Bewerbungsmappen werden weggeworfen! USUS?

o.t.
Hallo Eillicht, ich konnte dir leider nur 2 halbe Sternchen geben. Das eine ist für den Inhalt deines Beitrags und die leuchtendere Hälfte ist für deinen unnachahmlichen Stil. :o)

Gibts Bücher von dir? (Die wären bestimmt so amüsant, dass ich sie glatterdings kaufen würde)

MfubG

Hallo,

Mein Mann sucht seit Ende letzten Jahres einen anderen Job und
wir haben dafür 20 Bewerbungsmappen gekauft, richtig teure.
Extra richtig gute Bilder machen lassen beim Fotographen.
Wasserzeichenpapier angeschafft etc. Von der Arbeit, die zu
erstellen, mal echt ganz zu schweigen!!

Da habt ihr es sehr gut gemeint und euch wirklich viel Mühe gemacht. „Leider“ wird das wenig honoriert weil auch die tollste Mappe nicht dazu führt daß man einen Vorteil gegenüber den vielen anderen Bewerbern hat, die simplere Mappen einsenden.
„Leider“ für euch, andererseits: wer keinen Job hat und deswegen auf den Cent schauen muß weiß zu schätzen daß es einfache Klemmhefter genauso tun und man keine teure Mappe haben „muß“ um vielleicht erfolgreich zu sein.

Vor 2 Wochen stellen wir mit Erstaunen fest, daß noch 10
Mappen nicht wieder zurückgekommen sind. U.a. welche, die am
20.11.2005 verschickt wurden. (Fast alle 10
Initiativbewerbungen)

An alle Firmen haben wir vor 1 1/2 Wochen nochmals ein
normales Schreiben verfasst mit der Bitte, die Mappen bei
Nichtinteresse wieder zurückzusenden.

Die Mappen sind wahrscheinlich ob ihrer Qualität bei den Mitarbeitern in der Poststelle verschwunden weil die die Mappen auch schön fanden…

Es kam immer noch nix zurück!
Gestern hab ich Göttergatten dazu „genötigt“ dort überall
anzurufen und was bekommen wir zu hören???

=> „Angeblich“ sei die Mappe NIE angekommen. (10 von 20,
daß sind 50% - DAS glaub ich ja NIEMALS!!!)

=> „Die haben wir gleich weggeworfen, weil wir kein Geld
haben die zurückzusenden.“

=> „Uns gibt es schon seit 3 Jahren nicht mehr“ =>
stehen aber dick in den gelben Seiten

=> „Wir schauen mal, ob die noch irgendwo rumliegt“…!

Ja, wo gibt es denn SOWAS???
WEGWERFEN???

Das ist eine Frechheit sondergleichen und zeigt aber sehr gut wie viele Firmen in Deutschland inzwischen funktionieren.
Es wird im Geschäftsgebahren und bei den Mitarbeitern nicht mehr auf wirkliche Qualität und Image geachtet, sondern nur darauf auf dem Papier einen vordergründig aalglatten Eindruck zu machen, hinter dem allerdings dummerweise oft keinerlei Substanz steckt. Das Qualitätsmanagement funktioniert auf dem Papier prima, die Qualität selber ist aber in Wirklichkeit unterirdisch und die aus zahlreichen Bewerbern ausgesuchten Top-Mitarbeiter sind in der Praxis oft unfähig und identifizieren sich nicht wirklich mit IHREM Arbeitgeber.

DAS ist unser materielles Eigentum!!!

Naja, ihr habt es allerdings unangefordert eingesandt. Da könnt ihr natürlich keiner Firma aufzwingen daß die sich damit auseinandersetzen und die Mappen auf ihre Kosten zurücksenden „müssen“. Würdest Du einem Versandhaus, wenn Du ungefragt ein Paket bekommst, es auf Deine Kosten zurücksenden? Siehste…

Es gibt einen Unterschied zwischen dem, was ein Unternehmen tun „muß“ und dem, was ein gutes Unternehmen einfach macht um einen guten Eindruck zu vermitteln. Auch das Verhalten gegenüber Bewerbern und erst recht bei Absagen sagt einem sehr viel über die wahre Qualität irgendwelcher Klitschen.

Als ich das hörte, dachte ich werd nicht mehr.
Ich hab so einen Hals, ich könnte platzen vor Wut.
Jede Mappe hat einen Ca-Wert von 10 Euro.
Ganz abgesehen von den Umschlägen, Briefmarken und der Zeit,
die zusammenzustellen.

10 EUR alleine für die Mappe??? Woahhh… Also im Ernst: Dein Mann darf sich gerne bei mir bewerben! Über eine ungefragt zugesandte 10 EUR-Mappe würde ich mich auch freuen und sie nicht zurücksenden. :wink: Verstehst Du was ich sagen will?

Da würde ich für die Zukunft deutlich reduzieren. Ich habe meine Bewerbungen immer in Klemm-Heftern verschickt - gibt’s manchmal beim Aldi, aber auch sonst in Bürobedarfsläden - für ca. 1-2 EUR pro Dreierpack (oder waren es sogar nur 99 Cent? Weiß nicht mehr…). Mit solchen simplen Mappen setzt man sich auch nicht der Kritik aus Mappen zu senden die zu kompliziert aufzuklappen sind und den Personaler deswegen nerven.

Zweitens vermeidet ihr den Eindruck „nur mit der Goldrand-Mappe zu blenden“ anstatt mit fachlicher Qualifikation. Ich unterstelle nicht daß Dein Mann ein Blender ist, aber bei zu hochwertigen Materialien habe ich etwas Sorge daß das als „großkotzig“ betrachtet werden könnte oder der Eindruck entsteht sich mit diesen Äußerlichkeiten über andere Bewerber erheben zu wollen. Jedenfalls erweckt das bei mir spontan diesen schalen Geschmack. Wahrscheinlich zu Unrecht, aber so kommt’s bei mir im ersten Moment an.

Und drittens reduziert eine preiswerte Bewerbung auch den Verlust wenn „schlechte“ Firmen die Unterlagen nicht zurücksenden.

