Bewerbungsanschreiben HILFE

Hallo, an alle, die mir helfen können!!!

Ich sitze an meiner Bewerbung und bin total frustriert, weil sich mein Anschreiben einfach furchtbar anhört (und liest) und dringend Hilfe und Ratschläge brauche, was ich daran ändern, weglassen oder zufügen sollte.
Mein Anschreiben ist folgendermaßen:

Bewerbung um eine Arbeitsstelle zur Erzieherin
ab September 2008 in Vollzeit

Sehr geehrte/r ,

derzeit befinde ich mich im Anerkennungsjahr und werde die Ausbildung zur Erzieherin im Sommer 2008 erfolgreich abschließen.
In der Fachschule für Sozialpädagogik und in den Einrichtungen habe ich viele Erfahrungen gesammelt. Ich habe in den Kindergärten und in der Kindertagesgruppe mit Schulkindbetreuung verschiedene Projekte übernommen und habe Elternarbeit und Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt, diese über den normalen Lehrinhalt der Fachschule hinausgingen. Zudem bin ich mit dem Arbeiten nach dem Orientierungsplan vertraut.

Mit einer möglichen Anstellung in Ihrer Einrichtung sehe ich eine Chance mich beruflich weiter zu entwickeln. Ich bin überzeugt, den Anforderungen, die an eine Erzieherin gestellt werden, gerecht zu werden.

Sollte ich Ihr Interesse geweckt haben, freue ich mich, in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen weitere Fragen zu beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Was meint ihr dazu??? Ich weiß nicht weiter und bin für jeden Vorschlag von euch sehr dankbar!!!

Lg Janine

Hallo Janine!

Ich befinde mich z.Zt. ebenfalls sehr im Bewerbungsstress. Habe dazu viel gelesen, mit Personalern gesprochen, Kurse besucht etc. Ich denke daher, dass ich mich ein wenig in der Materie auskenne. Meine Kritik an Deinem Schreiben ist demzufolge nicht böse gemeint, sondern soll Dir nur helfen.

Bewerbung um eine Arbeitsstelle zur Erzieherin
ab September 2008 in Vollzeit

Ist Vollzeit ein K.O.-Kriterium? Vielleicht kannst Du ja Flexibilität beweisen und (anfangs) weniger arbeiten.

derzeit befinde ich mich im Anerkennungsjahr

Wo? Schwerpunkte Deiner momentanen Tätigkeit?

In der Fachschule für Sozialpädagogik und in den Einrichtungen
habe ich viele Erfahrungen gesammelt.

Habe ich neulich auf dem Bahnhofsklo auch. Im Ernst: In welchen Einrichtungen? Auch hier: Wo liegen die Schwerpunkte? Was ist Dir bei Deiner Arbeit am wichtigsten? Was macht Dir am meisten Spaß?

Ich habe in den Kindergärten und in der Kindertagesgruppe mit
Schulkindbetreuung verschiedene Projekte übernommen

Siehe oben.

und habe Elternarbeit und Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt, diese
über den normalen Lehrinhalt der Fachschule hinausgingen.

In wie fern? Gehe mehr ins Detail, zeige Deine Stärken.

Zudem bin ich mit dem Arbeiten nach dem Orientierungsplan
vertraut.

Mit dem Busfahrplan bin ich auch vertraut. Vermeide solche absolut nichtssagenden Sätze. Die blähen Deine Bewerbung unnötig auf, der Empfänger ist spätestens jetzt eingeschlafen.

Mit einer möglichen Anstellung in Ihrer Einrichtung sehe ich
eine Chance mich beruflich weiter zu entwickeln.

Ganz wichtig: Warum bewirbst Du Dich ausgerechnet in dieser Einrichtung? Weil sie im Telefonbuch standen? Vermeide anonyme Massenbewerbungen. Zeige, dass Du Dich im Vorfeld über den Betrieb/Kindergarten/wasweissich schlau gemacht hast und arbeite das in Deinem Anschreiben heraus.

