Bewerbung bei Fehlender Ausbildung

Hallo
Ich würde mich gerne bei diversen Firmen bewerben, die Jobs als Lagerist oder ähnliches anbieten.
Leider habe ich den Beruf nicht gelernt, kann mir aber vorstellen, das ich mich da recht schnell reinarbeiten kann, da ich ja nicht dumm bin und ich sowieso vermute, das man selbst bei abgeschlossener Ausbildung noch in jedem Betrieb wieder „neu angelernt“ werden muß, da vermutlich jedes Lager anders organisiert wird.
Jedenfalls bin ich darüber unschlüssig, was ich dann in einer Bewerbung schreiben soll, damit man mich nicht gleich zur „Ablage P“ legt.
Da ich mich - bis auf meine Lehre - noch nie schriftlich irgendwo beworben habe weiß ich ohnehin nicht recht was ich schreiben soll.
Auch weiß ich nicht so recht, was ich mitschicken soll, wenn in dem Fall Zeugnisse und Berufsausbildungsnachweise verlangt werden (die ich zwar von meinem alten Beruf habe, aber für den neuen AG vermutlich völlig uninteressant sind).

Vielleicht kann mir jemand dazu ein paar Tips nennen oder hatte selber schon einen ähnlichen Fall.
Vielen Dank

Gruß
Andreas

Hallo,

Ich würde mich gerne bei diversen Firmen bewerben, die Jobs
als Lagerist oder ähnliches anbieten.

Warum gerade als Lagerist?

da ich ja nicht dumm bin und ich sowieso vermute, das man
selbst bei abgeschlossener Ausbildung noch in jedem Betrieb
wieder „neu angelernt“ werden muß, da vermutlich jedes Lager
anders organisiert wird.

Das ist schon richtig, aber so wie du - auch richtig - vermutest, wird in der Regel jemand vom Fach (und mit entsprechender Ausbildung, kann man auch ensprechende Kenntnisse voraussetzen) bevorzugt. Was nicht heißt, dass eine Bewerbung völlig sinnlos wäre.

Jedenfalls bin ich darüber unschlüssig, was ich dann in einer
Bewerbung schreiben soll, damit man mich nicht gleich zur
„Ablage P“ legt.

Ja da frag ich doch mal neugierig: Was hast du - außer der guten Meinung über dich, dass du das erlernen kannst - denn sonst noch zu bieten (Fähigkeiten/Fertigkeiten, Kenntnisse), was du dort gebrauchen könntest?

Auch weiß ich nicht so recht, was ich mitschicken soll, wenn
in dem Fall Zeugnisse und Berufsausbildungsnachweise verlangt
werden (die ich zwar von meinem alten Beruf habe, aber für den
neuen AG vermutlich völlig uninteressant sind).

Trotzdem mitschicken. Auch wenns mit der Tätigkeit nichts zu tun zu haben scheint, interessiert sich der AG ja für den Werdegang seines evtl. zukünftigen Mitarbeiters. Es belegt ja auch, dass du nicht irgendwo untätig ohne Ausbildung rumgelungert hast, sondern was getan hast.

Vielleicht kann mir jemand dazu ein paar Tips nennen oder
hatte selber schon einen ähnlichen Fall.

Erst mal wollen wir nach dem schauen, was du zu bieten hast, denn eine Aussage àla ‚‚Ich bin davon überzeugt, dass ich mich schnell in den Tätigkeitsbereich einarbeiten werde.‘‘ o.ä. wird den AG nicht unbedingt überzeugen.

MfG

Hallo,

Ich würde mich gerne bei diversen Firmen bewerben, die Jobs
als Lagerist oder ähnliches anbieten.

Das ist schon mal der erste grobe Fehler. Du streust dann nichtssagende, unqualifizierte Bewerbungen an Firmen, die vielleicht nicht mal einen Mitarbeiter suchen. Das ist ein Garant um 1000 Bewerbungen zu schreiben und nicht 1x zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden.

Leider habe ich den Beruf nicht gelernt, kann mir aber
vorstellen,

Auf welcher Grundlage? Wenn du den Beruf nicht kennst kannst du schlecht beurteilen welche Leistungen du dort erbringen kannst.

das ich mich da recht schnell reinarbeiten kann,
da ich ja nicht dumm bin und ich sowieso vermute, das man
selbst bei abgeschlossener Ausbildung noch in jedem Betrieb
wieder „neu angelernt“ werden muß, da vermutlich jedes Lager
anders organisiert wird.

Ja, das stimmt. Dennoch bist du in Konkurrenz mit anderen, die eine passende Ausbildung haben. Und da wird ein Arbeitgeber immer denjenigen vorziehen, der besser qualifiziert ist.

