Bewerbungen richtig schreiben

Hallo!

Brauche mal ein paar Infos. Ich bin seit einem dreiviertel Jahr zu Hause. Habe wegen Mobbing selber gekündigt. Mir fällt jetzt echt die Decke auf den Kopf und ich werde langsam depressiv. Jede Bewerbung die ich schreibe kommt zurück. Leider bekommen immer andere den Job. (Nun denen gönne ich es ja auch) Nun frage ich mich, ob ich an meiner Bewerbugn was ändern kann, dass sie auffällt. Ich will ja auch nicht so wahnsinnig viel Geld verdienen. Soll ich meine Vorstellungen mit reinschreiben?
Das Zeugnis von meiner ehemaligen Firma kann ich nicht verwenden, dass hat die Mobbing-Kollegin geschreiben. Ist demzufolge unter aller Sau. Dennoch hat man mich nie abgemahnt oder gekündigt. SELTSAM!
Für ein paar Infos, gern auch als Mail, wie man eine Anschreiben verbessert, wäre ich sehr dankbar.

Jana

Hallo!
Hier pauschal etwas zu sagen, wie „Dies mußt Du besser machen“ oder so, geht so meiner Meinung nach nicht. Es wäre schön gewesen, wenn Du Deine Bewerbung gepostet hättest bzw. einen Link dazu.
Die Gehaltsvorstellung würde ich auf jeden Fall mit in die Bewerbung setzen.
Gruß
Florian
http://www.fs-it-online.de

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

in der Brettbeschreibung dieses Bretts ist ein nützlicher Link (jova-nova)

Ich würde meine Gehaltsvorstellung niemals in der Bewerbung erwähnen. Das ist Verhandlungsspielraum den du aufgibst und das ist ein mögliches Ausgrenzungskriterium. Wenn du per Anschreiben überzeugen kannst ist diese Angabe eher nebensächlich, also konzentriere dich auf die Formulierungen.

Gruss D.K.

Hi!

Nun frage ich mich, ob ich an meiner Bewerbugn was
ändern kann, dass sie auffällt.

Die Seite jova-nova wurde ja schon genannt!
Lies Dich da mal richtig ein und nehme den guten Mann ernst, auch, wenn er sehr locker schreibt!

Ich will ja auch nicht so
wahnsinnig viel Geld verdienen. Soll ich meine Vorstellungen
mit reinschreiben?

Tja, ich will es mal so sagen: Wenn in den Stellenangeboten ein Gehaltswunsch gefordert eird, sollte er auf jeden Fall rein!
Wenn Du schon bei der Bewerbung nicht auf die bescheidenen Wünsche des Arbeitgebers in spe eingehst, was soll er denn denken, wie Du arbeitest?
Wenn dort nichts steht, kannst Du den Gehaltswunsch mit reinsetzen - musst es aber nicht unbedingt…
Dazu sollte Dein Bewerbungsanschreiben allerdings so offensiv (oder anders interessant) sein, dass der Bewerbungsempfänger diesen Passus gar nicht vermisst…

Das Zeugnis von meiner ehemaligen Firma kann ich nicht
verwenden, dass hat die Mobbing-Kollegin geschreiben. Ist
demzufolge unter aller Sau.

Da hättest Du besser damals gegen klagen sollen! Aber was bringt Dir dieser neunmalkluge Spruch jetzt?

Für ein paar Infos, gern auch als Mail, wie man eine
Anschreiben verbessert, wäre ich sehr dankbar.

Wie gesagt, schau Dich bei jova-nova um (DIE Bewerbung gibt es nicht - deshalb sind Satzbausteine eher überflüssig) http://www.jova-nova.de/ und nimm Dir Zeit für die Bewerbungen!!!

LG
Guido

Hallo!

Brauche mal ein paar Infos. Ich bin seit einem dreiviertel
Jahr zu Hause. Habe wegen Mobbing selber gekündigt. Mir fällt
jetzt echt die Decke auf den Kopf und ich werde langsam
depressiv. Jede Bewerbung die ich schreibe kommt zurück.
Leider bekommen immer andere den Job. (Nun denen gönne ich es
ja auch) Nun frage ich mich, ob ich an meiner Bewerbugn was
ändern kann, dass sie auffällt. Ich will ja auch nicht so
wahnsinnig viel Geld verdienen. Soll ich meine Vorstellungen
mit reinschreiben?

Es ist natürlich schwer dazu etwas zu schreiben weil niemand Deine Bewerbungen kennt. Allerdings:

Problem 1: Statistisch fliegen die meisten Bewerbungen schon aus rein formalen Gründen aus dem Rennen. Dazu zählen Rechtschreibfehler, Eselsohren, Kaffeeflecken oder auch fehlende Unterlagen. Solche Schnitzer sind eigentlich Kleinigkeiten, für einen Personalentscheider sind es aber erste Kriterien der Auswahl - wer sich bei einer Bewerbung keine Mühe gibt ordentliche Unterlagen zu senden ist aus dem Berg der Bewerber gleich aussortiert. Mag sein daß so auch viele Bewerber herausfallen, die eigentlich auf die Stelle gepaßt hätten, aber nach irgendwelchen Kriterien muß eben die Auswahl eingeschränkt werden, und hier ist eben das erste Kriterium.
Wenn Du also unvollständige Unterlagen einreichst wird man den Rest Deiner Bewerbung regelmäßig gar nicht erst lesen. Insofern ist es wichtig daß Du nicht wegen solcher vermeidbaren Fehler regelmäßig in der ersten Auswahl schon rausfliegst.

