Bevölkerungsdichte

Wie war die Bevölkerungsdichte in der Antike bzw. im Mittelalter? Interessieren würde mich dabei vor allem die Situation in den Städten.
Rom hatte ja bekanntlich zwischen 500.000 und 1 Million Bewohner, aber auf welcher Fläche lebten diese?
WIe war das dann im Mittelalter?
Heutige Städte in Europa wie München oder Wien haben glaub ich ja „nur“ so zwischen 3000 und 6000 Ew/km^2

Hallo Joachim!

Bevölkerungs- und Bebauungsdichte: Sehr unterschiedlich war die Bebauungsdichte, am höchsten in den it. und südfrz. Städten. Die Bewohnerzahlen pro ha lauten für Genua 545, Toulon 500, Béziers 322, Lübeck 210, Paris 180, Rostock 158, Wismar 150, Nürnberg 142, Toulouse 138, Genf und Köln 100, Straßburg 89, Brügge 81, Brüssel 56. Ähnlich verhält es sich mit den Bewohnerzahlen pro Haus. In vielen nordalpinen Städten wurde der mittelalterliche Mauerring der letzten Stadterweiterung erst im 19. Jh. durch Bebauung ausgefüllt; fast überall gab es landwirtschaftl. Nutzflächen (Gärten, Weinberge) innerhalb der Mauern. - Den höchsten Urbanisierungsgrad wies Oberitalien auf (bis 40%), dann folgen die südliche Niederlande, Brabant (32,8% der B.), einige Regionen Englands und S-Frankreich. Insgesamt lag der Anteil der Stadtbewohner an der Gesamtbevölkerung Europas im 15. Jh. bei 20-25%.

Quelle: Lexikon des Mittelalers

Grüße, Larissa