Hallo,
ich habe meine Ausbildung zur Bürokauffrau abgeschlossen und heute mein Lehrabschlusszeugnis bekommen. Weiß allerdings nicht genau wie ich einige Formulierungen bewerten soll… Über Hilfe und Interpretationen wär ich dankbar…
Frau XXX, geb. am XXX, wohnhaft in XXX, absolvierte vom 1. August 2007 bis 12. Juni 2009 in unserem Hause eine kaufmännische Berufsausbildung zur Bürokauffrau.
Frau XXX wurde nach festem Ausbildungsrahmenplan, entsprechend den Anforderungen für das Berufsfeld „Bürokauffrau“, mit allen kaufmännischen Tätigkeiten vertraut gemacht.
Sie wurde in folgenden Abteilungen eingesetzt:
Telefonzentrale/Registratur
Finanzbuchhaltung
Personalwesen
Schreibbüro
Die Leistungen von Frau XXX waren voll und ganz zufriedenstellend. Sie arbeitete an den einzelnen Ausbildungsplätzen sorgfältig und fleißig.
Sie zeigte für alle Bereiche Interesse und stellte sich als eine tüchtige und kooperative Auszubildende dar.
Frau XXX ist stets freundlich, aufgeschlossen und anpassungsfähig. Ihr persönliches Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Ausbildern und Kollegen ist vorbildlich.
Am 12. Juni 2009 bestand Frau XXX die Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland mit Erfolg.
Da keine freie Planstelle vorhanden war, konnten wir Frau XXX nicht weiterbeschäftigen.
Wir danken Frau XXX für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihr für den weiteren Lebens- und Berufsweg alles Gute.
Frau XXX, geb. am XXX, wohnhaft in XXX, absolvierte vom 1.
August 2007 bis 12. Juni 2009 in unserem Hause eine
kaufmännische Berufsausbildung zur Bürokauffrau.
Lehrzeit nicht einmal zwei Jahre? Wie das? Und zweitens: Heißt dieser Beruf nicht inzwischen „Kauffrau für Bürokommunikation“?
Frau XXX wurde nach festem Ausbildungsrahmenplan, entsprechend
den Anforderungen für das Berufsfeld „Bürokauffrau“, mit allen
kaufmännischen Tätigkeiten vertraut gemacht.
Telefonzentrale/Registratur
Finanzbuchhaltung
Personalwesen
Schreibbüro
Einkauf? Verkauf? IT? Organisation? Produktion? … [hängt natürlich davon ab, welche Bude das war], aber nur vier Abteilungen? Hm.
Die Leistungen von Frau XXX waren voll und ganz
zufriedenstellend. Sie arbeitete an den einzelnen
Ausbildungsplätzen sorgfältig und fleißig.
Sie zeigte für alle Bereiche Interesse und stellte sich als
eine tüchtige und kooperative Auszubildende dar.
Das ist in der Tat *tüt* nur eine 4.
[…]
Am 12. Juni 2009 bestand Frau XXX die Abschlussprüfung vor der
Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland mit Erfolg.
Das ist Firlefanz: Entweder besteht man, dann hat man Erfolg, oder man besteht nicht, dann hat man keinen. Besser wäre „bestand die Blubb mit der Note Bla“, und wenn - siehe oben - die Lehrzeit verkürzt ward, dann sollte, fast muss, das auch drin stehen.
Zusammengefasst: Hier hat jemand entweder ein Zeugnis verfasst, ohne sich wirklich mit der Materie auszukennen (kann auch heißen, die Mitarbeiterin ist ihm *****egal), oder aber die Zeugnisempfängerin hat die Ausbildung nur mit viel Häng und Würg zu Ende gebracht. Nicht doll …
Was heißt Lehrzeit verkürzt…
Hab vorher die Fachhochschulereife gemacht und es ist grundsätzlich so, dass die Ausbildung auf 2 Jahre reduziert wird… Die stellen also nur welche ein, die 2 Jahre machen, 3 Jahre gibt es grundsätzlich garnicht mehr, wüsste auch nicht wer hier in der Umgebung noch 3 Jahre lernt.
Die Bezeichnung Bürokauffrau stimmt schon, Kauffrau für Bürokommunikation ist wieder was anderes…
Das waren mehr Abteilungen, nur es ist ein öffentliches Unternehmen und die Finanzbuchhaltung ist z. B. in mehrere Abteilungen aufgeteilt, die man durchlaufen hat.
Also mit Würgen bestanden habe ich bestimmt nicht, sonst hätte ich meine Prüfung nicht mit 88% bestanden.
Glaube auch das die uns gute Zeugnisse ausstellen wollen, nur ich denke das ist son „Standard-Schreiben“ (da sich auch niemand in den einzelnen Abteilungen erkundigt wie wir uns gemacht haben) und das sich wirklich keiner so richtig auskennt, was drinstehen sollte und was nicht. Sowas find ich schon ein bisschen ärgerlich, vorallem weil ich mich damit weiter bewerben muss…
und das sich wirklich keiner so richtig
auskennt, was drinstehen sollte und was nicht.
DAS erkennt man dem Zeugnis aber nicht an. Von daher ist ein (Fach)Anwalt für Arbeitsrecht jetzt der richtige Ansprechpartner (und nicht irgend so eine d**** FAQ…)