Problem 2: Dieser kurze Text, den Du hier geschrieben hast, wirkt zwischen den Zeilen so als ob Du zwar einen Job suchst, aber so richtig motiviert scheinst Du nicht. Du hast eine Weile lang zu Hause herumgesessen, Geld interessiert Dich auch nicht wirklich, auf den einschlägigen Seiten mit Bewerbungstips hast Du dich (offensichtlich) noch nicht umgesehen, nicht mal gegen das schlechte Zeugnis hast Du dich zur Wehr gesetzt, nachdem Du sowieso nicht gegen das Mobbing gekämpft oder die Abteilung gewechselt hast, sondern gleich gegangen bist. Ein Bemühen um positive Refferenzen hast Du nicht gezeigt, sondern hast das ungerechte, schlechte Zeugnis einfach akzeptiert.

Das alles erscheint sehr lustlos, wenig motiviert. Auch wenn Du in den Bewerbungen vielleicht etwas anders formulierst kann ich mir gut vorstellen daß die im Gesamtergebnis auch nicht unbedingt vor Elan, Zielstrebigkeit und Motivation geprägt sind. Sowas ist aber „tödlich“, denn eine Bewerbung sollte Neugier und Interesse an Dir wecken, Du mußt als jemand rüberkommen der die neue Firma bereichert, Du mußt der Hauptgewinn unter vielen anderen Bewerbern sein. Unter Umständen sind es nur Kleinigkeiten, die den Charakter Deiner Bewerbung bestimmen, aber so wie ich es in diesem Deinem Text wahrgenommen habe spürt womöglich auch derjenige, der Deine Bewerbung liest, daß Du eher lustlos als motiviert bist.

Das Zeugnis von meiner ehemaligen Firma kann ich nicht
verwenden, dass hat die Mobbing-Kollegin geschreiben. Ist
demzufolge unter aller Sau. Dennoch hat man mich nie abgemahnt
oder gekündigt. SELTSAM!

Gegen ein schlechtes Zeugnis kann man sich wehren, man muß das nicht akzeptieren! Ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall, auch jetzt noch, alles daran setzen ein faires Zeugnis zu bekommen! Wenn Du die schlechte Beurteilung hinnimmst wird sie Dich den Rest Deines Lebens begleiten und Du wirst immer wieder damit zu kämpfen haben. Das muß nicht sein, vor allem weil es ja gar nicht stimmt.

Und die reinen Formulierungen etc. für die Bewerbung mußt Du dann selber überlegen. Es gibt da erstens keine feste Form und zweitens kannst Du das mitunter auch individuell auf das Unternehmen abstimmen oder die Stellenanzeige abstimmen. Ich habe mich z. B. mal erfolgreich bei einer Firma beworben, deren Slogan war „Mit XY zum Erfolg.“. Ich habe im Anschreiben an diese Firma dann geschrieben daß ich mich bewerbe weil ich auch gerne mit XY zum Erfolg kommen möchte…

Gruß,

MecFleih

Problem 2: Dieser kurze Text, den Du hier geschrieben hast,
wirkt zwischen den Zeilen so als ob Du zwar einen Job suchst,
aber so richtig motiviert scheinst Du nicht. Du hast eine
Weile lang zu Hause herumgesessen, Geld interessiert Dich auch
nicht wirklich, auf den einschlägigen Seiten mit
Bewerbungstips hast Du dich (offensichtlich) noch nicht
umgesehen, nicht mal gegen das schlechte Zeugnis hast Du dich
zur Wehr gesetzt, nachdem Du sowieso nicht gegen das Mobbing
gekämpft oder die Abteilung gewechselt hast, sondern gleich
gegangen bist. Ein Bemühen um positive Refferenzen hast Du
nicht gezeigt, sondern hast das ungerechte, schlechte Zeugnis
einfach akzeptiert.

Dazu: Ich war danach lange krank und mußte sogar Medikamente nehmen. Ich hatte einfach nicht die Kraft, mich gegen diesse Faru zu wehren. Außerdem stand mein Ex-Chef zu keinem und hat sich da aus allem raus gehalten. Ich bin heute noch depressiv, wenn ich daran denke.
Die Abteilung (weiß nicht wer das von euch geschrieben hatte) konnte ich nicht wechseln. Wir hatten nur ein Büro mit 3 Mitarbeitern und einem Miststück!

Gegen ein schlechtes Zeugnis kann man sich wehren, man muß das
nicht akzeptieren! Ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall,
auch jetzt noch, alles daran setzen ein faires Zeugnis zu
bekommen! Wenn Du die schlechte Beurteilung hinnimmst wird sie
Dich den Rest Deines Lebens begleiten und Du wirst immer
wieder damit zu kämpfen haben. Das muß nicht sein, vor allem
weil es ja gar nicht stimmt.

Ich habe Schiss davor. Wer zahlt denn den ganzen Aufwand? Hast du schon mal gelesen, was ein Anwalt verlangt? Und wer weiß, was die mir in meine Akte geschrieben hat? Ich traue der keinen Schritt!

Hi,

Dazu: Ich war danach lange krank und mußte sogar Medikamente
nehmen. Ich hatte einfach nicht die Kraft, mich gegen diesse
Faru zu wehren. Außerdem stand mein Ex-Chef zu keinem und hat
sich da aus allem raus gehalten. Ich bin heute noch depressiv,
wenn ich daran denke.
Die Abteilung (weiß nicht wer das von euch geschrieben hatte)
konnte ich nicht wechseln. Wir hatten nur ein Büro mit 3
Mitarbeitern und einem Miststück!

Ich habe Schiss davor. Wer zahlt denn den ganzen Aufwand? Hast
du schon mal gelesen, was ein Anwalt verlangt? Und wer weiß,
was die mir in meine Akte geschrieben hat? Ich traue der
keinen Schritt!

