Bewerbung Fragen über email Klären

kann man für eine Ausbildung bevor man sich beworben hat da per Email Kontakt aufnehmen über Voraussetzungen fragen also ob irgendwas vorausgesetzt wird um sich zu bewerben?
Oder sollte man das unterlassen da des nicht gut rüber kommt ?

Üblicherweise gibt es in Ausschreibungen immer einen Satz: „Bei Fragen wenden Sie sich bitte an…“ Da rechnet alsoi jemand, daß er entsprechende Fragen bekommt.

Hmm, ich weiss - es ist vieel komfortabler, ein nettes Mail zu schreiben und abzuschicken. Und in vielen Fällen ist das auch die echt bessere Lösung: Du kannst die Mail schreiben, wenn Du fit und ausgeschlafen bist, musst nicht Deinem Gesprächspartner ewig hinterhertelefonieren bzw. riskierst ihn grad aufm Weg zum Töpfchen bzw. Meeting zu erwischen etc. Darum sind Mails sooo schlecht nicht.

ABER: schriftlich ist schriftlich und auf die Mail-Anfrage eines Bewerbers „Was muss ich denn können, um eine Ausbildung als Nasenbohrer in Ihrer tollen Firma zu beginnen?“ würde ich antworten „steht in der Ausschreibung, schicken Sie halt mal die Unterlagen“.

Ruft mich der Bewerber aber an und sagt „…interessiere mich für eine Ausbildung als Nasenbohrer und wollte mal fragen, ob / was / wie…“ könnte ich ins Plaudern kommen. Vermutlich würde ich fragen, was er denn schon so kann, was er glaubt, das so ein ausgelernter Nasenbohrer denn können muss und warum er gerade bei mir anruft. Und wenn der Bewerber dann schlau ist und mein Gespräch mitschreibt (bitte handschiftlich, es nervt wenn mein Gesprächspartner tippt!) dann hat er quasi die Bewerbung schon fertig und muss sie bloss noch ausformulieren und mir schicken :wink:

Achtung: die Fragen „ob / was / wie“ müssen wohl durchdacht sein und ein „erzählense mal“ reicht da nicht. Es könnte zum Beispiel sein, dass Du sagst, dass Du schon seit Jahren im Hobby-Nasenbohrerverein bist und dort gehört hast, dass man im Hobbybereich manche Sachen anders macht als ausbildete Profi-Nasenbohrer und Du wärest in Sorge, dass Du da was falsches geübt hättest.
Oder Du sagst ganz ehrlich, dass Deine klingonischen Sprachkenntnisse noch etwas ausbaufähig seien, und wieviel außerirdischen Kontakt man denn so habe. [Vorsicht bei „Schwächen“, da nimmste nur „behebbare“ Probleme: ein Autor der nichts mehr hasst als Aufsätze schreiben wäre vielleicht fatal…]

Klar. Wer sollte einen daran hindern?
Bei einer Email an info@abc.de besteht allerdings eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die einfach ignoriert wird oder du nur eine nichtssagende Antwort bekommst.
Wenn man nicht explizit einen Ansprechpartner hat, ist es besser, erstmal anzurufen und diesen zu erfragen. In der Email nimmt man Bezug auf das Telefonat.
Alternativ gibt es möglicherweise die Chance, direkt mit einem Verantwortlichen zu sprechen. Am Telefon sind die Leute bei aller Professionalität oft redseliger und weniger „vorsichtig“ als in Emails, sprich: Man erfährt mehr, und - wenn man’s richtig anstellt - mitunter auch Dinge, die man eigentlich gar nicht wissen sollte.

Man muss ja nicht seinen richtigen Namen angeben :wink:

Gruß,

Kannitverstan

sollte man es erwähnen wenn man zb keine Kenntnisse mit Bildbearbeitung hat bei einer Ausbildung stelle als Mediengestalter aber dafür andere Kenntnisse besitzt die Ausbildungsinhalte sind

Natürlich wird irgendetwas vorausgesetzt, die sind doch nicht „blöd“. Diese Frage kannst Du Dir also besser sparen. Eine E-Mail oder ein Anruf mit diesem Frageinhalt ist kontraproduktiv. Mache Dich erstmal schlau über den uns verschwiegenen Ausbildungswunsch und die zugehörigen Voraussetzungen.

Mehr Informationen findest Du z. B. im Internet unter (ohne Rangfolge!):



Welche Fragen bleiben dann noch offen?

Das kommt ein bisschen darauf an, was für andere Kenntnisse das sind. Oder anders gesagt „Nein, ich hab keinen Kaffee gekocht, aber schau wie ich daliege“ :slight_smile:

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Aber wiesu nicht? Ich meine, auf so ein Telefonat bereitet man sich doch vor! Man weiss, wie der Gesprächspartner heisst, was der Laden besonderes tut, hat ein paar Fragen zur Stelle notiert, hat einen funktionierenden Kuli neben sich und für den übelsten Fall auch nen Lebenslauf. Da kann man doch seinen Namen sagen?

