Bewerbungsgrund - was sagt mann?

Hallo zusammen,

nehmen wir mal an, jemand möchte sich gern nach einem neuen Job umschauen.
Die Beweggründe sind 1. privater Natur (Umzug zum Partner) und 2. auch um eine „neue Herausforderung“ zu finden.

in der Bewerbung würde mann schreiben „Neue berufliche Herausforderungen etc.“.
Wäre es sinnvoll den privaten Hintergrund auch / nur zu erwähnen? wenn ja, warum und wie sollte man es forulieren? wenn nein, warum?

Mann ist hin und hergerissen, da mit der Zeit Beweggrund 1. immer wichtiger wird; jedoch Beweggrund 2 ursprünglich Auslöser des Prozesses war.

Ihr seid gefragt. Meinungen? Erfahrungen?

Dankeschön

Viele Grüße

Moin,

Wäre es sinnvoll den privaten Hintergrund auch / nur zu
erwähnen?

nein.

wenn nein, warum?

Wenn Du Dich auf eine Stelle bewirbst, dann darum, weil es die Stelle für Dich ist.
Daß das natürlich nicht immer stimmt weiß oder ahnt ein potentieller AG natürlich auch, aber er will es trotzdem so hören.

Wenn eine Frau Dich fragt, ob sie die einzige für Dich ist (und Du was von ihr willst), was antwotest Du?

Du bist die einzige!
oder
Och ja, Du bist ja ganz nett, aber hauptsächlich will ich mit Dir zusammen sein, weil Du in der Nähe meiner Mutter wohnst.

Klar?

Gandalf

Warmduschfaktor nicht vergessen

nehmen wir mal an, jemand möchte sich gern nach einem neuen
Job umschauen.
Die Beweggründe sind 1. privater Natur (Umzug zum Partner)

Das ist auch der richtige Grund und sollte angegeben werden.

und 2. auch um eine „neue Herausforderung“ zu finden.

Hey Leute, was sucht ihr nur alles an den neuen Herausforderungen, Herausforderungen und Herausforderungen. Das kann kein AG mehr hören. Das quillt schon zu den Ohren raus. Das ist so was von abgedroschen!
Gegenfrage im Vorstellungsgespräch:
„Was sind ihre Anforderungen an die neuen Herausforderungen die sie bei uns suchen?“
Und jetzt kommt zu 99% noch warme Luft raus.

in der Bewerbung würde mann schreiben „Neue berufliche
Herausforderungen etc.“.

Jaaa, ist diiiiie Idee, mach das unbedingt.

Wäre es sinnvoll den privaten Hintergrund auch / nur zu
erwähnen?

Jaaaaaaaa! Denn es ist der Grund und er ist für den AG mehr als nur verständlich. Dieser Grund ist überzeugend und dieser Grund ist zu 99% nicht hinterfragbar!

wenn ja, warum und wie sollte man es forulieren?

Einfach frei heraus.

wenn nein, warum?

Siehe oben.

Mann ist hin und hergerissen, da mit der Zeit Beweggrund 1.
immer wichtiger wird; jedoch Beweggrund 2 ursprünglich
Auslöser des Prozesses war.

Mann oder man? Also wenn „Mann“, dann kommt natürlich noch der „Warmduschfaktor“ dazu. Warum? Weil hier der Mann seiner Frau hinterherzieht. Und als Männer noch Krieger, Herrscher und Ernährer waren, dies umgekehrt war.
Daher ist es noch die Frage, um welches Unternehmen und vor allem um welchen Job es bei dem Mann geht!

Huhu,

also vor 3 Jahren befand ich mich in der gleichen Situation wie du jetzt.

Meine Bewerbung habe ich wie folgt eingeleitet:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

durch einen Wohnortwechsel bin ich auf der Suche nach einer neuen Aufgabe in meinem erlernten Beruf als blablabla."

Ansonsten kommt spätestens im Vorstellungsgespräch, warum du dich denn bei denen bewirbst und nicht in der Nähe deines jetzigen Wohnortes.
Die Reaktionen waren immer positiv, und ich hatte nachher Zusagen zu verschiedenen Stellen.
Denke wenn man offensiv ran geht, und klar darüber spricht, ist es überhaupt kein Problem. Verschweigen würde ich es nicht.

Viel Glück beruflich und privat
Belini

Hallo,
danke für Eure Antworten.
Jetzt fühle ich mich sicherer, auch den privaten Hintergrund anzuführen. Stimmt, warum auch nicht?
Vor lauter Bewerbungstipps und Online Recherche ist man ja nur noch verwirrt :smile:)

Schönen Abend
F.

Moin,

Jetzt fühle ich mich sicherer, auch den privaten Hintergrund
anzuführen. Stimmt, warum auch nicht?

aber beschwer Dich nicht bei mir, wenn die Bewerbung deshalb in die Hose gegangen ist!

