Beweisnotstand?

Habe vor 4 Monaten in Deutschland einen Neuwagen gekauft.

Bei zwei Aufenthalten in Oesterreich gab es zusammen ca. 20 Bremsaussetzer, die teilweise lebensgefaehrlich waren.

Zurueck in Deutschland kann meine Vertragswerkstatt angeblich keinen Fehler finden.
Ich bin aber nicht bereit, ein Auto mit so gravierenden Maengeln zu akzeptieren. Ich denke an Reparatur oder Wandlung.

Mein Problem ist, dass ich die Bremsaussetzer in Deutschland zum Vorfuehren bei Probefahrten nicht provozieren kann. Das klappt (bisher) seltsamerweise nur auf bestimmten Wegen und Strassen in Oesterreich.

Was kann ich tun? Die Werkstatt moechte mir mein nicht repariertes Auto zurueckgeben, der Hersteller ruehrt sich nicht.

Gruss

Hartmut

wie dumm kann ein Mensch sein…

Habe vor 4 Monaten in Deutschland einen Neuwagen gekauft.

Bei zwei Aufenthalten in Oesterreich gab es zusammen ca. 20
Bremsaussetzer, die teilweise lebensgefaehrlich waren.

… wenn das stimmt! Klar…Auto mit defekten Bremsen benutzt man weiter und gefährdet schön alle anderen!

Zurueck in Deutschland kann meine Vertragswerkstatt angeblich
keinen Fehler finden.

fährt auch noch bis Deutschland zurück…unglaublich

Ich bin aber nicht bereit, ein Auto mit so gravierenden
Maengeln zu akzeptieren. Ich denke an Reparatur oder Wandlung.

Mein Problem ist, dass ich die Bremsaussetzer in Deutschland
zum Vorfuehren bei Probefahrten nicht provozieren kann. Das
klappt (bisher) seltsamerweise nur auf bestimmten Wegen und
Strassen in Oesterreich.

Bremsdefekte die Strassenabhängig sind gibt es nu wahrlich nicht und wenn die Werkstatt die Bremsen getestet hat sind sie auch in Ordnung …du hast da wohl eher ein anderes Problem…

Bernd

Pass mal auf,

ich habe hier eine Frage gestellt in der Hoffnung, dass mir jemand einen gangbaren Weg aufzeigen kann, wie ich zu einem verkehrssicheren Auto kommen kann. Fuer so etwas ist das Forum da, naemlich um sich gegenseitig zu helfen.

Einen Labersack, der mit dem falschen Bein aufgestanden ist und sich offenbar selbst nicht leiden kann, brauche ich dabei nicht.

Ausserdem gibt es sehr wohl Bremsaussetzer, die strassenbedingt sind (Splitt, Sand usw.), wenn naemlich das ABS nicht richtig funktioniert.

Um dich etwas zu beruhigen: Bin in Oesterreich in der Werkstatt gewesen, um Bremsanlage checken zu lassen: negativ.

Aber von allem abgesehen kehrt sich in knapp 2 Monaten die Beweislast um, d.h. ich muss dann nachweisen, dass der Mangel bei Auslieferung bestanden hat.
Nur wie kann ich den Mangel jetzt nachweisen?

Habe im Forum meiner Automarke einen fast identischen Fall gefunden. Gehe davon aus, dass der Mangel dem Hersteller bekannt ist.

Gruss

Hartmut

2 „Gefällt mir“

Hallo,

wie wäre es mit der Einschaltung eines Sachverständigen?

Gruss,
S.

Hallo Simone,

Danke. Waere eine Moeglichkeit und zu ueberlegen.

Bin fuer alle Tipps dankbar, da ich kaum einen Ausweg sehe und mir die Zeit weglaeuft (Umkehrung der Beweislast). Zu allem Ueberfluss bin ich ab Mitte Oktober noch 4 Wochen geschaeftlich im Ausland!

Gruss

Hartmut

Einen Labersack, der mit dem falschen Bein aufgestanden ist
und sich offenbar selbst nicht leiden kann, brauche ich dabei
nicht.

