Bewertung Arbeitszeugnis

Hallo,

ich bitte euch mal wieder, das folgende Arbeitszeugnis zu bewerten.

Herr X X geboren am XX.XX.XXXX in X, war vom 01. Mai 2006 bis zum 30. April 2008 im Rahmen eines befristeten Arbeitsverhältnisses als studentischer Mitarbeiter zur Unterstützung unseres Produkt- und Datenmanagement für unser Unternehmen in der Abteilung Basisonkologie/Anwendungstechnik tätig.

Wir sind seit mehr als 38 Jahren als Pharmaunternehmen erfolgreich und haben uns auf die Erforschung, die Entwicklung und den Vertrieb von Therapeutika und Diagnostika in den Bereichen Onkologie, Urologie, Autoimmunerkrankungen und Immunologie spezialisiert.

Im Wesentlichen umfasste sein Aufgabenbereich folgende Tätigkeiten:

  • Eingabe, Analyse und statistische Auswertung von medizinisch-wissenschaftlichen Daten zur Qualitätsdokumentation in Access
  • Erstellen und Weiterentwicklung von Formularen und Berichten, Programmieren von Abfragen
  • Überprüfen der Daten auf Korrektheit und Schlüssigkeit
  • Mitarbeit bei der Abwicklung des Schriftverkehrs
  • Ermittlung von planmäßigen und außerplanmäßigen Produktabsätzen
  • Erstellen von internen und externen Berichten und Auswertungen zur Qualitätsstatistik

Herr X hat sich sehr engagiert in seine neuen Aufgabengebiete eingearbeitet und verfolgte nachhaltig und erfolgreich die vereinbarten Ziele. Dabei hat er zur Lösung seiner Aufgaben sein solides Fachwissen immer sicher und wirksam eingesetzt. Herr X beherrschte seinen Arbeitsbereich umfassend und selbstständig, hatte neue Ideen und fand gute Lösungen. Besonders hervorheben möchten wir in diesem Zusammenhang den Einsatz und Verdienst von Herrn X um die Optimierung des Prozesses der Qualitätsdokumentation, welchen er auch zum Thema seiner Diplomarbeit gemacht hat.
Er war ein sehr zuverlässiger Mitarbeiter. Sein Arbeitsstil zeichnete sich stets durch eine sorgfältige Planung, Systematik und klare Strukturierung aus. Auch hohem Arbeitsaufwand und Termindruck war Herr X jederzeit gewachsen. Die Arbeit von Herrn X war durchgängig von guter Qualität.

Die ihm übertragenen Aufgaben erfüllte er stets zu unserer vollen Zufriedenheit.

Aufgrund seines hilfsbereiten und freundlichen Wesens erfreute Herr X sich bei Vorgesetzten und Kollegen hoher Wertschätzung. Sein Verhalten war einwandfrei.

Herr X verlässt unser Unternehmen zum heutigen Tag mit Ablauf des befristeten Arbeitsverhältnisses und aufgrund der baldigen Beendigung seines Studiums. Wir bedauern sein Ausscheiden und möchten uns für die stets gute Zusammenarbeit bedanken. Für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg wünschen wir ihm alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

X, 30. April 2008

Grüße von 123fred

Details
Lass’ mich raten, Du willst eigentlich keine Bewertung sondern eher Feedback :wink:

Im Wesentlichen umfasste sein Aufgabenbereich folgende
Tätigkeiten:

  • Eingabe, Analyse und statistische Auswertung von medizinisch-wissenschaftlichen Daten zur Qualitätsdokumentation in Access
  • Überprüfen der Daten auf Korrektheit und Schlüssigkeit

Dumme Frage, ist das nicht redundant? Was ist der Unterschied zwischen diesen Aktivitäten und statistischer Auswertung?
So wie ich das kenne, kommt bei der Statistik gleich dazu, wie viele Datensätze brauchbar sind und ob die Daten aussagekräftig sind!

