Hi,
zu Bewegungswarnehmung gibt es Klassiker, die jeder Psychologiestudent gelesen haben sollte. EIn Artikel ist von Watson 1980 „Summation and Discrimination of Gratings Moving in opposite Directions“ (http://www.allpsych.uni-giessen.de/karl/teach/SemVis…).
Dort wird sich auf ein vorangehendes Experiment von Levinson und Sekular berufen und dieses ausgebaut. Leider schreiben die Autoren nicht, um was es sich handelt, bzw. ich kann mir die Gitterstäbe nciht vorstelllen. Kennt sich jemand damit genauer aus und kann mir den Aspekt erläutern.
Ich weiss, es ist ein sehr spezielles Thema, aber vielleicht weiss ja jemand Rat.
Hallo Tim,
bei dem von Dir angesprochenen Experiment verwendeten Levinson und Sekuler (1975) ein sogenanntes Sinusgitter oder Sinuswellenstreifenmuster. Dabei handelt es sich um ein Streifenmuster mit dunkelgrauen und hellgrauen Streifen in vertikaler Orientierung. Die Strahlungsintensität des Streifenmusters ergibt sich aus einer Sinusfunktion. Das bedeutet: Die Streifen weisen keine scharfen Kanten auf (dann läge ein Rechteckwellenstreifenmuster mit schwarzen und weißen Streifen vor). Sie sind also nicht scharf voneinander getrennt, sondern gehen ineinander über.
In ihrem Experiment haben Levinson und Sekuler (1975) zuerst den Kontrast bestimmt, den ein solches Streifenmuster haben muß, damit es gerade wahrgenommen werden kann, wenn es sich in eine Richtung bewegt. Dann haben sie ein zweites Muster zum ersten hinzuaddiert, wobei sich das zweite Muster in die dem ersten Muster entgegengesetzte Richtung bewegte. Da sich die Reizschwelle für das erste Muster nicht veränderte (Kontrast mußte genauso groß sein wie beim Versuchsabschnitt ohne zweites Muster), kann man darauf schließen, daß es voneinander getrennte richtungsspezifische Bewegungsdetektorsysteme gibt.
Gruß,
Oliver Walter
PS: Ich habe den Artikel von Levinson und Sekuler (1975) in meinem Studium nicht gelesen, aber es gibt ja Sekundärliteratur 
Hallo,
vielen Dank shconaml für die Hilfe. Jetzt sind mir einige Mechanismen klar gfeworden. DOch eine Frage habe ich noch:
Was ist denn das herausragende dann bei dem Watson Thompson Artikel. So wie ich die Theory verstanden habe, haben sie ja nur diesen Test wiederholt. Oder haben die es jeztzt mit einem Ton gepaart und dann kamen anderen Ergebnsse heraus. Wenn es eine reine Wiederholung wäre, dann mwäre ja nichts besonderes an diesem Artikel. (Und an dem muss etwas sein. Lt. Max-Planck-Institut Tübingen).
In welche Sek. Lit. hast Du denn nachgeguckt?
Tschüss
Tim
Hallo Tim,
die Antwort auf Deine erste Frage steht im Abstract des Artikels. Die Antwort auf die zweite Frage lautet: In Kiel haben wir den Goldstein verwendet. Das Experiment von Levinson und Sekuler wird im Irtel („Experimentalpsychologisches Praktikum“) kurz beschrieben.
Gruß,
Oliver Walter
,…
hmmm, Ohje, dann muss ich sagen, verstehe ich den Abstarct nicht… oder haben Watson et all doch detektoren gefunden, dei beides aussummieren. Dies kann doch eigenltich nicht sein, wenn Watson etwqas anderes gefunden hat…
Ein verwirrter
Tim
Hallo Tim,
im Abstract steht, daß Watson et al. bei niedriger Raum- und hoher Zeitfrequenz ungefähr die Ergebnisse gefunden haben, wie sie aufgrund der Schlußfolgerungen von Levinson und Sekuler zu erwarten sind. Bei hoher Raum- und niedriger Zeitfrequenz haben sie hingegen Ergebnisse erhalten, die auf unspezifische Bewegungsdetektoren hinweisen. Zudem haben sie die Schwellen für die Identifizierung der Richtung gemessen. Bei niedrigem Summationseffekt (selektive Bewegungsdetektoren) liegt die Schwelle für die korrekte Identifizierung in Höhe der Schwelle für die Bewegungsdetektion, bei hohem Summationseffekt (unspezifische Bewegungsdetektoren) liegt die Schwelle für die korrekte Identifizierung deutlich über der für die Bewegungsdetektion.
Gruß,
Oliver Walter