Ich bin ja nun bekanntermassen wahrlich nicht der Freund von BerndW, aber hier hat er ausnahmsweise absolut recht: Wenn die Bremsen inzwischen 20mal ausgesetzt haben, gehoert die Kiste nicht auf die Strasse, sondern in die Werkstatt oder stillgelegt. „Nur mal so“ noch ein paar hundert Kilometer auf der Strasse abzureissen, ist in jeder Hinsicht der falsche Weg.

Gruss,
Christian

Wie ueberheblich kann ein Kommentar sein…
Ich moechte die Beitraege von Bernd und Christian nicht ohne Erklaerung im Raum stehen lassen.
Allerdings muss ich dann das ausfuehren, was ich bei einer RECHTSFRAGE nicht fuer relevant gehalten habe und dem Forum ersparen wollte.

Bei meinem Aufenthalt in Oesterreich hatte ich nur auf einer bestimmten Wegstrecke (Almweg) Bremsaussetzer. Auf der Strasse war die Bremse absolut OK. Bin trotzdem sofort in Oesterreich in eine Werkstatt meiner Automarke gefahren und habe die Bremsanlage testen lassen, auch mit Computercheck und Probefahrt. Das Ergebnis war negativ, d.h. kein Mangel feststellbar.
Als ich Tage spaeter beim Auffahren auf einen geschotterten Parkplatz mein Auto kaum zum Stehen bringen konnte, war fuer mich klar, dass die Bremsaussetzer nur beim Auffahren mit Bremsen auf losen Untergrund auftraten (Um schlauen Kommentaren vorzugreifen: keine blockierenden Raeder, sondern keine Bremswirkung. Fehler tritt bekanntermassen bei Autos dieses Modells auf.). Also Bremsaussetzer nur bei ganz bestimmten Verhaeltnissen.
Wer behauptet, es sei verantwortungslos,in einer solchen Situation das Auto VORSICHTIG (im Sinne des Wortes) nach Hause in die Werkstatt zu bringen, der ist unredlich oder blauaeugig. Jeder haette das so gemacht, und keiner haette sein Auto bei einem nicht nachweisbaren und nur in bestimmten Situationen auftretenden Mangel stehen oder abschleppen lassen.

Gruss

Hartmut

Hallo!

Also ich denke, da brauchst du einen Sachverständigen, um das zu klären. Mir jedenfalls kommt das äußerst unlogisch vor, was du hier schreibst.

Gruß
Tom

Komische Sache, das…
Hi!

Zu den technischen Dingen äußer ich mich nicht - dazu fehlt mir jegliche Qualifikation (und neue Dinge hört man ja immer mal…)

Der Sachverständige wurde ja schon erwähnt. Er kann allerdings vermutlich auch nur das testen, was schon in den Werkstätten gemacht wurde. Und wenn dort der „Vorführeffekt“ eintritt…

Du sagtest, dass mehrere Leute dieses Problem haben. Hast Du Dich schon mal an die örtliche Verbraucherberatung gewendet? Evtl. wissen die ja schon etwas mehr!

Ist vielleicht nicht viel, aber ich denke, dass Dir jeder Tipp zumindest nicht unwillkommen ist…

Grüße
Guido

Bei meinem Aufenthalt in Oesterreich hatte ich nur auf einer
bestimmten Wegstrecke (Almweg) Bremsaussetzer. Auf der Strasse
war die Bremse absolut OK. Bin trotzdem sofort in Oesterreich
in eine Werkstatt meiner Automarke gefahren und habe die
Bremsanlage testen lassen, auch mit Computercheck und
Probefahrt. Das Ergebnis war negativ, d.h. kein Mangel
feststellbar.

Vielleicht lag genau unter diesem Almweg eine Wasserader oder ähnliches? Weiß man’s ? :smile:

Fehler tritt bekanntermassen bei Autos
dieses Modells auf.

So ein Modell kenne ich gar nicht. Um welches Auto handelt es sich denn?

