Bewusstes einschlafen

kennt jemand gute methoden zum bewussten einschlafen odern noch besser jemanden aus dem raum frankfurt oder darmstadt dieburg der mir das beibringen könnte? bin seit einigerzeit mit dem thema klartraum beschäftigt aber die realitätstests von tholey bringen mich nicht so wirkklich weiter, meist vergesse ich auch welche zu machen obwohl ich das schon einige zeit übe, gewöhne mich da wohl einfach nicht dran.
würde mich freuen wenn mir da jemand was dazu sagen könnte.
danke
benny

Hi Benny,
in „Sucht und Prävention“ beschreibst Du das Alkohol-/Drogenproblem Deines Bruders, hier Deine Schlafprobleme. Worum geht es wirklich?
LG,
Anja

Liebe Anja,
soviel ich weiß, hat „bewusstes Einschlafen“ nichts mit „Schlafproblemen“ zu tun.

Schauen wir doch einmal, was Benny für Antworten erhält. Ich habe leider keine Literatur zum „Bewussten Einschlafen“.

Woran ich mich noch sehr vage erinnern kann, hat es irgendetwas mit der Meinung zu tun, dass einem im Schlaf das Bewusstsein verlässt und beim Aufwachen wieder zurück kehrt, oder so irgendwie. Leider weiß ich nichts Näheres darüber.

Liebe Grüße
Irene

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Luzides Träumen
Hi Benny

deine Frage macht nur Sinn im Zusammenhang mit Klartraumtechniken, d.h. mit Techniken, die dazu führen sollen, das Auftreten von Klarträumen wahrscheinlicher zu machen.

Es gibt bestimmte Übungen, die zu den „Hypnagogic Lucidity Techniques“ zählen. Hierbei handelt es sich um bestimmte Führungen des Gedankenganges vor dem Einschlafen, die man aus dem tibetischen Yoga ableiten zu können meinte, auf den 1935 durch eine berühmte Publikation von Evans-Wentz aufmerksam gemacht wurde. Tholey verweist in den Büchern, die du vor dir hast, ganz bestimmt darauf und beschreibt dort auch, wie man es seiner Meinung nach macht.

Aber offenbar recht mißverständlich, sonst würdest du nicht fragen, ob "jemand gute methoden zum bewussten einschlafen " kennt, so mal kurz und easy, als ob man ein paar gute cheats für Computerspiele sucht.

Um es ebenso kurz zu machen, ohne Unheil anzurichten: Hierbei gehts nicht um ein „bewußtes Einschlafen“, sondern um bestimmte Gedanken, bevor man einschläft. Was damit genauer gemeint ist, wirst du genau da finden, wo du deine Informationen über Luzides Träumen herhast: Tholey 1983 z.B. Wenn du es daraus nicht erkennen kannst, möchte zumindest ich es dir nicht genauer erklären, weil ich die Verantwortung dafür nicht übernehmen kann.

die realitätstests von tholey bringen mich nicht so wirkklich weiter

Die „Reflection Technique“ von Tholey hat mit dem oben beschrieben nicht direkt etwas zu tun, aber wenn du sagst „vergesse ich auch welche zu machen obwohl ich das schon einige zeit übe, gewöhne mich da wohl einfach nicht dran“ dann würde ich dir meinerseits den Tip geben, es einfach zu lassen. Diese Sachen setzen einiges an sog. psychischer Stabilität voraus, die einzuschätzen in diesen Büchern ziemlich lasch dem Leser selbst überlassen bleibt. Tholey ist in diesen Dingen ein Profi und auch ein Unikum, aber vielleicht auch ein bißchen zu salopp für manche andere. Wenn du also nicht in der Lage bist, diese Übungen konsequent durchzuziehen: Nimm es als ein ernstzunehmendes Signal und laß die Finger davon.

Das ist allerdings nur meine persönliche Meinung.

Über Luzides und Präluzides Träumen hatte ich schon mal etwas hier gepostet:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Gruß

Metapher

Also erstmal sind das zwei verschiedene dinge. Das Problem mit meinem Bruder ist die eine sache und das bewusste einschlafen ist für mich um mmehr an mir arbeiten zu können.
Ich will hier also keinen verarschen, dazu habe ich im verlauf der letzt 800 tage wo ich schon hier bin auser schlonzantworten auch wirklich sehr gute hilfen bekommen.
Dann gibt es bewusstes einschlafen wirklich. Es sit eine möglichkeit klar zu träumen, d.h. im traum bewusst zu sein. Im Psychologybrett gibt es ein paar threads dazu und es ist auch kein esohirngespinnst. ich habe am anfang auch ein wenig skeptich davorgestanden aber da ich im letzten halben jahr 4 klarträume hatte weiss ich nun für mich das das kein hirngespinnst ist.
Nur soviel mal dazu, das keiner glaubt ich würde hier die leutz verarschen weil mir langweilig ist über die feiertage.
Ich kann nichts davür das leider alles zusammenfällt im letzten monat und wenn ich hier wirklich alles schreiben würde was noch vorgefallen ist würdet ihr das warscheinlich für lächerlich nehmen.
Also nehmts nicht persönlich das ich hier soviel schreibe, sind eben zwei dinge. eins für mich und eins für den umgang mit meinem bruder
danke
benny

Hi Meph,

Ich will hier also keinen verarschen, dazu habe ich im verlauf
der letzt 800 tage wo ich schon hier bin auser
schlonzantworten auch wirklich sehr gute hilfen bekommen.