Jedenfalls bin ich darüber unschlüssig, was ich dann in einer
Bewerbung schreiben soll, damit man mich nicht gleich zur
„Ablage P“ legt.

Ganz grundsätzlich findest du sehr gute Bewerbungsratschläge bei http://www.jova-nova.com/. Das löst aber noch nicht das grundsätzliche Problem, dass du aus reinen Äußerlichkeiten immer hinter den besser Qualifizierten zurück stündest und auch keine praktischen Fähigkeiten nachweisen kannst - was als Alternative zu einer Ausbildung in dem Bereich auch machbar wäre.

Ich würde an deiner Stelle anders rangehen: versuche an eine Umschulung oder Ausbildung heranzukommen, da gibt es auch Fördermöglichkeiten. Oder versuch’ es über eine Zeitarbeitsfirma, damit die dich an Unternehmen vermitteln, bei denen es vielleicht Chancen zur Übernahme gibt…

Einfach so Bewerbungen heraushauen bringt nicht viel…

Da ich mich - bis auf meine Lehre - noch nie schriftlich
irgendwo beworben habe weiß ich ohnehin nicht recht was ich
schreiben soll.

Siehe den Link

Auch weiß ich nicht so recht, was ich mitschicken soll, wenn
in dem Fall Zeugnisse und Berufsausbildungsnachweise verlangt
werden (die ich zwar von meinem alten Beruf habe, aber für den
neuen AG vermutlich völlig uninteressant sind).

Das macht nichts. Wichtig ist ein lückenloser Lebenslauf. Wenn Du Zeugnisse hast - leg’ sie in jedem Fall dazu weil es beweist dass du Dinge geschafft hast, dass du Sachen gelernt hast. Das beweist dass du nicht blöd bist, sondern Sachen lernst und etwas geleistet hast, es also auch weiterhin tun wirst.

Wenn es Lücken im Lebenslauf gibt oder irgendwelche kritischen Sachen - sei ehrlich und offen. Es fällt schnell auf wenn man von Weltreisen nach Südamerika erzählt und dann aber kein Wort spanisch spricht… Solche Verarschungen fallen ganz schnell auf - und dann bist du raus.
Dann lieber dazu stehen - kaum ein Mensch hat eine perfekte Vita, viele sind mal auf die Nase gefallen oder haben Rückschläge erlitten. Sowas bricht dir nicht das Genick. Aber stehe dazu, weil dann machst du Punkte durch Ehrlichkeit.

Wenn du dazu etwas nennen kannst, was du dadurch gelernt oder erfahren hast („habe die Ausbildung abgebrochen weil ich erkannt habe dass es nicht meinen Neigungen entspricht“) zeugt auch das von deiner Fähigkeit, Situationen zu erkennen, zu beurteilen und zu handeln. Auch so kann man Kompetenzen darstellen und unterstreichen.

Vielleicht kann mir jemand dazu ein paar Tips nennen oder
hatte selber schon einen ähnlichen Fall.

2 Sachen sind wichtig: zum einen lass’ dich nicht unterkriegen wenn es Rückschläge gibt. Die erlebt jeder, auch Leute mit den tollsten Ausbildungen. Du bist kein dummer Mensch wenn du keine Ausbildung hast, dein Lebensweg schlängelte sich eben anders… wenn dir das dennoch jemand vorhält - nicht ärgern, lass’ den Idioten reden und starte einen neuen Anlauf bei einem anderen Arbeitgeber, der deine Persönlichkeit mehr zu schätzen weiß und dir Ausbildung hin oder her eine Chance gibt.

Das andere ist: du solltest dennoch darlegen können was dich für einen angestrebten Job qualifiziert, was der Arbeitgeber davon hat genau dich, obwohl kein ausgebildeter Lagerist, anstelle eines qualifizierteren Bewerbers anzustellen. Einfach nur „kann ja nicht so schwer sein, einarbeiten muß sich jeder, und es interessiert mich halt einfach“ ist etwas dünn. Da solltest du schon noch etwas mehr in die Waagschale werfen können.
Deswegen ist es wichtig gute Argumente zu haben, und die hast du mit irgendwelchen Fortbildungen / Kursen etc. seitens des Arbeitsamtes oder wenn du schon mal in so einem Job gearbeitet hast.

Vielleicht kannst du einen Staplerschein machen (nur so als Idee) oder anderes, was zeigt dass du ein guter Mann auf so einem Posten werden könntest.

Ansonsten würde ich eng mit dem Arbeitsamt, Zeitarbeit etc. rangehen, weil wahllos verschickte Bewerbungen kosten nur Mühe und Geld, und das bringt nichts. Da mußt du schon etwas gezielter herangehen.

Gruß,

MecFleih

Warum gerade als Lagerist?