Ich mache Dir auch keinen Vorwurf daraus und kann Deine Situation gut verstehen, mir geht’s in einer gewissen Hinsicht auch nicht besser als Dir.

Nur: das alles interessiert jemanden, der Dich zukünftig einstellen soll, in keiner Weise. Der möchte, um sich für Dich zu entscheiden, Dinge lesen die Dich als Glücksfall für ihn und seine Stelle erscheinen lassen. Denjenigen interessiert eine offensichtlich hohe Motivation, das Bemühen sich anzustrengen, etc.

Was Du real bist, hast oder kannst steht im Grunde auf einem anderen Blatt bzw. interessiert erst später. Bei der Bewerbung kommt es darauf an interessant zu sein, Werbung für sich zu machen. Du darfst natürlich keine Werbeaussagen machen, die Du später nicht halten kannst. Aber Du darfst natürlich auch nicht gleich mit Deinen Nachteilen herausrücken. Und die Quintessenz Deines Textes hier klingt wenig überzeugend.

Würdest Du, wenn Du jemanden einstellen willst, jemanden auswählen der eher unmotiviert ist, es ist ihm auch wurscht wieviel Geld zu verdienen ist, das Zeugnis liegt nicht bei und ist, wenn man es dann später doch sieht, schlecht ausgefallen, derjenige tut kund daß er kränklich ist und da sich eine Frau bewirbt könnte die auch noch schwanger werden…?
Ob eine solche Denke „fair“ oder „sinnvoll“ ist interessiert jetzt nicht, es interessiert nur daß Personalchefs so denken - und was die denken ist Gesetz, davon hängt ab ob man eingestellt wird oder nicht.

Krank gewesen zu sein und erst Recht Frau zu sein (und schwanger werden zu können) sind Minusfaktoren, die Du nicht verändern kannst. Ich will das nicht hochspielen, es ja auch nicht so ist daß deswegen keine Frauen mehr eingestellt werden. Aber man macht sich auch etwas vor wenn man nicht der Tatsache ins Auge sieht daß Personalentscheider teilweise solche Kriterien haben.

Was das Zeugnis angeht: Du mußt ja nicht morgen in die Firma latschen und von der Hexe verlangen daß die Dir ein tolles Zeugnis schreiben muß, genauso wie Du nicht gleich einen Anwalt brauchst.
Mach’ Dich doch erstmal schlau welche Rechte und Möglichkeiten Du hast um noch an ein faires und gutes Zeugnis zu kommen. Dazu gibt es sicher viele Hinweise und Tips, vielleicht auf speziellen Mobbing-Opfer-Seiten etc.
Und wenn Du Deine Rechte kennst kannst Du auch ganz ohne Anwalt entsprechende Schreiben formulieren. Sowas läuft eh schriftlich, Du mußt sicher nicht persönlich in Deiner alten Firma vorsprechen. Abgesehen davon würde ich mich in dieser Angelegenheit an den Chef wenden. Er kann sich ja nicht aus allem heraushalten… Hat das Zeugnis überhaupt der Chef unterschrieben, gibt es sonstige formale Fehler? Vielleicht brauchst Du gar nicht auf die Änderung eines bestehenden Zeugnisses drängen sondern kannst gleich ganz fordern daß Dir ein korrektes Zeugnis ausgestellt wird…

Ich kann gut verstehen daß Dir das alles an die Nieren geht und die Motivation, sich andauernd mit Absagen oder unverschuldeten Problemen im alten Betrieb auseinanderzusetzen, nicht gerade groß ist.
Aber es nützt nix, für eine erfolgreiche weitere Bewerbung mußt Du einfach in der Lage sein einen motivierten, positiven Eindruck zu erwecken…

Gruß,

MecFleih

1 „Gefällt mir“

Hi,

die anderen hier haben ja schon recht viel an hilfreichem genannt.

Was mir jedoch beim Studieren Deiner Anfrage aufgefallen ist, ist Dein Zeugnis.
Dieses würde ich auf alle Fälle prüfen lassen und wenn Beanstandungen dabei herauskommen, die Ausstellung eines neuen Zeugnisses fordern.

Gruß und viel Erfolg bei der Jobsuche

Chris

Hallo Jana,

wie die meisten schon geschrieben haben, zählt der erste Eindruck Deiner Bewerbung. Ich tu mich da auch immer ein bißchen schwer.

Im Handel gibt es spezielle dreiteilige Bewerbungsmappen. Das heißt, vorne steht „Bewerbung“ drauf, Du klappst die Mappe auf und hast dann noch eine Seite, in die Du Deinen Lebenslauf einfügen kannst, dann kann man die Seite nochmal aufklappen und dort heftest Du dann alle Deine Zeugnisse und Beurteilungen ein.

Ganz wichtig: das Bewerbungsfoto. Lass es bei einem ordentlichen Fotografen machen. Ich hab zwar selbst gut 16 EURO für 4 Stück bezahlt, aber wurde dann auch gut beraten, was das Styling betrifft (ob, der Ausschnitt der Bluse nicht zu weit ist, ob die Haare richtig sitzen). Ich wurde sogar noch gescminkt, damit ich auf dem Foto nicht glänze. Als Hintergrund würde ich etwas Farbe empfehlen. Hellblau wirkt sehr frisch. Und professionelle Passbilder sind auch etwas größer als die normalen und sehen nicht billig aus.

Bei mir hat es zumindest funktioniert. Ich stand in der engeren Auswahl und wurde schließlich trotz kleiner Lücken im Lebenslauf auch wegen der Aufmachung meiner Bewerbungsmappe gewählt.

Gruss, Danie

Bewerbungsmappen und deren Sinn
Hi!