Ich bin überzeugt, den Anforderungen, die an eine Erzieherin gestellt
werden, gerecht zu werden.

Dann belege das in Deiner Bewerbung.

Sollte ich Ihr Interesse geweckt haben, freue ich mich, in
einem persönlichen Gespräch mit Ihnen weitere Fragen zu
beantworten.

Vielleicht kürzer: Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig behilflich sein.

Viele Grüße

Pauli
(der jetzt auch an seiner Bewerbung weiter feilt…)

Hallo Pauli!

Du hast mir sehr weiter geholfen!!! Die Vergleiche mit dem Bahnhofsklo und dem Busfahrplan waren echt gut. War schon am überlegen, ob ich diese auch mit einbauen sollte :smiley:
Ich habe meinen Anschreiben jetzt genauer geschrieben, aber nun hab ich das Problem, dass es vieeeel zu lang geworden ist.
Vielleicht kannst du noch einmal einen Blick drauf werfen und mir sagen, was ich eventuell streichen oder kürzen könnte.

Bewerbung um eine Arbeitsstelle zur Erzieherin
ab September 2008

Sehr geehrte/r ,

derzeit befinde ich mich im Anerkennungsjahr in einem Kindergarten mit einer Kindertagesgruppe und Schulkindbetreuung und werde die Ausbildung zur Erzieherin im Sommer 2008 erfolgreich abschließen.
(Meine Schwerpunkte liegen im Beobachten der Kinder, um ihre Themen und Interessen herauszufinden, damit ich durch Angebote und Aktivitäten gezielt darauf aufbauen und die Kinder in den verschiedenen Entwicklungsbereichen fordern und fördern kann.)

In der Fachschule für Sozialpädagogik und in den verschiedenen Einrichtungen habe ich viele Erfahrungen in den Bereichen Projektarbeit, Elternarbeit, Teamarbeit, Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Öffentlichkeitsarbeit gesammelt, diese über den normalen Lehrinhalt der Fachschule hinausgingen. Zudem bin ich mit dem Arbeiten nach dem Orientierungsplan vertraut, nehme an den Bausteinen zur Implementierung des Orientierungsplans teil, arbeite mit den Infans-Unterlagen und führe Portfolios.

Mit einer möglichen Anstellung in Ihrer Einrichtung sehe ich eine Chance mich beruflich weiter zu entwickeln. Ich bin überzeugt, den Anforderungen, die an eine Erzieherin gestellt werden, wie Empathie, Wertschätzung und Akzeptanz, gerecht zu werden.

Auf ein persönliches Gespräch, um Ihnen weitere Fragen zu beantworten, freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen

Ich hoffe, du kommst gut mit deinem eigenen Anschreiben voran und wünsche dir noch viel Erflog dabei!!!

Lg Janine

Hallo Janine,

deine Bewerbung ist ein guter Anfang, hat aber, wie dir ja auch schon selbst aufgefallen ist ein paar kleinere Mängel und Schönheitsfehler.

Ich habe mich auch schon mal durch all die schlauen „Bewerbungsleitfäden“ gekämpft und Bewerbungen verschickt. Inzwischen arbeite ich neben dem Studium in einer Anwaltskanzlei und führe mit drei Kommilitonen einen kleinen Hörbuchverlag. Ich kenne also beide Seiten der Bewerbung. Nach meinen Erfahrungen muss ich leider sagen sind 90% aller Bewerbungstipps nutzlos und sinnlos.

Insbesondere dann, wenn man vorgefertigte Floskeln und Formulierungen übernimmt.

Eine gute Bewerbung muss meiner Meinung nach drei Dinge berücksichtigen:

a) Derjenige, der die Bewerbung auf den Tisch bekommt hat sowas fast jeden Tag auf dem Tisch, d.h. er kennt alle Floskeln und ist gelangweilt andauernd ein und dasselbe zu lesen.

b) Bewerbungen lesen ist nicht seine einzige und sicherlich auch nicht seine wichtigste Aufgabe, d.h. er wird max. 10 Sekunden quer über die Bewerbung lesen und wenn sie dann nicht interessant ist in den Papierkorb wandern lassen.

c) Das Unternehmen will nicht wissen was der Bewerber kann, sondern welche Vorteile das Unternehmen davon hat.

