
sie ihre alten Höchststände immer wieder irgendwann deutlich
übertroffen. Wenn Wasser ab morgen nicht bergauf fließt…
.
Die Chancen auf eine brauchbare Rendite sind also durchaus
vorhanden. Du musst nur, wie oben beschrieben, die Risiken
begrenzen.

Genau das kann ich aufgrund der LV Konstruktion mit ihren begrenzten Optionen halt nicht tun.

Oder sollte ich das Ganze kurz und schmerzlos beitragsfrei
stellen (nein, Kündigung ist nicht anvisiert)? Wg. anvisiertem
Immo-Kauf käme mit das Geld ganz gelegen… vielleicht ist das
die bessere Investition… (?)

Besser oder schlechter? Das kannst Du nur aus Deiner
persönlichen Sicht entscheiden.
Nur eine Frage:
Wenn du gerade 37% im Plus wärst, würdest Du diese Frage dann
auch stellen?
Eigentlich wäre sie dann intelligenter, denn nach 37% Plus ist
die Gefahr, dass es bald wieder mächtig nach unten geht,
deutlich höher als nach 37% Minus. Oder?

Stimmt, vermutlich würde ich mir die Frage dann nicht stellen.

Gruß vom Money-Schorsch

Hallo

  1. Fortführen wie gehabt und hoffen, dass sich das Blatt
    wendet
  2. Fortführen, aber Dynamik (+5% p.a.) abwählen.
  3. Beitragsfrei stellen und das Geld anderweiting investieren.

Ich kann nicht beurteilen, wie die Kostensituation bei dieser Versicherung ist. Aber die Dynamikerhöhung ist normalerweise jedemal ein neuer Vertrag und löst immer erstmal die üblichen Kosten aus. Wenn Du den steigenden Todefallschutz nicht brauchst, hast du von einem Fondssparplan ohne Ausgabeaufschlag bei einem Fondsdiscounter mehr.

Bei Variante 2. müsste ich ab sofort ein jährliches Wachstum
von ca. 6% unterstellen, um in ca. 4 Jahren im Plus zu sein.
Grob gerechnet. Zu optimistisch? Wer weiß das schon… :wink:

Nach dem, was wir gerade erlebt haben, neigen wir dazu, solche Hoffnungen als zu optimistisch anzusehen. Aber wenn man sich überlegt, dass es sich hier um einen Anstieg von nicht mal 30% in vier Jahren handelt, dann sind das Größen, die man schon oft gesehen hat und die vollkommen unspektakulär wären. Aber bitte nicht an nackten Zahlen festmachen, sondern an dem, was in der Weltwirtschaft passiert. Diese soll laut IWF-Schätzung übrigens in 2010 um 3,9% wachsen.

Geld landet in einem gemanagden Dachfond. Die LV Gesellschaft
hat vor kurzem die Fonds gewechselt (Warum auch immer) und nun
(seit 3 Monaten) ist es der DJE Global Allocation Plus. Recht
neuer Fond, aber scheinbar nicht ganz schlecht. (DE000A0Q4G54)

Das ist kein Dachfonds, sondern ein Mischfonds mit derzeit mindestens 40% Rentenanteil. Anscheinend haben die LV-Fuzzies die Schnauze voll und gehen vom Gas. Kann richtig sein, muss aber nicht. Nobody knows. Die Frage ist auch, ob dort nur die angesparten Beiträge reinfließen oder auch das bisher angesammelte Kapital umgeschichtet wurde.
DJE ist an sich kein Schlamperladen.

Na ja, das ist bei diesem Fond nicht ganz einfach zu
beurteilen…

Ich habe nicht sonderlich viele Umschichtungsmöglichkeiten.
Die LV bietet nur 3 Varianten, entsprechend 3 Fonds. Ich habe
im MOment „Dynamik“, und da steckt eben der o.g. Fond
dahinter.

Ist das die mittlere? Gibt es noch so was wie „Offensiv“ und „Ertrag“ o.ä.? Welche Fonds sind das dann.

Die Chancen auf eine brauchbare Rendite sind also durchaus
vorhanden. Du musst nur, wie oben beschrieben, die Risiken
begrenzen.

Genau das kann ich aufgrund der LV Konstruktion mit ihren
begrenzten Optionen halt nicht tun.

So wie Du das beschreibst, gibt es sicher auch eine defensive Variante. Ich würde dann diese nutzen.

Gruß vom Money-Schorsch

Hallo cooler,

Es wäre im übrigen fast ein kleines Wunder, wenn eine
fondsgebundene LV/RV eine konventionelle LV/RV schlägt - schon
wegen den Doppelkosten!

…Wunder, gibt es immer wieder … (Die Melodie kennst Du
sicher :wink:)

nur nicht in der Praxis. Letztes Jahr (Dax-Stand ca. 6300 Punkte)wurde nach 12 Jahren Bilanz gezogen. Verglichen wurden jeweils die konventionellen LVn der Cosmos bzw. der AM mit den jeweiligen Fonds-LVn der gleichen Gesellschaften.
Du darfst gerne raten, welche Gattung wesentlich mehr auszahlte!? (Die AM hatte mehrere Fonds zur Auswahl - auch wenn man den am besten gelaufenen Fonds berücksichtigte, war die Fonds-LV chancenlos)

Haben nicht alle deutsche Fonds-LVn in den letzten 12-20 Jahren kläglich versagt?

Ich verstehe jeden, der wegen des höheren Risikos keine
fondsgebundenen Versicherungsprodukte mag. Aber das
Kostenargument scheint mir hier völlig belanglos.

Es gibt genug Mittel und Wege, wie man den Faktor „Kosten“ auf Fondsebene nach oben treiben kann!

Gruß vom Money-Schorsch

Gruß cooler

nur nicht in der Praxis. Letztes Jahr (Dax-Stand ca. 6300
Punkte)wurde nach 12 Jahren Bilanz gezogen. Verglichen wurden
jeweils die konventionellen LVn der Cosmos bzw. der AM mit den
jeweiligen Fonds-LVn der gleichen Gesellschaften.
Du darfst gerne raten, welche Gattung wesentlich mehr
auszahlte!? (Die AM hatte mehrere Fonds zur Auswahl - auch
wenn man den am besten gelaufenen Fonds berücksichtigte, war
die Fonds-LV chancenlos)

Das liegt dann aber wohl an der Aktienentwicklung und weniger an den Kosten?
Eine FLV, die 2009 12 Jahre alt war hat ab ca. 99 Kapital gebildet. Na ja, sagen wir es gab einen Sparanteil. Das Aktien in dieser Zeit kein spaß waren ist ja schon bekannt.
Die 6300 vom Vergleichszeitpunkt sind halt leider immer noch 46% weniger, als der zweimalige zwischenzeitliche Höchststand.

Haben nicht alle deutsche Fonds-LVn in den letzten 12-20
Jahren kläglich versagt?

Ich kenne nicht alle. Aber auf 20 Jahre hat man z.B. mit dem DWS Akkumula knapp 5% p.a. verdient (06/99 bis 06/09). Berechnet bei fondsweb.de. Das ist nach Fondskosten (ohne AA).
Wieviele Versicherer können mit ihrem klassischen Portfolio mehr bieten?
Das Problem ist, dass die meisten Vermittler sich anschließend nicht mehr um das Geld in der FLV kümmern und die meisten gar keine Ahnung haben, was sie da eigentlich verkauft haben

Es gibt genug Mittel und Wege, wie man den Faktor „Kosten“ auf
Fondsebene nach oben treiben kann!

Konkret?

Gruß vom Money-Schorsch