Im Handel gibt es spezielle dreiteilige Bewerbungsmappen. Das
heißt, vorne steht „Bewerbung“ drauf, Du klappst die Mappe auf
und hast dann noch eine Seite, in die Du Deinen Lebenslauf
einfügen kannst, dann kann man die Seite nochmal aufklappen
und dort heftest Du dann alle Deine Zeugnisse und
Beurteilungen ein.

Und genau diese teile landen bei mir nicht auf dem ersten Haufen!

Personaler sind Menschen, und Menschen sind faul!

Wenn ich erst eine größere Bastelarbeit erledigen muss um die Unterlagen zwecks Kopie zu entnehmen, habe ich bei 50 Bewerbungen am Tag keinen Bock mehr!
Ich bevorzuge einfache Klemmhefter (nicht die ganz billigen Schlabberteile, sondern die etwas stabileren)!

Ich habe in meiner ganzen Laufbahn sage und schreibe eine einzige Personafachfrau kennen gelernt, die diese ach so tollen Bewerbungsmappen bevorzugt hat…

Ganz wichtig: das Bewerbungsfoto. Lass es bei einem
ordentlichen Fotografen machen. Ich hab zwar selbst gut 16
EURO für 4 Stück bezahlt, aber wurde dann auch gut beraten,
was das Styling betrifft (ob, der Ausschnitt der Bluse nicht
zu weit ist, ob die Haare richtig sitzen). Ich wurde sogar
noch gescminkt, damit ich auf dem Foto nicht glänze. Als
Hintergrund würde ich etwas Farbe empfehlen. Hellblau wirkt
sehr frisch. Und professionelle Passbilder sind auch etwas
größer als die normalen und sehen nicht billig aus.

Unbedingt!

Bei mir hat es zumindest funktioniert. Ich stand in der
engeren Auswahl und wurde schließlich trotz kleiner Lücken im
Lebenslauf auch wegen der Aufmachung meiner Bewerbungsmappe
gewählt.

Wobe da auch ganz andere Kriterien eine Rolle spielen können, wie z.B. die Wahl des Papiers, die allgemeine Übersichtlichkeit, etc.

Liebe Grüße
Guido

P.S. Direkt auf den Absagehaufen kommen Unterlagen, bei denen jedes Blatt einzeln in eine Klarsichthülle gepackt ist - wie gesagt: Faulheit!

Hi!

Im Handel gibt es spezielle dreiteilige Bewerbungsmappen.

Und genau diese teile landen bei mir nicht auf dem
ersten Haufen!

Personaler sind Menschen, und Menschen sind faul!

Wenn ich erst eine größere Bastelarbeit erledigen muss um die
Unterlagen zwecks Kopie zu entnehmen, habe ich bei 50
Bewerbungen am Tag keinen Bock mehr!
Ich bevorzuge einfache Klemmhefter (nicht die ganz billigen
Schlabberteile, sondern die etwas stabileren)!

Das mag ja sein, aber wir geben uns ja schließlich auch Mühe mit Gestaltung unserer Bewerbungsmappen. Wir müssen erst ewig nach zutreffenden Stellenangeboten suchen und die Zeit haben wir realistisch betrachtet auch nicht. Klick doch mal durch die Stellenangebote der Arbeitsagentur. Da stehen zwar Angebote drin, doch diese sind schon wieder von 500 anderen Leuten durchforstet worden. Wieviel Zeit geht denn dabei drauf???

Wenn jeder Klickhefter benutzt, dann sticht doch die dreiteilige Bewerbungsmappe unter vielen heraus. Oder nicht? Vielleicht solltest Du dann doch mal einen Blick reinwerfen, bevor sie auf Deinem „Absagenstapel“ landet.

Bin ja froh, daß wenigstens die Art des Bewerbungsfotos auf Zustimmung trifft. Manchmal bekomm auch ich Bewerbungen auf den Tisch, um Absagen zu schreiben, wo nur kopierte oder per PC ausgedruckte Bilder drauf sind. „kopfschüttel“

Die Wahl des Papiers, die allgemeine Übersichtlichkeit, etc. sind ebenfalls von großer Bedeutung.Da geb ich Dir vollkommen Recht!

Gruß, Danie

P.S.: Wozu machst Du Kopien der Bewerbungsunterlagen??? Entweder Du lädst jemanden zum Gespräch ein und behältst die Mappe sowieso oder Du schickst die Mappe mit der Absage zurück (was ja selten der Fall ist).

Seite der Sicht!
Hi!

Das mag ja sein, aber wir geben uns ja schließlich auch Mühe
mit Gestaltung unserer Bewerbungsmappen. Wir müssen erst ewig
nach zutreffenden Stellenangeboten suchen und die Zeit haben
wir realistisch betrachtet auch nicht.

Stellt sich die Frage, wer den Vertragsabschluss nötiger hat!!!
Das ist nicht meine Meinung, sondern lediglich die Situation auf dem Markt…

Klick doch mal durch
die Stellenangebote der Arbeitsagentur. Da stehen zwar
Angebote drin, doch diese sind schon wieder von 500 anderen
Leuten durchforstet worden. Wieviel Zeit geht denn dabei
drauf???

Deshalb empfehle ich andere Seiten (die von der BA ist mir mittlerweile echt zu nervend - habe bis vor kurzem selbst lange gesucht)

Wenn jeder Klickhefter benutzt, dann sticht doch die
dreiteilige Bewerbungsmappe unter vielen heraus. Oder nicht?

Sie soll positiv rausstechen! Da ich die dreiteiligen Dinger kenne, haftet denen immer ein weniger positiver Geschmack an!

Vielleicht solltest Du dann doch mal einen Blick reinwerfen,
bevor sie auf Deinem „Absagenstapel“ landet.

