Bewußtlosigkeit, Informationen für einen Roman

Hallo!

Ich habe in meinem Roman geschrieben, dass ein Kind, nachdem es auf einen Felsen gestürzt ist, einige Minuten bewußtlos da liegt und auf dem Weg ins Krankenhaus zu sich kommt. Das Kind wird gleich in den Kernspintomograf geschoben, um Gehirnblutung, Schädelbruch usw. auszuschließen. Nach einer Stunde ist es wieder kerngesund.

Was sollte ich ändern?

Ist in einem solchen Fall MRT oder CT üblich?

Ist es unwahrscheinlich, dass das Kind wieder kerngesund ist? Wäre eine „leichte Gehirnerschütterung“ besser? Wenn ja, kann es trotzdem nach Hause?

Grüße

Andreas

Hallo!

Ich habe in meinem Roman geschrieben, dass ein Kind, nachdem
es auf einen Felsen gestürzt ist, einige Minuten bewußtlos da
liegt und auf dem Weg ins Krankenhaus zu sich kommt. Das Kind
wird gleich in den Kernspintomograf geschoben, um
Gehirnblutung, Schädelbruch usw. auszuschließen. Nach einer
Stunde ist es wieder kerngesund.

Die Frage ist, ob es eine retrograde Amnesie hatte (Erinnerungslücke für den Zeitraum kurz vor dem Sturz) und ob Erbrechen vorgelegen hat.

Was sollte ich ändern?

Den Ausdruck Kernspin finde ich für einen Roman zu speziell.

Ist in einem solchen Fall MRT oder CT üblich?

Kind auf jeden Fall MRT, da die Strahlenbelastung durch ein CT nicht sein muss.

Ist es unwahrscheinlich, dass das Kind wieder kerngesund ist?

Nein, nur der Zeitraum von einer Stunde ist recht unwahrscheinlich.

Wäre eine „leichte Gehirnerschütterung“ besser? Wenn ja, kann
es trotzdem nach Hause?

Ich würde eher an eine etwas heftigere Gehirnerschütterung denken bei dieser recht langen Bewusstlosigkeit.Das sollte Kind mindestens 24 bis 48 h stationär beobachtet werden, da ein Anschwellen des Gehirns immer noch möglich ist. Deshalb wird stationär in regelmässigen Abständen die Ansprechbarkeit, die Pupillenreaktion und der Blutdruck gemessen bzw. überprüft.

Grüße

na_nu?

Hallo Andreas,

ad 1) Die Frage nach der primären Klinik lässt sich nicht so einfach beantworten, weil sie auch von der Schwere des Traumas abhängig ist. Es ist allerdings m.E. eher unwahrscheinlich, dass das Kind nach einer längeren Phase der Bewusstlosigkeit im RTW langsam zu sich kommt. Ich setze einmal einen relativ schweren Sturz mit einer ordentlichen Schädelfraktur voraus. In solchen Fällen sind sub- und epidurale Einblutungen fast die Regel, bei größeren Beschädigungen (=Einblutungen) entsprechend tiefer (subarachnoidal, intracerebral). Es ist eher mit einer vielleicht kurzen Bewusstlosigkeit und einer sekundären Eintrübung im Verlauf zu rechnen.
Diagnostisch: Sono, CT, MR-Angio.

  1. kerngesund warum? kein Befund, alles klar? Dann ist doch alles gut. Passt aber irgendwie nicht zu der Geschichte mit der mehrminütigen Bewusstlosigkeit. Subdurale Blutungen bzw. die Ursache müssen zügig diagnostiziert werden und eine entsprechende Entlastungstherapie angeschlossen werden. Prognose ist denkbar ungünstig.

  2. Gehirnerschütterung: abhängig vom klinischen Untersuchungsbefund gleiches diagnostisches Procedere (möglicherweise ohne Angio), abhängig davon weitere Schritte bzw. Überwachung. O.p.B. nach Hause.

Herzliche Grüße
sunconure

Hallo!

Vielen Dank für die ausführliche Antwort, die mir sehr weiterhilft.

Grüße

Andreas

Hallo!

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Nein, Schädelfraktur und Blutung liegt nicht vor, ganz so stark war der Aufprall nicht.

Grüße

Andreas