Ich hatte neulich ein Vorstellungsgespräch und habe mich auf diesen Termin natürlich gut vorbereitet - Bewerbungsbücher gewälzt und Informationen über die Firma eingeholt.
Beim Gespräch kamen dann ausschließlich die Standardfragen aus den Büchern: Warum wollen Sie ausgerechnet zu uns wechseln? Warum wollen Sie Ihre Firma verlassen? Was sind Ihre Stärken, Schwächen? Wie würden Sie Ihre Arbeitsweise charakterisieren usw. Ich habe darauf mit ebendenselben Standard-Schlagworten geantwortet: Herausforderung zur richtigen Zeit, Organisationsstäkre, Teamfähigkeit, kundenorientierte Arbeitsweise, Zielstrebigkeit, blablabla. Nun frage ich mich doch im Nachhinein, was die ganze Veranstaltung für beide Seiten gebracht haben mag. Ich denke, dass die meisten geführten Gespräche so oder so ähnlich ablaufen werden.
Wie wollen die verantwortlichen Personaler dann bitte schön den geeignetetn Kandidaten herausfiltern? Ich frage mich außerdem, wie man diesen Standardfragen anders begegnen kann - fürs nächste Mal
das sind immer noch die alten Denkstrukturen aus dem Jahr 1910.
Die Personaler und Vorstände sind nicht bereit zulernen, was man von dir immer verlangt.
Eigentlich sollte man zuerst mit den zukünftigen unmittelbaren Chef sprechen, denn der muss ja schließlich mit dir arbeiten.
Das lernen die Personaler nie.
Bezeichnend ist auch die Vielzahl von Vermittlern im Internet.
Wahrscheinlich können die meisten Personaler auch kein Internet.
Wenn eine Firma für kurze Zeit ein „Loch“ stopfen wollen, könnten die auch befristete Arbeitsverträge heraus geben.
Jetzt wird bestimmt jemmand schreiben: " … die Kosten sind dafür zu hoch…" Diese Leute kennen nicht die EDV!
Machmal Frage ich mich, ob es nicht kostengünstig für Firmen wäre die Personaler komplett aus zu gliedern?
Ralf
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Ich hatte neulich ein Vorstellungsgespräch und habe mich auf
diesen Termin natürlich gut vorbereitet - Bewerbungsbücher
gewälzt und Informationen über die Firma eingeholt.
Beim Gespräch kamen dann ausschließlich die Standardfragen aus
den Büchern:
Ich habe darauf mit ebendenselben Standard-Schlagworten
geantwortet:
Nun frage ich mich
doch im Nachhinein, was die ganze Veranstaltung für beide
Seiten gebracht haben mag. Ich denke, dass die meisten
geführten Gespräche so oder so ähnlich ablaufen werden.
Ich habe da andere Erfahrungen gemacht. Mal kurz gefragt: um welche Stelle hast Du dich denn beworben ?
Wie wollen die verantwortlichen Personaler dann bitte schön
den geeignetetn Kandidaten herausfiltern? Ich frage mich
außerdem, wie man diesen Standardfragen anders begegnen kann -
fürs nächste Mal
Mit eigenen Antworten.
Tschuess Marco.
P.S. Gruss- und Schlussformeln finde ich immer ganz nett.
Mea Culpa, da ist mir das „Tschüss und vielen Dank“ ausnahmsweise mal entfleucht.
Und das mit den eigenen Antworten ist zwar eine tolle Idee (wär ich nicht drauf gekommen , aber selbst bei eigenen Antworten würde ich mich als zielgerichtet, teamfähig und kreativ beschreiben und somit wieder Orginal-Zitate aus bekannten Büchern abliefern.
Es geht um einen Job in der Medienbranche, junges Team, junge Gesprächspartner.
Mea Culpa, da ist mir das „Tschüss und vielen Dank“
ausnahmsweise mal entfleucht.
passiert jedem mal,
Generell habe ich z. Zt. den Eindruck, es nimmt überhand.
Und das mit den eigenen Antworten ist zwar eine tolle Idee
(wär ich nicht drauf gekommen , aber selbst bei eigenen
Antworten würde ich mich als zielgerichtet, teamfähig und
kreativ beschreiben und somit wieder Orginal-Zitate aus
bekannten Büchern abliefern.
Dann stimmt es doch.
Meine vorherige Antwort hatte ich auf den Fall abgestellt: ich habe stur gelernt, was gefragt ist und dies dann hergebetet.
