Folgender Fall:
Auf eine schriftliche Bewerbung folgt ein Schreiben eines Unternehmens, dass die Unterlagen eingegangen sind, und man sich zu gegebener Zeit meldet.
Wenn ich aber nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten will, ab wann kann ich dann in diesem Fall nachhaken?
Wegen dieser Antwort werde ich zwar wieder beschimpft, aber ich sage es trotzdem.
Wenn ich (Referent) ein Bewerbungsverfahren am laufen habe, dann versuche ich schnellst möglich alle Unterlagen zu klassifizieren und zu bearbeiten! Aber bevor der Idealkandidat nicht unterschrieben hat schicke ich keine Unterlage zurück.
Erstens weil ich nicht darf (Alle Bewerbungsunterlagen (Bunts) müssen dem vor Einstellung dem BR vorgelegt werde),
zweitens weil ich erst glaube das jemand anfängt wenn er unterschrieben hat.
Was mache ich jetzt wenn jemand anruft um nach dem Stand der Dinge zu fragen?
Ich kann ihm die Wahrheit sagen!
Prima sie sind zweite Wahl aber wenn mein Favorit abspringt schaue ich mir ihre Unterlage noch mal an!
Ich kann die Wahrheit ein wenig beschönigen!
Sie sind auf Platz zwei eigentlich meine erste Wahl aber die Fachabteilung sieht das noch anders, warten sie ein wenig dann habe ich die überzeugt
Ich kann Lügen!
Die Stellenplanproblematik ist noch nicht geklärt, es kann sein das die Abteilung umstruckturiert wird, und bis dahin sind alle Bewerbung auf Eis gelegt!
Auf jeden Fall habe ich als Ref. ein Problem und kein Mensch will Probleme!
Ich habe noch niemals eine Bewerbung tatsächlich vergessen!!!
Kurz und bündig, Nachfragen hinterlassen bei mir immer einen komischen Beigeschmack Warum hat die Frau es eilig? Muss sie etwa aus ihrer Firma raus? Hat sie Dreck am Stecken.
Der einzige Grund nachzufragen ist, wenn Du einen anderen Vertrag unterschreiben willst und die anderen Stelle auf die Dringlichkeit hinweisen möchtest! Entweder sie schicken Dir dann eine Einladung oder du kannst beruhigt Deine Bewerbung zurück ziehen
Hallo Sarah,
nachfragen - zu jeder Zeit! Im Gegensatz zu Norbert bin ich der Meinung, dass es ein gutes Zeichen ist, wenn jemand nachfragt. Schliesslich suche ich als Firma aktive, eigenverantwortliche MA, die sich nicht einfach in ihr wochenlanges Warteschicksal fügen und die Entscheidung mit einem Achselzucken hinnehmen. Bewerber und Firma sind Partner. Der Bewerber ist doch kein Opfer, das sich nach allem zu richten hat.
Es ist - da in der Regel immer mehrere Menschen an einem Auswahlprozess beteiligt sind - auch ein gutes Feedback zu den internen Prozessen (He Leute, wir sind zu langsam!). Optimalerweise läuft der interne Prozess so zügig ab, dass ein Bewerber gar nicht erst nachfragen muss. Wenn es doch zu einer Verzögerung kommt, spricht ja nichts gegen ein zweites Schreiben, eine kurzen Anruf, 'ne schnelle Mail zur Info - oder? Dass es eben noch etwas dauert, wir aber wirklich versuchen, zurück zu kommen. Geht nicht über gute Kommunikation. Was anderes ist die Frage, WIE Du nachfragst! „Was ist denn jetzt“ ist nicht ganz so clever, wie vielleicht ein „kann ich noch weitere Infos zur Verfügung stellen, um die Entscheidung zu unterstützen?“ Oder klar sagen, dass man mehrere Bewerbungen laufen hat und langsam in Zugzwang kommt. Eine gute Firma wird darauf immer reagieren! Aus Initiative und Selbständigkeit (die in 4/5 aller Stellenangebote doch verlangt werden!) mit Skepsis und „hat wohl Dreck am Stecken“ zu reagieren, finde ich traurig - was ist das denn für eine Grundeinstellung Menschen gegenüber?
Also…ruhig fragen - auf eine gute Weise.
Gruss
Lio
ich stimme Dir zu. Nachfragen bringt doch niemanden in Misskredit. Hier ein Zitat aus einem Antwortschreiben einer Bank auf eine Bewerbung: (Zunächst Danke für die Bewerbung - Dann Bitte um Verständnis, dass die Prüfung der Unterlagen ein wenig dauern kann) „Sollten Sie in der Zwischenzeit Rückfragen haben, freuen wir uns über Ihren Anruf.“