Dementsprechend folgende Tipps zur Ergänzung deiner Bewerbung:

Bewerbung um eine Arbeitsstelle zur Erzieherin
ab September 2008 in Vollzeit

Würde ich so nicht schreiben. Zum einen steht das auf jeder Bewerbung und zum anderen ist das von Bewerber aus gedacht. Es vermittelt den Eindruck: Da will einer Arbeit und auch noch dafür bezahlt werden.

Besser: Sie suchen eine motivierte, praxisorientierte und pragmatische Mitarbeiterin zur Ergänzung ihres hochqualifizierten Teams?

Damit macht man dem Unternehmen ein Angebot, dass auf die Bedürfnisse des Unternehmens eingeht. Mit der Formulierung „Ergänzung“ schafft man den unterschwelligen Eindruck, dass das Team einer Ergänzung bedarf, die man bieten kann. Und es hebt sich von den übrigen Bewerbungen ab, klingt nicht passiv, sondern macht den oft notwendigen Schritt nach vorn. Unternehmen wollen motivierte und engagierte Mitarbeiter. Daher muss aus der Bewerbung hervorgehen, dass man Dinge anpackt.

Sehr geehrte/r ,

Danach würde ich nicht mit mir, sondern wiederum mit dem Unternehmen / der Einrichtung anfangen:

„Ihre Einrichtung bietet Erziehungs- und Betreuungsleistungen auf hohem Niveau. Ein nicht leicht zu erreichender Anspruch, den jedoch auch ich zum Ziel meiner Ausbildung gemacht habe.“

Hier fehlt mir einfach Hintergrundwissen zur jeweiligen Einrichtung, der Ausrichtung deiner Ausbildung und den Zielen, die du persönlich verfolgst. Die oben stehende Formulierung soll ein Beispiel sein. Du solltest immer daran denken, dass derjenige, der deine Bewerbung liest auch etwas über dich und deine Ziele erfahren möchte. Deshalb solltest du dich über das Unternehmen und die Einrichtung informieren und dir überlegen, wo dein Platz sein könnte, was du bieten kannst und vor allem wie und mit welchem Ziel du arbeiten möchtest.

derzeit befinde ich mich im Anerkennungsjahr und werde die
Ausbildung zur Erzieherin im Sommer 2008 erfolgreich
abschließen.

„Danach möchte ich - gerne mit Ihnen (und Ihrem Team) zusammen - meine theoretischen Kenntnisse in die Praxis umsetzen und praktische Erfahrungen, die ich bereits während verschiedener Praktika (siehe Anhang) sammeln konnte, erweitern und ergänzen. Ziel meiner Arbeit ist und wird … sein.“

Wie gesagt sollen die Formulierungen nur Beispiele sein. Du solltest zeigen, was du in dem Unternehmen / in der Einrichtung erreich möchtest a) für dich b) an deinem Arbeitsplatz, welche Aufgaben möchtest du übernehmen. Wenn die Bewerbung klingt als wäre es für dich nur ein Job um das Geld für die Brötchen zu verdienen, wandert sie in den Papierkorb. Auch würde ich das Anschreiben nicht mit allen möglichen Einzelheiten über jedes einzelen Praktikum überladen. Das sind Details, die vorerst nicht interessieren. Wenn deine Bewerbung interessant ist, und man mehr über die erfahren will, wird man auch den Anhang, einen Lebenslauf oder beigefügte Praktikumszeugnisse lesen. Im Anschreiben selbst ist es u.U. zu viel.