Ist nur so eine Idee. Ich denke aber das die Chance zu einem Lageristen größer ist als z.B. zu einem Goldschmied :smile:
Außerdem werden wie gesagt in meiner Gegend sehr viele Stellen ausgegeben.

Ja da frag ich doch mal neugierig: Was hast du - außer der
guten Meinung über dich, dass du das erlernen kannst - denn
sonst noch zu bieten (Fähigkeiten/Fertigkeiten, Kenntnisse),
was du dort gebrauchen könntest?

Tja. Zunächst mal kann ich gut mit dem Computer umgehen. Auch in neue Programme konnte ich mich bisher immer gut einarbeiten (Auch ohne Schulung). Auch Datenbanken waren mir immer sehr vertraut. Ich liebe es einfach Dinge zu katalogisieren und zu sortieren. Seit ich ein Datenbank-Programm auf meinem PC hatte, habe ich angefangen jeden Blödsinn von mir in irgendeiner Weise festzuhalten :smile:
Staplerschein habe ich zwar nicht, aber gefahren bin ich die Dinger schon oft und so schwer fand ich das nun wirklich nicht.
Dabei habe ich mir z.B. auch ein komplettes Warenwirtschaftsprogramm zusammenprogrammiert (Für die Zeit wo ich einen kleinen Laden hatte).

Derzeit arbeite ich bei einem Paketdienst in der Sortierung. Dort muß man sehr schnell Adressen erkennen, diese „Positionszahlen“ zuordnen und in die entsprechende Position in den Fahrzeugen laden. Das klappt bei mir auch sehr gut (bin der gefragteste Mitarbeiter in meinem Bereich)

Mit dem Beruf des Lageristen hatte ich natürlich schon einblicke. In meiner Lehre, bzw. Berufszeit (Heizungsbauer) danach hatte ich immer wieder Kontakt zu solchen Berufen, da viele Firmen Lageristen hatten, die Waren ausgaben und zurückgekommene Waren wieder einsortierten.
Ob dieses nun mein Traumjob ist möchte ich mal bezweifeln, aber es wäre eine Möglichkeit.
Viel lieber würde ich eigentlich etwas machen in dem man etwas „aus dem Nichts schafft“. Also kreative Berufe wo man etwas „baut“. Dabei spielt es für mich keine Rolle ob dies der Beruf des Goldschmiedes oder eines Maschinenbauers wäre. Einen Plan zu bekommen und daraus etwas „ganzes“ zu machen fand ich schon immer riesig. Aber hier denke ich sind die Chancen noch geringer.

Ich werde mich da wohl mal mit dem Arbeitsamt zusammensetzen, wobei es in einer anderen Frage von mir hieß, das die Chancen für eine Umschulung in meinem Fall eher gering sind (weil ich nicht arbeitslos bin).
Gruß
Andreas

Hallo,

Tja. Zunächst mal kann ich gut mit dem Computer umgehen. Auch
in neue Programme konnte ich mich bisher immer gut einarbeiten
Ich liebe es einfach Dinge zu katalogisieren und zu
sortieren.

Staplerschein habe ich zwar nicht, aber gefahren bin ich die
Dinger schon oft

Dabei habe ich mir z.B. auch ein komplettes Warenwirtschaftsprogramm
zusammenprogrammiert (Für die Zeit wo ich einen kleinen Laden hatte).

Derzeit arbeite ich bei einem Paketdienst in der Sortierung.
Dort muß man sehr schnell Adressen erkennen, diese
„Positionszahlen“ zuordnen und in die entsprechende Position
in den Fahrzeugen laden.

Mit dem Beruf des Lageristen hatte ich natürlich schon
einblicke. In meiner Lehre, bzw. Berufszeit (Heizungsbauer)

Das sind doch schon einmal Punkte, welche man bei einer evtl… Bewerbung auf jeden Fall mit erwähnen sollte!

Viel lieber würde ich eigentlich etwas machen in dem man etwas
„aus dem Nichts schafft“. Also kreative Berufe wo man etwas
„baut“. Dabei spielt es für mich keine Rolle ob dies der Beruf
des Goldschmiedes oder eines Maschinenbauers wäre. Einen Plan
zu bekommen und daraus etwas „ganzes“ zu machen fand ich schon
immer riesig.

Jo … da solltest Du Dir noch einmal genauer Gedanken rüber machen.
Du solltest bedenken, welche Ausbildung Du Dir mit Deinen Vorkenntnissen (Schulbildung, Studium) leisten kannst, sowohl zeitlich als auch finanziell.

Ich würde auch gern dies oder jenes machen … ich träumte schon immer mal von Diesem und Jenem … aber meine Rechnungen muss ich auch bezahlen und geschenkt bekommt man nix.