  • Mitarbeit bei der Abwicklung des Schriftverkehrs

Hast Du den Leuten geholfen, das Leerzeichen auf der Tastatur zu finden oder was heißt das?
Außerdem würde ich das an den Schluß stellen. Eine Tippse, die Schriftverkehr macht, kriege ich frisch von der Berufsschule für €8 pro Stunde. Eine Quality Controller nicht.

  • Ermittlung von planmäßigen und außerplanmäßigen Produktabsätzen

Den Teil verstehe ich nicht ganz. Wäre das nicht einfach „Absatz-Controlling“?

  • Erstellen von internen und externen Berichten und Auswertungen zur Qualitätsstatistik

Kann man das nicht als „Qualitäts Reporting“ kürzer schreiben?

Herr X hat sich sehr engagiert in seine neuen Aufgabengebiete
eingearbeitet und verfolgte nachhaltig und erfolgreich die
vereinbarten Ziele
.

Das mit der Zielvereinbarung glaube ich Dir immer noch nicht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zielvereinbarung
Mit Studenten werden normalerweise keine Ziele vereinbart, und nach dem was wir über Dein Unternehmen jetzt aus der Geschichte wissen, gibt es dort auch keine MbO Kultur, die so fortgeschritten ist, dass man sogar Hilfskräfte dort mit einbezieht!
Das Problem ist die Unglaubwürdigkeit dieser Aussage.
„erledigte alle seine Aufgaben zu unserer vollsten Zufriedenheit“ klingt glaubwürdiger.

Dabei hat er zur Lösung seiner Aufgaben sein solides Fachwissen immer sicher und wirksam eingesetzt.
Herr X beherrschte seinen Arbeitsbereich umfassend und
selbstständig, hatte neue Ideen und fand gute Lösungen.

Zuerst ist dieser Satz redundant mit dem darüber stehenden.
Und: Hat er sich erst einarbeiten müssen oder beherrscht er seine Aufgaben? Und warum hat er die Ideen und Lösungen nicht umgesetzt?

Besonders hervorheben möchten wir in diesem Zusammenhang den
Einsatz und Verdienst von Herrn X um die Optimierung des
Prozesses der Qualitätsdokumentation, welchen er auch zum
Thema seiner Diplomarbeit gemacht hat.

Was ist denn das Resultat der Optimierung?
Nur die Dokumentation, also eine nicht wertschöpfende Aktivität? Was hast Du denn da optimiert? Sie gründlich vereinfacht oder besser integriert? Oder ist das zynisch gemeint und heißt in Wirklichkeit „Was früher auch ohne ging, muss jetzt von einem Mitarbeiter in Vollzeit gemacht werden“?

Er war ein sehr zuverlässiger Mitarbeiter. Sein Arbeitsstil
zeichnete sich stets durch eine sorgfältigesichere Planung,
Systematik und klare Strukturierung aus.

Auch hohem Arbeitsaufwand und Termindruck war Herr X jederzeit gewachsen.
Die Arbeit von Herrn X war durchgängig von guter Qualität.

Diese Aussage ist für einen Qualitätsmenschen, der auch Prozesse optimiert, behaupte ich, zu schwach!

Die ihm übertragenen Aufgaben erfüllte er stets zu unserer vollen Zufriedenheit.

Beißt sich definitiv mit der Selbständigkeit von oben. Steht auch an der falschen Stelle.

Aufgrund seines hilfsbereiten und freundlichen Wesens erfreute Herr X sich bei Vorgesetzten und Kollegen hoher Wertschätzung.

In anderen Unternehmen werden Mitarbeiter von Vorgesetzten wegen guter Arbeitsergebnisse wertgeschätzt.

Sein Verhalten war einwandfrei.

… cholerisches A*, der sich mit jedem verkracht hat.

