Hi @ all!
Ich habe gerade wieder eine „konventionelle“ Bewerbung eingetütet (also die übliche Zeugnismappe + Anschreiben). Unabhängig davon, dass es immer sehr aufwändig und in der Masse (leider kommen die Unterlagen oft in einem Zustand zurück, der nur noch für den Müll geeignet ist) auch kostspielig ist, finde ich diese Bewerbungsform mittlerweile auch ziemlich langweilig.
Ich habe nun die Idee (und wäre den Personalfachleuten unter Euch dankbar, mir Eure Einschätzung dazu mitzuteilen) eine kleine Präsentation auf CD zu brennen, die sowohl Lebenslauf und Zeugnisse, als auch Arbeitsbeispiele beinhaltet. Ich möchte sie auch richtig schön gestalten, so dass es Spaß macht, darin zu „blättern“. Ein Begleitschreiben würde ich in der üblichen Form beifügen.
Macht das Sinn? Oder ist das Blödsinn?
Neugierig:
Anja
Hallo Anja,
ich habe mich damals einmal mit meiner Seite beworben - das kam recht gut an, da viele Firmen in der IT versuchen das papierlose Büro zu bekommen. Es ist aber immer die Sache, was Du dort für einen Personalchef hast. Jemand, der knapp in Rente ist, und gerade mal weiss, wo ein PC an oder ausgeht … da macht das keinen Sinn 
Gruß,
Stephan
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Kommt drauf an…
Hallo Anja,
es kommt darauf an, in welcher Branche Du Dich bewerben willst, bei welcher Firma und auf welche Stelle?
Im IT-Bereich werden Papier-Berwerbung zum Teil gar nicht mehr berücksichtigt, wo hingegen die Stadt nur die ,steife" Art akzeptiert.
Auch bei Berufen im Grafik-, Design- Umfeld - wo auch im Job Kreativität gefragt ist - kommen solche Bewerbungen gut an.
Auch bei sehr kleinen Firmen, vor allem im Handwerkbereich, solltest Du auf extravagante Dinge verzichten.
Es ist halt von Fall zu Fall verschieden.
Vielleicht hast Du ein paar nähere Angaben, damit wir unsere Antworten auf Dich abstimmen können.
Gruß und viel Erfolg beim Bewerben!
stephy
Hi Stephy,
es kommt darauf an, in welcher Branche Du Dich bewerben
willst, bei welcher Firma und auf welche Stelle?
Als Sekretärin als Brotjob, Branche rel. egal, meine eigentliche Arbeit ist die Bildhauerei, aber davon kann man z.Zt. leider nicht leben. Deshalb ist mein Lebenslauf auch extrem ungewöhnlich, was die Angelegenheit nicht unbedingt erleichtert… Und da es so ist, dachte ich eben auch eine individuelle Bewerbung draufsetzen zu können.
Wer da draufspringt, der ist auch der richtige Chef für mich *g.
Anja
Hai,
kommt auf die Art des Jobs an. Seriöser Job erfordert auch ne seriöse Bewerbung. Ausserdem sollte es ja die Sachbearbeiter nicht länger als nötig aufhalten die Bewerbung zu checken.
Aber für Ideen für was ausgefallenes gibt es doch genug.
- Wie wärs mit einer Dose in die du die Bewerbung reinmachst.
- Verschick ne Flaschenpost.
- Oder mache die Bewerbung zum Puzzle.
- Wie wärs mit nem Kreuzworträtsel?
- Besorg dir ein Tagebuch und schreib ein paar Tage lang rein was du getan hast, natürlich falls du in der Zeit schon in der Firma gearbeitet hättest.
- Oder schreib ein Benutzerhandbuch für dich, was das „Gerät“ alles kann und zu was es fähig ist…
- Oder z.B. wenn es was mit Sport zu tun hat, mach ne Internetseite und verschick einen Fussball mit der Adresse drauf (kann man natürlich auch zu allen möglichen Sparten abwandeln).
- In der Adventszeit wär auch ein entsprechender Kalender möglich.
So das waren mal ein paar Ideen in 5 Minuten. Die siehst vieles ist möglich.
cu und ich wünsch dir möglichst bald einen job.
gk
Hi!
Auch da kommt es drauf an bei welcher Firma du dich bewerben möchtest!
Bei der DreBa z. B. könntest das gleich vergessen (und vermutlich bei einigen anderen größeren bzw. IT-Firmen auch), weil dort die CD-Laufwerke aus Sicherheitsgründen abgeschlossen bzw. gar nicht erst eingebaut sind. Kleinere Firmen haben nicht umbedingt die Software bzw. das KnowHow für deine Idee - von daher auch gefährlich.
Mein Geheimtip ist ja wie immer die Bewerbungen einfach zu faxen! Auch wenn die Meinungen darüber differieren ist eines sicher - die Bewerbungen fallen auf und das ist schlichtweg das Wichtigste bei einer Bewerbung…
Gruß
Bernd
Mein Geheimtip ist ja wie immer die Bewerbungen einfach zu
faxen! Auch wenn die Meinungen darüber differieren ist eines
sicher - die Bewerbungen fallen auf und das ist schlichtweg
das Wichtigste bei einer Bewerbung…
Hallo,
sicher, vor allem ist die Chance, dass die Bewerbung in falsche Hände gelangt besonders hoch, was zur allgemeinen Belustigung der Belegschaft führen wird.