Viele Grüße

Jens

Hallo Bernd,

sonst würde ich Dir mal einen kleinen Haarriss auf eine Hauptplatine hexen.
Das hat so alle möglichen Effekte:
sporadisch, alle 4-6 Wochen:
bei Fernlicht an geht stattdessen die Armaturenbeleuchtung aus, noch schlimmer - Motor geht aus bzw. Wegfahrsperre wird aktiv, auch sonst die tollsten Sachen, Wagen entriegelt, verriegelt wie er will.
Einmal abgeschleppt, diverse Teile ausgetauscht, geht wieder, sechs Wochen lang, wieder abgeschleppt, steht in der Werkstatt, alles geht wieder - und das 4x. Und nie reproduzierbar!!
Aber Du hättest Dein Auto natürlich gleich verschrottet.
Gruß
Peter

Hallo Leute,

erst einmal herzlichen Dank fuer alle, die mir geholfen haben.

Fuer das Forum hat sich die Angelegenheit in sofern erledigt, weil ich mit meiner Vertragswerkstatt, der Firma Auto Pabst in Diez nur noch ueber meinen Anwalt kommuniziere.

Hatte, nachdem mein Auto 14 Tage ohne Beachtung auf dem Hof der Werkstatt stand und man mich heute am Telefon aufgefordert hatte, mein Auto abzuholen, den Versuch gewagt, in vernuenftigem Ton mit der Firma Auto Pabst in Diez ueber eine Abwicklung meines Problems zu sprechen.
Es blieb eindeutig bei dem Versuch.

Ein Herr Weil, mit dem ich es zu tun hatte, wollte den Schluessel meines Leihwagens haben, den ich zurueck gebracht hatte. Als er nach einiger Zeit zurueckkam und feststellte, dass der Leihwagen OK sei, praesentierte er mir eine Rechnung ueber den Leihwagen. Ich lehnte die Zahlung ab, da es keine Vereinbarung ueber eine kostenpflichtige Ueberlassung gab.
Kommentar Weil: „Dann weiss ich nicht, ob ich Ihnen Ihr Auto geben kann.“ und „Dann lassen wir die Rechnung ueber ein Inkasso-Unternehmen eintreiben“.
Nicht dass jetzt jemand denkt, ich sei ein fauler Kunde: Ich habe mein Auto innerhalb von drei Tagen in einem Stueck bezahlt!

Kein Wort ueber den Mangel an meinem Auto, nichts.

Auf meine Frage an Herrn Weil nach den beiden Meistern der Firma Auto Pabst in Diez, mit denen ich es vorher immer zu tun hatte, wurde ich informiert, dass der eine auf einem Lehrgang sei und der andere UNABKOEMMLICH! in der Werkstatt.

Jetzt war fuer mich klar, dass die Firma Auto Pabst in Diez offenbar blockte.

Auf die Frage an Herrn Weil, welche Funktion er denn bei der Firma Auto Pabst in Diez habe, gab er mir keine Antwort.
Als ich ihm ein vorbereitetes Schreiben uebergeben wollte, das den Mangel noch einmal in Details beschrieb, lehnte er die Annahme ab.
Er erwiederte, dass er alle Informationen habe, die er brauche.
Keine Bereitschaft, an einer vorgefassten Meinung etwas zu aendern.

Nur zur Erinnerung: Ich bin der KAEUFER! und Kunde und nicht ein Vertreter, der der Firma Auto Pabst in Diez etwas aufdrehen will!

Als nach verschiedenen Einwaenden meinerseits, ein Gespraech koenne vielleicht eine guetliche Einigung herbeifuehren, absolut KEINE REAKTION kam, teilte ich Herrn Weil mit, dass ich dann die Angelegenheit einem Anwalt uebergeben muesse.

Das war mein heutiges Erlebnis als Kunde der Firma Auto Pabst in Diez.

Mit freundlichen Gruessen

Hartmut

Hallo w-w-w-ler

wie Aldi-Saft jetzt untergeht, bin ich wirklich sauer auf w-w-w

ich habe nicht nachgezählt, aber ich finde den Umfang der Aldi-Saft-Diskussion in einem Brett, in dem RECHTSFRAGEN geklärt werden sollen, einfach lächerlich und missbräuchlich.
Allerdings melde ich mich schon zu Wort, wenn hier Moralin verabreicht werden soll. (wie in der Schwarzmarktfage)
Ansonsten dürften doch viele Fragen durch Verweis auf die entsprechende Norm oder ein Urteil geklärt werden können.
Antworten wie (ich glaube… sind hier fehl am Platz)

Gruß
Peter

off topic
Hi!