Herr X verlässt unser Unternehmen zum heutigen Tag mit Ablauf
des befristeten Arbeitsverhältnisses und aufgrund der baldigen
Beendigung seines Studiums. Wir bedauern sein Ausscheiden sehr und möchten uns für die stets gute Zusammenarbeit von ihm geleistete Arbeit bedanken.

Für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg wünschen wir ihm alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

das kann bleiben.

Gruss,
Michael

Hallo Michael,

Lass’ mich raten, Du willst eigentlich keine Bewertung sondern
eher Feedback :wink:

mit deiner Raterei lagst du schon sehr richtig :wink:

Im Wesentlichen umfasste sein Aufgabenbereich folgende
Tätigkeiten:

  • Eingabe, Analyse und statistische Auswertung von medizinisch-wissenschaftlichen Daten zur Qualitätsdokumentation in Access
  • Überprüfen der Daten auf Korrektheit und Schlüssigkeit

Dumme Frage, ist das nicht redundant? Was ist der Unterschied
zwischen diesen Aktivitäten und statistischer Auswertung?
So wie ich das kenne, kommt bei der Statistik gleich dazu, wie
viele Datensätze brauchbar sind und ob die Daten
aussagekräftig sind!

Okay, dann kann das zweite gestrichen werden.

  • Mitarbeit bei der Abwicklung des Schriftverkehrs

Hast Du den Leuten geholfen, das Leerzeichen auf der Tastatur
zu finden oder was heißt das?
Außerdem würde ich das an den Schluß stellen. Eine Tippse, die
Schriftverkehr macht, kriege ich frisch von der Berufsschule
für €8 pro Stunde. Eine Quality Controller nicht.

Wird an den Schluß gestellt und das gestrichene beleibt auch gestrichen.

  • Ermittlung von planmäßigen und außerplanmäßigen Produktabsätzen

Den Teil verstehe ich nicht ganz. Wäre das nicht einfach
„Absatz-Controlling“?

Hört sich klasse an. Übernehme ich.

  • Erstellen von internen und externen Berichten und Auswertungen zur Qualitätsstatistik

Kann man das nicht als „Qualitäts Reporting“ kürzer schreiben?

Hört sich auch klasse an. Übernehme ich auch gerne.

Herr X hat sich sehr engagiert in seine neuen Aufgabengebiete
eingearbeitet und verfolgte nachhaltig und erfolgreich die
vereinbarten Ziele
.

Das mit der Zielvereinbarung glaube ich Dir immer noch nicht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zielvereinbarung
Mit Studenten werden normalerweise keine Ziele vereinbart, und
nach dem was wir über Dein Unternehmen jetzt aus der
Geschichte wissen, gibt es dort auch keine MbO Kultur, die so
fortgeschritten ist, dass man sogar Hilfskräfte dort mit
einbezieht!
Das Problem ist die Unglaubwürdigkeit dieser Aussage.
„erledigte alle seine Aufgaben zu unserer vollsten
Zufriedenheit“
klingt glaubwürdiger.

Dann werde ich das glaubwürdigere eintragen.

Dabei hat er zur Lösung seiner Aufgaben sein solides Fachwissen immer sicher und wirksam eingesetzt.
Herr X beherrschte seinen Arbeitsbereich umfassend und
selbstständig, hatte neue Ideen und fand gute Lösungen.

Zuerst ist dieser Satz redundant mit dem darüber stehenden.
Und: Hat er sich erst einarbeiten müssen oder beherrscht er
seine Aufgaben? Und warum hat er die Ideen und Lösungen nicht
umgesetzt?

Wo ist da die Redundanz?
Man arbeitet sich doch immer erst ein und beherscht dann seinen Arbeitsbereich…
Und das mit dem Umsetzen der Ideen und Lösungen sollte rein, da hast du recht.

Besonders hervorheben möchten wir in diesem Zusammenhang den
Einsatz und Verdienst von Herrn X um die Optimierung des
Prozesses der Qualitätsdokumentation, welchen er auch zum
Thema seiner Diplomarbeit gemacht hat.

