Hallo, liebe Wissenden!
Eigentlich dachte ich, dass mein Leben für die nächsten Jahre geplant wäre. Eigentlich. Doch dann stolperte ich heute über eine Stellenanzeige aus der Zeit: Ein Schulbuchverlag sucht Redakteure. Und das wäre genau das, was ich mir für mich als Alternative zum Schuldienst (habe gymnasiales Lehramt studiert, warte zurzeit auf einen Referendariatsplatz) überlegt habe.
In dieser Ausschreibung heißt es „Berufseinsteigern bieten wir ein Volontariat als ersten Schritt in die Redakteurslaufbahn an.“.
Dieses Volontariat würde dann zwei Jahre dauern, oder? Und, was für mich noch viel wichtiger ist: Wie würde dies bezahlt werden - ein ungefährer Rahmen würde mir zur Orientierung völlig ausreichen? (Es wird doch bezahlt, oder bin ich da zu blauäugig?)
Wenn mir jetzt aber jemand ins Gewissen reden möchte, dass ich doch bitte erst mein Ref machen solle, weil (…) - dann tut auch das! Im Augenblick bin ich auf dem Trichter, es einfach mal dort mit einer Bewerbung zu versuchen - verlieren kann ich ja nichts (außer den Bewerbungskosten).
Schon vorab vielen Dank,
sannah
Hallo,
Dieses Volontariat würde dann zwei Jahre dauern, oder? Und,
was für mich noch viel wichtiger ist: Wie würde dies bezahlt
werden - ein ungefährer Rahmen würde mir zur Orientierung
völlig ausreichen? (Es wird doch bezahlt, oder bin ich da zu
blauäugig?)
http://de.wikipedia.org/wiki/Volontariat
(s. Links unten)
Wenn mir jetzt aber jemand ins Gewissen reden möchte, dass ich
doch bitte erst mein Ref machen solle, weil (…) - dann tut
auch das!
Ich bin ein großer Freund davon, Dinge auch zu einem Ende zu bringen. (Kurz) Vor endgültigem Abschluß die Biege zu machen, erscheint vielleicht im Moment attraktiv und wird auch im Lebenslauf nicht so schlimm aussehen, aber am Ende fehlt Dir das zweite Staatsexamen - im Zweifel für immer.
Gruß,
Christian
Hallo Sannah,
Ich würde ebenfalls das Ref zuende machen, bzw. das 2. Staatsexamen mache. Denn: Im Referendariat kannst Du nochmal testen, ob Du wirklich nicht im Schuldienst arbeiten möchtest. Die Möglichkeit, dann etwas anderes zu machen, hast Du immer noch. Denk auch dran, dass Deine praktische Erfahrung, die Du im Referendariat bekommst, wichtig für Deine Arbeit als Redakteurin sein könnte. Du weißt doch dann erst richtig, wie Kinder auf Schulbücher reagieren und was man als Lehrer damit machen kann (oder muss). Ich kenne viele Lehrer, die über Bücher jammern, die von „Theoretikern“ für die Schule gemacht wurden. Da hast Du doch dann die Chance, es besser zu machen.
Bzgl. Volontariat: Was darunter genau zu verstehen ist, hängt von dem Anbieter ab. Dito wie lange es dauert und wieviel Du verdienst. Ich würde einfach anrufen und fragen, wie die Rahmenbedingungen sind, und ob die auch aufs 1. oder 2. Staatsexamen bestehen oder so. Dann hast Du noch ein paar Informationen mehr für Deine Entscheidungsfindung.
Auf jeden Fall wünsche ich Dir, dass Du Dich richtig entscheidest!
Gruß
Yvi
Danke Euch beiden für Euren Senf!
Auf die Idee, bei wikipedia zu gucken, bin ich dies eine Mal nicht gekommen - und für google hatte ich anscheinend die falschen Stichworte.
Aber ich habe mich dann gestern im Laufe des Tages doch definitiv für den geradlinig(er)en Weg entschieden, erst einmal das Referendariat zu machen. So eine Möglichkeit finde ich in einigen Jahren vielleicht auch noch einmal. Obwohl es schön gewesen wäre, noch ein bisschen in der Region bleiben zu können (die Stelle war in Leipzig, Freund wird ab Herbst in Halle promovieren - nur ich muss wohl weg) …
Gruß
sannah