Bewertung Arbeitszeugnis

Hallo,

ich mache zur Zeit eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann und kann nach meiner Ausbildung leider nicht übernommen werden. Mein Arbeitgeber stellt mir kein Zwischenzeugnis aus, somit habe ich um ein Arbeitszeugnis über meine Aushilfstätigkeiten (ca.9 Monate) gebeten.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir mein Betrieb Steine in den Weg legen möchte, weil er sich wenig kooperativ zeigt und auch mein Zwischenzeugnis verweigert (Ende Januar endet meine Ausbildung). Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir bei der Bewertung helfen könntet, da meine schulischen Leistungen sehr gut sind und ich das Arbeitszeugnis nicht wirklich gut finde.

Herr … hatte sich schnell in sein Aufgabengebiet eingearbeitet und führte seine Tätigkeiten nach Einarbeitung selbstständig und gewissenhaft durch.

Er füllte seine Position stets zu unserer vollen Zufriedenheit aus und entsprach stets in jeder Hinsicht unseren Erwartungen.

Er entwickelte viel Eigeninitiative und war jederzeit bereit, Aktionen durch konstruktive Vorschläge zu unterstützen und bei der Realisierung einen guten Beitrag zu leisten.

Herr … erledigte seine Aufgaben stets mit Sorgfalt und Genauigkeit.

Er erwies sich als pflichtbewusste und zuverlässige Aushilfe, die ihre Aufgaben stets zügig und gut erledigte.

Wegen seiner stets verbindlichen, kooperativen und hilfsbereiten Art, war Herr … seinen Vorgesetzten eine wertvolle Stütze und den Kollegen und Kunden ein geschätzter Partner.

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen!!

DANKE!!

MOD: Verstoß gegen FAQ 1129 entfernt

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Hallo,

entweder KOMPLETT (ohne Namen) oder die Fragen einfach bleiben lassen.

TR

Ergänzung Zeugnis
Hallo TR,

danke für das Interesse!

Ich dachte der Einleitungssatz sei nicht nötig, da ich den Beruf und Aufgabenfeld schon in der Fragestellung erwähnt habe. Aber ich kann natürlich gerne das Zeugnis ergänzen:

Herr …geboren am …,war vom 01.08.2006 - 31.08.2007 in… , als Aushilfe im Bereich Sportartikel angestellt.

Sein Aufgabengebiet umfasste im Wesentlichen folgende Tätigkeiten:

  • Kundenberatung und -Bedienung
  • Waren- und Lagerpflege

dann folgt die schon gepostete Beurteilung und endet mit Ort, Datum und Unterschrift

Danke für die Hilfe!
MFG,
sonitab

Hallo sonitab,

also ehrlich gesagt hab ich grad keine Lust, aus den Puzzleteilen erstmal das Zeugnis zusammenzukleben. Ganz davon abgesehen, dass auch das Datum und wer unterschrieben hat (Frollen Meier, stellvertredende Putzfrau oder Dr. Dr. Müller, Inhaber von det janze) noch wichtig ist.

*wink*

Petzi

Sorry hier nochmal komplett:

Herr …geboren am …,war vom 01.08.2006 - 31.08.2007 in… , als Aushilfe im Bereich Sportartikel angestellt.

Sein Aufgabengebiet umfasste im Wesentlichen folgende Tätigkeiten:

  • Kundenberatung und -Bedienung
  • Waren- und Lagerpflege

Herr … hatte sich schnell in sein Aufgabengebiet eingearbeitet und führte seine Tätigkeiten nach Einarbeitung selbstständig und gewissenhaft durch.

Er füllte seine Position stets zu unserer vollen Zufriedenheit aus und entsprach stets in jeder Hinsicht unseren Erwartungen.

Er entwickelte viel Eigeninitiative und war jederzeit bereit, Aktionen durch konstruktive Vorschläge zu unterstützen und bei der Realisierung einen guten Beitrag zu leisten.

Herr … erledigte seine Aufgaben stets mit Sorgfalt und Genauigkeit.

Er erwies sich als pflichtbewusste und zuverlässige Aushilfe, die ihre Aufgaben stets zügig und gut erledigte.

Wegen seiner stets verbindlichen, kooperativen und hilfsbereiten Art, war Herr … seinen Vorgesetzten eine wertvolle Stütze und den Kollegen und Kunden ein geschätzter Partner.

