nachdem Bewerbungstrainern anscheinend nicht zu trauen ist bzgl. ihrer Kompetenz und ich das Archiv vergeblich durchsucht habe, an euch meine Frage:
Darf ein Bewerbungsfoto auch frontal sein?
Bereits bei mehreren Fotografen passierte mir das gleiche. Ich möchte lieber ein Foto, auf dem ich eine „ganz normale“ Pose einnehme. D.h., nicht eine Schulter nach vorne, nicht den Kopf zur Seite und nach vorne geneigt. Ich fühle mich damit in einer so unwohlen Position, dass mein Gesichtsausdruck dementsprechend gequält aussieht.
Jedes mal höre ich: das sei zu konfrontiv, ein Bewerbungsfoto muss so sein, blabla.
Allerdings, wenn man Bewerbungsvorlagen anschaut, sehe ich häufiger auch frontale Bilder ohne geneigte Köpfe und dergleichen.
Es ist nirgendwo gesetzlich geregelt, wie ein Bewerbungsfoto auszusehen hat. Ob Farbe, s/w, frontal oder Dreiviertelansicht … letztendlich bleibt es dir überlassen, von welcher Seite du dich am besten verkaufen kannst.
Als „einzige Regel“ würde ich ggf. noch berücksichtigen, für welchen Beruf du dich bewirbst. Um so kreativer der Beruf, desto kreativer kann auch die Bewerbung und das Foto ausfallen.
da stellt sich zunächst die Frage: Für welche Stelle oder in welcher Branche bewirbst du dich? Es ist davon auszugehen, dass z.B. eine Bank einen spezielleren Wert auf das Formale legt als z.B. eine Werbeagentur.
Ich weiß aus eigener Erfahrung als zuständiger Mitarbeiter für die Personalführung, dass Bewerbungsunterlagen in mehreren Bereichen „überzeugen“ müssen, um in die nähere Auswahl zu geraten. Dazu gehört - neben all den fachlichen Aspekten - auch die Präsentation der Person. Ausdrucksstärke und Entschlossenheit vermitteln hier nicht nur die Sprache, sondern auch der sprichwörtliche Eindruck des oder der Bilder. Ich würde als empfehlen, dich genau so zu fotografieren, wie du dich am besten fühlst und wie du dich - angesichts des zu vermutenden Blickwinkels des Empfängers - präsentieren willst.
Fotografen verdienen ihr Geld damit, Bewerbungsfotos zu machen.
Wenn Dir fast alle das Gleiche erzählen, dann solltest Du denen vertrauen (mehr zumindest als irgendwelchen Theoretikern, die sich das letzte Mal vor 20 Jahren beworben haben).
ein Bewerbungsfoto soll dem Empfänger einen ersten und hoffentlich positiven Eindruck vermitteln und (ich spreche jetzt mal als Hobbyfotograf) da dieser nicht bei allen Menschen gleich ist – so von wegen Schokoladenseite etc. – solltest du deinem Gefühl vertrauen.
Was natürlich nicht bedeutet das du ein völlig neuen Weg einschlagen sollst aber wenn du dir von Vorne besser gefällst (oder z.B. die Nase dadurch kleiner wirkt, etc., etc.) spricht nichts dagegen, ein guter Fotograf wird dich aber auch hier beraten bzw. dir verschiedene Aufnahmen zur Auswahl stellen.
Fotografen verdienen ihr Geld damit, Bewerbungsfotos zu
machen.
Wenn Dir fast alle das Gleiche erzählen, dann solltest Du
denen vertrauen (mehr zumindest als irgendwelchen
Theoretikern, die sich das letzte Mal vor 20 Jahren beworben
haben).
Hallo, das kommt aber darauf an, welche Art von Fotografen sie bisher befragt hat.
Es gibt eben so Sofortbild-Fotografen, die bei Bewerbungsfotos ähnlich individuell arbeiten, wie bei Passbildern und womöglich noch dieselbe Kamera dafür nehmen (so diese mit den 4geteilten Objektiven).
Das sind primär Fotoverkäufer, keine Fotografen.
Ein echter Fotograph macht verschiedene Vorschläge bevor er eine Kamera auf dich hält, ich kenn zB. sogar Bewerbungsfotos von oben oder in freier Wildbahn, je nach Job natürlich.
Andere machen erst noch eine Farb- oder sonstige Beratung und/oder haben einen festen künstlerisch anspruchsvollen Stil, der den Arbeitgebern der Region bekannt ist (die hat sich DEN Profi gegönnt), bei anderen Arbeitsgebern ausserhalb aber kommt dann gerade DER Stil nicht an (ich sag da nur „abgeschnittener“ Kopf und Trauerrand, Kieler werden die Fotographin so erkennen …und wissen, dass ist noch Handarbeit incl der Berechnung der Schokoseite nach dem Mondstand zur Geburt oder so, …wer sich in Kiel bewirbt muss DA gewesen sein, ausserhalb hab ich da so meine Zweifel, ob die Wirkung wirklich so doll ist)
Ein guter Fotograph kostet allerdings, zumindest die Grundausstattung kann schon mal 70 Eu kosten (Sitzung+ Handvoll Fotos), dafür kann man diese dann auch getrost nachbestellen und für viele Bewerbungsformen nutzen (Flyer, Postkarten, Pizzakartons, jepp letzteres war wirkich ein ernstgemeinter Bewerbungstipp zu meiner Zeit, hat sich aber glücklicherweise nicht durchgesetzt).
dass Du Dich amüsierst, zeigt, dass Du die kommenden
Entwicklungen offensichtlich nicht kennst.
Ich amüsiere mich schon seit längerer Zeit über das AGG und was es uns bringt - ich stelle auch grundsätzlich Fragen zu privaten Themen bei Vorstellungsgesprächen.
Ich weiß, dass diese zum Teil unzulässig sind, was mich aber nicht die Bohne interessiert…
Kein Thema - da sie aber von MEHREREN Fotografen sprach, die einen Tenor hatten, ging ich mal davon aus, dassda zumindest der ein oder andere bei war, der wusste, was er macht.