Bewertung von Ärzten

Bei der Medizin ist
der Staat aus für mich nachvollziehbaren Gründen etwas weniger
liberal - nicht ganz zu unrecht, wenn man sich die Ergebnisse
von Operationen und Implantaten zweifelhafter Urheber im
billigen Ausland anschaut.

Im Ausland hat der deutsche Staat nichts zu sagen. Und das Inland ist nicht das Ausland. Soviel dazu. Übrigens klagte, um beim Beispiel zu bleiben, die KZV gegen zugelassene und niedergelassene Zahnärzte in Deutschland, weil sie das taten, was seit je her Qualität, Innovationen und günstige Preise für den Verbraucher gesichert hat: sie traten in den Wettbewerb gegeneinander. Das war schon der Apothekenlobby eine Horrorvorstellung - ungleiche Preise in den Apotheken. Katastrophe. Und was veranstalteten die Apothekerverbände nicht alles, um die Preisbindung bei rezeptfreien Medikamenten zu erhalten. Glücklicherweise vergebens. Ich zahle mittlerweile seit Jahren fast immer 60 % unter den UVP der Hersteller bei den Versandapotheken, wo ich Kunde bin.

Was ist an der Wahrheit unsachlich?

Was für den einen DIE WAHRHEIT ist, ist für andere
unsachliches Geschwätz.

Nein, das was ich in diesem Zusammenhang schrieb, ist kein Gegenstand unterschiedlicher Interpretation, sondern schlicht die Fakten. Wie Gesetze entstanden und aus welchem Grund, ist kein Geheimnis. Warum es sie solange gab, ebenfalls nicht. Darüber gibt es keine Diskussion, weil es schlicht geschichtliche Fakten sind. Für manche eben nur unangenehme.

Benni

Bei der Medizin ist
der Staat aus für mich nachvollziehbaren Gründen etwas weniger
liberal - nicht ganz zu unrecht, wenn man sich die Ergebnisse
von Operationen und Implantaten zweifelhafter Urheber im
billigen Ausland anschaut.

Im Ausland hat der deutsche Staat nichts zu sagen. Und das
Inland ist nicht das Ausland. Soviel dazu.

Natürlich hat der deutsche Staat nichts damit zu tun, wo, wie und zu welchem Preis sich deutsche Patienten im Ausland ihren Körper verschandeln lassen, und das habe ich auch nicht behauptet. Vielmehr ging es mir darum, daß billiger auch meist schlechter heißt, und habe dafür die im Ausland verpfuschten Fälle angeführt.

Übrigens klagte, um
beim Beispiel zu bleiben, die KZV gegen zugelassene und
niedergelassene Zahnärzte in Deutschland, weil sie das taten,
was seit je her Qualität, Innovationen und günstige Preise für
den Verbraucher gesichert hat: sie traten in den Wettbewerb
gegeneinander.

Qualitäts- und Preiswettbewerb sind grundsätzlich wünschenswert, nur muß man die Menschen an manchen Stellen auch vor ihrem Geiz schützen. Bei Waren und Dienstleistungen, deren Preis im wesentlichen durch Material- und Personalkosten bestimmt werden, führen Preiswettbewerbe regelmäßig dazu, daß der Verbraucher weniger Leistung für weniger Geld bekommt.

Das mag bei Unterhaltungselektronik, Möbeln und Urlaubsreisen akzeptabel sein, bei medizinischen Leistungen ist das nicht so schön.

Was ist an der Wahrheit unsachlich?

Was für den einen DIE WAHRHEIT ist, ist für andere
unsachliches Geschwätz.

Nein, das was ich in diesem Zusammenhang schrieb, ist kein
Gegenstand unterschiedlicher Interpretation, sondern schlicht
die Fakten. Wie Gesetze entstanden und aus welchem Grund, ist
kein Geheimnis.

Ich glaube Dir, daß Du das glaubst, und auch wenn mir diese Interpretation geläufig ist, ist sie weder bewiesen noch Fakt.

Zur Erinnerung: Rabattgesetz und Zugabeverordnung wurden immer als Paket betrachtet und wurden als Paket 2001 abgeschafft. Witzigerweise wurde die Zugabeverordnung 1932 eingeführt.