So ein einfacher Hefter sieht auch gut aus wenn man ein schönes Deckblatt als oberstes Blatt in den Hefter klemmt und das Layout dezent, aber gekonnt gestaltet hat. Vielleicht zentrierte Schrift, ein Rahmen drum, individuelle Aufschrift für das jeweilige Unternehmen… Dezentes Understatement, aber so daß man sieht „da kann einer mit dem PC umgehen“. Das kommt nicht nur dem Aussehen der Mappe zugute sondern beantwortet auch gleich die Frage ob der Bewerber mit dem PC umgehen kann (es weiß ja keiner wenn einem ein Kumpel geholfen hat - falls es denn so war).
Wenn ihr das Blatt einmal zufriedenstellend habt braucht ihr später nur noch den Namen des Unternehmens austauschen - es sieht aber trotzdem individuell gestaltet aus.
Unter dem Strich dürfte ein Bemühen in diese Richtung mehr bringen als eine teure Mappe - die jeder einfach kaufen kann, auch ein Idiot. Dann lieber praktisch zeigen daß man etwas auf dem Kasten hat, was vielleicht nicht mehr jeder andere genauso gut macht.

Bei den Photos habe ich mir in der Fußgängerzone bei Foto Porst 20 Bilder für 20 EUR (glaube ich…) machen lassen. Keine Paßbilder, sondern einen Tick größer.

Das alles war auch völlig OK, ich habe damit bei fast allen Bewerbungen Erfolg gehabt und Vorstellungsgespräche bekommen.

Und wir haben es jetzt nicht so dicke, daß wir jetzt jeden
Monat so locker flockig mal 100 Euro in die „Tonne klopfen“
können. Von der Rennerei wg. neuem Papier, Mappen und
Nachmachen von den Fotos mal ganz abgesehen!!
Wenn ich das mal hochrechne, dann wären das 1200 Euro im Jahr,
für Mappen, die wir nicht mehr zurückbekommen!!

Verstehe das nicht als Kritik, sondern als gut gemeinten Rat: Wenn ihr an Firmen geschrieben habt, die gar nicht mehr aktiv sind und in denen die Bewerbungen nicht mit mehr Sorgfalt Beachtung fanden habt ihr auch an die falschen Firmen geschrieben.

Das teuerste Material nützt nix wenn der Adressat „lieblos ausgewählt“ wurde. Zu jeder Bewerbung gehört zwingend eine Begründung warum man sich gerade in dieser speziellen Firma bewirbt. Es ist schon klar daß man sich meistens nur irgendeine plausibel klingende Laberei ausdenkt weil man sich „natürlich“ bei der Suche nach einem Job in jeder in Frage kommende Firma bewirbt und nicht nur bei den 2 Firmen, zu denen man ehrlicherweise wirklich gerne gehen würde. Nur sollte der Adressat trotzdem nie merken daß die Bewerbungen mit der Gießkanne ausgeschüttet wurden. Und das merkt er wenn es so ist!

Ich vermute daß eure Beschäftigung mit den Firmen nicht ausreichend war weil sonst passieren solche Pannen nicht daß es Firmen nicht mehr gibt, die ihr angeschrieben habt - Gelbe Seiten hin oder her.
Kann es sein daß eure Mühen in eine falsche Richtung gingen, also ihr allen Elan und Geld in perfekte, hochwertige Materialien gesteckt habt - aber die wirklich entscheidenden Dinge, nämlich sehr gut durchdachte Texte, ein guter Lebenslauf und eine sehr gute Begründung warum Dein Mann der perfekte Mitarbeiter für diese Firma wäre, nur mittelprächtig waren und in den Firmen niemanden hinter dem Ofen hervorgelockt haben? Diesen Eindruck hat man nämlich…

Ich bin echt stinkewütend, sprachlos und wirklich geschockt
über eine solche Verhaltensweise. *gggrrrr*

Meine Meinung über die Leistungen und Verhaltensweisen vieler Unternehmen hierzulande habe ich ja schon zum Ausdruck gebracht: Die haben auch alle Goldrand und schöne Mappen, und wenn Du Service und Kompetenz erwartest verpufft alles wie Schall und Rauch.

Aber ich habe da eine perfekte Seite für Euch um Frust abzubauen, genialer Balsam für genervte und enttäuschte Bewerber: die Absageagentur: http://www.absageagentur.de/

Dreht den Spieß einfach mal um und schreibt eurerseits den Schrottfirmen eine Absage! Sagt den Unternehmen daß ihr ihnen leider absagen müßt und auch keine Kunden mehr sein möchtet weil ihr keine Geschäftspartner wünscht, die so schlampig mit Unterlagen umgehen. „Ihre Unternehmen hat ein Profil wie abgefahrene Sommerreifen…“ :smile:

Habe in meinem Leben schon wirklich so einige Bewerbungen
selber geschrieben (auch Initiativbewerb.), aber bisher immer
alle auch wieder bekommen.

Ist das jetzt normales Geschäftsgebaren?
Müssen wir jetzt wohl Bewerbungen mit Einschreiben
losschicken, um einen Nachweis zu haben, daß die dort auch
ankommen??
Oder einen frankierten Rückumschlag beilegen, damit wir die
wieder bekommen?