"Entsprechend dieser Ziele erfülle ich nicht nur die daran gesetzten Anforderungen, sondern …

Nachdem du deine Ziele klar gestellt hast, musst du natürlich zeigen, worin deine Stärken bestehen, die gerade dich dazu befähigen, diese Ziele zu erreichen. Dabei solltest du dich nicht mit den Standardanforderungen an den Arbeitsplatz genügen. Wenn sich jemand um eine Arbeitsstelle bewirbt darf man davon ausgehen, dass der Bewerber auch die Anforderungen erfüllt. Interessant werden damit Kenntnisse und Fähigkeiten, durch die du dich von Mitbewerbern abhebst. Das muss nichts hochtragendes sein. Bsp: „Als einziges Mädchen von vier Geschwistern verfüge ich über Durchsetzungskraft.“ Oder: „Da ich neben dem Studium/der Ausbildung zur Finanzierung meines Lebensunterhalts auf einen Nebenjob angewiesen war/bin, habe ich gelernt mich zu organisieren, mir meine Zeit effektiv einzuteilen und bin auch Mehrfachbelastungen gewachsen.“

Danach legst du mit deinen Zusatzqualifikationen los:

In der Fachschule für Sozialpädagogik und in den Einrichtungen
habe ich viele Erfahrungen gesammelt. Ich habe in den
Kindergärten und in der Kindertagesgruppe mit
Schulkindbetreuung verschiedene Projekte übernommen

Das nicht, das gehört - nach meiner Einschätzung - zu deinen alltäglichen Aufgaben. Das werden a) viele von sich behaupten können, b) hat die Formulierung so kaum Aussagekraft. Daher besser nur kurz erwähnt und auf den Anhang, z.B. Praktikumszeugnis, Projektbeschreibung, Empfehlung deines früheren Chefs etc. verwiesen. z.B.

„Während meiner Ausbildung konnte ich in zahlreichen Projekten viele unterschiedliche Erfahrungen im Bereich der Kinderbetreuung sammeln. Einzelheiten hierzu können sie den beigefügten Zeugnissen, Berichten und Empfehlungen entnehmen.“

Elternarbeit und Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt, diese
über den normalen Lehrinhalt der Fachschule hinausgingen.

Das sind Zusatzqualifikationen. Das sollte man aber auch herausstellen. Dann jedoch nicht auf die Vergangenheit bezogen, sondern zukunftsorientiert auf deine Aufgaben in der Einrichtung bei der du dich bewirbst.

„Über meine alltäglichen Aufgaben hinaus, stelle ich mich auch gerne neunen Herausforderungen z.B im Bereich der Eltern- und/oder Öffentlichkeitsarbeit. Bereits in vorangegangenen Praktika/Anstellungsverhältnissen konnte ich meine Fähigkeiten in diesen Bereichen unter Beweis stellen und um nützliche Erfahrungen erweitern.“

Sollte ich Ihr Interesse geweckt haben, freue ich mich, in
einem persönlichen Gespräch mit Ihnen weitere Fragen zu
beantworten.

Ist nett, ist Standard, nach meinen Erfahrungen und meinem Empfinden aber zu passiv. Ich würde das sehr viel aggressiver formulieren und dabei auch zeigen, dass Interesse am Unternehmen besteht.

„Da auch ich noch Fragen zu Ihrer Einrichtung und einer möglichen Anstellung habe, würde ich mich gerne mit Ihnen zu einem persönlichen Gespräch treffen. Zur Vereinbarung eines Termins werde ich Sie in den nächsten Tagen anrufen. Sollten Sie daran kein Interesse haben, genügt eine kurze Email an: …“

Damit nimmst du das Ganze in die Hand, nicht das Unternehmen muss sich dazu aufraffen dich einzuladen, nein, du bittest um einen Termin, und nur wenn sie wirklich kein Interesse haben müssen sie absagen, anstatt die Bewerbung in den Papierkorb zu packen und es einfach auf sich beruhen zu lassen. Dabei musst du deine „Drohung“ :wink: natürlich dann auch in die Tat umsetzen und solltest für das Gespräch ein paar sinnvolle Fragen zu der Einrichtung und zu deiner Anstellung parat haben.

So, war ein langer Beitrag, aber ich hoffe ich konnte dir damit ein bisschen unter die Arme greifen.