C.

Hallo sorgloseSusi,
eine Übersicht über solche Dienste gibt es unter:
http://www.medinfo.de/index.asp?r=750&thema=Arztbewe…

Gruss
Michael

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Hallo,

Hallo sorgloseSusi,
eine Übersicht über solche Dienste gibt es unter:
http://www.medinfo.de/index.asp?r=750&thema=Arztbewe…

da gehts ja vor allem um topmedic.de. Dort gibt es leider noch sehr wenige Bewertungen und wie ich das sehe, wird es die Seite aus den bekannten Gründen auch nicht mehr lange geben. Zu meinem früheren - und wie ich finde sehr kompetenten - Augenarzt steht dort z.B. das folgende:
„will jeden Sehfehler mit Laserstrahlen behandeln und denkt nur an seinen Geldbeutel“

Das kann auf Dauer nicht gutgehen.

Gruß
Christian

Qualitäts- und Preiswettbewerb sind grundsätzlich
wünschenswert,

!

Bei Waren

Brot, Autos, Kleidung, Waschmaschinen …

und Dienstleistungen,

Handwerker, Autowerkstätten, Postdienstleistungen, …, Ärzte

deren Preis im wesentlichen durch Material- und Personalkosten
bestimmt werden,

Also alles. Denn der Preis eines Gutes oder Dienstleistung wird immer entweder durch den Waren(einkaufs)preis oder die dahinterstehende Dienstleistung (Personal) bestimmt bzw. durch eine Kombination beider Faktoren.

führen Preiswettbewerbe regelmäßig dazu, daß
der Verbraucher weniger Leistung für weniger Geld bekommt.

Die Kosten für Telekommunikationsdienstleistungen hat sich seit 1994 um durchschnittlich 90 % verringert. Die Qualität (Vielfalt, Umfang der Leistungen) stieg dagegen dramatisch an.

Als das Briefmonopol für Sendungen über 50 g (so ist wohl gerade die aktuelle Grenze) fiel, sanken die Preise für Postdienstleistungen im freigegebenen Sektor ebenfalls sehr stark. Dafür hat sich die durchschnittliche Zustellzeit fast halbiert.

Seitdem es Wettbewerb auf dem Strommarkt gibt, haben sich die Strompreise (ohne Steuern und Abgaben) seit 1998 verringert, obwohl die Inflation seit dieser Zeit weit über 10 % betrug. Und hier haben wir es mit einem oligopolen Markt zu tun, also alles andere als ideal. Die Qualität der Belieferung mit Strom hat sich nicht verändert. Die Servicequalität im Kundenbereich hat zugenommen.

Seitdem es mehrere Billigfluglinien gibt, (und kein Monopol der Lufthansa mehr) sind die Preise in den Keller gegangen. Die Qualität (Sicherheit) hat sich weiter erhöht.

Seitdem Versandapotheken auch aus dem Inland operieren dürfen, wurden die Preise für rezeptfreie Medikamente um zum Teil 60 % und mehr gesenkt. Qualität und Service haben zugenommen. Ich spare heute mindestens 50 % gegenüber der stationären Apotheke und werde komfortabler versorgt als jemals zuvor.

Muß ich noch mehr Beispiele aufzählen? Wettbewerb in einem freien Markt führt immer - IMMER - zum bestmöglichen Ausgleich zwischen den Interessen der Marktteilnehmer (Kunden und Unternehmer). Voraussetzung dafür ist neben vielen weiteren Dingen eine möglichst geringe staatliche Restriktion.

Mir ist klar, daß Ärzte davor Angst haben. Seine Privilegien aufzugeben fällt allen schwer. Manche Ärzte mögen dabei auch auf der Strecke bleiben und andere überproportional profitieren. Für den Markt und damit den Verbraucher ist es auf jeden Fall von Vorteil.

Benni

da gehts ja vor allem um topmedic.de.

Wunderbar! Genau was ich suchte. Allerdings sind die meisten Ärzte dort noch nicht bewertet, weil der Bekanntheitsgrad der Seite zu gering ist. Ich habe gleich einmal einige meiner eigenen Ärzte ausführlich bewertet - übrigens bis auf eine Einschränkung durchweg positiv.