Auch wenn’s gut gemeint war: ab jetzt weg mit teuren Mappen, weg mit Wasserzeichenpapier, teuren Fotos. Investiert dafür in ein gut gemachtes Layout der Unterlagen, also z. B. ein schönes Deckblatt und Anschreiben, die erkennbar auf das Unternehmen zugeschnitten sind - sowas kann man auch hinkriegen wenn man im Grundgerüst doch immer wieder den gleichen Text verwendet. Aber es sollte für dem einzelnen Leser immer so aussehen als sei das ein absolut individuelles Schreiben. Kennt ihr http://www.jova-nova.com/auswahl/inhalt.htm - das ist eine supergute Seite mit vielen geilen Tips zu diesem Thema. Und es funktioniert: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Was ist mit dem Lebenslauf und den Zeugnissen? Ist das alles vollständig, lückenlos und macht einen guten Eindruck? Vielleicht kann man kleinere Lücken etwas „optimieren“ ohne gleich unehrlich zu werden…

Ich würde also dringend raten beim Material extrem abzuspecken. Meine Bewerbungen hatten einen reinen Warenwert von vielleicht 3-5 EUR, inkl. Mappe und Foto. Und es hat nicht geschadet - im Gegenteil. Ich hatte eine sehr gute Erfolgsquote weil die Bewerbungen auch nicht mit der Gießkanne gestreut waren sondern immer sehr gezielt und dann individuell ausgerichtet waren.
Ich habe mich über die Unternehmen informiert (Homepage, einfach mal Google anschmeissen, Branchen-Seiten durchforsten…) und mir einen Eindruck über die Unternehmensziele gemacht. Die Bewerbung muß dann so rüberkommen daß Du fachlich geeignet bist, aber Du auch persönlich „ins Unternehmen paßt“. Letzteres ist noch wichtiger als perfektes Fachwissen - das kann man sich aneignen, aber wenn man von der Persönlichkeit ungeeignet oder selbst nur „zu neutral“ wirkt ist das das „No go item“, wie Piloten zu sagen pflegen.
Irgendwann hast Du trotz Individualität deinen Text stehen und paßt ihn dann doch nur noch etwas an.

Wieder mal ein Posting, das die Welt nicht braucht.
Sorry, aber ich mußte jetzt einfach mal Dampf ablassen.
Vielleicht hat ja jemand so ähnliche Erfahrung gemacht.

Meine Mappen kamen bisher immer wieder zurück wenn ich kein Interesse wecken konnte - obwohl es ja sogar sehr preiswerte Mappen waren und manches Unternehmen hätte denken können „datt lohnt nich bei dem billigen Plastikding…“

Aber ich habe mehr als einmal erlebt daß mein - wirklich simpler - Nachname falsch beschrieben oder ich mit unterschiedlichen Namen im Briefkopf und im weiteren Text benannt wurde. Sowas, genauso wie wochenlange Bearbeitungszeiten oder andere Flüchtigkeitsfehler, sagen mir daß in vielen Unternehmen offenbar alles andere als Top-Leute arbeiten, die man erwarten würde wenn man die Anforderungen in Stellenanzeigen liest und bedenkt daß diese Mitarbeiter ja vermeintlich irgendwelchen hohen Anforderungen zu genügen schienen.

Schöne Grüße und viel Erfolg,

MecFleih

Hallo Wolfgang,
ich weiss, worauf Du hinauswolltest. Über meinen Tisch ist auch schon die eine oder andere Mappe gegangen. Und es nützt die teuerste Mappe nix, wenn das Foto Mist ist, das Anschreiben vor Fehlern nur so strotzt und der Lebenslauf nicht schlüssig ist. Und am besten dann noch 30 Kopien von Zeugnissen, möglichst beginnend mit dem Volksschulzeugnis von 1956.
Grüße Almut
PS. Ich hab meine Mappen immer wieder bekommen…

Fahr mal längere Zeit in Urlaub
Hi,

Mitgefühl haben bereits schon Andere vor mir geäussert.
Ich komme deshalb gleich zur Sache.

Fahr doch einfach mal länger in Urlaub, damit dein „Göttergatte“ frei hat sich zu bewerben.
Durch deine Mithilfe findet er eher nichts.
(…)

Vor 2 Wochen stellen wir mit Erstaunen fest, daß noch 10
Mappen nicht wieder zurückgekommen sind. U.a. welche, die am
20.11.2005 verschickt wurden. (Fast alle 10
Initiativbewerbungen)

Stell dir einfach mal vor, du müsstest jegliches Werbematerial (unerwünscht!), das in deinem Briefkasten landet, auf deine Kosten dem Absender zurückschicken.
Ganz unabhängig von der formalen Rechtslage würde ich als potentieller Arbeitgeber genauso verfahren vor allem dann, wenn der Absender offensichtlich nicht sauber recherchiert hat.
(Das entnehme ich indirekt deinen Zeilen)
2.
11 Wochen, Weihnachten und Neujahr mitgerechnet, sind für Initiativbewerbungen keine wirklich lange Wartezeit.
Es kann sehr gut sein, dass deine Unterlagen von Abteilung zu Abteilung weitergereicht werden.

20 INITIATIVbewerbungen sind nicht sehr viel.

An alle Firmen haben wir vor 1 1/2 Wochen nochmals ein
normales Schreiben verfasst mit der Bitte, die Mappen bei
Nichtinteresse wieder zurückzusenden.
Es kam immer noch nix zurück!

Wenn ich Arbeitgeber wäre, weisst du, was ihr mich mal könntet?
Wenn du dich schon unaufgefordert bewirbst, dann gib den Unternehmen wenigstens ein paar Monate Zeit.
Einstellungsentscheidungen sind oft Budgetgetrieben und erstrecken sich über Monate.
Oder bist du an Möglichkeiten, die sich in wenigen Monaten ergeben könnten, nicht interessiert?
Willst du lieber eine sofortige Absage?

Gestern hab ich Göttergatten dazu „genötigt“ dort überall
anzurufen und was bekommen wir zu hören???

Du machst mehr kaputt als du hilfst.
(…)

Ja, wo gibt es denn SOWAS???
WEGWERFEN???
DAS ist unser materielles Eigentum!!!

Formal hast du sicher recht.
Aber mit dieser Einstellung, und mit dem Verhalten, das du an den Tag legst, kriegst du sicherlich nicht so schnell eine Arbeit.
(…)

Wenn ich das mal hochrechne, dann wären das 1200 Euro im Jahr,
für Mappen, die wir nicht mehr zurückbekommen!!

Grund genug, über die Vorgehensweise nachzudenken.

Gruss,

Hallo Soni,
Thema Fotos, ganz einfach. Ich habe mein Paßbild eingescannt und drucke es jetzt selbst auf meinen Lebenslauf. Ich habe alles als Komplettvorlage fertiggestellt. Kostet zwar etwas arbeit hat haber viele Vorteile.

  1. keine Fotokosten
  2. Foto geht nicht verloren
    Gruß Karin

u n m ö g l i c h
Beleidigend, unverschämt und unmöglich.

Von „Experten“ erwarte ich einen anderen Umgangston.

Ich brauche mich hier von niemanden beschimpfen zu lassen.

…und tschö

2 „Gefällt mir“

Hallo Sonja,

du hast jetzt ja bereits eine Menge Meinung gehört. Den meisten schließe ich mich inhaltlich an. Nur eine Perspektive noch:

Es wurde hier ja schon einige Male geschrieben, das solche Mappen in Fachabteilungen zur Begutachtung weitergeleitet werden.

Solche Mappen (egal wie edel oder einfach) sind auch schon bei uns als Fachabteilung (also keine Personaler) gelandet und ehrlich gesagt hat uns noch nicht einmal der Gedanke gestreift, diese an den Kandidaten zurückzuschicken.

In einem Unternehmen und seinen Abteilungen landet jeden Tag eine Menge an Informationen (und eine solche ist ja auch eine Initiativbewerbung). Es sind auch Firmen dabei die sich und ihre Produktion und/oder Dienstleistung vorstellen. Dicke Wälzer, dünne Prospekte und dazwischen noch eine Bewerbungsmappe eines potentiellen Arbeitnehmers. Manchmal wird sowas abgeheftet, manchmal in eine Sammelablage zwischengelagert (bis man sie nämlich wegwirft).

Bis heute habe ich mir persönlich darüber keine Gedanken gemacht. Jemand wirbt für sich (wer auch immer) und hat diese Werbungskosten in seine Kalkulation einbezogen.

Ich schreibe diese Sätze bewusst nüchtern und bin mir bewusst, dass sie evtl. provokant wirken. Und auch wenn ich deine Verärgerung durchaus nachvollziehen kann, so glaube ich nicht, dass irgendjemand in den bewussten Firmen einen einzigen Gedanken an ein evtl. Unrecht verschwendet hat.

Habt ihr übrigens explizit darum gebeten, die Unterlagen zurückzusenden, hab das gerade nicht mehr im Kopf?
Egal, ohne frankierten Rückumschlag geht heute m.E. gar nix mehr und auch dann wird immer noch nicht alles zurückkommen. Es versickert sozusagen in irgendwelchen Abgründen. Da denkt sich gar keiner was dabei.

Das wird dich auch nicht trösten, ich weiss. Es kommt mir nur vor, als glaubtest du, man habe es besonders auf euch und eure tollen Mappen abgesehen. Das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht der Fall.

Gruß
Nita

Weg ist das Wiesel! owT

Grund genug, über die Vorgehensweise nachzudenken.

How could you only? *g*

Gruß Eillicht zu Vensre

W O ? !

Beleidigend, unverschämt und unmöglich.

Wo genau war er das (beleidigend, meine ich)?

Hi erstmal!

Ich will hier nicht noch groß ins gleiche Horn blasen, wie einige andere, weshalb ich Dir nur noch mal das Ein oder Andere aus Sicht eines Personalmenschen schreiben will!

Die ach so tollen Goldrand-Bewerbungsmappen:
Die Teile sind Müll!
Wenn ich eine Bewerbung bekomme, dann will ich die Unterlagen sichten und einfach rausnehmen und kopieren können. Wenn ich erst mein Makramé-Diplom machen muss, um die Unterlagen entwenden (vor allem wieder einsortieren) zu können, kostet das meine Nerven und, was wichtiger ist, meine Arbeitszeit, was gleichbedeutend mit KOSTEN für meinen Arbeitgeber ist!
Ich mag zwar die ganz einfachen Klemmmappen auch nicht (Knickgefahr), aber es gibt die Teile auch in etwas stabilerer Ausfertigung.
Da ist es völlig uninteressant, dass Ihr die Bewerbungen toll findet! Eine alte Verkaufsweisheit sagt: Der Köder muss dem Fisch schmecken! (nicht dem Angler)

Initiativbewerbungen:
Wenn man sich auf gut Glück irgendwo bewirbt, kann es schon einmal sein, dass eine Stelle nicht direkt verfügbar ist. Es kann auch sein, dass die Personalplanung noch nicht ganz klar ist. In beiden Fällen (ich habe absichtlich nur 2 erwähnt) besteht aber die Möglichkeit, dass man von der Bewerbung eigentlich angetan ist und sich den Bewerber warm halten will.
Es könnte ebenfalls sein, dass die eigentlich angeschriebene Adresse keinen Bedarf hat, die Bewerbung aber erst mal zur Sichtung an 5 Außenstellen geschickt wird.
Das dauert seine Zeit - unter Umständen auch schon mal ein halbes Jahr!

Dass Du Dich darüber beschwerst, dass Unterlagen von nicht mehr existenten Unternehmen nicht mehr erscheinen, kann nicht wirklich Dein Ernst sein, oder?
Wenn ein Unternehmen kaputt geht, dann hat es in der Regel schon mal ernsthaftere Probleme, als ein Anzeigenabonnement (nichts anderes passiert bei den Gelben Seiten) zu kündigen!

Jetzt zu meiner Vorgehensweise:
Ungewollte Bewerbungen schicke ich grundsätzlich nicht zurück. Die Bewerber können sie sich gerne abholen oder einen frankierten Rückumschlag beifügen, aber die Arbeit, jedes Mal ein Anschreiben mit der Anschrift anzufertigen kostet meine Zeit und meinen Arbeitger dadurch Geld.

Vielleicht ist eEs ist sinnvoll, in Zukunft bei Initiativbewerbungen vorher mal im Unternehmen anzurufen und den Ansprechpartner zu erfragen!
Dann habt Ihr zum Einen direkt einen Namen, der hinter „Sehr geehrte®“ passt, was ein Anschreiben direkt besser macht, zum Anderen schreibt Ihr keine Karteileichen an.

Noch ein Tipp: Wenn ein Unternehmen in der Nähe liegt, kann man Bewerbungen durchaus auch persönlich abgeben! Die gesparten Portokosten stehen zwar in der Regel nicht im Verhältnis zu den Fahrtkosten, aber man kann so direkt einen (wenn auch kleinen) positiven Eindruck hinterlassen.
Das kann evtl. sogar so weit gehen, dass der Ansprechpartner zufällig gerade Zeit hat und Euch direkt zu einem kurzen Gespräch bittet…

LG
Guido

2 „Gefällt mir“

Hallo Karin,

Ich habe
alles als Komplettvorlage fertiggestellt. Kostet zwar etwas
arbeit hat haber viele Vorteile.

es ist ein nicht auszurottendes Vorurteil, daß der Lebenslauf einmal erstellt immer passt.
Tut er nicht!!!
Als ich mich beworben habe, habe ich Anschreiben und Lebenslauf individuell auf die Anzeige hin konzipiert.

Das macht dann u.U. den Unterschied, ob man bei vergleichbarer Qualifikation zum Vorstellungsgespräch eingeladen werde oder nicht.

Gandalf

Hallo Gandalf,
meinLebenslauf wird auch immer individuell formuliert aber das äußere „Drum Rum“, Abstände, unterschiedliche Größen der Schriften, Auswahl der Schriften usw. das ist mit der Komplettvorlage gemeint
Bewerbungs-Anschreiben laufen bei mir logischerweise auch individuel, den man bzw.Frau muß sich ja von der Masse abheben.
Ich verwende z.B. auch schwereres Papier damit sich gleich alles anders anfühlt. Auch ausgefallene aber gut lesbare Schrift, usw.
Gruß Karin

Hallo,

ehrlich gesagt hat uns noch nicht einmal der Gedanke
gestreift, diese an den Kandidaten zurückzuschicken.

Manchmal
wird sowas abgeheftet, manchmal in eine Sammelablage
zwischengelagert (bis man sie nämlich wegwirft).

Egal, ohne frankierten Rückumschlag geht heute m.E. gar nix
mehr und auch dann wird immer noch nicht alles zurückkommen.
Es versickert sozusagen in irgendwelchen Abgründen. Da denkt
sich gar keiner was dabei.

Das ist eine zutreffende Zustandsbeschreibung und ich werfe Dir persönlich dabei auch nichts vor. Trotzdem möchte ich dazu nochmal anmerken: ist sowas nicht ein extremes Armutszeugnis?

Unternehmen investieren einerseits Unsummen in Qualitätsmanagement und Dokumentation von jedem hirnrissigen Unsinn, und dann wird andererseits mit Personalunterlagen in dieser Art umgegangen.
So ein schlampiger Umgang ist meiner Meinung nach generell inakzeptabel, es zeigt daß manche Firmen letztlich doch unorganisiert sind und gar nicht verstanden haben um was es sich bei einer Bewerbung handelt.

Das ist nämlich keine 08/15-Werbepost, mit denen man den Mülleimer auslegt oder die man in irgendwelchen Ablagen versauern läßt. Es geht hier um die Zukunft von Menschen, die sich viel Mühe mit den Unterlagen gemacht haben, viel Geld investiert haben (und das ist knapp wenn man keinen Job hat!), und hoffnungsvoll auf eine Antwort warten. Nebenbei sind es potentielle Kunden oder vielleicht auch mal spätere Mitarbeiter. Nicht nur Bewerber machen einen guten oder schlechten ersten Eindruck - auch ein Unternehmen zeigt hier wie sorgfältig und zuvorkommend sie mit am Unternehmen interessierten Leuten umgehen.
Nebenbei sind es unter dem Gesichtspunkt des Datenschutzes besondere Unterlagen, mit denen man anders umgeht als mit einem Kaufhausprospekt. Solche Unterlagen gehören sorgfältig behandelt und haben nicht offen irgendwo herumzuliegen.

Das Argument „ungefragt eingesandt“ oder der Bergleich mit stinknormalem Werbemüll hinkt und ist IMHO auch eine Frechheit.

Bis heute habe ich mir persönlich darüber keine Gedanken
gemacht. Jemand wirbt für sich (wer auch immer) und hat diese
Werbungskosten in seine Kalkulation einbezogen.

Ein Bewerber dürfte naturgemäß immer knapp bei Kasse sein und hat sicher keine Kalkulation wie ein Wirtschaftsunternehmen.
Nichts gegen Dich persönlich, aber ich habe den Gedanken in meinem ersten Posting in diesem Thread schon mal erwähnt: wenn Mitarbeiter in der Lage waren die hohen Anforderungen aus den Stellenanzeigen zu erfüllen und deswegen eine Stelle in einem Umternehmen bekommen haben erwarte ich von ihnen soviel Verantwortungsbewußtsein, Intelligenz und nicht zuletzt Bemühen um die Außenwirkung ihres Unternehmens daß man nicht derart schlampig mit Bewerbungsunterlagen umgeht.

Es geht mir wie gesagt nicht um „Nita-Bashing“ auch wenn sich meine Kritik natürlich jetzt auch gegen Dich richtet. Siehe es aber einfach mal als Denkansatz, daß eine Bewerbung eben nicht X-beliebige Werbung ist, sondern daß es sich dabei aus datenschutzrechtlicher Sicht und aus der Sicht des Bewerbers um sehr wichtige und mit viel Mühe erstellte Unterlagen handelt.

Es ist heute üblich eine Email-Adresse zu haben und eine solche dürfte neben Telefonnummer und Adresse auf jeder Bewerbung stehen. Was kostet es wenn man ZUMINDEST einen kurzen Standard-Text schickt und dem Bewerber eine kurze Rückmeldung gibt? Damit derjenige mindestens weiß woran er ist und ob/wie er die Unterlagen zurückbekommen kann.

Ich schreibe diese Sätze bewusst nüchtern und bin mir bewusst,
dass sie evtl. provokant wirken. Und auch wenn ich deine
Verärgerung durchaus nachvollziehen kann, so glaube ich nicht,
dass irgendjemand in den bewussten Firmen einen einzigen
Gedanken an ein evtl. Unrecht verschwendet hat.

