Da sich meine familiäre Situation geändert hat, möchte ich nicht weiter wochenlang beruflich unterwegs sein, sondern täglich heimkehren.
Daher habe ich am letzten Sonntag eine Bewerbung auf ein dementsprechendes Stellenangebot abgeschickt.
Gestern Abend war ich wieder zuhause und fand eine Antwort dieser Firma, die schon am Mittwoch angekommen ist.
Ich fiel in die engere Wahl der angeblich sehr großen Bewerberflut und ich soll mich möglich schnell mit ihnen in Verbindung setzen.
Auf der einen Art ist die Antwort nicht sehr Erfolgsversprechend formuliert, auf der anderen Seite wird doch schnell um einen Besprechungstermin gebeten.
Ich muss dabei sagen, das es für Speditionen im Moment sehr schwierig ist, gutes und erfahrenes Personal zu finden. Ich glaube daher nicht, das viele Bewerbungen vorliegen, die dem Auswahlkriterium der Firma entsprechen.
Meine Frage dazu.
Wie hoch sollte ich aufgrund des Wissens der Personalnöte von Speditionen im Hinblick auf meine Lohnvorstellungen pokern?
Würdet ihr überhaupt pokern und nehmen was kommt, auch mit dem Hintergrund das ihr nicht arbeitslos seit und die Arbeit im Endeffekt garnicht dringend bräuchtet?
Interesse habe ich, aber wie weit würdet ihr gehen und inwieweit lassen Personalbüros mit sich handeln ohne die Schmerzgrenze zu erreichen?
Als Faustregel gilt, dass ein freiwilliger Jobwechsel mit einem 10-20% höherem Gehalt verbunden sein sollte. D.h. du multiplizierst dein jetziges Gehalt mit 1,2 und nennst das Ergebnis als deinen Gehaltswunsch, von dem du dann, wenn nötig, ein wenig abrückst.
Als Faustregel gilt, dass ein freiwilliger Jobwechsel mit
einem 10-20% höherem Gehalt verbunden sein sollte. D.h. du
multiplizierst dein jetziges Gehalt mit 1,2 und nennst das
Ergebnis als deinen Gehaltswunsch, von dem du dann, wenn
nötig, ein wenig abrückst.
Sei mir nicht böse, aber das ist ehrlich gesagt so pauschal Blödsinn.
Es gibt für jede Aufgabe einen Range an Bezahlung, der realistisch ist. Wenn Du also schlicht die Örtlichkeit wechselst - dieses primär auch noch aus privaten Gründen(!), was das Thema „Freiwilligkeit“ sehr eingrenzt - und bei der aktuellen Stelle vernünftig bezahlt wurdest, dann kannst Du sicher sein, dass Dein neuer Chef prustend unter dem Tisch liegt, wenn Du mit 20% kommst. Welchen Eindruck eine völlig überzogene Forderung auf Deinen neuen AG macht …
„Frech“ fordern kannst Du, wenn Du:
Dein Aufgabengebiet erweiterst
längere Zeit keine Erhöhung mehr gesehen hast und dementsprechend
am unteren Range der Bezahlung bist (Hier auf regionale Unterschiede in der Bezahlung achten: Ein Münchener Gehalt ist in der Regel nominal höher als ein Bamberger als Beispiel)
dich nicht aufgrund regionaler (und damit privater) Präferenzen auf wenige AG einschießen musst.
knappes und beim neuen AG gesuchtes Spezialwissen hast
Wenn das alles nicht zutrifft, dann kannst Du bei einem solchen Wechsel froh sein, wenn Du +/-0 rauskommst. AG riechen auf 100 Meilen gegen den Wind, wenn Du drängende private Wechselgründe hast:wink: