Stellengesuche…
Hallo,
(…)
Ich hab damals eher dran gedacht ein Stellengesuch aufzugeben,
(…)
Hab lange dran rumformuliert aber mich dann am Ende doch nicht
getraut, (…)
Das ist doch typisch Frau, oder?
Ein sehr grosser Fehler!
Sind da grundsätzlich die Online-Stellenmärkte interessant oder ist es z.B. auch sinnvoll, Tageszeitungen oder andere Medien zu nutzen?
Z.B. jetzt im IT-Bereich (Test + Support ERP)
VG
Monroe
Hallo!
Ich bin selbst 36 und manche komische Firmenchefs denken, man muss in diesem Alter noch Nachkommen in die Welt setzen. Dabei fühle ich mich für die Geburt eines Kindes viel zu alt.
In den Bewerbungen halte ich es so, dass ich den Anfangssatz in der Bewerbung so formuliere, dass der liebe Firmenchef nicht auf die dumme Idee kommen kann, das ich auch nur annähernd den Wunsch hege, Kinder zu bekommen. Beim Gespräch erkläre ich, dass ich trotz Ehe die Familienplanung abgeschlossen habe. Wer kann mir das Gegenteil beweisen?
Ich habe jetzt darüber nachgedacht, ob Frau sowas nicht auch
geschickt in der Bewerbung unterbringen kann. So wie junge
Männer ja auch allein schon durch den Lebenslauf unterbringen
können, dass sie nicht mehr zum Wehrdienst müssen. Blöd
gedacht? Gibt es Beispiele?
Gruss
Petra H.
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Hallo!
Bewirb dich einfach ganz normal auf die Stelle ohne den Satz mit der Familienplanung. Das geht doch dem Vorgesetzten nichts an und wenn er nach schwereren Operationen fragt, kreuzt du nein an, auch wenn es stimmt. Er kann dir gesetzlich nichts anhaben, da er das nicht fragen darf (gesetzlich verboten!) Das weiß der gute Firmenchef eh nur er tut meist unwissender als er ist. Von mir hat das auch einmal Firmenchef haben und wollen und zwar, dass ich ihm eine fachärztliche Bestätigung wegen Nichtschwangerschaft mitbringe. Der Frauenarzt hat mich dann aufgeklärt, dass dies vom Gesetz her verboten ist und das ist zwar schon lange her aber bestimmt noch legitim. Der Chef einer Firma kann dir nichts anhaben, bitte glaub mir das. Du hast das Anrecht auf eine Arbeitsstelle und kannst dich auf die Stelle bewerben die du willst. Und wenn der Firmenchef komisch wird, dann setze ihn bitte Grenzen. Er braucht nicht alles zu wissen, es geht ihm nichts an.
Ich will denen ja auch keinen OP-Bericht mitschicken und durch
mein Anschreiben nicht den Eindruck vermitteln, dass ich krank
bin. Habe krankheitsbedingt die Gebärmutter entfernen lassen,
bin jetzt voll fit. Durch das fehlende Organ habe ich einen
GDB der Gleichstellung zulassen würde
Gruss
Petra H.
PS: Der OP-Bericht ist dein Eigentum und dein intimer Bereich in deinem Leben.
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Liebe Monroe!
Nein, da gebe ich dir nicht Recht. Das war vielleicht von 1945 und 1980 so, da blieben die Frauen noch brav bei den Kinderchen zu Hause aber heute ist das schon lange ein großes Tabuthema. Abgesehen davon gibt es ja Verhütungsmittel die es damals nicht in dem Ausmaß wie heute gab. Außerdem wird nicht jede Frau schwanger. Müsste doch der Chef als aufgeklärter Mensch auch wissen. Außerdem gibt es Mütter die erst mit 40 oder 50 ihr erstes Kind kriegen. Heute geht ja der Trend mit dem Kinderkriegen nach hinten. Früher war es normal wenn du mit 20, 25 oder 30 schwanger warst.
Ich denke, dass jeder
zustimmen kann, dass das „Risiko“, einer Frau zwischen zwanzig
und dreissig schwanger zu werden doch gegeben ist. Auch Männer
gehen in Elternzeit aber zu welchem Prozentsatz.
liebe Grüsse und mach dir nicht zuviel Gedanken darüber
Petra H.
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Hallo,
(…)
Ich hab damals eher dran gedacht ein Stellengesuch aufzugeben,
(…)
Hab lange dran rumformuliert aber mich dann am Ende doch nicht
getraut, (…)
Das ist doch typisch Frau, oder?
Ein sehr grosser Fehler!
Die Kosten sind vernachlässigbar und betragen nur einen
winzigen Bruchteil dessen, was eine Firma bezahlen müsste.
Ja, ich bezog mich mit obigem ja auch nur auf dieses etwas deftige Gesuch, mit all dem Rotz geschrieben, der zu der Zeit in mir hochkam.
Mit einem Stellengesuch kommt man in Möglichkeiten hinein, die
man auf dem offiziellen Stellenmarkt niemals zu sehen bekommt.
Auch ist die Gesprächssituation bei Vorstellungen eine viel
bessere.