Mit „Unrecht“ hat das auch nicht unbedingt zu tun. Ich finde es nur ein Armutszeugnis für die jeweiligen Unternehmen.

Gruß,

MecFleih

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Hi Sonja,

fühl’ Dich nicht gleich angegriffen. Du hast offenbar großen Einfluß auf die Bewerbungsmaßnahmen Deines Mannes genommen, was Dich einerseits sehr ehrt, andererseits aber auch heikel ist.

Im Bewerbungsgespräch und vor Ort, wenn er die Stelle bekommt, muß Dein Mann selber und alleine einen guten Eindruck machen und selbstständig agieren. Da stehst Du nicht an seiner Seite um ihn zu irgendwelchen Verhaltensweisen anzutreiben. Was ist wenn er da ein ganz anderes Bild abliefert als jetzt, wo Dein Einfluß mit im Spiel ist?

Es ist ja nichts dagegen zu sagen daß Du hilfst und Deine Ratschläge einbringst. Aber laß ihn ansonsten selber machen. Die Bewerbungen müssen „seine“ Handschrift tragen und „er“ muß sich da verkaufen. Es hilft nur begrenzt wenn sein momentanes Auftreten und seine Unterlagen durch Dich beeinflußt sind.

Das war es, was man Dir hier sagen wollte. Es ging nicht darum Dich runterzumachen.

2 „Gefällt mir“

Hi MecFleih,

also der Anfang deines Postings ist völlig in Ordnung. Dann aber scheinst du mir doch die Dinge zu verquicken.

Erst einmal sagst du des öfteren so oder anders: „Mit Personalunterlagen sollte nicht in dieser Art umgegangen werden“. Was bitte habe ich geschrieben, wie mit Personalunterlagen umgegangen wird bzw. was meinst du da genau und was ärgert dich da so extrem?

Bitte unterscheide auf jeden Fall zwischen der Handhabung von Unterlagen in der Personalabteilung und in evtl. Fachabteilungen, die auch oft nur Kopien der für sie relevanten Teile einer Bewerbung erhalten. Nicht immer, sonst machte es ja keinen Sinn wenn ich sagte, das auch Fachabteilungen Bewerbungen nicht zurückgeben.

Ausserdem muss ich dazusagen, dass in unserer Firma Bewerbungen immer nur zwischen der PA und der Abteilung und umgekehrt laufen. Niemals nie nicht haben oder hätten wir Kontakt zum Bewerber aufzunehmen um ihm zu- oder abzusagen. Auch der Rücklauf einer Mappe oder der Kopie einer Mappe liefe nur von uns zur PA nicht zum Bewerber.

Wie auch immer, ich glaube nicht, dass es schlampiger Umgang mit Bewerberunterlagen ist, wenn diese nicht zurückgeschickt werden. Höchstens, und in dieser Hinsicht möchte ich mein Posting auch verstanden sehen, unbedachter Umgang mit den Mappen, die ein Bewerber evtl. noch weiter verwenden könnte.

Zu deinen Bemerkungen wie: fehlende Intelligenz, Verantwortungsbewußtsein und daraus hergeleitetes schlampiges Umgehen mit Bewerbungsunterlagen sag ich jetzt nichts, da du hier offenbar wieder Personalabteilungen meinst.

Dann habe ich auch nicht Werbung von Ikea, Aldi oder von wem auch immer gemeint mit den anderen Unterlagen, sondern Firmenprospekte, Projektunterlagen etc. Das ist ein Riesenunterschied, denn hierbei handelt es sich dann keineswegs um 08/15-Werbung wie sie in jeder Tageszeitung verbreitet wird oder in Postwurfsendungen zu finden ist. Beides sind ernstgemeinte Bewerbungen bezüglich einer (Zusammen)Arbeit. Diesbezüglich ist also deinen Bemerkung, dass man mit Bewerbungen anders umgeht als mit Kaufhausprospekten bzw. hier völlig fehl am Platze, wenn auch im Grundsatz natürlich richtig.

Wo übrigens hast du gelesen, dass Bewerbungen bei uns „offen rumliegen“? Aber wahrscheinlich hast du andere damit gemeint und nur deine allgemeine Einstellung dazu in diesem Beitrag geäußert.

Für unsere PA kann ich persönlich nicht sprechen, glaube aber doch das sie sich um den von dir so hervorgehobenen guten ersten Eindruck bemühen.

Nichtsdestoweniger bleibt aber doch die Tatsache bestehen, das die meisten Firmen heutzutage der Flut der „ungefragt eingesandten“ Bewerbungen gar nicht mehr Herr werden. Übrigens: In den Zeiten in denen ich mich beworben habe, habe ich überhaupt nicht erwartet, dass ich eine Bewerbung zurückbekomme. Ich weiss nicht ob das jetzt schon so lange her ist, dass sich die Einstellung dazu so komplett geändert hat aber ich kann mich nicht erinnern, dass das damals gängige Praxis war, Bewerbungen zurückzusenden. In diesen glücklichen Tagen ging man davon aus, dass ein Bewerber in der Lage ist für seinen neuen Job diesen Betrag aus der eigenen Tasche zu zahlen. Deswegen finde ich es zwar nicht weniger verständlich aus Kostengründen die Bewerbung zurückhaben zu wollen, aber Usus scheint dies jedenfalls nicht durchgehend immer gewesen zu sein.

Du schreibst: „Das Argument ‚ungefragt eingesandt‘ oder der Vergleich mit stinknormalem Werbemüll hinkt und ist IMHO auch eine Frechheit.“

Zum „Werbemüll“ habe ich oben schon etwas gesagt. Es ist eher eine Frechheit, dass du mir zutraust, das ich Bewerbungen mit Werbemüll vergleiche, obwohl du mich doch gar nicht persönlich angreifen wolltest. Das Thema ungefragt habe ich oben behandelt. Da bleibe ich bei meiner Meinung. Irgendwo ist einfach Schluss, auch für Firmen die einen guten Eindruck hinterlassen wollen. Ich rede übrigens nur von Initiativbewerbungen nicht von Bewerbungen auf ein Gesuch einer Firma. Da sieht die Sache wieder anders aus und soll hier nicht Gegenstand sein.