Es geht um einen Job in der Medienbranche, junges Team, junge
Gesprächspartner.
Was ich vorhin nicht geschrieben habe:
Es kommt in vielen Fällen darauf an, wie man es sagt: Wortwahl, Gestik, Wahl der Beispiele.
All dies lässt Rückschlüsse auf (Lebens-)Bild(ung), Emotionale Intelligenz, Charaktertyp … zu. Diese sind für die Prognose, ob Du ins Team passt ja sehr wichtig.
Hi Marie,
ich arbeite auch in einem jungen Unternehmen mit recht niedrigem Durchschnittsalter. Na klar, kommen bei Bewerbungsgesprächen viele Standardfragen. Allerdings kann man nicht in jedem Unternehmen mit den Standardantworten kommen. Wie Marco schon sagte, achte ich auch auf Mimik, Gestik, Wortwahl etc.
Wenn ich dann immer diese Standardtexte höre…
Spätestens beim 4. oder 5. Bewerber hab ich dann keinen Bock mehr darauf. Ich stelle mir den betreffenden Kandidaten dann immer in bestimmten Alltagssituationen vor, die tagtäglich bei uns vorkommen (Stress, verärgerter Kunde macht sich am Telefon Luft etc.)
Bei manchen Bewerbern stelle ich schnell fest, das sie zwar redegewandt sind, aber z.B. kein Durchsetzungsvermögen haben, nicht verhandlungssicher sind oder aber nicht kreativ bei der Arbeitsgestaltung. Ich wechsle dann immer mal gern die Mimik zwischen todernst und freundlich und beobachte die Bewerber. Ich wechsle zwischen lockerem Umgangston und ernstem Gespräch. Kommt der Bewerber schnell mit der neuen Situation klar? Ist der Bewerber in der Lage, sich selbstkritisch zu sehen?
Mann kann selbst hier etwas über seinen „Gesprächspartner“ lernen. Bei Dir wäre das z.B. das vergessen der Begrüßung, was Dir wiederholt passierte. Versteh das nicht falsch, aber ich würde mich dann fragen, ob das bei geschäftlicher Korrespondenz auch passieren würde.
Gruss Sebastian
danke für die Infos. Aber ich denke, dennoch lässt sich in einer Prüfungssituation wie einem Bewerbungsgespräch nicht wirklich viel über einen Menschen sagen.
Ich persönlich fände z.B. Sachen aussagekräftiger wie z.B. naiv formuliert:
Was war Ihre erste Schallplatte, ihr Lieblingskinderbuch?
Was ist Ihr Lieblingsessen?
Ihre Lieblingsfernsehsendung?
Was mögen Sie überhaupt nicht?
Wie und wodurch zeichnen sich Ihre Freunde aus?
Verstehst du was ich meine? Also nicht unbedingt zu sehr in den privaten Bereich gehend, aber einfach eine „Geschmacksabstimmung“ - auch nach dem Motto: Passt dieser Mensch in unser Team? Schließlich ist man von Arbeitskollegen die längste Zeit des Tages umgeben.
danke für die Infos. Aber ich denke, dennoch lässt sich in
einer Prüfungssituation wie einem Bewerbungsgespräch nicht
wirklich viel über einen Menschen sagen.
Warum nicht ? In Stresssituationen kommt das wahre Ich zum Vorschein.
Zweitens: Wenn man eine Frage immer wieder stellt, kann man die Antworten miteinander vergleichen - auch über verschiedene Stellenangebote hinweg- dies kann für Personaler auch interessant sein.
Ich persönlich fände z.B. Sachen aussagekräftiger wie z.B.
naiv formuliert:
Was war Ihre erste Schallplatte, ihr Lieblingskinderbuch?
Was ist Ihr Lieblingsessen?
Ihre Lieblingsfernsehsendung?
Was mögen Sie überhaupt nicht?
Wie und wodurch zeichnen sich Ihre Freunde aus?
Verstehst du was ich meine? Also nicht unbedingt zu sehr in
den privaten Bereich gehend, aber einfach eine
„Geschmacksabstimmung“ - auch nach dem Motto: Passt dieser
Mensch in unser Team? Schließlich ist man von Arbeitskollegen
die längste Zeit des Tages umgeben.
Sorry, aber diese Fragen finde ich Quatsch. Die frühe Sozialisation sagt wenig über die heutigen Fähigkeiten bzw. Charakter aus.
Und da Teams durchaus mit vberschiedenartigen Typen besetzt sein können sagen auch Lieblingsessen und Lieblingssendung wenig aus.