Nö, sie landen nicht auf dem Absagenstapel! Sie kommen auf den „B-Haufen“ (ABC-Analyse mal anders). Aber ich muss zugeben, dass der „C-Haufen“ der Fall sein kann, wenn ich „genug“ passende Bewerber in übersichtlicher Form vorliegen habe!

Bin ja froh, daß wenigstens die Art des Bewerbungsfotos auf
Zustimmung trifft. Manchmal bekomm auch ich Bewerbungen auf
den Tisch, um Absagen zu schreiben, wo nur kopierte oder per
PC ausgedruckte Bilder drauf sind. „kopfschüttel“

Schüttel Deinen Kopf nicht zu früh! Wenn das Papier und die Qualität in Ordnung sind, ist nicht viel gegen ein gedrucktes Foto z.B. auf dem Lebenslauf einzuwenden!

Es kommt da auch ein wenig auf die Stelle an! Wenn mir z.B. eine kreative Marketingbewerbung mit einer netten einfallsreichen „Kollage“ als Druck auf den Tisch flattert, werde ich einen Teufel tun, und diese nicht an den zukünftigen Fachvorgesetzten weiterleiten!

Ein Buchhalter darf da ruhig trist rüberkommen :wink:

P.S.: Wozu machst Du Kopien der Bewerbungsunterlagen???
Entweder Du lädst jemanden zum Gespräch ein und behältst die
Mappe sowieso oder Du schickst die Mappe mit der Absage zurück
(was ja selten der Fall ist).

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie teuer eine vernünftige Bewerbungsmappe ist! Wenn ich jemanden einlade, dann muss ich mich vorbereiten! Vorbereiten kann ich mich nur vernünftig, wenn ich auf den Unterlagen rumkritzeln kann - deshalb die eine Kopie! Die andere geht an den Fachvorgesetzten (ich bin Personalmensch, kann also bestenfalls ein schlüssiges Urteil uber Bewerbungen für das Personalwesen treffen!), der sich in der Regel auch ein paar Notizen (mehr als ich) macht!

Selbstverständlich schicke ich bei sämtlichen Absagen die Mappe mit zurück, was aber auch eigentlich die Regel sein sollte! Abgesehen von der Kostenfrage des Bewerbers würde sie im Büro nur unnötigen Platz rauben - und entsorgen wäre doch Blödsinn?!

LG
Guido

Hi!

Stellt sich die Frage, wer den Vertragsabschluss nötiger
hat!!!
Das ist nicht meine Meinung, sondern lediglich die Situation
auf dem Markt…

Tja, leider sitzen wir da am kürzeren Hebel.

Deshalb empfehle ich andere Seiten (die von der BA ist mir
mittlerweile echt zu nervend - habe bis vor kurzem selbst
lange gesucht)

Welche Seiten empfiehlst Du denn, mal ganz nett gefragt?

Was die Mappen betrifft, so kann man sich da hin und her streiten. Für jede Variante gibt´s wohl gute Argumente. Aber die Faulheit des Personalers habe ich dabei nicht berücksichtigt. Guter Hinweis! Werde mich bei Bedarf mal den Klickheftern hingeben, da hab ich ja auch noch welche auf Vorrat.

Schüttel Deinen Kopf nicht zu früh! Wenn das Papier und die
Qualität in Ordnung sind, ist nicht viel gegen ein gedrucktes
Foto z.B. auf dem Lebenslauf einzuwenden!

Es kommt da auch ein wenig auf die Stelle an! Wenn mir z.B.
eine kreative Marketingbewerbung mit einer netten
einfallsreichen „Kollage“ als Druck auf den Tisch flattert,
werde ich einen Teufel tun, und diese nicht an den zukünftigen
Fachvorgesetzten weiterleiten!

Ein Buchhalter darf da ruhig trist rüberkommen :wink:

Ich dachte da eher an die katastrophalen, kaum sichtbaren schwarz-weiß gemauschelten Ausdrucke.

P.S.: Wozu machst Du Kopien der Bewerbungsunterlagen???

Wenn ich jemanden einlade, dann muss ich

mich vorbereiten! Vorbereiten kann ich mich nur vernünftig,
wenn ich auf den Unterlagen rumkritzeln kann - deshalb die
eine Kopie!

Verstehe! Hab mich damals auch geärgert, daß auf meinen Unterlagen rumgekritzelt wurde und ich sie dann in diesem Zustand auch noch wiederbekommen habe.

Selbstverständlich schicke ich bei sämtlichen Absagen die
Mappe mit zurück, was aber auch eigentlich die Regel sein
sollte! Abgesehen von der Kostenfrage des Bewerbers würde sie
im Büro nur unnötigen Platz rauben - und entsorgen wäre doch
Blödsinn?!

Dann scheinst Du eine Ausnahme zu sein. Ich hab mal in einem Büro gearbeitet und da gingen bestimmt 150 Bewerbungen ein. Frag lieber nicht, was damit passiert ist.

Gruß, Danie

Der MOD erschlägt uns :wink:
Hi!

Wir kommen gerade so richtig vom Thema ab …

Welche Seiten empfiehlst Du denn, mal ganz nett gefragt?

http://www.job-robot.de/
http://www.arbeitsmarkt-rhein-ruhr.de/job_finder.php… (nur für NRW)

sind meine beiden Favoriten (zumal im unteren auch die SIS-Angebote enthalten sind)

Ich dachte da eher an die katastrophalen, kaum sichtbaren
schwarz-weiß gemauschelten Ausdrucke.

Ich verstehe genau, was Du meinst (leider gibt es in der ABC-Analyse kein Q)

Verstehe! Hab mich damals auch geärgert, daß auf meinen
Unterlagen rumgekritzelt wurde und ich sie dann in diesem
Zustand auch noch wiederbekommen habe.

Unglaublich!