Was ist denn das Resultat der Optimierung?
Nur die Dokumentation, also eine nicht wertschöpfende
Aktivität? Was hast Du denn da optimiert? Sie
gründlich vereinfacht oder besser integriert? Oder ist das
zynisch gemeint und heißt in Wirklichkeit „Was früher auch
ohne ging, muss jetzt von einem Mitarbeiter in Vollzeit
gemacht werden“?

Soll kein Zynismus sein. Den Prozess der Qualitätsdokumentation gab es schon beim Eintritt in das Unternehmen. Den Prozess habe ich dann vereinfacht und daraus meine Diplomarbeit gemacht.

Er war ein sehr zuverlässiger Mitarbeiter. Sein Arbeitsstil
zeichnete sich stets durch eine sorgfältigesichere Planung,
Systematik und klare Strukturierung aus.
Auch hohem Arbeitsaufwand und Termindruck war Herr X jederzeit gewachsen.
Die Arbeit von Herrn X war durchgängig von guter Qualität.

Diese Aussage ist für einen Qualitätsmenschen, der auch
Prozesse optimiert, behaupte ich, zu schwach!

Das gestrichene wird gestrichen.
Wie meinst du das? Was ist an der Aussage schwach? Wie würde die Aussage kraftvoller rüberkommen?

Die ihm übertragenen Aufgaben erfüllte er stets zu unserer vollen Zufriedenheit.

Beißt sich definitiv mit der Selbständigkeit von oben. Steht
auch an der falschen Stelle.

Mit der Beißerei hast du recht.
Und an welcher Stelle sollte das denn stehen?

Aufgrund seines hilfsbereiten und freundlichen Wesens erfreute Herr X sich bei Vorgesetzten und Kollegen hoher Wertschätzung.

In anderen Unternehmen werden Mitarbeiter von Vorgesetzten
wegen guter Arbeitsergebnisse wertgeschätzt.

Und nicht wegen dem Sozialen? Sollte das nicht erwähnt werden?

Sein Verhalten war einwandfrei.

… cholerisches A*, der sich mit jedem verkracht hat.

Ist der Typ dann mit der Bewertung „Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war einwandfrei“ kein cholerisches A* mehr, der sich mit jedem verkracht hat?

Herr X verlässt unser Unternehmen zum heutigen Tag mit Ablauf
des befristeten Arbeitsverhältnisses und aufgrund der baldigen
Beendigung seines Studiums. Wir bedauern sein Ausscheiden sehr und möchten uns für die stets gute Zusammenarbeit von ihm geleistete Arbeit bedanken.

Für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg wünschen wir ihm alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

das kann bleiben.

Danke

Gruss,
Michael

Gruss,
Fred

Hallo,
(…)

Die Arbeit von Herrn X war durchgängig von guter Qualität.

Diese Aussage ist für einen Qualitätsmenschen, der auch
Prozesse optimiert, behaupte ich, zu schwach!

„Die ArbeitsERGEBNISSE waren…“
Den Punkt mit dem „zu schwach“ von Mike würde ich mal nicht so sehr verfolgen. Das ist Finetuning.
(…)

Aufgrund seines hilfsbereiten und freundlichen Wesens erfreute Herr X sich bei Vorgesetzten und Kollegen hoher Wertschätzung.

In anderen Unternehmen werden Mitarbeiter von Vorgesetzten
wegen guter Arbeitsergebnisse wertgeschätzt.

Und nicht wegen dem Sozialen? Sollte das nicht erwähnt werden?

Ja, aber nicht in genau diesem Satz, und nicht VOR den Arbeitsergebnissen. Im nächsten Satz kommt das Soziale ja sowieso.

Sein Verhalten war einwandfrei.

„Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern war stets einwandfrei/ohne Tadel/…“

Gruss,
TR

1 „Gefällt mir“