Ort, Datum

Unterschrift Geschaäftsführer

Danke für die Hilfe!
MFG,
sonitab

Hi sonitab,

Sorry hier nochmal komplett:

komplett wäre es, wenn das Datum der Zeugniserstellung noch erwähnt wäre. Bitte schreib das doch dazu.

Herr …geboren am …,war vom 01.08.2006 - 31.08.2007 in… ,
als Aushilfe im Bereich Sportartikel angestellt.

Da fehlt irgendwie der Firmenname. Also sowas wie „in unserer Sport-Fit-Dings-Filiale in Kleckerlesdorf“ bzw. „in unserem Sport-Fit-Dings-Zentrale in Kleckerlesdorf“.

Sein Aufgabengebiet umfasste im Wesentlichen folgende
Tätigkeiten:

  • Kundenberatung und -Bedienung
  • Waren- und Lagerpflege

Und das stimmt auch so? Und auch in dieser Reihenfolge? Das grosse „B“ in „Bedienung“ nehme ich an ist ein Tippfehler?

Herr … hatte sich schnell in sein Aufgabengebiet
eingearbeitet und führte seine Tätigkeiten nach Einarbeitung
selbstständig und gewissenhaft durch.

Das „hatte“ irritiert mich. Eher „hat“ würde mein Sprachgefühl sagen. Das „nach Einarbeitung“ würde ich weglassen, steht doch im gleichen Satz drei Wörter weiter vorne schonmal.

Er füllte seine Position stets zu unserer vollen Zufriedenheit
aus und entsprach stets in jeder Hinsicht unseren Erwartungen.

ergänze „…aber wir haben eh nix von ihm erwartet“. Schön wäre da zu erwähnen, dass Du zum Beispiel die Lagerbetreuung selbstständig gemacht hast. Oder dass Du besonders gut im Verkauf von Turnschuhen / Skiern / Tennisschlägern warst.

Er entwickelte viel Eigeninitiative und war jederzeit bereit,
Aktionen durch konstruktive Vorschläge zu unterstützen und bei
der Realisierung einen guten Beitrag zu leisten.

Jaja, zu allem hat er seinen Senf gegeben - hat planlose Aktionen gestartet und wenn es was zu tun gab, stand er bloss im Weg rum und war nicht zu gebrauchen.

Herr … erledigte seine Aufgaben stets mit Sorgfalt und
Genauigkeit.
Er erwies sich als pflichtbewusste und zuverlässige Aushilfe,
die ihre Aufgaben stets zügig und gut erledigte.

Das ist irgendwie doppelt gemoppelt, den würde ich lieber zusammenfassen. Und statt „die Aushilfe“ lieber von einer „Aushilfskraft“ reden :wink:

Wegen seiner stets verbindlichen, kooperativen und
hilfsbereiten Art, war Herr … seinen Vorgesetzten eine
wertvolle Stütze

Das klingt unter dem obigen Zusammenhang äusserst lächerlich.

und den Kollegen und Kunden ein geschätzter
Partner.

Hääääh? Also unsere Aushilfen sind nicht gut, wenn sie „Partner“ sind. Lieber jetzt was zum Verhalten gegenüber Kunden, Vorgesetzten und Kollegen (in dieser Reihenfolge). Und bevorzugt was mit „stets vorbildlich“ oder so.

Aber warum zum Geier kommst Du über 2 Jahre später mit diesem Zeugnis an? Siehst Du ne Chance das überhaupt noch geändert zu kriegen? Meinst, die lassen da mit sich reden (so überhaupt noch jemand da ist, der sich an Dich erinnert)?

*wink*

Petzi

Korrektur
Hi sonitab,

sorry, hab mein Werk von gestern Abend grad nochmal durchgelesen und mit Entsetzen zwei Sachen festgestellt:

Da fehlt irgendwie der Firmenname. Also sowas wie „in unserer
Sport-Fit-Dings-Filiale in Kleckerlesdorf“ bzw. „in unserem
Sport-Fit-Dings- Zentrale in Kleckerlesdorf“.

Das sollte nicht Zentrale sondern „Zentrallager“ heissen. Also eben der Unterschied zwischen nem „normalen“ Sportgeschäft und einem Lagerverkauf (mit hauptsächlich Lager und Verkauf nur am Rande) oder so.