Ich würde eine gefaxte Bewerbung sofort in Ablage P (Papierkorb) befördern. In jeder Firma schlagen heutzutage täglich hunderte Faxe, meist lästige Werbung, auf. Mit einer Fax Bewerbung disqualifiziert man sich sofort.
Gruß
Matthias
Hi,
klar ist das eine gute Idee.
Oder willst du in einer Firma arbeiten, die sowas nicht gut findet?
Versteh das als Denkanstoss.
Du hast was zu bieten, du bist gut. Wenn das einer Firma nicht gefällt, dann ist die halt zu schlecht für dich.
Gruss,
nur bei Personalern deren Flexibilität zu wünschen übrig lässt ;o)
Meine Quote wurde damals auf diesem Weg (wenn auch eher zwangsläufig eingeschlagen) um 200% verbessert - dagegen gibt es keine Argumente!
Bernd
Hi,
kommt auf die Art des Jobs an. Seriöser Job erfordert auch ne
seriöse Bewerbung. Ausserdem sollte es ja die Sachbearbeiter
nicht länger als nötig aufhalten die Bewerbung zu checken.
Stimmt genau, deshalb wundere ich mich über folgende Ideen:
- Oder mache die Bewerbung zum Puzzle.
- Wie wärs mit nem Kreuzworträtsel?
Eine Bewerbung sollte klar, übersichtlich und so geschrieben sein, dass die relevanten Informationen sofort ersichtlich sind. Stellst du dann deine Fähigkeiten noch individuell dar, so dass man sich nicht noch selbst herleiten muss, was du gut kannst und wo deine Stärken liegen, dann finde ich die Bewerbung gut. Schreib, wenn es zu teuer wird, eine Kurzbewerbung (ohne Zeugnisse). Es kann auch sinnvoll sein anzurufen und sich bei der Bewerbung auf den Anruf zu beziehen.
cu und ich wünsch dir möglichst bald einen job.
Ich auch
Gruß
Xelya
Hallo Anja,
ich könnte mir mehrere mögliche Szenarien vorstellen:
Auf die meisten Stellenausschreibungen kommen über 100 Bewerbungen.
Deine CD wird überhaupt nicht beachtet, da es viel schneller geht, die anderen konventionellen Mappen durchzusehen und sich niemand die Mühe macht, auf die CD zu gucken.
Aus Angst vor möglichen Computerviren wird Deine CD erst gar nicht ausgepackt. Viele Unternehmen starten keine unverlangt eingesendete Software, egal ob Bewerbung oder etwas anderes.
Du weckst die Neugier des Personalers und hebst Dich so von der Masse ab.
Ich denke, hier geht Probieren über Studieren. Du kannst ja dann hier Deine Erfahrungen posten
.
Gruß
east-coder
Danke…
für Eure Anmerkungen und Tipps.
Habe mich entschlossen, zweigleisig zu fahren: in „kreativen“ Branchen wie Werbung, Kultur mit CD und ansonsten konventionell. Da ich sowieso fast nur Blindbewerbungen schreibe (wann gibt’s schon mal ein gescheites Stellenangebot…) verschwindet die CD dann auch nicht zwischen Bergen von Mappen *g
Also nochmals Danke,
Anja
Hallo, (Anrede, in Bewerbungen idR. sinnvoll)
na wenn es bei DIR die Quote erhöht hat MUSS es ja stimmen. Und wer dem nicht zustimmt, dessen Flexiblität „lässt zu wünschen übrig“.
Du scheinst die Weisheit ja echt mit Löffeln gefressen zu haben. Wie oft hast Du denn schon Personalentscheidungen getroffen?
Matthias
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Kommt echt drauf an (länger)
Hallo,
schreibst Du Initiativbewerbungen oder antwortest Du auf Anzeigen?
-
Generell würde ich versuchen den Personalverantwortlichen an die Strippe zu bekommen und ein Gespräch zu führen (dafür gibts Lektüre) um direkt Interesse zu wecken und abzuschecken, ob sie Bedarf oder Interesse an einer Initiativbewerbung haben. Ich würde nicht bei der Firma anrufen, wenn abzusehen ist, dass sich sehr viele auf den Posten bewerben. Für den Personalchef wirds einfach nervig, wenn meherere hunderte Bewerber am Telefon versuchen einen guten Eindruck zu machen.
-
Eine gute Bewerbung ist das a und o. Ich hatte mal das Vergnüngen, aus einem Stapel von ca. hundert Bewerbern für meinen Chef die interessantesten herauszusuchen. Da überfliegt man nur jede Bewerbung, anders ist das zeitlich nicht zu machen. Negativ High-Lights waren Bewerbungen in einer Klarsichtfolie, ätzendes (von der Aufnahme her) Foto, unübersichtliche Bewerbung. Wenn man viele Bewerbungen durchsieht, erkennt man sofort die Standart-Bewerbungen, die formell richtig, dafür total uninteressant sind. Wenn Du Lektüre brauchst, sag kurz bescheid, dann empfehle ich Dir ein meiner Meinung nach gutes Buch. Tatsache ist, dass man für eine richtig gute und interessante Bewerbung ca. 20 Stunden braucht. (bei der ersten, bei den nachfolgenden geht es u. U. schneller). Ich habe selber vor einigen Monaten Bewerbungen geschrieben und kann deswegen aus Erfahrung sprechen.