Weiterbildungen sind möglich. Du solltest aber schon wissen, was Du willst. Diese Fragen stellt sich früher oder später Jeder einmal, viele schon gleich nach der Schule - andere satteln später um. Ist alles möglich, aber wie gesagt, eine Vorstellung von dem was Du willst solltest Du schon haben.

Aber hier denke ich sind die Chancen noch geringer.

Ohne Ausbildung, ja.

Ich werde mich da wohl mal mit dem Arbeitsamt zusammensetzen,

Auf jeden Fall solltest Du das. Auch solltest Du recherchieren und Dir eine Liste machen von allen Berufen die für Dich in Frage kämen.

wobei es in einer anderen Frage von mir hieß, das die Chancen
für eine Umschulung in meinem Fall eher gering sind (weil ich
nicht arbeitslos bin).

Was heute nicht ist …
Darüber würde ich mir nicht den Kopf zerbrechen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!! Erst einmal brauchst Du eine klare Vorstellung, von dem was Du willst. Wenn Du entschieden hast, dass du Maler und Lackierer werden willst, oder KFZ Mechatroniker, oder IT Spezialist … wie auch immer, erst dann kannst Du gezielt nach Möglichkeiten suchen.

Ein bisschen schwanger gibt es nämlich nicht.

PS: Im Übrigen, hab ich erst Hotelfachfrau gelernt - dann Bauzeichner und seit 10 Jahre übersetzte ich. Letztes Jahr habe ich entschieden, eine Weiterbildung (online) als staatlich geprüfte Übersetzerin zu machen, klappt soweit alles wie geschmiert. Mal sehen was ich in 10 Jahren mache …

Grüße
Jasmin

Hallo
Danke noch für deine Hilfe und dem „Mut zusprechen“.
Gelernt habe ich - wie schon gesagt - damals Heizungsbauer. War ein Job, den ich so bekommen habe, weil ich damals keine Lehrstelle gefunden habe und ein Mitschüler meinte, da und da suchen sie das noch und ich könnte mich da mal bewerben. Praktikum hatte ich damals als KFZ-Mechaniker und als Maschinenbauer gemacht. Beides gefiel mir sehr gut. In der KFZ-Werkstatt hatten sie aber leider schon einen (Sie hätten mich sonst gerne genommen) und die Lehrlinge von der Maschinenbau-Firma meinten, die Schule wäre sehr schwer.
So bin ich da rein geschlittert.
Das habe ich wie gesagt eine Weile gemacht, später auch in einer Leihfirma, wo ich viel Kontakt zu verschiedenen Firmen bekam (Meist aber außerhalb). 1999 bekam ich dann die Chance einen Laden zu übernehmen, was ich dann auch tat und war plötzlich Verkäufer :smile:
Das klappte nicht so ganz und habe den Halbtagsjob bei der Paket-Firma angenommen. Der Laden fiel letztes Jahr weg und jetzt mache ich nur noch den Halbtagsjob. Vollzeit ist aber nicht.

Deswegen überlege ich jetzt Krampfhast was ich wohl bis zu meinem Lebensende machen will.
Und wenn ich so in mich selber blicke erkenne ich eben die beiden Eigenschaften. Sortieren, Archivieren und „Selber Herstellen“. Das sind meine großen Stärken.
Und was es da für Berufe gibt muß ich selber erstmal sehen.
Das mit dem Goldschmied ergab sich so in einer Runde, weil ich z.B. 5 cm große Formel 1 Rennwagen aus Karton zaubere und so. Ist schon sehr filigran. Und viele Werkzeuge sind halt aus dem Goldschmiedebereich… .Obwohl man ja sein Hobby nie zum Beruf machen soll :smiley:
Aber genug geplaudert.
Danke für deine Hilfe.
Gruß
Andreas

Hallo
Danke noch für deine Hilfe und dem „Mut zusprechen“.

Gerne!
Deine Grenzen setzt Du Dir selber.
Es liegt nur an Dir!

Hi Andy,

weiter unten beschreibst du dich so als waerst du als Fachinformatiker besser aufgehoben :wink:

Versuch mal einen Quereinstieg als Datenbankmensch, kennst du dich mit PHP aus, wie ist es mit c# ? Der Beruf des Programmierers ist nicht geschuetzt, du kannst dich also als solcher bei deinen Bewerbungen bezeichnen.

Was die Lagerarbeit betrifft, wenn es da wirklich viele Jobs gibt, frag doch mal einen, der da schon arbeitet, welche Software die da benutzen oder mach einen Tag lang Praktikum. Dann kannst du diese Softwarekenntnisse schon mit in den Lebenslauf nehmen.

Toi, toi, toi

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