  • Kundenberatung und -Bedienung
  • Waren- und Lagerpflege

Und das stimmt auch so? Und auch in dieser Reihenfolge? Das
grosse „B“ in „Bedienung“ nehme ich an ist ein Tippfehler?

Mit dem grossen „B“ bin ich mir mittlerweile nimmer so sicher. Finde aber „Kundenbedienung“ generell ein komisches Wort. Warum nicht eher „Verkaufsberatung unserer Kunden in den Bereichen Sportschuhe, Bademoden und Wintersport“ oder so?

Da war ich wohl gestern Abend etwas umnebelt

*wink*

Petzi

hey petzi,

danke für deine Meinung, ich seh das ganze recht ähnlich.
also ich habe in dem Betrieb meine Ausbildung gemacht und bin in einem guten Monat fertig. Mein Arbeitgeber möchte mir aber kein Zwischenzeugnis ausstellen (werde aus Kostengründen nicht übernommen) also habe ich zumindest um ein Arbeitszeugnis über die Aushildstätigkeit im Vorfeld gebeten.
Das Zeugnis wurde jetzt ausgestellt, aber mit dem 31.08.07 datiert.
Mein Arbeitszeugnis über die Ausbildung bekomme ich dann erst mit bestehen der mündlichen Prüfung.
Ich denke ich sollte das Zeugnis nochmal mit kleinen Änderungsvorschlägen dem Betriebsrat geben, aber ich möchte halt auch nicht, dass der Chef sich genervt fühlt, da ich ja überhaupt froh bin, dass er mir das Zeugnis für die Aushilftätigkeit jetzt überhaupt so schnell ausgestellt hat. Er muß ja schließlich noch in ca. 6 Wochen mein richtiges, wichtiges Arbeitszeugnis schreiben :smile:

MFG und DANKE!!
sonitab

Hallo Sonitab,

also irgendwie ist diese Situation verzwickt:

  1. Du bist also fast fertig mit Deiner Ausbildung, wirst nicht übernommen, kriegst aber kein Zwischenzeugnis
  2. Du hast während Deiner Ausbildung im Ausbildungsbetrieb noch zusätzlich als Aushilfskraft gearbeitet und sollst dafür ein eigenes Zeugnis kriegen

Beides richtig?

ad 1) ich ahne nicht ob Du in Deutschland einen Anspruch auf ein Zwischenzeugnis hättest (das müsstest in entsprechend anonymer Form nochmal im Arbeitsrechtsbrett nachfragen) aber ziemlich unfair ist das von Deinem Laden schon. Siehst Du da gar keine Chance das Zeugnis zu kriegen? Denn letzten Endes muss der Laden Dir doch eh ein Abschlusszeugnis schreiben und da wird man den Inhalt vom Zwischenzeugnis weitgehend recyceln können. Das würde ich echt nochmal versuchen.

Notfalls - sprich, falls Du keinen Job direkt im Anschluss hast - würde ich auch mal beim Arbeitsamt vorsprechen. Mit denen solltest ja jetzt eh im Kontakt sein (wegen abzusehender, baldiger Arbeitslosigkeit oder wie man das auch nennen mag) und die können Dir sicherlich auch rechtlich weiterhelfen. Denn ohne Zeugnis wirst Du Dich schwer tun mit Bewerbungen schreiben. Für die Korinthenkacker unter uns: Klar, Bewerbungen kann er schreiben, aber ob die Rückmeldungen so sehr positiv sein werden, wenn das einzige Zeugnis, was weiterhilft noch nicht vorliegt glaub ich ja nicht

ad 2) Das Aushilfszeugnis: In dem Fall sollte da stehen „Herr xxx war während seiner Ausbildung in unserem Hause zum Sportsachenverkaufskaufmann im Zeitraum von… bis… als Aushilfskraft zzz beschäftigt“ oder sowas halt. Vielleicht auch ein Wort zum Umfang - also „in einem Umfang von 20%“ oder so.

Das Zeugnis wurde jetzt ausgestellt, aber mit dem 31.08.07
datiert.

Ähm, ich hab die Daten jetzt nimmer im Kopf, aber wenn das Dein letzter Tag dort als Aushilfskraft war, ist das gut so.

Mein Arbeitszeugnis über die Ausbildung bekomme ich dann erst
mit bestehen der mündlichen Prüfung.