Eben und eigentlich ist sie so wie wenn man selbstständig ist, zudem ist man als Selbstständiger nicht lästig wegen Sozialversicehrungspflicht und Kündigungsschutz, und man muss auch nicht sein innerstes nach aussen kehren wegen Kinderlos bleibend/ Dauerlebensabschnittsgefährte etc. UND man kann sogar mal an was rankommen was die teure und eigentlich einzigartige Quali nötig macht, weshalb ich dann eben auch genau die Variante Selbstständigkeit wählte.
Und überhaupt: Fast keine Konkurrenz und noch dazu höchst
attraktiv für Arbeitgeber.
Ein Narr, wer sich diese Chance entgehen lässt.
In Monster und Co steh ich auch noch drin (in der Hochqualifizierten Variante); in der Online-Börse vom AA stand ich auch aber das gab nur Angebote von Zeitarbeitsfirmen und schlimmeren, nicht ernstzunehmenden.
Aber anscheinend gefiel der Text, vielleicht kann ich den ja doch noch mal verwerten wenns wieder mal soweit ist 
Auch wenn ich inzwischen aus dem Gebährerwartungsalter raus bin. dafür ist mein Studium nicht mehr einzigartig, hier haben sie es zwar eingestampft mangels Studenten, anderswo spriessen aber grad vergleichbare Studiengänge aus dem Boden.
Gruß Susanne
Hallo!
Bewirb dich einfach ganz normal auf die Stelle ohne den Satz
mit der Familienplanung. Das geht doch dem Vorgesetzten nichts
an und wenn er nach schwereren Operationen fragt, kreuzt du
nein an, auch wenn es stimmt.
Grundsätzlich hättest Du ja Recht.
Allerdings gucken viele einfach auf Geschlecht + Alter und lassen einen gar nicht zu Wort kommen. Wenn ich Glück habe, wird ein entsprechender, ein der Bewerbung untergebrachter Satz gelesen. Ob die das dürfen oder nicht ist damit ziemlich egal. Bei einigen Firmen komme ich doch weder bis zum Gespräch noch zu irgnedwelchen Fragebögen.,
LG
Monroe
Hallo,
(…)
Sind da grundsätzlich die Online-Stellenmärkte interessant
oder ist es z.B. auch sinnvoll, Tageszeitungen oder andere
Medien zu nutzen?
Z.B. jetzt im IT-Bereich (Test + Support ERP)
Wenn du mal die Stellengesuche einer Tageszeitung anschaust, dann wirst du sehen, dass hier alles vertreten ist, von der Reinigungskraft bis zum Geschäftsführer in Spe.
Meines Erachtens sind Tageszeitungen sehr viel wirksamer als Onlineportale.
Nachdem ich in der Stuttgarter Zeitung inseriert hatte, wurde mir anhand der Rückmeldungen (fast 30) klar, wieviele mich zu suchen scheinen. Immerhin waren 5 richtig heisse Sachen dabei.
Gruss,
TR
Statistik und Praxis
Liebe Monroe!
Nein, da gebe ich dir nicht Recht. Das war vielleicht von 1945
und 1980 so, da blieben die Frauen noch brav bei den
Kinderchen zu Hause aber heute ist das schon lange ein großes
Tabuthema. Abgesehen davon gibt es ja Verhütungsmittel die es
damals nicht in dem Ausmaß wie heute gab. Außerdem wird nicht
jede Frau schwanger. Müsste doch der Chef als aufgeklärter
Mensch auch wissen. Außerdem gibt es Mütter die erst mit 40
oder 50 ihr erstes Kind kriegen. Heute geht ja der Trend mit
dem Kinderkriegen nach hinten. Früher war es normal wenn du
mit 20, 25 oder 30 schwanger warst.
Das habe ich ja doch gar nicht bezweifelt. Diese Erkenntnisse helfen nur nicht, wenn der Verantwortliche eben doch auf andere Art und Weise aussortiert. Und ich stand direkt daneben, wie hoch qualifizierte Bewerber im ersten Lauf aussortiert wurden weil die Bewerberin „bestimmt bald schwanger wird“. Da hilft keine Statistik. Dann habe ich mich ein wenig umgehört. Wenn Männlein und Weiblein gleich qualifiziert sind, gewinnt meistens auch der Mann. Da ist die Wahrscheinlichkeit einer Elternzeit geringer.
VG
Monroe
Hallo,
ich sehe das ein wenig anders, weil sich die
Wahrscheinlichkeiten enorm relativiert haben.
vor allem hat sich geändert, daß Frauen mit Kindern nicht zuhause bleiben, sondern wieder arbeiten wollen und auf einen Teilzeitarbeitsplatz sogar einen Anspruch haben. Mit anderen Worten: die Frau fällt also nicht nur für bis zu zwei Jahren aus, sondern taucht zu einem beliebigen Zeitpunkt wieder auf. Da die Arbeit in der Zwischenzeit auch erledigt werden muß, wird vermutlich noch ein neuer Mitarbeiter eingestellt.
Das stellt insbesondere kleinere Abteilungen bzw. Betriebe vor echte Probleme.
Gruß
Christian