Dann scheinst Du eine Ausnahme zu sein. Ich hab mal in einem
Büro gearbeitet und da gingen bestimmt 150 Bewerbungen ein.
Frag lieber nicht, was damit passiert ist.

Dann wart eher Ihr die Ausnahme! Von meinen knapp 200 Bewerbungen im letzten jahr bekam ich nur 8 mal die Unterlagen nicht zurück!
Ich kenne es auch nicht anders!

LG
Guido

Hi!

Wir kommen gerade so richtig vom Thema ab …

sieht so aus - aber wenn man erstmal richtig bei der Sache ist, kann das schon mal passieren. :smile:

http://www.job-robot.de/
http://www.arbeitsmarkt-rhein-ruhr.de/job_finder.php…
(nur für NRW)

na die erste werde ich mir mal ansehen. Die zweite trifft eher nicht so zu, sitze in der Hauptstadt.

Ich dachte da eher an die katastrophalen, kaum sichtbaren
schwarz-weiß gemauschelten Ausdrucke.

Ich verstehe genau, was Du meinst (leider gibt es in der
ABC-Analyse kein Q)

Q - steht für ???

Dann scheinst Du eine Ausnahme zu sein. Ich hab mal in einem
Büro gearbeitet und da gingen bestimmt 150 Bewerbungen ein.
Frag lieber nicht, was damit passiert ist.

Dann wart eher Ihr die Ausnahme! Von meinen knapp 200
Bewerbungen im letzten jahr bekam ich nur 8 mal die Unterlagen
nicht zurück!
Ich kenne es auch nicht anders!

Naja, ich hab da andere Erfahrungen. Aber ich schreibe meistens an Chiffre-Nr. aus der Zeitung, da weißte eh nicht, wo das hingeht.
Das Büro, wo ich damals gearbeitet habe, war im nachhinein eh ´ne Katastrophe (vermittelt vom AA). Weiß nur, daß die Bewerbungen einen Büroumzug nicht überlebt haben, wenn Du verstehst, was ich meine. ´ne echte Schweinerei.

Wenn Du magst, können wir ja auch mal über ein anderes Thema diskutieren. Findet sich bestimmt noch was.

LG zurück, Danie :smile:

Hi,

dieses…

Personaler sind Menschen, und Menschen sind faul!

Wenn ich erst eine größere Bastelarbeit erledigen muss um die
Unterlagen zwecks Kopie zu entnehmen, habe ich bei 50
Bewerbungen am Tag keinen Bock mehr!
Ich bevorzuge einfache Klemmhefter (nicht die ganz billigen
Schlabberteile, sondern die etwas stabileren)!

Ich habe in meiner ganzen Laufbahn sage und schreibe eine
einzige Personafachfrau kennen gelernt, die diese ach so
tollen Bewerbungsmappen bevorzugt hat…

… macht mich (als momentan auch Arbeitssuchenden, aber auch wenn ich das nicht wäre) wütend.

Leider ist die Marktsituation in der Tat so daß Arbeitgeber sich dieses Verhalten leisten können und Bewerber dem nicht viel entgegensetzen können.

Es sagt aber meiner Meinung nach eine Menge über ein Unternehmen und die dortigen Personalverantwortlichen aus wenn die Art der Klemmmappe ein wesentlicher Entscheidungsfaktor für den (Miß-)Erfolg einer Bewerbung ist. Immerhin bindet sich ein Unternehmen an einen Mitarbeiter, der sehr viel Geld kosten wird und dessen Fähigkeiten in keiner Weise daraus ablesbar sind welche Mappe er geschickt hat. Wenn in Personalabteilungen in dieser Form „gute“ und „schlechte“ Bewerbungen vorsortiert werden - na dann gute Nacht.

Was ist das für eine Arroganz daß man „keine Lust“ hat sich mit bestimmten Bewerbungen auseinanderzusetzen, weil man selber meint daß eine andere Mappe besser aufklappbar gewesen wäre???
Wieviele Leute sind jeden Tag gezwungen Dinge zu tun, zu denen sie „keine Lust“ haben…

Nix für ungut, ich möchte Dich nicht persönlich angehen. Aber Dein Posting wirft ein interessantes Licht auf das Kaspertheater mancher Personalabteilung…

Gruß,

MecFleih

Wobe da auch ganz andere Kriterien eine Rolle spielen können,
wie z.B. die Wahl des Papiers, die allgemeine
Übersichtlichkeit, etc.

Liebe Grüße
Guido

P.S. Direkt auf den Absagehaufen kommen Unterlagen, bei denen
jedes Blatt einzeln in eine Klarsichthülle gepackt ist - wie
gesagt: Faulheit!

Hi!

Leider ist die Marktsituation in der Tat so daß Arbeitgeber
sich dieses Verhalten leisten können und Bewerber dem nicht
viel entgegensetzen können.

Ich bin kein Arbeitgeber!

Es sagt aber meiner Meinung nach eine Menge über ein
Unternehmen und die dortigen Personalverantwortlichen aus wenn
die Art der Klemmmappe ein wesentlicher Entscheidungsfaktor
für den (Miß-)Erfolg einer Bewerbung ist.

Das Teil heißt Be werbung!
Um rauszustechen sollte keine teuer gewählte unpraktische Pappmappe mit Golddruck verschickt werde, sondern etwas, das Aufmerksamkeit erregt und übersichtlich ist!

Warum, glaubst Du, werben erfolgreiche Unternehmen mit kurzen klarten Slogans, wie „Freude am Fahren“ oder „Vorsprung durch Technik“? Die könnten auch minutenlang ins etail gehen, aber das wird jedem Interessenten zu langweilig, da die Neugier schwindet - nichts anderes ist es bei einer Bewerbung!