Ein Bewerber hat keine Kalkulation wie ein Wirtschaftsunternehmen? Ein heutiger Bewerber der dringend eine Stelle aus Arbeitslosigkeit heraus sucht? Da möchte ich dir aber dringend widersprechen. Gerade die Postings in diesem Thread zeigen ganz genau die Kalkulationen der einzelnen: Briefmarken, Papier (mit oder ohne Wasserzeichen), Fotos, bla bla bla. Was bitte ist das anderes, als eine gute alte wirtschaftliche Kalkulation? Das dahinter kein Betrieb mit 500 Mitarbeitern steckt und keine Allgemeinkosten, Strom, Wasser, Heizung etc. eingerechnet ist, ist der einzige Unterschied. Und gerade wenn jemand knapp bei Kasse ist, wird er umso mehr kalkulieren. Und wenn er sich dabei verrechnet und kalkuliert den Rücklauf seiner Unterlagen ein, dann ist das mit Sicherheit wirtschaftlicher Schaden.

Nein, ich seh es nicht als „Nita-Bashing“, da du m.E. einiges miteinander vermixt wie gesagt. Ansonsten habe ich dir meine Meinung hier ja noch einmal verdeutlicht. Und übrigens: Ich sah schon mein eigenes Posting durchaus auch als Denkansatz, denn wenn ich schreibe das mich der Gedanke bisher nicht gestreift hat, hat er es ja offensichtlich jetzt getan. Allerdings kommt da wieder der Zusatz mit der X-beliebigen Werbung und das weise ich nach wie vor von mir. Du musst mir schon glauben, dass wir hier nicht die Sammelstelle von „Wir-sind-doch-nicht-blöd“-Prospekten aller Art sind.

Wie das mit Standard Rück-E-Mails etc. aussieht weiss ich nicht. Wie gesagt das ist die Arbeit unserer PA. In diese Diskussion habe ich mich bewusst gar nicht eingeklinkt, da die anderen Poster hier schon eine Menge hin- und herdiskutiert haben. Ich nehme den diesbezüglichen Absatz von dir also als deinen Beitrag dazu.

Wenn du findest, dass die Handlungsweise von Unternehmen ein Armutszeugnis sind dann hast du wahrscheinlich mehr Recht, als du wahrhaben willst. :smile:

Gruß
Nita

Hi Nita,

Erst einmal sagst du des öfteren so oder anders: „Mit
Personalunterlagen sollte nicht in dieser Art umgegangen
werden“. Was bitte habe ich geschrieben, wie mit
Personalunterlagen umgegangen wird bzw. was meinst du da genau
und was ärgert dich da so extrem?

Damit meine ich folgende Passage:

_Solche Mappen (egal wie edel oder einfach) sind auch schon bei uns als Fachabteilung (also keine Personaler) gelandet und ehrlich gesagt hat uns noch nicht einmal der Gedanke gestreift, diese an den Kandidaten zurückzuschicken.

In einem Unternehmen und seinen Abteilungen landet jeden Tag eine Menge an Informationen (und eine solche ist ja auch eine Initiativbewerbung). Es sind auch Firmen dabei die sich und ihre Produktion und/oder Dienstleistung vorstellen. Dicke Wälzer, dünne Prospekte und dazwischen noch eine Bewerbungsmappe eines potentiellen Arbeitnehmers. Manchmal wird sowas abgeheftet, manchmal in eine Sammelablage zwischengelagert (bis man sie nämlich wegwirft).

Bis heute habe ich mir persönlich darüber keine Gedanken gemacht. Jemand wirbt für sich (wer auch immer) und hat diese Werbungskosten in seine Kalkulation einbezogen._

Wahrscheinlich hast Du das „zwischenlagern bis zum wegwerfen“ nur auf die Produktpräsentationen irgendwelcher Anbieter bezogen. Ich habe es zunächst so verstanden als ob das bei Euch (und anderswo) mit den Initiativbewerbungen ähnlich läuft: die gammeln in irgendwelchen unerledigten Aktenstapeln oder Regalen herum und niemand kümmert sich darum…

Vielleicht haben wir hier aneinander vorbei geredet.

Bitte unterscheide auf jeden Fall zwischen der Handhabung von
Unterlagen in der Personalabteilung und in evtl.
Fachabteilungen, die auch oft nur Kopien der für sie
relevanten Teile einer Bewerbung erhalten.

Nein, da unterscheide ich nicht. Es ist in keinem Fall akzeptabel wenn - meinetwegen auch nur Auszüge aus Bewerbungen - in Fachabteilungen weniger sorgfältig behandelt werden als in der Personalabteilung selber. Selbst wenn es nur Kopien sind dürften die wenigsten Leute damit einverstanden sein daß Teile ihrer persönlichen Daten durch irgendwelche Abteilungen fliegen. Bewerbungsunterlagen enthalten immer persönliche Details, die sorgfältig behandelt gehören.

Zu deinen Bemerkungen wie: fehlende Intelligenz,
Verantwortungsbewußtsein und daraus hergeleitetes schlampiges
Umgehen mit Bewerbungsunterlagen sag ich jetzt nichts, da du
hier offenbar wieder Personalabteilungen meinst.

Ich habe das ganz allgemein gemeint. In Deutschland gibt es diesen unsäglichen Trend Leute vor allem einzustellen wenn sie jung, preiswert, extrem engagiert und mit lückenlosen Lebensläufen und Zeugnissen versegen sind. Was sagt das aber über die wirklichen Qualitäten aus? Wenn jemand eine Lücke im Lebenslauf hat, in der Schule nicht zu den Klassenbesten gehörte, schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat - das sind doch womöglich genauso gute und qualifizierte Mitarbeiter. Viel mehr als auf das Alter oder Schulnoten interessiert doch wie teamfähig, lernbereit, motiviert, repräsentativ, … jemand ist.