Sorry Meph, wollte Dir nicht auf die Füße treten, war eine spontane Assoziation…
Anja
Die sich keineswegs verarscht gefühlt hat

… Nimm es als
ein ernstzunehmendes Signal und laß die Finger davon.

Das ist allerdings nur meine persönliche Meinung.

Ich verstehe nicht wo das Problem liegt bzw. liegen könnte, warum sollte psychische Stabilität vorhanden sein (mal abgesehen davon das ein Mangel an psychischer Stabilität immer wenig von Vorteil ist)?
Ich denke so ein Klartraum kann doch eine Bereicherung sein und somit zum allgemeinem Wohlbefinden beitragen, oder? Besteht die Gefahr der Realitätsflucht?

Fragend
Stefan

Induktionstechniken

Hi Stefan,

das kam offenbar mißverständlich rüber: Keineswegs war meine Empfehlung, vom Klarträumen generell die Finger zu lassen. Im Gegenteil, es kann, ggf. sogar (und mit sachkundiger Begleitung erst recht) zur einen oder anderen Problembewältigung dienlich sein. Nützlich ist es auf jeden Fall z.B. bei der Bewältigung von Albträumen, besonders, wenn diese häufig auftreten. Wie du in dem Link vielleicht gesehen hast, wird das Klarträumen sogar von manchen Leistungssportlern angewendet, um sich in komplizierte Bewegungsabläufe einzuüben (Boden- und Geräteturnen, Turmspringen u.a.m.).

Besteht die Gefahr der Realitätsflucht?

Generell nicht. Aber wenn man die Motive der Beschäftigung damit bei einem Fremden nicht kennt, kann man ähnliches nicht unbedingt ausschließen. Aber etwas wichtigeres kommt dazu, das nicht das Klarträumen als solches betrifft (das ist immer überraschend, auch lustig): und das ist die Anwendung von einigen der sog. Induktionstechniken, die die Häufigkeit des Auftretens von luziden Träumen erhöhen soll.

Manche dieser Techniken (es handelt sich immer um gedankliche Übungen) sind etwas salopp aus dem tibetischen Yoga abgeleitet. Sie spielen gezielt mit einer Irritation des Realtätsbewußtseins und können daher bei psychisch instabilen Konstitutionen zu sicher unerwünschten Folgen führen.

Daß jemand trotz Interesse an der Sache sich nicht in der Lage sieht, solche Induktionsübungen (die im Prinzip einfach sind) konsequent durchzuführen, ist daher zumindest ein Anlaß, nicht zur Fortführung zu ermuntern.

Die Vorsicht bezieht sich also auf bestimmte Induktionstechniken, nicht auf das luzide Träumen selbst. Dieses kann man eh nicht direkt provozieren.

Gruß

Metapher

Manche dieser Techniken (es handelt sich immer um gedankliche
Übungen) sind etwas salopp aus dem tibetischen Yoga
abgeleitet. Sie spielen gezielt mit einer Irritation des
Realtätsbewußtseins und können daher bei psychisch
instabilen Konstitutionen zu sicher unerwünschten Folgen
führen.

Die Vorsicht bezieht sich also auf bestimmte
Induktionstechniken, nicht auf das luzide Träumen selbst.
Dieses kann man eh nicht direkt provozieren.

Ich denke, mein ab und zu auftretendes Gefühl im falschen Film zu sein wenn mir mal die nötige Abgebrühtheit fehlt, ist keine Induktionstechnik, meine Frage: Wie sieht das denn im tibetischen Yoga aus? Irgendwie riecht das ganze ja auch nach Phänomenologie (siehe die Bombe in Carpenters ‚Dark Star‘), geht es da (bei den Tibetern) eher in diese Richtung?

Satire

Irgendwie riecht das ganze ja auch nach
Phänomenologie (siehe die Bombe in Carpenters ‚Dark Star‘),
geht es da (bei den Tibetern) eher in diese Richtung?

Nee, weder mit SciFi noch mit Satire hat das was zu tun *g* aber vor diesem Horizont sag ich eben lieber: besser lassen …

Metapher

Jetzt weiss ich aber immer noch nicht was die Tibeter beim Yoga treiben, dass sie Kontrolle über ihre Träume erlangen. Bin beim Googeln nicht fündig geworden…
Stefan

*smile*

Jetzt weiss ich aber immer noch nicht was die Tibeter beim
Yoga treiben, dass sie Kontrolle über ihre Träume erlangen.
Bin beim Googeln nicht fündig geworden…

Und du meinst im Ernst, daß man das grad mal so beim goggeln findet oder hier mal so hopplahopp hinsabbeln könnte?

Umpf. Nein, dürfte auch gerne ausladender werden, wenn ich allerdings den Pfad der Erleuchtung einschlagen müsste um mir nicht die ‚tibetische Beutelente‘ zu braten, kann ich allerdings gerne darauf verzichten und Bewunderung heucheln. Ich hatte allerdings ernsthaft die Vorstellung von einer anleitbaren Technik die vielleicht ansatzweise erklärbar wäre.

Grüße
Stefan

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