Wie gesagt, ich würde nochmal nachfragen warum. Was soll denn dann anders sein, ausser das im ersten Zeugnis steht „voraussichtlich mit der Gesamtnote „gut“ abschliessen wird“ und im zweiten „mit der Gesamtnote „gut“ (2,4) abgeschlossen hat“

Änderungsvorschlägen dem Betriebsrat geben,

Ha! Ihr habt nen Betriebsrat? Dann ab zu dem mit dem Zwischenzeugnis. Denn DAS ist das Zeugnis was einen zukünftigen Chef von Dir interessieren wird.

*wink*

Petzi

hey Petzi,

also 1) ist richtig
und 2) nicht ganz, habe vorher dort als Aushilfe gearbeitet und habe dann dort meine Ausbildung gemacht.

Hm, das mit dem Betriebsrat ist so ne Sache… quasi rechte Hand vom Chef und der Chef ist dazu noch der „Mobbingbeauftragte“ … haha…

Da ist grad eh recht dicke Luft, wegen dem Weihnachtsgeschäft und Urlaubsplanung und so. Ich glaub ich sollte lieber den Ball flach halten, aber trotzdem morgen nochmal mit dem Betriebsrat reden. Leider hat der Chef nur im Vorfeld schon anderen Kollegen, die ihm zu dumm gekommen sind (also mit „das ist aber mein Recht“ und so) ein recht schlechtes Arbeitszeugnis (3-4) ausgestellt. Eine ist auch mit Verdi dagegen an gegangen, aber keine Chance, sie mußte quasi beweisen, dass sie besser ist und das war wohl schier unmöglich. „Fair und menschlich“ ist bei uns leider oft ein Fremdwort und ich will die letzten Wochen da irgendwie noch heil überstehen… hhmmm, ganz schön verzwickt das Ganze. Zumindest bekomme ich nächste Woche mein Schulzeugnis über die Abschlußprüfung.

Also dankeschön!!
MFG
sonitab

Hallo sonitab,

und 2) nicht ganz, habe vorher dort als Aushilfe gearbeitet
und habe dann dort meine Ausbildung gemacht.

das ist ja prima :smile: Dann lautet natürlich der letzte Satz im Aushilfszeugnis so ähnlich wie „sein Verhältnis als Aushilfskraft endete zum …, da Herr xxx zum… seine Ausbildung zum Dingsdaverkäufer zum… in unserem Hause beginnen wird.“ DAS macht dann nämlich klar, dass man Dir nicht nur netterweise was wohlwollendes schreibt, sondern dass man Dich in dieser Zeit getestet und für würdig befunden hat, dort zu lernen :wink:

Hm, das mit dem Betriebsrat ist so ne Sache… quasi rechte
Hand vom Chef und der Chef ist dazu noch der
„Mobbingbeauftragte“ … haha…

Ah, okay, dann lass es :smile: Aber ohne Unfug: hast mal mit dem Arbeitsamt geredet, die haben natürlich ein gewisses Interesse, dass Du Dich mit vollständigen Unterlagen bewerben kannst (und damit weniger wahrscheinlich Kunde bei denen wirst) und vor allem haben die die Erfahrung wie man vorgeht.

Eventuell wäre es ne gute Idee, wenn Du mit Änderungswünschen zum Aushilfenzeugnis und einem Entwurf zum Zwischenzeugnis zum Cheffe taperst und sagst „So und nicht anders hätt ich das gerne“. Wobei Du Dir natürlich überlegen kannst, ob das jetzt wirklich noch in den letzten Tagen vor Weihnachten (bei Euch ja sicher besonders stressig) sein muss, oder ob’s das auch noch Anfang Jänner tut.

Arbeitszeugnis (3-4) ausgestellt. Eine ist auch mit Verdi
dagegen an gegangen, aber keine Chance, sie mußte quasi
beweisen, dass sie besser ist

Ja, ich meine mich zu erinnern, dass das so ist :smile: Wobei da Protokolle von Mitarbeitergesprächen (falls Ihr sowas habt) manchmal hilfreich sind…

Zumindest bekomme ich nächste Woche mein Schulzeugnis über die
Abschlußprüfung.

Nächste Woche schon? Dann würd ich wirklich noch abwarten, bis der Weihnachtsstress rum ist und mit den beiden Vorschlägen (am besten als Ausdruck und aufm Stick oder Mail) hintapern.

*wink* und viel Erfolg, kannst ja mal berichten wie’s Dir ergangen ist

Petzi