Viel Erfolg!
Tschüs
Axel
ohje…
nur bei Personalern deren Flexibilität zu wünschen übrig lässt
;o)Meine Quote wurde damals auf diesem Weg (wenn auch eher
zwangsläufig eingeschlagen) um 200% verbessert - dagegen gibt
es keine Argumente!Bernd
Hallo, (Anrede, in Bewerbungen idR. sinnvoll)
naja, der Kommentar war überflüssig da völlig falsch, denn in fortlaufenden threads muss sicherlich nicht jedesmal erneut die Anrede stehen ;o) also erstmal nachdenken bevor man andere kritisiert…
na wenn es bei DIR die Quote erhöht hat MUSS es ja stimmen.
wie wäre es mit Gegenargumenten, zumal ich auf die Faxbewerbungen positiv angesprochen wurde und nur dadurch zu Gesprächen kam…
Und wer dem nicht zustimmt, dessen Flexiblität „lässt zu
wünschen übrig“.
Naja, bei dir lag ich da glaub ich richtig - Irrtum ist zwar möglich doch bezweifel ich das sehr…
Du scheinst die Weisheit ja echt mit Löffeln gefressen zu
haben.
zumindest kann ich mit sinnvollen Argumenten aufwarten und deine Reaktion darauf passt ins Bild…
Wie oft hast Du denn schon Personalentscheidungen
getroffen?
Nicht oft, aber immerhin kenne ich etliche Personaler, die allerdings auf meinem Markt keinerlei Chancen hätten mit deiner Einstellung!
Bernd
Hi Axel,
formell richtig, dafür total uninteressant sind. Wenn Du
Lektüre brauchst, sag kurz bescheid, dann empfehle ich Dir ein
meiner Meinung nach gutes Buch. Tatsache ist, dass man für
eine richtig gute und interessante Bewerbung ca. 20 Stunden
braucht. (bei der ersten, bei den nachfolgenden geht es u. U.
schneller). Ich habe selber vor einigen Monaten Bewerbungen
geschrieben und kann deswegen aus Erfahrung sprechen.
Das Buch würde mich interessieren!
Aber das mit den 20 Stunden stimmt auf jeden Fall. Kommt halt drauf an, was man als „bewerben“ mitzählt *g*
Viel Grüße,
Dennis
Hallo,
- Generell würde ich versuchen den Personalverantwortlichen
an die Strippe zu bekommen und ein Gespräch zu führen (dafür
gibts Lektüre) um direkt Interesse zu wecken und abzuschecken,
ob sie Bedarf oder Interesse an einer Initiativbewerbung
haben.
Definitiv ja!
Ich würde nicht bei der Firma anrufen, wenn abzusehen
ist, dass sich sehr viele auf den Posten bewerben. Für den
Personalchef wirds einfach nervig, wenn meherere hunderte
Bewerber am Telefon versuchen einen guten Eindruck zu machen.
Hm… wie kannst du abschätzen, wieviele Personen sich bewerben werden und wieviele davon sich vorab telefonisch informieren? (Meine Erfahrung zeigt, dass viele den telefonischen kontakt vor einer Bewerbung scheuen, weil sie Angst haben, sich negativ darzustellen oder aber kein Interview am Telefon möchten - könnte ja passieren)
Was glaubst du wohl, ob eine Firma, die eine Anzeige schaltet, auf die sich mehrere hundert Bewerber telefonisch melden, auch ihre Möglichkeiten hat, diese mehreren hundert Bewerber von ihrem Personalchef abzuhalten?
- Eine gute Bewerbung ist das a und o. Ich hatte mal das
Vergnüngen, aus einem Stapel von ca. hundert Bewerbern für
meinen Chef die interessantesten herauszusuchen. Da überfliegt
man nur jede Bewerbung, anders ist das zeitlich nicht zu
machen.
Da stimme ich zu.
Tatsache ist, dass man für
eine richtig gute und interessante Bewerbung ca. 20 Stunden
braucht. (bei der ersten, bei den nachfolgenden geht es u. U.
schneller). Ich habe selber vor einigen Monaten Bewerbungen
geschrieben und kann deswegen aus Erfahrung sprechen.
Du meinst, Tatsache ist, das du 20 Stunden gebraucht hast? Diese Zahl als Standard anzusetzen halte ich für völlig übertrieben, es sei denn, du musst dir wirklich alle Daten für den Lebenslauf einzeln raussuchen etc. Die „Erstellungszeit“ für Folgebewerbungen wird dann aber wohl weit unterhalb der 20 Stunden liegen.
Viel Erfolg!
Von mir auch!
Gruß
Xelya