Hallo Lego,
Die Meinung war nicht nur seltsam, es war uebelste
dummdaemliche Geschichtsklitterung mit Antisemitismus in der
Rede als Mittel zum Zweck.
Kein Widerspruch.
Von einem Herren, der neudeutsch
etwas vom Geburtendefizit der Voelker der Nordhalbkugel
faselt, was gut uebersetzt heisst: Mindestens die Anfaenge von
kulturellem und ethnischem Rassismus.
Vermutlich wollte er genau dem entgehen, sonst hätte er statt Nordhalbkugel (was ja falsch ist, da kann man sich in Asien einige Beispiele ansehen) europide gesagt.
Wenn man alleine darin ein Problem sieht (Ich tu es nicht, um das von vorn herein klarzustellen, muß man nicht zwangsläufig ein Rassist sein (Es liegt aber zugegebenermaßen nahe). Man kann auch einfach ökonomische Gesichtspunkte (wirtschaftliche Dominanz, Rentensystem…) meinen.
Als General muss man
klar denken koennen und nahe an der Verfassung dran bleiben.
Andernfalls ist man nicht geeignet.
Wie schon mehrfach gesagt, sehe ich in der Gratulation keinen Verfassungsbruch. Die Entlassung ist Rechtens, weil die Meinungsäußerung natürlich privat, also nicht mit BW-Briefkopf hätte sein müssen (oder besser gar nicht).
Man stellt ja auch keine
65-jaehrigen fuer Huckerarbeit auf dem Bau ein. Man stellt
keine Maurer als Koch ein. Man stellt keine Dummkoepfe fuer
Spitzenpositionen ein.
Glaube kaum, daß Günzel ein Dummkopf ist. Davon abgesehen weiß ich das KSK lieber von einem politisch wirren Militär geleitet, der perfekte militärische Fähigkeiten hat (keine Ahnung, ob das auf Günzel zutraf), als von einem politisch korrekten General mit ausschließlicher Schreibtischerfahrung in den letzten 25 Jahren, der keine Ahnung von der speziellen Art der Kriegsführung von Kommandokräften hat.
Der Mann benutzte offenkundig Antisemtismus als Mittel zum
Zweck, nicht zum Zweck imho schlechthin, fuer seine
dummpatzige Geschichtsklitterung. Und nicht ein Deut weniger.
Stimmt. Und der Zweck ist eine unangemssene Relativierung der deutschen Schuld.
In keinster Weise geht aus Guenzels Brief hervor, worauf er
sich genau bezieht.
Das ist es ja gerade. Wie kann man ihm dann vorwerfen, daß er ausgerechnet den vielzitierten Halbsatz im Konjunktiv unterstützt?
Guenzel selbst ist ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt.
Wenn du die Demo-Geschichte meinst, so möchte ich meine Meinung dazu hier gar nicht äußern, weil mir die Hintergründe zu wenig bekannt sind.
Gruß
L.