Tonne, Müll, Schrott
Hi!
Ich weiß, dass es nur ein Zeugnis für eine studentische Aushilfe ist, jedoch geht es um einen Zeitraum von 2 Jahren.
Dafür fehlt so ziemlich ALLES!
Keine Erfolge, keine Details, keine vernünftigen Formulierungen, keine Trennung, kein Nichts…
Deutlich: Als Papierflieger evtl. zu gebrauchen (steht ja eh fast nichts drauf), als Zeugnis eine Katastrophe.
Im Detail:
Herr X, geboren am XX.XX.XX in X, trat am 01.September 2006
als studentische Hilfskraft - auf zwei Jahre befristet - in
unser Unternehmen ein.
HIER sollte kurz erläutert sein, WAS die Firma so macht. Ich weiß, dass etliche Leute sagen, dass das in einem Zeugnis nichts zu suchen hat, da aber aus den Tätigkeiten nichts detailiertes hervorgeht, wäre es hier verdammt angebracht.
Sein Aufgabenbereich umfasst im Wesentlichen:
Du hast Dich zwei ganze Jahre lang mit 5 Allerweltspunkten befasst?
Hölle, wie hält man das aus?!
- Eingabe, Analyse und Auswertung von
medizinisch-wissenschaftlichen Daten (Qualitätsdokumentation)
Welcher Art?
- Überprüfen der Daten auf Korrektheit und Schlüssigkeit
Welche Daten auf welche Schlüssigkeit?
- Abgleich der Zahl dokumentierter mit der Zahl verkaufter
Produkte
In welchem Bereich?
- Kontrolle der Eingangsrechnungen für die
Qualitätsdokumentation
Welche Eingangsrechnungen für welche Qualität?
- Erstellung von Jahresberichten (Qualitätsstatistik)
Was für Daten in welcher Art?
Herr X arbeitet umsichtig und gründlich.
Also langsam
Den Umgang mit
Microsoft Office und Microsoft Access beherrscht er sehr
sicher.
Aber auch nur den!
Er bewältigt seine Aufgaben zu unserer vollsten
Zufriedenheit.
Bewältigen hat was von Abkämpfen.
Dazu passt auch der Rest des Satzes…
Sein persönliches Verhalten war jederzeit
einwandfrei.
Zu wem? Zu den Vorgesetzten? Den Kollegen? Den Kunden (hatte er Kundenkontakt)? In welcher Reihenfolge? War er hilfsbereit oder ein eigenbrödlerisches Arschloch? War er kooperativ oder ein aufsässiger Rebell? War er vertrauensselig oder ein Schwätzer?
Herr X wird uns nach Ablauf des befristetetn
Arbeitsverhältnisses zum 31.08.08 verlassen. Wir danken ihm
für seine Tätigkeit und wünschen ihm für die Zukunft alles
Gute.
Schade, dass er endlich geht.
Keine Erfolgswünsche, schon gar nicht weiterhin (hier hatte er schließlich auch keinen Erfolg)
Ich weiß nicht, ob das Absicht ist (hoffe mal einfach, dass es nicht der Fall ist - sonst wäre der Job wohl die Hölle gewesen!) - auf mich macht es eher den Eindruck, as hätte der Autor an akuter extremer Lustlosigkeit gelitten, die etwas gepaart mit „keine Ahnung“ einherging…
Ansonsten muss ich ernsthaft fragen: Wie hast Du das da länger als einen Monat ausgehalten? Hast Du dem Chef die Frau ausgespannt?
Sorry
LG
Guido