Gandalf

Hallo Francisca,

hmm - nun möcht ich doch nochmal was dazu sagen: Denn ich find das mit dem privaten Grund etwas zwiespältig. Eventuell wäre ein Kompromiss, im Anschreiben sowas wie „Ein Umzug von Dingsda nach Bumsda ist kein Problem, da ich eh plane im Monat x nach Bumsda umzuziehen“ zu schreiben. Das aber nur falls Dingsda und Bumsda signifikant weit auseinander liegen :wink:

Im Bewerbungsgespräch würde ich eindeutig den Schwerpunkt auf das fachliche legen. Also nicht „Mir ist jeder Job recht, solange ich nur bei meinem lieben Schatzibutzi wohnen kann“ sondern „ich werde in diesem Job gut sein, weil…“. Sollte allerdings die Rede auf die Erstattung von Reise- bzw. Umzugskosten kommen, dann kannst ja sagen, dass das kein Problem sein wird, da Du zu Deinem Partner ziehst.

Achja - bei dieser ganzen Sache möchte ich noch darauf hinweisen, dass die Situation „Junge Frau zieht zu ihrem Freund“ beim geneigten Personaler die Assoziation „…und wird bei nächster Gelegenheit schwanger und wir haben die Scherereien“ wecken könnte. Darum würde ich das mit dem Umzug zum Partner keinesfalls überbetonen…

*wink*

Petzi

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Erstattung von Umzugskosten seitens der Firma?


Sollte allerdings die Rede auf die Erstattung von Reise- bzw.
Umzugskosten kommen,

Gestatten Sie bitte eine Gegenfrage.
Erstattung von Umzugskosten seitens der Firma an einen neueinzustellenden Mitarbeiter??? Bitte ein Beispiel bringen, nur eins, ein einziges reicht mir schon.

Aber nicht vom dem Wissenschaftsgenie für Reaktorforschung, der über Kopfgeldjäger abgeworben wurde und der Vollumzug von A nach B, inkl. First-Class-Flug für Ehepartner und Kinder mit Limousinen-Service am Ankunftsort, bezahlt wurde.
Hier geht es um eine ganz normale Bewerbung eines Jobsuchenden, der in Zeiten umsichgreifender Arbeitslkosigkeit, manche sagen auch Kurzarbeit, einen Brötchengeber sucht und so verzweifelt ist, dass er jedes Wort im Anschreiben auf die Goldwaage legt, damit ja nur ein potienteller AG anbeisst. Und auch außerhalb dieser Zeiten würde es interessieren bei wem die Umzugskosten übernommen wurden. Und wohl gemerkt, wir reden von Neueinstellung eines neuen MA der sowieso aus privaten Gründen umzieht und nicht vom betriebsbedingten Umzug innerhalb einer Beschäftigungszeit für einen leitenden MA oder wie bei Beamtem. Denn letzteres war der Fragesteller doch wohl auf keinen Fall.
Gruß.

Hallo schritt2,

auch wenn Dein Tonfall mich etwas, ähm irritiert, möchte ich doch Deine Frage beantworten.

Erstattung von Umzugskosten seitens der Firma an einen
neueinzustellenden Mitarbeiter??? Bitte ein Beispiel bringen,
nur eins, ein einziges reicht mir schon.

Zwei könnte ich Dir bringen. Möchtest Du, dass ich Dir meine Verträge einscanne und schicke? Denn ich habe das bereits zweimal erlebt - und ich bin weder

Wissenschaftsgenie für Reaktorforschung,

sondern es ging um

eine ganz normale Bewerbung eines Jobsuchenden,

und auch nicht um

einen leitenden MA

oder einen

Beamtem.

Sondern ganz normal um mich :wink: Ob das jedoch üblich ist kann ich Dir leider nicht sagen. Deshalb lautete auch meine Aussage " Sollte allerdings…" also im Konjunktiv - man könnte das verstehen als „für den Fall, dass…“ als „im Falle einer Wahrscheinlichkeit, dass Franciscas Arbeitgeber diese Sache ähnlich sieht wie meine beiden letzten“.

Frage beantwortet?

*wink*

Petzi

Hi!

Gestatten Sie bitte eine Gegenfrage.
Erstattung von Umzugskosten seitens der Firma an einen
neueinzustellenden Mitarbeiter??? Bitte ein Beispiel bringen,
nur eins, ein einziges reicht mir schon.

Dass es das in Deinem Universum nicht gibt, überrascht mich bei Deinem Auftreten nicht wirklich.

Ich selbst kam einmal in den Genuss, es wurde mir im letzten Jahr zweimal angeboten, bei unseren 3000 Mitarbeitern taucht der Posten im letzten Jahr ca. 300 mal auf.

Kurz: Es ist absolut nichts Ungewöhnliches, wenn man nicht gerade vom angelernten Hilfsarbeiter spricht.

Kopfschütteld
Guido

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Moin,

Erstattung von Umzugskosten seitens der Firma an einen
neueinzustellenden Mitarbeiter??? Bitte ein Beispiel bringen,
nur eins, ein einziges reicht mir schon.

ich! Vor über zwanzig Jahren.