Viel Glück und viel Erfolg
Bernhard

Hallo Bernhard,

[schnipp]

ich finde deine Bewerbungstipps gut, will allerdings an einer Stelle eine andere Sicht ergänzen:

„Da auch ich noch Fragen zu Ihrer Einrichtung und einer
möglichen Anstellung habe, würde ich mich gerne mit Ihnen zu
einem persönlichen Gespräch treffen. Zur Vereinbarung eines
Termins werde ich Sie in den nächsten Tagen anrufen. Sollten
Sie daran kein Interesse haben, genügt eine kurze Email an:
…“

Du nennst es selbst eine „aggressivere“ Formulierung, ich finde sie ZU aggressiv und auch etwas arrogant. Wenn ich Personaler wäre, würde mich dieser Passus absolut stören, weil er mich - trotz des Zusatzes „Sollten Sie daran kein Interesse haben…“ - quasi vor vollendete Tatsachen stellt. Ich müsste ggf. rasch aktiv werden, damit das Gespräch NICHT zustande kommt. Außerdem würde ich mir denken - Moment mal, noch bin ich diejenige, die hier die Auswahl trifft.

Stell dir mal vor, da kommen 200 Bewerbungen auf die Stelle, alle schreiben diesen Schlusssatz - und ich muss ich erst mal 195 Emails schreiben, um all die Telefonate zu verhindern? *nerv* :wink:

Liebe Grüße
betazoid

Hallo,

„Da auch ich noch Fragen zu Ihrer Einrichtung und einer
möglichen Anstellung habe, würde ich mich gerne mit Ihnen zu
einem persönlichen Gespräch treffen. Zur Vereinbarung eines
Termins werde ich Sie in den nächsten Tagen anrufen. Sollten
Sie daran kein Interesse haben, genügt eine kurze Email an:
…“

Du nennst es selbst eine „aggressivere“ Formulierung, ich
finde sie ZU aggressiv und auch etwas arrogant. Wenn ich
Personaler wäre, würde mich dieser Passus absolut stören, weil
er mich - trotz des Zusatzes „Sollten Sie daran kein Interesse
haben…“ - quasi vor vollendete Tatsachen stellt. Ich müsste
ggf. rasch aktiv werden, damit das Gespräch NICHT zustande
kommt. Außerdem würde ich mir denken - Moment mal, noch bin
ich diejenige, die hier die Auswahl trifft.

Stell dir mal vor, da kommen 200 Bewerbungen auf die Stelle,
alle schreiben diesen Schlusssatz - und ich muss ich erst mal
195 Emails schreiben, um all die Telefonate zu verhindern?
*nerv* :wink:

Das ist meiner Meinung nach, wie bei so vielen Dingen eine „Glaubensfrage“. Sicherlich besteht die Möglichkeit, dass sich einige Personaler auf die Füße getreten fühlen.

Auf der anderen Seite sollte man immer im Hinterkopf haben, dass ein Personaler auch sehen will, dass jemand wirklich Interesse an dem Job hat. Dabei ist es meiner Meinung nach legitim alle legalen Mittel zu ergreifen.

Hängt natürlich auch ein wenig davon ab, bei welchem Unternehmen man sich für welche Position bewirbt. In einer Position in der Veranwortung und Durchsetzungskraft gefragt ist, würde ich durchaus so vorgehen. Wenn es um eine Anstellung als Bäckergeselle geht natürlich nicht.

Darüber hinaus glaube ich kaum, dass unter 200 Bewerbungen auch nur eine dabei ist, die einen entsprechenden Passus enthält.Jedenfalls ist mir bis jetzt keine untergekommen. Im Gegenteil, nachdem die Bewerbung eingegangen ist hört man von den Bewerbern in der Regel nichts mehr, was meiner Meinung nach ein falsches Signal ist.

Sicherlich möchte ich keinem empfehlen wie ein kleines Kind zu quengeln, aber wenn man eine Stelle will, dann sollte man auch nachhaken.

Viele Grüße
Bernhard