Immerhin bindet sich
ein Unternehmen an einen Mitarbeiter, der sehr viel Geld
kosten wird und dessen Fähigkeiten in keiner Weise daraus
ablesbar sind welche Mappe er geschickt hat.

Zum Einen: Ich erwarte sehr wohl, dass sich ein Bewerber informiert, wie eine vernünftige Bewerbung auszusehen hat! Und diese dreiteiligen Bewerbungsmappen werden eigentlich von JEDEM (na gut, von 95%) als untauglich eingestuft!

Zum Zweiten: Je teurer der Mitarbeiter wird, desto höher ist er qualifiziert, desto weniger Bewerbungen gehen auf solche Sellen ein.
Je weniger Bewerbungen eingehen, desto mehr Zeit hat der Personalmensch auf der anderen Seite, sich mit den Teilen auseinanderzusetzen.
Es relativiert sich schon ein wenig (schrieb ich aber auch).

Wenn in
Personalabteilungen in dieser Form „gute“ und „schlechte“
Bewerbungen vorsortiert werden - na dann gute Nacht.

Wenn alle Bewerber der Meinung sind, dass die Angestellten, die sich mit der Erstauswahl von Bewerbungen auseinandersetzten unendlich viel Zeit haben und ruhig jeden Tag 4 Überstunden machen können, damit gefälligst jede (auch nich so unübersichtliche) Bewerbung berücksichtigt wird - na denn gute Nacht!

Was ist das für eine Arroganz daß man „keine Lust“ hat sich
mit bestimmten Bewerbungen auseinanderzusetzen, weil man
selber meint daß eine andere Mappe besser aufklappbar gewesen
wäre???

Was ist denn das für eine Arroganz, dass man „keine Lust“ hat, sich vor einer Bewerbung mit den Gepflogenheiten auseinanderzusetzen, weil man der Meinung ist, dass der Empfänger sich gefälligst die Zeit zu nehmen hat, JEDE Bewerbung zu analysieren???

Wieviele Leute sind jeden Tag gezwungen Dinge zu tun, zu denen
sie „keine Lust“ haben…

Mal ernsthaft: Es ist ganz einfach ein Zeitproblem!

Nix für ungut, ich möchte Dich nicht persönlich angehen. Aber
Dein Posting wirft ein interessantes Licht auf das
Kaspertheater mancher Personalabteilung…

Wenn Du es als Kaspertheater bezeichnest, dass es so etwas wie das Arbeitszeitgesetz und einen verdienten Feierabend gibt - bitte!

Nochmal: Es geht um Zeit, und es geht um Werbung!

Wenn Du in Zeitnot in ein Geschäft gehst, weil Du dringend eine Tüte Chips brauchst (mal angenommen, es gäbe so etwas, wie eine Sucht), und dort steht eine Tüte, die schön bunt ist und die Du einfach nur aufreißen musst und eine graue, die sechsfach verpackt ist…
Welche nimmst Du, wenn Du beide Geschmäcker nicht kennst?

Versuche mal diese Sicht! Die hat nichts mit meiner Person zu tun! Auch ich habe (wie jeder andere Personaler) terminelle Vorgaben!

LG
Guido

Hi,

Es sagt aber meiner Meinung nach eine Menge über ein
Unternehmen und die dortigen Personalverantwortlichen aus wenn
die Art der Klemmmappe ein wesentlicher Entscheidungsfaktor
für den (Miß-)Erfolg einer Bewerbung ist.

Das Teil heißt Be werbung!
Um rauszustechen sollte keine teuer gewählte unpraktische
Pappmappe mit Golddruck verschickt werde, sondern etwas, das
Aufmerksamkeit erregt und übersichtlich ist!

Warum, glaubst Du, werben erfolgreiche Unternehmen mit
kurzen klarten Slogans, wie „Freude am Fahren“ oder „Vorsprung
durch Technik“? Die könnten auch minutenlang ins etail gehen,
aber das wird jedem Interessenten zu langweilig, da die
Neugier schwindet - nichts anderes ist es bei einer Bewerbung!

Ja, aber es ist etwas anderes ob es um eine Tüte Chips oder einen neuen Mitarbeiter geht. Bevor man sich einen solchen ins Haus holt wird man wohl anders prüfen als wenn es nur darum geht ob ich mich für die eine oder andere Tüte Chips entscheide, wobei auch diese Entscheidung nicht unbedingt vom Werbeslogan der Herstellerfirma abhängt.
Und auch beim Auto baut man mit solchen Sprüchen eher „nur“ ein Image auf, das sind im Grunde leere Worthülsen, die aber jeder Hersteller produziert und deswegen heben sich die Wirkungen auch wieder ein Stück weit auf. Außerdem wird auch niemand deswegen das Auto eines bestimmten Herstellers wählen weil der einen tollen Werbeslogan benutzt. Auch in einem solchen Fall zählen letztlich wichtigere Kriterien, „Inhalte“, als die Sprüche oder der schöne Schein der Werbung.

Zum Einen: Ich erwarte sehr wohl, dass sich ein Bewerber
informiert, wie eine vernünftige Bewerbung auszusehen hat! Und
diese dreiteiligen Bewerbungsmappen werden eigentlich von
JEDEM (na gut, von 95%) als untauglich eingestuft!