Vielen Dank für den Tip.

Benni

Die Kosten für Telekommunikationsdienstleistungen hat sich
seit 1994 um durchschnittlich 90 % verringert. Die Qualität
(Vielfalt, Umfang der Leistungen) stieg dagegen dramatisch an.

Komisch, gerade die verschlechterte Servicequalität wird immer wieder betont.

Als das Briefmonopol für Sendungen über 50 g (so ist wohl
gerade die aktuelle Grenze) fiel, sanken die Preise für
Postdienstleistungen im freigegebenen Sektor ebenfalls sehr
stark. Dafür hat sich die durchschnittliche Zustellzeit fast
halbiert.

Komisch, auch das wird immer wieder bestritten. Vielmehr sollen die unterbezahlten Auftragsfahrer für Post und Konsorten später und schlampiger sein als die alten Postbeamten.

Seitdem es Wettbewerb auf dem Strommarkt gibt, haben sich die
Strompreise (ohne Steuern und Abgaben) seit 1998 verringert,

Daran zweifle ich. Heute liegen die Preise 20-40% über denen von 1998 (habe meine Stromrechnungen fein aufgehoben).

Und hier haben wir es mit einem oligopolen Markt zu tun, also
alles andere als ideal. Die Qualität der Belieferung mit Strom
hat sich nicht verändert. Die Servicequalität im Kundenbereich
hat zugenommen.

Die Zahl der Stromausfälle hat zugenommen, auch wenn wir im internationalen Vergleich noch eine führende Position einnehmen.

Seitdem es mehrere Billigfluglinien gibt, (und kein Monopol
der Lufthansa mehr) sind die Preise in den Keller gegangen.
Die Qualität (Sicherheit) hat sich weiter erhöht.

Das ist albern. Die Sicherheit ist hoffensichtlich unverändert geblieben, die Qualität hat sich durchgängig verschlechtert, egal ob man Linien- oder Charterlinien betrachtet. Egal, ob man sich die Verpflegung und sonstigen Service an Bord (von der Zahl der Zeitschriften über die Ausstattung der Maschinen mit Stewardessen oder Toiletten bis hin zur Größe der Erfrischungstücher), die Abfertigung am Boden oder die Pünktlichkeit betrachtet.

Muß ich noch mehr Beispiele aufzählen? Wettbewerb in einem
freien Markt führt immer - IMMER - zum bestmöglichen Ausgleich
zwischen den Interessen der Marktteilnehmer (Kunden und
Unternehmer).

Ja, klar, vergammeltes Fleisch, entgleisende Züge (in Großbritannien), zusammenbrechende Energieversorgung (in den USA, in Italien…) und gefährdete Wasserversorgung (u.a. in Großbritannien)… alles Zeichen für hervorragende Ergebnisse des freien Wettbewerbs und der Privatisierung. Nebenbei: Ich bin von Hause aus liberaler Betriebswirtschaftler mit Studienschwerpunkt VWL, also gewiß kein Anhänger von Regulierung und Verstaatlichung.

Und nun muß es wirklich gut sein. Wir finden eh nicht zusammen und mit dem eigentlichen Thema hat das hier schon lange nichts mehr zu tun.

C.

Und nun muß es wirklich gut sein. Wir finden eh nicht zusammen
und mit dem eigentlichen Thema hat das hier schon lange nichts
mehr zu tun.

Einverstanden. Eines nur noch:

Daran zweifle ich. Heute liegen die Preise 20-40% über denen
von 1998 (habe meine Stromrechnungen fein aufgehoben).

Ich schrieb ohne Steuern und Gebühren. Und rechnet man diese heraus (wofür die Stromanbieter ncihts können) liegen die Preise selbst heute noch leicht unter denen von 1998. Vergiß nicht, 40 % der Stromrechnung gehen an den Staat.

Benni

Preise selbst heute noch leicht unter denen von 1998. Vergiß
nicht, 40 % der Stromrechnung gehen an den Staat.

Vergiß nicht: der Anteil lag 1998 auch schon bei rd. 30%

C.