Ist denn ein „ich glaube“ in Verbindung mit einer Idee nicht besser, als gar nix? Vielleicht ist bei diesem virtuellen Brainstorming ja die Lösung dabei…

Grüße
guido

Hallo,
in anderen Brettern, z.B. Mechanik sicherlich.
Aber hier ?
Ich glaube, du kannst vom Reisevertrag zurücktreten, … ich glaube, Du kannst nicht zurücktreten
Was soll das ?
Norm, Urteil, Link nennen zu einer konkreten Frage.

Wobei man sich ja schon mal über den rechts - oder gesellschaftspolitischen Hintergrund einer Frage in die Wolle kriegen kann.
Gruß
Peter

Ist denn ein „ich glaube“ in Verbindung mit einer Idee nicht
besser, als gar nix? Vielleicht ist bei diesem virtuellen
Brainstorming ja die Lösung dabei…

Grüße
guido

Huhu!

Und wie wäre es mit:

Ich glaube, Du solltest Dich an einen Sachverständigen, etc. wenden?

Darauf zielte ich jetzt ab!

Grüße
Guido

abschliessender Beitrag
ch moechte diesen Beitrag mit der unten aufgefuehrten Zusammenfassung abschliessen und auch nicht mehr kommentieren. Irgend wann muss ich ja auch Broetchen verdienen. Ergeben sich Neuigkeiten, melde ich mich wieder mit einem neuen Thread.

Habe im Mai 2003 bei Auto Pabst in Diez einen neuen Skoda Fabia Combi Extra gekauft. Der Wagen wurde unverzüglich nach Rechnungsstellung bezahlt.

An dem Auto traten im Verlauf der letzten Monate 20 mal Bremsaussetzer auf. Dieser Mangel ist schwer reproduzierbar („Vorfuehreffekt“), jedoch fuer diesen Autotyp nicht untypisch (belegbar).
Da die Firma Auto Pabst diesen Mangel bei zwei Versuchen (18.08. und 19.09.–06.10.2003) nicht abstellen konnte bzw. eine Behebung des Mangels nicht nachweist, moechte ich vom Kaufvertrag nach § 437 Nr 2 BGB zuruecktreten.

Die Firma Auto Pabst blockt jedoch jedes Gespraech in diese Richtung ab und weigert sich, schriftliche Antraege anzunehmen.
Sie weigert sich außerdem, Protokolle (oder deren Kopien) ueber Reparaturen oder Diagnosen an meinem Wagen herauszugeben.
Sogar eine Bestaetigung, dass sich mein Wagen in der Werkstatt zur Reparatur befand, wird verweigert.
Um mich als reklamierenden Kunden abzuschrecken, legte ein Angestellter der Firma Auto Pabst (Herr Weil) ein absolut unakzeptables und feindseliges Verhalten mir gegenueber an den Tag.

Daraus ergeben sich fuer mich folgende VERMUTUNGEN:

a) Auto Pabst will die Dokumentation eines Mangels (Reparaturauftrag oder –protokoll) verhindern, um im Streitfalle einen Mangel voellig abstreiten zu koennen. Auto Pabst will dadurch eine Wandlung unmoeglich machen.

b) Außerdem besteht die MOEGLICHKEIT, dass bei dem 2. Reparaturaufenthalt meines Wagens in der Werkstatt (19.09. – 06.10.2003) stillschweigend eine Reparatur mit Billigung oder auf Veranlassung des Herstellers durchgefuehrt wurde, diese mir aber verheimlicht wird. Dann waere der Nachweis eines Mangels wegen der schwierigen Reproduzierbarkeit unmoeglich.

Beide Vermutungen sind grundsaetzlich nicht aus der Luft gegriffen, da es diese Faelle in der Branche nachweisbar (auch von mir) gegeben hat.

Da Auto Pabst eine einvernehmliche Regelung nicht zulaesst, indem man nicht mit mir spricht bzw. Schriftstuecke von mir nicht annimmt, habe ich die Angelegenheit einem Anwalt uebertragen.

Gruesse

Hartmut