Wenn es so wäre daß nur die wirklich Besten eine Stelle bekämen dürfte es keine Servicewüste Deutschland geben, dann würden Kunden zuvorkommend behandelt und man würde als Kunde das Engagement der Mitarbeiter spüren und würde merken daß sie Prozesse und Dienstleistungen im Sinne der Kunden organisieren. De facto erlebt man hierzulande aber oft genau das Gegenteil. Viel heiße Luft und Arroganz, mitunter aber wenig Kompetenz und wirklich kundenfreundliches Gebaren.

Ein Bewerber hat keine Kalkulation wie ein
Wirtschaftsunternehmen? Ein heutiger Bewerber der dringend
eine Stelle aus Arbeitslosigkeit heraus sucht?

Er hat natürlich sowas wie eine Kalkulation, aber er kann nicht, wie ein Wirtschaftsunternehmen, ohne weiteres sagen daß er monatlich Summe X als Werbeausgabe verbucht weil es normal ist dafür ein Budget zu haben. Was ein ALG-Empfänger für Bewerbungen ausgibt fehlt im erstmal sehr dringend an anderern Stellen, Jaja, man kann Zuschüsse vom Arbeitslosenamt bekommen, aber bis derjenige den 100. Durchschlag vom 1000. Formular in 7facher Ausführung persönlich beim zuständigen Betreuer abgegeben hat ist viel Zeit verstrichen - in der demjenigen das dringend nötige Geld fehlt.
Es gibt Menschen, die 200, 300 Bewerbungen verschicken müssen - woher sollen die das Geld dafür nehmen?

Wie das mit Standard Rück-E-Mails etc. aussieht weiss ich
nicht. Wie gesagt das ist die Arbeit unserer PA.

Da zeigt sich IMHO schon mal die Kundenfreundlichkeit eines Unternehmens. Ich bekam z. B. seinerzeit von Haribo - um einen bekannten Namen zu nennen - innerhalb weniger Tage einen Brief mit einer ungefähren Zeitangabe wann ich mit einer und einer Einladung zum Vorstellungsgespräch oder Rücksendung meiner Unterlagen rechnen könne. Das hat mir gefallen weil ich dann wußte wo ich dran bin.

Es gibt genauso Situationen - ist mir nicht selber passiert, aber im Bekanntenkreis - wo ein kleiner Laden selbst nach 3 oder 4 Monaten und auf mehrmalige Rückfragen nicht in der Lage war zumindest zu sagen wie denn der Status des Bewerbungsverfahren ist.

Ich sehe es einfach so daß jemand, der eine ordentliche Bewerbung schickt - ich rede hier nicht von schlecht und schlampig hingerotzten Kopien - Interesse an einem Unternehmen bekundet und daß man so jemanden nicht abtut wie einen X-beliebigen Werbemüll-Versender. Es ist ein Unterschied ob hinter den Unterlagen eine Firma steht, die ein paar Hochglanzprospekte versendet oder ob es da um einen konkreten Menschen geht, der sein Interesse signalisiert sich einzubringen.

Deswegen finde ich daß man demjenigen gegenüber nicht zuviel investiert wenn man meinetwegen nur eine Standard-Email schickt und sagt „Stelle ham wir momentan nich, aber die Unterlagen sind interessant und vielleicht kommen wir später auf Sie zu“ oder man teilt mit daß man kein Interesse habe und die Unterlagen gerne zurücksendet wenn ein Rückumschlag eingereicht wird, oder man übernimmt das gleich selber wenn man besonders kundenfreundlich ist.

Email war nur eine Idee - weil es kostenlos und mit minimalstem Zeitaufwand machbar ist. Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen daß das Argument „Antworten und Rücksendungen kosten uns zu viel Geld oder Zeit“ nicht zählt.

Gruß

MecFleih

Hallöle,

ehrlich gesagt hat mich das mit den Mappen auch fürchterlich genervt und deshalb habe ich für mich persönlich beschlossen nur noch Bewerbungen per eMail zu versenden. Meine Unterlagen (Lebenslauf und Zeugnisse) habe ich als Download ins Internet gestellt, so dass die Übertragungskosten nicht so hoch sind.

Jetzt ärgere ich mich nur noch darüber, dass die Leute noch nicht mal absagen können. (Es handelt sich hier nur um Jobs, die in der Zeitung ausgeschrieben wurden, keine Initiativ-Bewerbungen!). Eine Standard-eMail wird wohl noch jeder zusammen kriegen - oder nicht?

Irena

Da schein aber einiges Schief gelaufen zu sein, nicht nur die lange Liegedauer… Entwickler ist meines Wissens kein anerkannter Ausbildungsberuf ;-D
Susanne

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Moin.

Da schein aber einiges Schief gelaufen zu sein, nicht nur die
lange Liegedauer… Entwickler ist meines Wissens kein
anerkannter Ausbildungsberuf ;-D
Susanne

Fachinformatiker schon.

Grüße
Leo

Wie umgehen mit grottenschlechten Bewerbungen ?
Hallo,

ich habe in meinem Berufsleben etliche Bewerbungen prüfen müssen. Es waren viele gute, aber auch einige grottenschlechte dabei. Und mit grottenschlecht meine ich nicht den Bewerber selbst, sondern Form, Foto, Umfang, Vollständigkeit, Rechtschreibung etc.

Einige Bewerbungen sind wirklich in einer Qualität, bei der man sich fragt, ob diese es eher wert sind weggeworfen oder als abschreckendes Beispiel veröffentlicht zu werden.

Wenn ich Zeit hatte, habe ich diese mit folgender Aussage zurück geschickt: Anbei erhalten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen zu unserer Entlastung zurück, da diese in Form und Umfang nicht den Anforderungen entsprechen, die wir an eine Bewerbung stellen.

Wenn ich keine Zeit hatte, habe ich die wirklich grausamen Bewerbungen weggeworfen.

Vielleicht liegt es am Inhalt, dass diese sofort „verloren gehen“ ?

Gruß

S.J.

Hast du dich wieder eingerenkt?
Hi,

dann lies den ganzen Thread am besten nochmal in Ruhe durch.
Da steckt viel Lernstoff drin, von unterschiedlichen Seiten.

Gruss,