Dann noch etliche meiner Kollegen.
In der chemischen Industrie ist das bei angestellten Mitarbeitern völlig üblich, bei jedem.

Bei gewerblichen (früher Arbeiter genennt) weiß ich es nicht, aber die stammen mit sehr wenigen Ausnahmen aus der Gegend.

Gandalf

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Nein

Erstattung von Umzugskosten seitens der Firma an einen
neueinzustellenden Mitarbeiter??? Bitte ein Beispiel bringen,
nur eins, ein einziges reicht mir schon.

Zwei könnte ich Dir bringen. Möchtest Du, dass ich Dir meine
Verträge einscanne und schicke?

Ja bitte.

Frage beantwortet?

Nein. Wenn du gerade in die Schweiz gewandert bist, arbeitest du vielleicht in der Medizin und die Schweizer bieten für die Assistenzärzte schon etwas.

Gegenwart gefragt.

ich! Vor über zwanzig Jahren.

Vor 20 Jahren meinst du? Ich bin ganz weggerissen.
Leider reden wir von der Gegenwart.

Gegenwärtig genug?
Moin Grußloser,

ich! Vor über zwanzig Jahren.

Vor 20 Jahren meinst du? Ich bin ganz weggerissen.
Leider reden wir von der Gegenwart.

OK, der letzte Kollege dem man den Umzug bezahlt hat, hat im Sommer 2009 angefangen.
Ist das gegenwärtig genug?!

Mir meinem Beispiel wollte ich nur sagen, daß es auch schonvor 20 Jahren so war.

Gandalf

Jetzt mal Butter bei die Fische.

ich! Vor über zwanzig Jahren.

Vor 20 Jahren meinst du? Ich bin ganz weggerissen.
Leider reden wir von der Gegenwart.

OK, der letzte Kollege dem man den Umzug bezahlt hat, hat im
Sommer 2009 angefangen.
Ist das gegenwärtig genug?!

Mir meinem Beispiel wollte ich nur sagen, daß es auch
schonvor 20 Jahren so war.

Hallo,
also bei der Fragestellerin ging es wohl um eine Facharbeiterposition. Aber davon unabhängig betrachtet. Handelt es sich bei deinen Beispielen um Akademiker? Um MA mit Leitungsfunktion?
Oder anders gefragt, zahlt das Unternehmen der neueinzustellenden Kantinenfachkraft, welche aus Dortmund nach Berlin (Bsp. für Unternehmenssitz) wechselt den Umzug? Oder eine Pauschale?

Denn in der ganzen Diskussion unter der Ursprungsfrage drängt sich irgendwie auf, dass hier einige meinen, dass dies absoluter Standard wäre. Um was und und wem reden wir hier?

Genug Butter am Fisch?
Moin

also bei der Fragestellerin ging es wohl um eine
Facharbeiterposition. Aber davon unabhängig betrachtet.
Handelt es sich bei deinen Beispielen um Akademiker? Um MA mit
Leitungsfunktion?

bei uns kriegen auch Laboranten und Techniker Umzugshilfen.
Sind die Dir unakademisch genug?
Der Umzug muß (ich glaube aus steuerlichen Gründen) die Fahrstrecke um mindestens 30 km verkürzen.
Wie es im gewerblichen Bereich ist, kann ich, wie schon mal geschrieben, nichts sagen, aber ich kenne keinen, der nicht hier aus der Gegend stammt.

Irgendwie hab ich den Eindruck, Du krallst Dich an etwas fest, was man Dir jetzt mehrfach widerlegt hat. Es gibt sicher Firmen, die nichts zahlen, aber genauso gibt es nun mal Firmen, die so was zahlen.
Bist Du im echten Leben auch so?

Gandalf

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Hi,

Nein. Wenn du gerade in die Schweiz gewandert bist, arbeitest
du vielleicht in der Medizin und die Schweizer bieten für die
Assistenzärzte schon etwas.

schön kombiniert, aber weder ging es dabei um einen Umzug in die Schweiz noch um einen Job als Assistenzarzt.

*wink*

Petzi

…vor allem…
…wollte der/die/das Gute ja eigentlich auch nur ein Beispiel haben *fg* Wahrscheinlich waren das einfach zu viele :wink:

*wink*

Petzi

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Erzähle keinen Mist! OT
Hi!

schön kombiniert, aber weder ging es dabei um einen Umzug in
die Schweiz noch um einen Job als Assistenzarzt.

Natürlich bist Du Arzt, schließlich hat er das unwiderruflich schlussgefolgert!
UND DU BIST ASSISTENZÄRZTIN IN DER SCHWEIZ!

Vermutlich eine fliegende, denn wer macht denn da noch Unterschiede?

-)

Amüsierte Grüße
(aus dem schnöden verschneiten Westen Deutschlands)

Guido

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