Da stimme ich mit Dir insofern überein als ich es auch selbstverständlich finde daß man sich erkundigt was ankommt und was nicht, und daß man eine makellose Arbeit abliefert. Mich hat nur gestört daß man die Präsentation in einer dreiteiligen Mappe schon gleich als einen so dicken Fauxpas einordnet daß eine Bewerbung schon deswegen auf dem B- oder C-Stapel landet.
Ich habe nie eine solche Mappe benutzt und werde sie nicht benutzen weil sie mir erstens zu teuer ist und zweitens die Nachricht, daß so eine Mappe nicht so gerne gesehen wird, durchaus seit langem bei mir angekommen ist…

Zum Zweiten: Je teurer der Mitarbeiter wird, desto höher ist
er qualifiziert, desto weniger Bewerbungen gehen auf solche
Sellen ein.
Je weniger Bewerbungen eingehen, desto mehr Zeit hat der
Personalmensch auf der anderen Seite, sich mit den Teilen
auseinanderzusetzen.
Es relativiert sich schon ein wenig (schrieb ich aber auch).

Ich finde es ganz einfach unangemessen wenn - und so kommt das eben rüber - bei einer so gewichtigen Entscheidung wie der Besetzung eines Arbeitsplatzes schon in der ersten Auswahlrunde nur eine völlige Nebensächlichkeit zum ersten Entscheidungskriterium wird. Ob man die Bewerbungsmappe nun etwas mehr oder weniger gut aufklappen kann… es ist ja nicht so als müßte man 2 Stunden basteln um an die Papiere zu kommen…
Das ist ungefähr so als würde man ein bestimmtes, zum Kauf ins Auge gefaßte Automodell allein deswegen aus der engeren Wahl entfernen weil einem das Design des Nebellichtschalters nicht optimal gefällt.

Wenn in
Personalabteilungen in dieser Form „gute“ und „schlechte“
Bewerbungen vorsortiert werden - na dann gute Nacht.

Wenn alle Bewerber der Meinung sind, dass die Angestellten,
die sich mit der Erstauswahl von Bewerbungen
auseinandersetzten unendlich viel Zeit haben und ruhig jeden
Tag 4 Überstunden machen können, damit gefälligst jede (auch
nich so unübersichtliche) Bewerbung berücksichtigt wird - na
denn gute Nacht!

Der Zeitaufwand zwischen dem Aufschlagen einer einfachen Klemmmappe und einer dreiteilihen Mappe dürfte sich realistisch gesehen im Sekundenbereich abspielen. Jede Tasse Kaffee, die im Büro gekocht wird, erfordert einen vielfachen Zeitaufwand. Der Ansturm an Bewerbern, eventuelle Überstunden, das alles wird wohl kaum an den bösen, bösen dreiteiligen Bewerbungsmappen liegen.

Was ist denn das für eine Arroganz, dass man „keine Lust“ hat,
sich vor einer Bewerbung mit den Gepflogenheiten
auseinanderzusetzen, weil man der Meinung ist, dass der
Empfänger sich gefälligst die Zeit zu nehmen hat, JEDE
Bewerbung zu analysieren???

Ich gebe Dir Recht - wenn man weiß daß es nicht gut ankommt wäre es total blöd trotzdem eine solche Mappe zu benutzen… Aber von einem guten Unternehmen erwarte ich, schon in deren eigenem Interesse, daß die sich für die Qualifikationen der Bewerber, und nicht die Auswahl der Bewerbungsmappe interessieren. Es wundert mich wenn ein Unternehmen, was sich an einen Mitarbeiter binden möchte, anhand der verwendeten Mappe eine Vorauswahl trifft. Das kann man sich nur leisten weil die Anzahl der Bewerber heute so hoch ist - in den meisten Branchen - daß immer noch genügend Leute mit gerne gesehenen Klemmordnern übrig bleiben. Ansonsten ist es ein Armutszeugnis wenn nicht Inhalte, sondern so ein läppsches Kriterium wie die Art der verwendeten Mappe zum Entscheidungskriterium werden.

Wenn Du es als Kaspertheater bezeichnest, dass es so etwas wie
das Arbeitszeitgesetz und einen verdienten Feierabend gibt -
bitte!

Wird das wirklich gefährdet weil man „Mappentyp 1“ 0,02 Sekunden schneller öffnen kann als „Mappentyp 2“?

Wenn Du in Zeitnot in ein Geschäft gehst, weil Du dringend
eine Tüte Chips brauchst (mal angenommen, es gäbe so etwas,
wie eine Sucht), und dort steht eine Tüte, die schön bunt ist
und die Du einfach nur aufreißen musst und eine graue, die
sechsfach verpackt ist…
Welche nimmst Du, wenn Du beide Geschmäcker nicht kennst?

Da geht’s aber nur um eine Tüte Chips für 99 Cent. Nicht um einen Mitarbeiter, der eine große Investition darstellt, das Unternehmen mehr oder weniger gut vorranbringen wird, sehr viel Geld kostet, das Firmenimage mitbestimmt usw.

Versuche mal diese Sicht! Die hat nichts mit meiner Person zu
tun! Auch ich habe (wie jeder andere Personaler) terminelle
Vorgaben!

Ja, ich habe die Sicht verstanden. Ich weiß auch daß viele Bewerbungen so ankommen daß wohl jeder denkt „Wie kann man sich trauen so etwas abzuliefern wenn man positiv für sich werben will???“
Es ist auch klar daß man „Fehler“ vermeidet, die de facto dazu führen daß man schlechtere Karten bei seiner Bewerbung hat, also z. B. vollständige und makellose Unterlagen in einer erwünschten Mappe vorzulegen.
Aber ich finde es trotzdem verwerflich wenn eine Bewerbung, deren einziger „Fehler“ eine Mappe ist, die man nicht ganz so leicht aufklappen kann wie eine andere, über das Schicksal eines Bewerbers und die Besetzung einer Stelle in einem Unternehmen mitentscheiden.
Da frage ich mich schon was das für ein Unternehmen ist, was solche Kriterien hat. Für mich ist das wieder mal ein guter Ausdruck deutscher Pingeligkeit.

Gruß,

MecFleih

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