Und vor allem: Der Einleitungssatz „Sehr geehrter Herr Bald-Cheffe, vielen Dank für das nette Telefonat heute Vormittag. Wie wir ja besprochen hatten, sende ich Ihnen anbei…“ ist unbezahlbar. Und wenn man richtig Glück hat, hebt man sich damit schon von dem einen oder anderen Mitbewerber ab :slight_smile:

Servus,

die liebe Susi Jana Boemer hat das recht elegant verpackt - ich vermute, Du wirst nicht verstanden haben, was sie meint:

Bei einer Bewerbung egal ob für Ausbildung oder irgendeinen Job ist es eine Riesenchance, wenn es einen echten (!!) Grund oder Anlass dafür gibt, jemanden ans Telefon zu kriegen - jemanden hören, mit jemandem reden ist viel, viel mehr als irgendwelche Mailereien. Wer diese Chance ohne Not vergibt, muss im Geist nicht so ganz von dieser Welt sein.

Rechne aber umgekehrt auch damit, dass Frau Ambacher-Krakowietz, die an der Besetzung der Ausbildungsplätze mitverantwortlich mitwirkt, auch umgekehrt mitkriegt, wen sie da am Telefon hat und wie die drauf ist. Wenn Du selten telefonierst oder aufgeregt oder unsicher bist, bereite Dich auf das Gespräch ein bissele vor.

Schöne Grüße

MM

BTW: Neben den Chancen, die so ein Telefonat bietet, kann man sich damit aber auch gehörig die Karten versauen, wenn man z.B. die Ausschreibung nicht richtig gelesen hat, auch zum Unternehmen noch nie Google bemüht hat, und auch vom Ausbildungsberuf gerade mal die Berufsbezeichnung kennt. D.h. man sollte vor so einem Gespräch sicherstellen, dass man dann im Gespräch auch souverän auftreten kann, und nicht gleich mit der Nase drauf gestupst wird, dass all die netten Fragen, die man stellen möchte, bereits hinreichend beantwortet wären, wenn man sich nur ein wenig Mühe gemacht hätte. Dabei darf man dann auch durchaus auf einen entsprechenden Einwurf antworten, dass man die üblichen Dinge durchaus schon gelesen hätte, aber genau folgendes wichtiges Detail dort leider nicht gefunden worden sei.

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Ich möchte dieses nur noch einmal fett unterstreichen! Es gibt immer noch genug dämliche Bewerbungsliteratur, die ein nichtssagendes Telefonat als Geheimtipp verpackt, damit man dann einen Einstiegssatz ala

Sehr geehrte Frau Sowieso,

bezugnehmend auf unser Gespräch blabla
vielen Dank für das freundliche Gespräch blabla

hat.
Damit kann man Personaler ziemlich leicht sauer fahren.

Soon

Hey MissCastle,

lese Dir die Antworten hier durch und hier ist auch noch mein Senf dazu:

Eine Email vorab ist zwar ok aber halt nur ok… besser ist immer das Telefonieren und zwar:

Telefonieren mit einem guten Grund… „ich WILL diesen Ausbildungsplatz!“ … aber wie schon ein paar mal erwähnt… der gute Grund sollte vor allem DIR selber klar sein… und den solltest Du plausibel und schlüssig deinem Gesprächspartner rüberbringen können (ist auch gut als Vorbereitung zum Vorstellungsgespräch)

ich gehe davon aus dass Du genau weißt warum Du dich für diesen Ausbildungsberuf entschieden hast

und wünsche Dir dabei viel Glück und Erfolg

Fronk

Im Idealfall hatte das Telefonat bereits so viel Subtanz, dass die Einladung zum persönlichen Bewerbungsgespräch quasi schon feststeht und nur noch daran hängt, ob die Formalien stimmen und der Bewerber wirklich geboren wurde. Man käme mit zwei Zeilen im Anschreiben aus. Aus Höflichkeit und weil man signalisieren möchte, dass man auch eine Stunde nach dem Telefonat noch begeistert will, schreibt man zwei Zeilen mehr.

Was die Frage mit der Bildbearbeitung angeht:
Grundsätzlich ist eine Ausbildung eine Ausbildung, also die Phase, wo man bestimmte Dinge ernst lernen soll. Das setzt vor allem voraus, dass zu erwarten ist, dass der Bewerber diese Dinge auch lernen kann. Es stellt sich beim Thema Bildbearbeitung also weniger die Frage, ob du da schon Genie bist, sondern vielmehr, ob du das lernen kannst. Erfahrungen in der Hinsicht sind nett, aber im Zweifel nicht zwingend.

Das wäre eine Schwäche, die du unter Umständen aber geschickt drehen kannst. Dafür müsstest du aber genau wissen, was da gefragt ist. Zum Beispiel, welche Programme so verwendet werden und was man damit so machen kann. Gut wäre auch, wenn du beschreiben könntest, wie du sonst so zu Computer und Co. stehst. Wenn da außer Social Media und Filmegucken nicht viel läuft, wäre das eh ein Grund, sich eine andere Ausbildung zu überlegen. Das gilt erst recht dann, wenn du eigentlich gar nicht gerne am, mit dem Computer arbeitest, dann solltest du den Job vergessen. Wenn da aber was läuft, kann man das beschreiben:

Ich habe zwar bisher noch nicht mit Bildbearbeitung gearbeitet, dafür aber xyz gemacht. Du kannst fragen, was erwartet wird, welches Programm, welche Fähigkeiten. Schließlich ist bis zum Ausbildungsstart ja auch noch eine Zeit hin und man könnte auch avisieren, dass man bis dahin gewisse Defizite schon mal ausbügelt.

Das alles vor dem Hintergrund, dass die Ausbildungsinhalte etwas sind, das man ja schließlich erst lernen und nicht grundsätzlich alles mitbringen soll. Schau dir mal an, was so für Voraussetzungen gefragt sind. Sowas findet man u.a. bei der Arbeitsagentur.

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